Interviews ·Mecklenburg-Vorpommern

Menschen in Mecklenburg-Vorpommern vorgestellt - die Interview Serie

© Friedrich Köster

Name …
Friedrich Stefan Hermann Köster

Geboren in ?
…Stralsund

Heute lebe ich in …
Rostock

Meinen Lebensunterhalt verdiene ich ?
…mal hier mal dort und irgendwann hoffentlich hauptberuflich als Schriftsteller.

Jemals darüber nachgedacht, in eine größere Stadt zu ziehen oder etwa Mecklenburg-Vorpommern zu verlassen?
Sehr oft sogar. Gerade jetzt steht Berlin wieder an erster Stelle. Eine Stadt, die mich seit fast zwei Jahrzehnten dank ihrer Anonymität und ihrem kulturellen Angebot fasziniert und in der ich schon immer einmal leben wollte.

An einem sonnigen Sommertag …
…schreibe & philosophiere ich über das Leben, spaziere durch die Stadt und fahre mit Blueberry, meinen Rad, raus aus Rostock, um die Natur zu genießen.

An einem verschneiten Wintertag …
… schreibe & philosophiere ich über das Leben, trinke grünen Tee, spaziere durch die Stadt und treffe mich mit Freunden im Café oder der Kneipe unserer Wahl.

Gut essen …
kann man definitiv im Warmbad. Dort gibt es leckeres Essen, egal ob vegan, vegetarisch oder mit Fleisch. Und sie haben den besten Apfelstrudel der Welt. Ein Gaumenschmaus!

Theater, Konzerte, Museen, Festivals …
Ich war noch nie in meinem Leben auf einem Festival. Das würde zu viel Stress für mich bedeuten. Ich bin jemand, der ein Konzert noch Tage danach gerne auskostet und verarbeitet, und ich denke, ein Festival gäbe mir zu viel Input.

Was das Theater betrifft, geht es vor allem mit der jungen Bühne dank des Schauwerks in Rostock wieder bergauf und auch das Angebot an klassischen Konzerten ist dank der HMT ausgesprochen gut. Doch auch wenn ich Klassik gerne höre, verlieren sich nur zu selten Bands meines Geschmacks nach Rostock (Käpt?n Peng, Hundreds, Blaudzun) und ich muss (bzw. kann) dementsprechend oft nach Berlin fahren.

Auch was Museen betrifft, bin ich einfach zu sehr von unserer Hauptstadt verwöhnt, obgleich einige Ausstellungen in der Kunsthalle Rostock ein wahrer Augenschmaus waren und auch das Kulturhistorische Museum im Kloster zum Heiligen Kreuz stets einen Besuch wert ist.

Wenn ich hier etwas ändern könnte …
dann würde ich die Mietpreise senken, damit Orte wie die KTV so bleiben können wie sie sind und ihre derzeitigen Bewohner nicht irgendwann in die Randgebiete der Stadt getrieben werden, weil sie sich die Miete nicht mehr leisten können. Außerdem würde ich den jungen & kreativen Einzelhandel fördern, um dieser Handelskettengesellschaft entgegenzuwirken.

Die Einheimischen …
…leben in einer angenehmen Distanz zu einander. Hier fällt man Fremden nicht in die Arme und gibt Bussi hier, Bussi da. Hier taut das Eis langsam auf und es entwickeln sich tolle Freundschaften mit wundervollen Menschen, die auf Oberflächlichkeit pfeifen.

Zugezogene aus anderen Bundesländern …
…sind oft erschrocken über die Mecklenburger Anfangskälte und umso erfreuter, wenn das zuvor erwähnte Eis aufgetaut ist.

Wenn ich alt werde …
…Ein Satz, mit dem ich nicht viel anfangen kann. Schließlich werde ich jeden Tag älter als den Tag davor. Hinzu kommt die Frage, wann ich denn »alt« bin? Mit 30, 50 oder 70? Ich glaube, ich bin an einem Punkt in meinem Leben angekommen, an dem ich zufrieden sagen kann, dass nicht mehr allzu viel fehlt und ich so weitermachen möchte wie bisher.

