Privates ·Tagesnotizen 2019

1000 Fragen an mich (980 - 1000)

981. Wie sieht dein Auto innen aus?

Ich habe kein eigenes Auto, darf aber das Auto der weltbesten WG-Genossin benutzen, wenn ich es brauche. Innen sieht es so aus, wie Autos innen eben aussehen. Mal sehr sauber, mal etwas weniger sauber, aber nie vermüllt oder total verdreckt.

982. Hast du in den letzten fünf Jahren neue Freundschaften geschlossen?

Nein

983. Wer bist du, wenn niemand zuschaut?

Was ist das für eine komische Frage? Ein Mensch, Liisa, wer sonst?

984. Welche inneren Widersprüche hast du?

Ach, so einige, aber ich habe gelernt damit zu leben und das mir Bestmögliche daraus zu machen. Welche genau, das ist sehr persönlich und gehört hier nicht hin.

985. Wann warst du über dich selbst erstaunt?

Kürzlich, als ich sehr spontan einen für mich heiklen Einkauf getätigt habe.

986. Leihst du gern Sachen aus?

Ich bin jetzt etwas verunsichert, wie die Frage gemeint ist? Ist gemeint, ob ich gerne Sachen verleihe, oder ob ich gerne Sachen ausleihe? Beantworte ich einfach beides:

zu 1: Im Prinzip ja, kommt aber auch ein bisschen darauf an, an wen. Wenn ich jemandem etwas nicht verleihen möchte, dann sage ich das auch und finde es auch völlig in Ordnung und legitim.
zu 2: Im Prinzip ja (der andere hat ja die Möglichkeit „nein“ zu sagen, was ebenfalls völlig in Ordnung ist), und ich bin jemand die verlässlich auch alles wieder zurück gibt - so schnell wie möglich oder wie vereinbart.

987. Bist du auf dem richtigen Weg?

Wer will beurteilen, was der „richtige“ Weg ist. Es ist mein Weg, und indem ich ihn gehe, ist es wohl dann auch der richtige Weg, auch wenn er vielleicht manche Umwege oder sogar Irrwege beinhalten mag.

988. Wie lautet dein Kosename für deinen Partner?

Da ich keinen Partner habe, gibt es auch keinen Kosenamen.

989. Bei wem hast du immer ein gutes Gefühl?

Bei den Menschen, die mir nahestehen, habe ich fast immer ein gutes Gefühl. Ich glaube aber nicht, dass es eine gesunde Beziehung gibt, in der man „immer“ ein gutes Gefühl hat. Ich glaube, das zu erwarten, wäre unrealistisch.

990. Wie zeigst du den anderen, dass sie für dich wertvoll sind?

Indem ich ihnen Respekt, Wertschätzung, Aufmerksamkeit und Rücksichtnahme entgegenbringe, wie immer das dann auch aussieht.

991. Was machst dich richtig zufrieden?

Wenn ich mit mir selbst im Reinen bin.

992. Was ist das schönste Geschenk, das du jemals bekommen hast?

Sein zu dürfen und den Raum zu bekommen, mich weiter zu entwickeln und nicht verworfen zu werden, wenn ich Fehler mache oder meine Schwächen zutage treten. Das nennt man dann wohl: Liebe

993. Zu wem hast du blindes Vertrauen?

Ich habe sehr großes Vertrauen zu den mir nahestehenden Menschen, aber sicher kein „blindes“ Vertrauen. Das halte ich auch nicht für erstrebenswert.

994. Was hast du einmal ähnlich wie ein warmes Bad empfunden?

Ich verstehe die Frage nicht. Eine warme Dusche?!

995. Was ist das Spannendste, das du jemals erlebt hast?

Mein zweiter Aufenthalt in Afrika war schon sehr spannend, aber ich glaube, das Spannendste war, zu erleben, wie ich selbst mich im Laufe meines Lebens entwickelt und verändert habe, und und wohin mich mein Weg geführt hat, was wiederum bedeutet, es bleibt spannend, denn es geht ja weiter.

996. Was ist ein grosser Trost?

Das hängt ja auch ein bisschen vom jeweiligen Kontext und Menschen ab.
Ein Licht kann ein großer Trost sein, weil es mich daran erinnert, dass die finsterste Dunkelheit nicht gegen das kleinste Licht ankommt.
Ein Mensch, der mir beisteht, wenn ich es gerade sehr brauche, kann ein großer Trost sein, weil er mir zeigt, dass ich nicht allein bin.
Überhaupt, zu wissen, dass wir alle - so individuell wir auch sein mögen - doch miteinander verbunden sind, eben weil wir dieses Leben mit all seinen Herausforderungen leben und keiner diesen Weg ohne Kämpfe und „Päckchen“ zurücklegt, das kann ein großer Trost sein.
Ein starker Glaube kann einem ein großer Trost sein.
Wissen zu dürfen, dass man im Herz eines anderen Menschen einen Platz hat, und er oder sie sich gerne an einen erinnern wird, wenn man einmal tot ist, kann ein großer Trost sein.
Sich mit Menschen versöhnt zu haben und im Reinen zu sein, kann ein großer Trost sein.
Musik, bestimmte Texte oder beides zusammen, können ein großer Trost sein, der Sternenhimmel über mir, die erste kleine Blüte im Frühling, die ich sehe, und noch so vieles mehr.

997. Wovon hast du gedacht, dass du es nie können würdest?

Manches Erlebte zu ver-/überwinden.

998. Was kannst du heute noch ändern?

Sehr viel, meine Pläne, meine Entscheidungen, meine Sichtweisen, meine Perspektiven, mein Denken, meine Reaktionen, mein Handeln. Ob ich das jeweils tatsächlich will und wie sinnvoll das jeweils wäre, ist eine andere Frage.

999. Wie wird dein Leben in zehn Jahren aussehen?

Das weiß ich nicht, wie schon gesagt, es bleibt spannend.

1000. Welche Antwort hat dich am meisten überrascht?

Hmm, ich weiß nicht. Richtig überrascht hat mich glaube ich keine, aber manches ist durch das Ausformulieren klarer geworden.
Überrascht bin ich eher, dass ich tatsächlich durchgehalten und bis auf wenige Ausnahmen, alle Fragen beantwortet habe.
Danken allen, die bis hierhin mitgelesen haben.

Die Fragen stammen ursprünglich aus dem Flow Magazin, und Beyhan hat daraus eine PDF-Datei erstellt. Viele Blogger aus meinem Umfeld haben die Fragen schon im letzten Jahr beantwortet, einige sind noch dabei und einige haben, wie ich, jetzt erst damit angefangen. Zum Beispiel Frau Rotkraut. Ich wurde von Carola von der Frischen Brise angesteckt, die die 1000 Fragen tatsächlich schon geschafft hat. Das Foto über diesem Beitrag zeigt einen Himmelsmoment vom heutigen Tag.

Kommentar hinterlassen