Privates ·Tagesnotizen 2019

1000 Fragen an mich (221-240)

der heutige Himmel

221. Gibt es Freundschaft auf den ersten Blick?

Möglicherweise. Ich denke eher, es gibt Sympathie auf den ersten Blick, und daraus kann Freundschaft werden.

222. Gönnst du dir selbst regelmässig eine Pause?

Inzwischen ja.

223. Bist du jemals verliebt gewesen, ohne es zu wollen?

Nein. Ich bin auch nicht sicher, ob es das überhaupt gibt: verliebt zu sein, ohne es zu wollen.

224. Steckst du Menschen in Schubladen?

Ich würde gerne mit »nein« antworten, aber wir tun das alle mehr oder weniger. Ich bemühe mich sehr, es nicht zu tun, und wenn ich mich dabei erwische, versuche ich niemanden darin einzusperren. Also, ich versuche, vorhandene Schubladen offen stehen zu lassen oder sie immer mal wieder zu öffnen, auszuräumen und zu lüften!

225. Welches Geräusch magst du?

Meeresrauschen, Regenrauschen, überhaupt, das Gluckern und Plätschern von Regen, Vogelgezwitscher, das Schnurren meiner Kater, wenn mich Aurelio von der Seite „anquakt“ oder mir was erzählt, das niedliche Miauen von Benji, das Rauschen der Blätter in den uralten Bäumen, wenn der Wind hindurchfährt, das unbeschwerte Lachen von kleinen Kindern, das Schlagen der Uhr in der Küche, den Klang mancher Glocken (z.B. ist mir der Klang der großen Glocke aus dem Nidaros Dom in Trondheim unvergesslich), usw. usf.

226. Wann warst du am glücklichsten?

Hier in Mecklenburg, unter dem weiten Himmel, inmitten der Natur

227. Mit wem bist du gern zusammen?

Mit Menschen, bei denen ich ich sein darf, mit allem, was für mich existentiell dazugehört, mit denen ich offen reden darf, bei denen ich angstfrei sein kann, mit denen mich Vertrauen und Verständnis verbindet und das tiefe Wissen, dass wir einander nur das Beste wünschen und wollen und uns nie bewusst schaden wollen würden.

228. Willst du immer alles erklären?

Nein. Aber oft sehe ich mich gezwungen, Dinge erklären zu müssen, wenn es nicht zu Missverständnissen und Problemen kommen soll. Mein Wille zu erklären, lässt allerdings zunehmend nach, was dann Folgen hat, mit denen ich leben muss. So ist das halt.

229. Wann hast du zuletzt deine Angst überwunden?

Das versuche ich dauernd. Mal gelingt es mir, mal nicht.

230. Was war deine grösste Jugendsünde?

Weiß ich nicht. Kann ich nicht beantworten.

231. Was willst du einfach nicht einsehen?

Das manche Menschen glauben, sie hätten ein Recht darauf oder die Freigabe, anderen Menschen Gewalt, in welcher Form auch immer, anzutun und viel zu häufig damit davon kommen.

232. Welche Anekdote über dich hörst du noch häufig?

Es gibt kaum noch jemand, der Anekdoten über mich erzählen könnte/würde.

233. Welchen Tag in deinem Leben würdest du gern noch einmal erleben?

Keinen. Vorbei ist vorbei.

234. Hättest du lieber mehr Zeit oder mehr Geld?

Kommt immer auf die Situation an. Im Moment wohl eher mehr Geld. Wenn ich morgen erführe, dass ich bald sterben werde, würde ich morgen wahrscheinlich antworten: mehr Zeit … hmm … oder auch nicht.

235. Würdest du gern in die Zukunft schauen können?

Nein.

236. Kannst du gut deine Grenzen definieren?

Ich habe einen stark ausgeprägten Manipulationsdetektor und reagiere wenn ich Manipulationsverhalten und oder übergriffiges Verhalten wahrnehme recht schnell und heftig. Manchen eigenen Grenzen muss ich etwas mühsamer nachspüren, und es fordert mir einiges ab, sie zu wahren, aber ich bin besser darin geworden. Es bleibt aber ein Übungsfeld. Zumal ich glaube, dass bestimmte Grenzen im Laufe eines Lebens ebensolchen Veränderungen unterworfen sein können, wie man selber.

237. Bist du jemals in eine gefährliche Situation geraten?

Ja, in zu viele.