Ein Tipp …
von mir ist das zoologische Institut neben dem Hauptgebäude der Universität. Räume voller ausgestopfter Tiere, die man betrachten kann, faszinieren mich, weil sie mir die unglaubliche Vielfalt dieses Planeten zeigen.

Ein Wunsch für Mecklenburg-Vorpommern …
Ich wünsche mir eine größere Konzertvielfalt und mehr Unterstützung für junge Selbständige, damit wir nicht in Großstädte flüchten müssen, sondern unsere Heimat mitgestalten können.

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Herzlichen Dank Friedrich für Deine Antworten und Tipps! Über Dich gibt es ja die Aussage, Du wärst der kommende deutsche Dan Brown. Ich wünsche Dir auf dem Weg dorthin gutes Vorankommen und viel Erfolg und warte gespannt, wann Dein erster Roman/Krimi in den deutschen Buchläden zu finden ist!

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Interviews ·Mecklenburg-Vorpommern

Menschen in Mecklenburg-Vorpommern vorgestellt - die Interview Serie

© Kai Küken

Name …
Kai Küken

Ursprünglich aus ?
…Hannover (Niedersachsen)

Nach Mecklenburg-Vorpommern gezogen ?
…vor acht Jahren nach Rostock, für die Liebe in die Stadt der Liebe

Kröpeliner Tor in Rostock - © Kai Küken

Heute lebe ich in …
seit März 2014 wieder in Hannover

Meinen Lebensunterhalt verdiene ich ?
…als Kameramann und Cutter. Zur Zeit bin ich bei einer großen Produktionsfirma in Hannover angestellt. Meine Ausbildung habe ich in Rostock absolviert, wodurch ich das Land und seine Menschen gut kennen lernen konnte.

Jemals darüber nachgedacht, in eine größere Stadt zu ziehen oder etwa Mecklenburg-Vorpommern zu verlassen?
Eigentlich nicht. Ich habe mich in Rostock sehr wohl gefühlt, viele nette Menschen kennen gelernt, meine Liebe geheiratet, bin auf den Hund gekommen und letztes Jahr wurde mein Sohn hier geboren.

Wenn man erstmal weg ist, merkt man schnell, was einem alles fehlt. Ich vermisse nicht nur unsere Freunde, die gute Luft und das Meer vor der Tür. In einer Stadt wie Rostock ist alles etwas gebündelter. In der KTV 1 z.B. kommt viel Kreativität zusammen, am Stadthafen die Partys.
In einer großen Stadt wie Hannover muss man größere Distanzen überwinden, um etwas zu finden, was einem gefällt. Daran muss ich mich erst gewöhnen.

An einem sonnigen Sommertag …
…haben wir in Rostock Kind und Hund eingepackt und sind einfach ein paar Kilometer raus gefahren. Norden - Süden, Links - Rechts, Müritz oder Darß ist eigentlich egal. In Mecklenburg gibt es viele schöne Plätze, die nur darauf warten erkundet zu werden. Für Naturfreunde genau das Richtige.

Mecklenburg-Vorpommern - © Kai Küken

Auf dem Darß - © Kai Küken

An einem verschneiten Wintertag …
… freut sich der Hund über das Toben durch den Schnee. Gerne auch am Strand. Die Ostsee ist nämlich zu jeder Jahreszeit und Wetterlage einen Ausflug wert.

© Kai Küken

© Kai Küken

Gut essen …
Grillen am Strand ist ein klasse Erlebnis. Wenn die Sonne im Meer versinkt, schmeckt die Wurst gleich doppelt so gut.

