Kultur ·Kunst

Joe Fig

Eric Fischl - © Joe Fig

Joan Snyder - © Joe Fig

Ross Bleckner - © Joe Fig

Mary Heilmann - © Joe Fig

Michael Goldberg - © Joe Fig

Karin Davie - © Joe Fig

Der Amerikaner Joe Fig ist selber Künstler und hat über mehrere Jahre eine Reihe renommierter Künstler interviewt und ihre Arbeitsplätze, Herangehens- und Arbeitsweise dokumentiert und das ganze dann schließlich als Buch mit dem Titel »Inside the Painter’s Studio« veröffentlicht. Besonders spannend finde ich aber, dass er die dokumentierten Künstler-Arbeitsplätze dann auch als kleine Miniaturen orginalgetreu nachgebaut hat. Faszinierend und da ich ja weiß, dass es unter meinen Lesern hier auch etliche gibt, die solche Miniaturen lieben und teilweise sogar selber bauen, wollte ich Euch diese kleinen Kunstwerke im doppelten Sinne nicht vorenthalten. Noch mehr dieser Miniaturen könnt Ihr hier sehen.

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Kultur ·Musik

Herzlichen Glückwunsch Arvo Pärt!

Arvo Pärt - © Isabelle Françaix / ECM Records

Heute begeht der estnische Komponist Arvo Pärt seinen 75. Geburtstag. Er gilt vielen als der bedeutendste lebende Komponist zeitgenössischer klassischer Musik. Er war gerade 7 Jahre alt, als seine musikalische Erziehung begann, mit 14 Jahren schrieb er seine erste eigene Komposition, der bis zum heutigen Tage noch viele folgen sollten.

1980 emigrierte Arvo Pärt auf Druck der sowjetischen Regierung mit seiner Familie nach Deutschland, wo er noch heute in Berlin lebt und arbeitet. Er ist international mit vielen bedeutenden Preisen ausgezeichnet. So fokussiert Arvo Pärt auch auf seine Musik ist, so aufmerksam verfolgt er doch auch die politische Lage und scheut sich nicht, auf seine Weise, Position zu beziehen. So z.B. als er in der Konzert-Saison 2006/2007 die Aufführungen seiner Werke der am 7. Oktober 2006 ermordeten russischen Journalistin Anna Politkowskaja widmete. Sein bislang letztes komponiertes Werk, die Sinfonie Nr. 4 »Los Angeles« (2008) ist Michael Chodorkowski gewidmet.

Hier nun noch drei weitere Videos, die einen Eindruck von Arvo Pärt und seiner Annäherung an die Musik bzw. seinem Werk vermitteln. Als erstes ein Video, das während einer seiner Meisterklassen entstand,


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gefolgt von einem seiner seltenen Interviews, das er der isländischen Sängerin Björk 1997 für die Serie »Modern Minimalists« der BBC gewährte


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und zum krönenden Abschluß die Sinfonie Nr. 4 »Los Angeles«, aufgenommen bei der Uraufführung in Großbritannien im August 2010, gespielt vom Philharmonia Orchestra unter Leitung des finnischen Dirigenten und Komponisten Esa-Pekka Salonen (nach dem 1. Teil auf »Weiterlesen« klicken, um die restlichen Teile der Sinfonie anzuhören!)

Teil 1:

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(mehr …)

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Allgemein ·Film ·Kultur ·Reisen ·Soziales

24 Stunden Südafrika

Am Wochenende lief im ZDF Infokanal die Dokumentation »24 Stunden Südafrika: Ein Land - Ein Tag«. Für das ZDF ein Experiment und ein Wagnis, für das unter anderem die sehr erfolgreiche Dokumentation »24h Berlin ? Ein Tag im Leben« vom vergangenen Jahr, Pate gestanden hat.

Am Samstag um 6.00 Uhr früh begann das ZDF, die Doku über das Gastgeberland der Fußball-WM ohne Unterbrechungen wie Werbepausen etc. zu zeigen. Kreuz und Quer durch das Land, lernt man als Zuschauer Südafrikaner aus unterschiedlichen Schichten kennen und erlebt quasi einen Tag in ihrem Leben mit. Zugleich bildet sich so ein sehr interessantes Bild mit vielen Hintergründen zur Lebenssituation in Südafrika ab und gewährt ungewöhnliche Einblicke.

Da ist der Rastamann, der als erster in seiner Familie überhaupt einen Schulabschluß gemacht und es jetzt an eine Elite-Uni in Stellenbosch geschafft hat, da ist die milliardenschwere Baulöwin, Drogenabhängige wie Internatszöglinge, ein Schwimmlehrer aus einem der Township, eine Sanguma, eine alleinerziehende und selbstständig im familieneigenen Gewürzladen arbeitende Inderin, ein Krokodilflüsterer oder ein Rinderzüchter, und und und.

Die komplette Dokumentation ist bereits in der ZDF-Mediathek verfügbar und man kann sie, wenn man die Erstausstrahlung am Wochenende verpasst hat, jetzt über die Mediathek ansehen, so wie man gerade etwas Zeit hat. Wer die Doku nicht über das Internet sehen will, hat noch eine weitere Chance: in den Tagen vor dem WM-Auftakt am 11. Juni werden jeweils zweistündige Ausschnitte im ZDF-Nachtprogramm gesendet.

Klar gibt es im Internet auch eine umfangreiche und interaktive Aufarbeitung der Dokumentation.

Von mir eine dicke Empfehlung, sich diese Dokumentation nicht entgehen zu lassen, weil sie vieles vermittelt, was insgesamt für das Verständnis Afrikas hilfreich und wichtig ist.

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Fotografie ·Kultur ·Kunst

Andy Freeberg

Rublev and Daniil?s The Deesis Tier, State Tretyakov Gallery - © Andy Freeberg

Michelangelo?s Moses and the Dying Slave, Pushkin Museum - © Andy Freeberg

2nd Century Mummy Masks, Pushkin Museum - © Andy Freeberg

Malevich?s Self Portrait, Russian State Museum - © Andy Freeberg

Konchalovsky?s Family Portrait, State Tretyakov Gallery - © Andy Freeberg

Kugach?s Before the Dance, State Tretyakov Gallery - © Andy Freeberg

Grandios und komisch zugleich sind die Fotos, die der amerikanische Fotograf Andy Freeberg in russischen Museen von den dort angestellten Museumswächterinnen gemacht hat. Teilweise fragt man sich beim Betrachten der Serie »Guardians«, ob die Museumsleitung diese Damen ganz bewußt dort platziert hat, wo Andy Freeberg sie dann fotografierte. ;o) Übrigens, schaut Euch die Fotos unbedingt auf seiner Webseite an, da sie dort größer und deutlicher zu sehen sind.

Zu diesem Foto-Projekt sagt Andy Freeberg folgendes:

In the art museums of Russia, women sit in the galleries and guard the collections. When you look at the paintings and sculptures, the presence of the women becomes an inherent part of viewing the artwork itself. I found the guards as intriguing to observe as the pieces they watch over. In conversation they told me how much they like being among Russia?s great art. A woman in Moscow?s State Tretyakov Gallery Museum said she often returns there on her day off to sit in front of a painting that reminds her of her childhood home. Another guard travels three hours each way to work, since at home she would just sit on her porch and complain about her illnesses, ?as old women do.? She would rather be at the museum enjoying the people watching, surrounded by the history of her country.

Hier noch ein Interview mit Andy Freeberg, in dem er sich auch zu diesem Fotoprojekt äußert.

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