238. Hast du einen Tick?

Wenn ich Schokoladenhasen oder Schokoweihnachtsmänner esse, muss ich mich a) zum ersten Bissen überwinden und b) esse ich immer zuerst den Kopf (damit sie nicht so lange „leiden“ müssen und nicht mehr mitbekommen, dass ich den Rest von ihnen auch noch esse). ;-)

239. Ist Glück ein Ziel oder eine Momentaufnahme?

Ich würde sagen, eine Wahrnehmung (im übertragenen wie im wortwörtlichen Sinne)

240. Mit wem würdest du deine letzten Minuten verbringen wollen?

Mit Menschen, die mich wirklich kennen und lieben

Die Fragen stammen ursprünglich aus dem Flow Magazin, und Beyhan hat daraus eine PDF-Datei erstellt. Viele Blogger aus meinem Umfeld haben die Fragen schon im letzten Jahr beantwortet, einige sind noch dabei und einige haben, wie ich, jetzt erst damit angefangen. Zum Beispiel Frau Rotkraut. Ich wurde von Carola von der Frischen Brise angesteckt, die die 1000 Fragen tatsächlich schon geschafft hat. Das Foto über diesem Beitrag zeigt den Himmel, wie er heute hier aussieht.

Kommentar hinterlassen

Privates ·Tagesnotizen 2019

1000 Fragen an mich (201-220)

der heutige Himmel

201. Wie gut kennst du deine Nachbarn?

Ausreichend gut, was aber daran liegt, dass meine anderen Mitbewohner sie recht gut kennen, und ich daher manches mitbekommen habe. Direkter Kontakt zwischen den Nachbarn und mir beschränkt sich meist auf etwas „Small Talk“.

202. Hast du oft Glück?

Jetzt müsste ich wissen, was der/die Fragesteller/in als »Glück« definiert, um das wirklich beantworten zu können. Aber ich denke mal: ja - vor allem verglichen mit vielen anderen Menschen auf diesem Planeten

203. Von welcher Freundin unterscheidest du dich am meisten?

Weiß ich nicht. Wir (also ich und diejenigen, die ich als Freundinnen bezeichnen würde) sind alle ziemlich unterschiedlich, aber das macht ja gerade den Reiz aus.

204. Was machst du anders als deine Eltern?

Hoffentlich sehr viel!

205. Was gibt dir neue Energie?

Im See zu schwimmen, am Strand der Ostsee zu wandern (besonders an den Stellen, wo nicht so viele andere Menschen sind), überhaupt mich am Wasser aufhalten und es beobachten, gute Begegnungen mit anderen Menschen, anregende Gespräche, neues über Dinge zu lernen, die mich interessieren, für mich sein zu können, Vögel entdecken und beobachten …

206. Warst du in der Pubertät glücklich?

Nein.

207. Wann hast du zuletzt eine Nacht durchgemacht?

Vor ein paar Wochen, als ich wegen eines heftigen Infekts nicht schlafen konnte.

208. Womit beschäftigst du dich am liebsten in deinen Tagträumen?

Ich neige nicht zum Tagträumen

209. Blickst du dich oft um?

Manchmal

210. Was wissen die meisten Menschen nicht über dich?

So einiges - wer weiß schon „alles“ über einen anderen Menschen? Und es wäre auch alles andere als gesund/gut wenn wir alles über alle wüssten. Damit meine ich nicht, ein Verschweigen, um andere zu täuschen. Manchmal kann es wirklich Rücksichtnahme sein, einem anderen gewisse Dinge nicht aufzubürden.
Aber gut: die meisten Menschen wissen z.B. nicht über mich, dass ich ungern Pfirsiche esse, weil ich das Gefühl nicht mag, dass ich bekomme, wenn meine Zähne auf die Pfirsichhaut treffen. Das geht mir durch und durch, so ähnlich, wie wenn Kreide über eine Tafel quietscht.

211. Worüber hast du mit deinem Partner immer wieder Streit?

Wie schon an anderer Stelle gesagt, ich habe keinen Partner. Aber ich lebe ja mit Freunden zusammen und natürlich gibt es da auch Konflikte (richtig „Streit“ eher selten) und meist sind es dann eher banale Dinge, die uns kurzfristig auf die Palme bringen. Unterschiedliche Vorstellungen von „Ordnung“ zum Beispiel, die uns kurz etwas aus dem Konsens bringen. ;-)

212. Worauf freust du dich jeden Tag?

Auf den ersten Schluck warmen Tee am Morgen.

213. Welche Freundschaft von früher fehlt dir?

Ich vermisse immer noch meine Freundin Ellie, die vor über 20 Jahren bei einem Unfall starb. Manchmal überlege ich, wie sich unsere Freundschaft wohl weiter entwickelt hätte. Ob wir, wenn sie nicht verunglückt wäre, wohl heute noch Freundinnen wären, oder ob unsere Lebenswege irgendwann doch auseinander gelaufen wären. Ihre Freundlichkeit, ihren Optimismus, ihren Humor, ihr Neugier auf die Welt und Menschen, ihre Offenheit, ihr Lachen und ihre klugen Ratschläge fehlen mir immer noch sehr.