Wer auf indisches Essen steht, sollte sich das »Arjun« am Brink nicht entgehen lassen. Auch die Wismarsche Straße ist mit »Holy Pizza« und dem »Kumpir Haus« einen Besuch wert.

Natürlich darf man sich bei einem Besuch in Warnemünde auch das typische Fischbrötchen, zum Beispiel von Backfisch Udo, nicht entgehen lassen.

Alter Strom in Warnemünde - © Kai Küken

Westmole Warnemünde - © Kai Küken

Theater, Konzerte, Museen, Festivals …
Wer etwas erleben will, sollte einmal beim Eastcoastrun vom zuparken Festival mitfahren. Das ist eine Gaudi. Mit dem VWBus durch die Rostocker Innenstadt bis nach Kägsdorf und dort dann drei Tage lang Strand, Surfen, Musik und im Bulli schlafen. Sehr erholsam das Ganze.

Genauso wie das Immergut in Neustrelitz. Ein schönes, kleines Festival mit gut ausgesuchten Bands.

Wenn keine Festivals anstehen, lohnt sich ein Besuch im Heimatmuseum in Warnemünde. Hier gibt es Eindrücke vom Leben des Fischerdorfes vor Gosch 2 und den ganzen Touristen.

Wenn ich hier etwas ändern könnte …
Rostock sollte durch die ganzen neuen Bauprojekte nicht zu einer Einheitsmetropole verkommen. Ich würde mir auch sofort die alten Wahrzeichen, wie die Georg Büchner 3 oder den Hansa Filmpalast zurück wünschen.

Für Mecklenburg-Vorpommern würde ich mir mehr Möglichkeiten und Chancen für junge Menschen wünschen. Es ist schade, dass so viele aus beruflichen Gründen das Land und ihre Heimat verlassen müssen.

Die Einheimischen …
…sind alle furchtbar nett, gar nicht so »norddeutsch verschlossen« wie man immer denkt und stellen viel auf die Beine.
Hier in Hannover vermissen wir Aktionen wie »Ponyhof«, »Rock the Ramp«, »Monsterpeng Party« oder »KTVlenzen«.

Zugezogene aus anderen Bundesländern …
…sind erstmal erstaunt wie direkt und ehrlich die Leute sind - für manche ist das ungewöhnlich.
Ich persönlich habe mich damals sehr schnell hier eingelebt und habe in Rostock meine neue Heimat gefunden. Irgendwann kommen wir sicher zurück.

Wenn ich alt werde …
…möchte ich wieder in Mecklenburg-Vorpommern leben.
Vielleicht sitze ich dann mit meiner Liebe auf der Ulmenbank und gucke den jungen Hipstern zu.

Ein Tipp …
Auf jeden Fall sollte man Standuppaddeln auf der Warnow ausprobieren und sich in die Schlange vor der »Eisscholle« einreihen, um das leckerste Eis überhaupt zu futtern.

Standup Paddeln - © Kai Küken

Wer auf Kreatives und Selbstgemachtes steht, kommt an Nähmarie nicht vorbei. Ihr Laden in der Niklotstraße in Rostock ist ein wahres Kleinod an schönen DIY Dingen.

Ein Wunsch für Mecklenburg-Vorpommern …
Ich wünsche mir, dass junge Leute in ihrer Heimat bleiben und mehr Mut aufbringen, selbst etwas auf die Beine zu stellen. Ich habe das leider erst zu spät begriffen.

Außerdem sollte Rostock nicht durch futuristische Bauvorhaben verschandelt werden. Die Stadt hat so viele, wertvolle historische Ecken, die keinesfalls durch zu moderne Konsumarchitektur verdrängt werden dürfen.

Ein sehr persönlicher Wunsch wäre, dass Paul Kamp endlich ein Album veröffentlicht. Seine Musik spiegelt für mich einen Großteil des Lebensgefühls in Rostock wider.

Ostseestrand in MV - © Kai Küken

Mecklenburg-Vorpommern hol mich zurück…!

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Danke Dir sehr Kai, dass Du zum Interview bereit warst, obwohl es sicher die Heimwehwunden nach Mecklenburg-Vorpommern und besonders Rostock wieder ein bisschen aufgerissen hat. Ich wünsche Dir und Deinen Lieben, dass Ihr nicht zu lange warten müsst, bis Ihr wieder nach Mecklenburg-Vorpommern zurückkehren könnt!

Alle Fotos und natürlich auch die Videos in diesem Interview sind von Kai höchstselbst!
Mehr von Kai findet ihr z.B. hier, hier und hier.

1KTV ist die Abkürzung für die »Kröpeliner-Tor-Vorstadt«, einem Stadtteil von Rostock
2Gosch ist eine Sylter Fischrestaurantkette, die 2009 auch in Warnemünde eines ihrer Restaurants eröffnet hat
3Die »Georg Büchner« war ein unter Denkmalschutz stehendes Schiff, das bis Ende Mai 2013 im Rostocker Stadthafen lag und als Jugendherberge und Hotelschiff genutzt wurde. Leider musste sie verkauft werden, verließ am 28. Mai 2013 den Hafen und sank zwei Tage später am 30. Mai 2013 nördlich der Halbinsel Hel und westlich von Danzig in der Ostsee. Mehr Informationen zum Schiff

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Menschen in Mecklenburg-Vorpommern vorgestellt - die Interview Serie

© Christoph Trabert

Name …
Teresa Trabert. Teresa, ohne h ? und ja, das ist wichtig!

Geboren in …
? einer ganz anderen Ecke Deutschlands, im kleinen bescheidenen Saarland. Seit ich 2008 dort weggezogen bin und auch Familie und Freunde nicht mehr dort leben, habe ich keinen wirklichen Bezug mehr und keinen Anreiz dorthin zurück zu gehen. Etwas schade daran finde ich, dass ich keinen wirklichen Heimatbezug empfinde ? gerade, weil ich diesen hier in Mecklenburg-Vorpommern sehr stark unter den Menschen spüre.

Nach Mecklenburg-Vorpommern gezogen ?
bin ich im Januar 2013, nachdem ich im November 2012 aus dem warmen Kalifornien zurückgekommen bin. Zwar war der letzte Winter sehr kalt und das Ganze ein kleiner Schock, trotzdem habe ich mich sofort sehr wohl hier gefühlt. Ich habe gleich tolle Menschen kennengelernt und die Region lieben gelernt.

Heute lebe ich in …
Rostock. Eine Stadt, die man gerade in Westdeutschland viel zu wenig auf dem Schirm hat. Man hat entweder irgendwelche Vorurteile der Gegend gegenüber oder man assoziiert so gar nichts damit. Das ist schade, ist es doch eine so wunderschöne und so vielseitige Gegend.

Meinen Lebensunterhalt ?
verdiene ich momentan beim Kreativsaison e.V. Eine Initiative, die den Kreativtourismus im Land entwickelt und kultur- und kreativwirtschaftliche Akteure, touristische Leistungsträger, Gemeindevertreter, Politiker, Bürger und Visionäre miteinander vernetzen und die Vielfalt und Potentiale des Landes nach außen tragen möchte. Dafür organisieren wir den monatlich stattfinden Kreativstammtisch, immer an welchselnden Orten, v. a. aber im ländlichen Raum. Das ist eine schöne genreübergreifende Plattform zum Vernetzen und Kontakte knüpfen.

Außerdem haben wir gerade zum zweiten Mal die Bloggerreise #balticdiscovery organisiert, bei der junge und internationale Reiseblogger und JungjournalistInnen MV in einer Woche in einem ganz abwechslungsreichen Programm entdecken, Menschen der Region treffen, kreativ tätig werden und anschließend über die Erfahrungen und Erlebnisse berichten. Hier kann man ein kleines Video von dem Projekt sehen, das tolle junge Filmemacher (RABAUKE Filmproduktion) gedreht haben.