214. Wie gehst du mit Stress um?

Wenn ich merke, dass ich gestresst bin, versuche ich, mich selbst zu beruhigen. Ich nehme mir eine (oder einige) Minuten und atme bewusst ein und aus (ich neige dazu, bei Stress die Luft anzuhalten). Dann analysiere ich kurz warum ich mich gestresst fühle, ob es wirklich Grund gibt, gestresst zu sein. Wenn ja, überlege ich mir eine Strategie, wie ich entweder am besten mit der stressvollen Situation umgehe, oder wie ich den Stress minimieren kann. Wenn es keinen offensichtlichen Grund für mein Gestresstsein gibt, versuche ich die stressvolle Situation bestmöglich zu bewältigen und nehme mir später etwas Zeit, genauer herauszufinden, was tiefer hinter meinem Gestresstfühlen steckt. Ach ja, und ich versuche mir dann nicht noch mehr Stress zu machen, indem ich auf mich sauer werde, dass ich gestresst bin. Stattdessen versuche ich zum Beispiel etwas Lustiges an der Situation zu finden und darüber zu lachen, oder einen großzügigeren Blick auf mich oder andere oder die Situation als Ganzes einzunehmen. ;-)

215. Gibst du dich gelegentlich anders, als du in Wirklichkeit bist?

Hm … ja. Wenn ich zum Beispiel gerade sehr traurig bin, lasse ich das nicht in vollem Ausmaß nach außen durch. Wenn ich mich sehr ärgere, bemühe ich mich um Sachlichkeit und brülle nicht einfach los. Wenn ich denke oder das Gefühl habe, mein „so sein“ ist eher belastend für andere, neige ich dazu mich zurückzuziehen, bis ich wieder ausgeglichener, fröhlicher, „passender“ bin. Ich glaube nicht, dass wir einen Anspruch darauf haben, immer in vollem Ausmaß „wir zu sein“. Jedenfalls nicht, wenn wir auf Dauer mit anderen Menschen zusammenleben wollen. Das bedeutet aber nicht, dass ich eine Schauspielerin wäre. Es gibt ja so gesellschaftliche Schauspielereien und darin bin ich extrem schlecht.

216. In welchem Punkten gleichst du deinem Vater?

Da ich meinen biologischen Vater nie kennengelernt habe, kann ich das nicht beantworten.

217. Kann man Glück erzwingen?

Nein, man kann nur offen sein für das Glück und es dankbar wahr- und annehmen, wenn es da ist. Wohl aber kann man das ein oder andere ändern oder verbessern, das dem Glück klar entgegensteht.

218. Welcher Streittyp bist du?

Ich streite höchst ungern und versuche schon im Vorfeld, sich anbahnende Konflikte anzusprechen und zu lösen, bevor es zu einem richtigen Streit eskaliert. Wenn es sein muss, kann ich streiten, bevorzuge aber den zivilisierten Streit (z.B. ohne Türenknallen, Geschirr werfen, o.ä.)

Fängt jemand mit mir Streit an, werde ich eher ruhig und sachlich. Wäre es ein mir nahestehender Mensch, würde ich versuchen, den Streit nicht noch weiter eskalieren zu lassen (zum Beispiel durch Reaktionen von mir) und später wenn sich der/die andere abgeregt hat, das Ganze zu klären. Ist es ein mir nicht nahestehender Mensch, würde ich je nach Situation auch sehr klare Grenzen setzen, was ich mir gefallen lasse und was nicht, bzw. mich nicht auf den Streit einlassen.

219. Bist du morgens gleich nach dem Aufwachen richtig munter?

Nein, ich brauche einige Zeit um auf Betriebstemperatur zu kommen

220. Wie klingt dein Lachen?

Keine Ahnung, ich höre es ja nicht so, wie alle anderen es hören

Die Fragen stammen ursprünglich aus dem Flow Magazin, und Beyhan hat daraus eine PDF-Datei erstellt. Viele Blogger aus meinem Umfeld haben die Fragen schon im letzten Jahr beantwortet, einige sind noch dabei und einige haben, wie ich, jetzt erst damit angefangen. Zum Beispiel Frau Rotkraut. Ich wurde von Carola von der Frischen Brise angesteckt, die die 1000 Fragen tatsächlich schon geschafft hat. Das Foto über diesem Beitrag zeigt den Himmel, wie er heute hier aussieht.

Kommentar hinterlassen