Die Arbeit ist toll, weil sie so abwechslungsreich ist, man immer in Kontakt mit interessanten Persönlichkeiten kommt und man bei der Entwicklung des Landes nicht nur zusehen, sondern mit anpacken kann.

Über den Dächern von Bad Kleinen z.B. fand das Willkommensdinner der Bloggerreise hoch oben auf dem Silo statt, aus dem der ehemalige Bürgermeister Hans Kreher einen kreativwirtschaftlichen Standort entwickeln möchte.

© Christoph TrabertV.l.n.r. Aloys Beenke von Bad Kleinen TV, Friederike Franze von www.freiseindesign.com und Vreni Frost von www.nevereverever.me

Jemals darüber nachgedacht, in eine größere Stadt zu ziehen oder etwa Mecklenburg-Vorpommern zu verlassen?
Ich würde lügen, wenn ich etwas anderes behaupten würde. Ich bin ein sehr reiselustiger Mensch, habe bereits an verschiedenen Orten gelebt und kann noch nicht richtig still sitzen. Das heißt also, dass MV zwar einen großen Platz in meinem Herzen eingenommen hat, dass ich aber auch noch einmal weiterziehen möchte - um dann in einer gewissen Zeit höchst wahrscheinlich wieder zurückzukehren. Ich arbeite sehr projektbezogen, sehe mich also durchaus auch aus der Ferne noch hier tätig sein. Dafür liegt mir Mecklenburg-Vorpommern und dessen Entwicklung wie gesagt zu sehr am Herzen.

An einem sonnigen Sommertag …
(ich gehe mal von Freizeit aus…) bin ich natürlich gerne an der Ostsee. An kleinen versteckten Stränden. Aber ich laufe auch super gerne einfach durch den Rostocker Barnstorfer Weg, was für mich ein Weilchen dauert. Hier ein Schnack, da ein bisschen stöbern und Sektchen trinken und am nächsten Eck gleich wieder eine bekannte Person treffen. Das ist das schöne an Rostock, man lebt nicht so anonym und trifft immer Leute. Abends hänge ich dann am liebsten am Hafen oder auf dem eigenen Dach mit bestem Ausblick über den Doberaner Platz ab.

An einem verschneiten Wintertag …
(auch hier gehe ich von Freizeit aus) lunger ich erst einmal zuhause rum, lese, höre Musik, esse. Dann ziehe ich mich warm an, mache mit Kamera einen Schneespaziergang und esse köstlichen Mississippi Mud Pie im »Café A Rebours« in der östlichen Altstadt. Nur zu empfehlen und ein echter Geheimtipp. Danach geht?s wieder unter die warme Decke und ich gucke mir einen Film an. Alleine oder mit den besten Freunden.

© Christoph Trabert

Gut essen …
kann man bei all unseren »Zu Tisch in MV«-Kandidaten!

© Christoph Trabert

Theater, Konzerte, Museen, Festivals …
gibt es hier zuhauf. Menschen sagen, in MV sei nichts los, das ist mal absoluter Quatsch. Ständig sind kleine schöne Konzerte, Lesungen, Theateraufführungen, tolle Ausstellungen, Festivals und so weiter und so fort. Manchmal muss man sich eben etwas besser erkundigen. Okay, ein wirklich gutes Portal, dass das Angebot sammelt, gibt es wirklich nicht. Daher versuchen wir auf unsere Facebook Seite und unserem Blog ein wenig darauf aufmerksam zu machen und die verschiedenen kulturellen Highlights anzukündigen und darüber zu berichten.

© Carsten Gramatzki

Wenn ich hier etwas ändern könnte …
wäre das vermutlich keine konkrete Sache vor Ort, sondern eher die Wahrnehmung der Menschen von außerhalb. Wie oft hatte ich Besuch und habe komplett überraschte Gesichter gesehen, weil man sich nicht vorgestellt hatte, dass MV so schön sei. Dass Rostock so schön ist und so viel zu bieten hat. Ja, an der Wahrnehmung hapert es noch. Auf Themen wie Kulturpolitik, Mangel an jungen Arbeitskräften und all so ‘ne Faxen komme ich jetzt mal nicht zu sprechen ? da wissen wir alle, dass es einiges zu tun gibt.

Die Einheimischen …
Man sagt, sie haben eine harte Schale, wenn die aber erst einmal geknackt ist, dann sind es Freunde für’s Leben. Ich habe wunderbare Menschen hier kennengelernt und allein deswegen bin ich dankbar hierher gekommen zu sein.

© Christoph Trabert

Zugezogene aus anderen Bundesländern …
möchten oft aufgrund des »Luxusfaktors Ostsee« nicht mehr hier weg. Verständlich. Wir leben da, wo andere Urlaub machen. Aber man darf nicht vergessen, dass MV noch viel viel mehr zu bieten hat als schöne Strände. Hier steckt so viel kreatives Potential, hier leben so herzliche und interessante Persönlichkeiten, hier gibt es auch im Innenland die tollsten Dinge zu entdecken und erleben.

Wenn ich alt werde …
bekoche ich meine Enkelkinder, die mir währenddessen voller Begeisterung von ihrer aktuellen Theateraufführung erzählen. Abends bekommen wir gerne Besuch, essen mit Freunden zusammen auf der Terrasse, trinken Weinchen und lachen über das Leben.

Ein Tipp …
Mein Tipp ist der: kommt mich in MV besuchen, überzeugt Euch von der Schönheit und Vielfältigkeit des Landes. Und wenn ihr dann hier seid, nehmt gerne Kontakt mit mir oder jemand anderem vom Team der Kreativsaison auf und wir geben Euch zahlreiche Tipps - von Unternehmungungsmöglichkeiten, dem besten Kuchen, von Veranstaltungen und tollen Künstlerorten, von den schönsten Stränden und kleinen Szeneläden.

Ein Wunsch …
Mein Wunsch ist der, dass MV bleibt wie es ist und stetig seinen Gang geht. Es mag sein, dass hier alles fünf Jahre länger dauert, aber es geht voran. Erst neulich habe ich mich mit einem Wiener Schauspieler unterhalten und er sagte: »Ich spüre, dass Rostock eine Perle ist. Hier blüht etwas und es braucht noch ein paar Jahre. Aber wenn es dann soweit ist, dann wird die Stadt boomen«. Ich wünsche mir also, dass dieser »Boom« nachhaltig und im Einvernehmen mit den vor Ort lebenden Menschen geschieht. Der »Boom« soll sich nicht abschreckend auf die auswirken, die die Ruhe hier zu schätzen wissen.

© Christoph Trabert

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Liebe Teresa, auch Dir herzlichen Dank, dass Du Dir die Zeit für das Interview genommen und uns davon erzählt hast, mit welch unterschiedlichen Projekten und Ideen Du, bzw. das Team von Kreativsaison versucht, Menschen aus anderen Teilen Deutschlands und darüber hinaus, Mecklenburg-Vorpommern näherzubringen und für das Land zu gewinnen. Man spürt Dir Deinen Enthusiasmus und Deine Liebe zu Land und Leuten ab und ich wünsche Dir bzw. Euch, dass Eure Bemühungen auch weiterhin erfolgreich sind und Ihr, die Gäste und das Land selbst davon in guter Weise profitieren können.

Die Fotos zum Interview stammen von Teresas Bruder, Christoph Trabert, der ja hier auch schon Rede und Antwort gestanden hat. Das Foto Nr. 5 (von den Festivalbesuchern) stammt von Carsten Gramatzki.

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