Privates ·Tagesnotizen 2017 ·Vogelliebe

Was schön war diese Woche

Diese Woche war aus Gründen eine der schwierigsten und anstrengenden Wochen dieses Jahres für mich (es sei denn natürlich, es geschehen noch Katastrophen oder ein Krieg bricht aus oder die Reiter der Apokalypse erscheinen auf der Bildfläche). Ich wusste vorher, was mir diese Woche ins Haus stand und versuchte mich entsprechend darauf vorzubereiten und einzustellen. So bin ich trotz allem recht gut hindurch gekommen, und bin nun froh, dass die Woche (zumindest der schwierige Teil) vorüber ist. Es war aber natürlich nicht alles schlecht in dieser Woche, sondern es gab eine ganze Reihe überraschender Highlights.

Die Woche fing jedenfalls schon mal sehr sehr viel erfreulicher an, als gedacht, denn am Montag hatte ich ein Päckchen im Briefkasten. Ein lieber Mitblogger und seine Liebste haben mir, ohne besonderen Anlass, das Buch »Vögel beobachten in Ostdeutschland« von Christian Wagner und Christoph Moning geschenkt. Was die beiden nicht wissen konnten: ich war schon monatelang immer wieder um das Buch herumgeschlichen, hatte es auf meine nicht öffentliche Amazon-Merkliste gesetzt, hatte aber den Kauf immer wieder verschoben, weil es eben im Budget nicht so ohne weiteres drin war. Und hier lag es nun neu und schön vor mir, und ich bekam glänzende Augen (etwas feucht wurden sie auch). Ich freute und freue mich sehr, in diesem tollen Buch zu stöbern und die ein oder andere Vogelbeobachtungstour zu machen. Ich weiß ja jetzt genau, wo ich die größten Chancen habe, bestimmte Vogelarten live und in Farbe zu sehen. Nochmals auch auf diesem Wege herzlichen Dank für das schöne Buch und das unbeabsichtigt perfekte Timing, das mir einen extra positiven Start in diese besondere Woche gab. :-)

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Nun endlich steht auch hier bei uns im bisher eher kalten Nordosten der Flieder in voller Blüte, was mich sehr erfreut hat. Ebenfalls in dieser Woche haben die uralten Kastanienbäume, die hier überall zu finden sind ihre Kerzen aufgesteckt und es ist eine wahre Wonne durch die herrlichen Kastanienalleen zu laufen oder zu fahren. Last but noch least, der Walnussbaum zeigt zarte Blattansätze und strengt sich mächtig an endlich sein Blattkleid anzulegen.

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An einem Tag der Woche führte mich die Pflicht bis nahe an die Ostsee. Ich entschloß mich, wenigstens einen kurzen Abstecher dorthin zu machen. So kam es, dass ich bei Markgrafenheide für eine halbe Stunde auf den Dünen entlangspazierte (und mich kurz ärgerte, weil ich nicht daran gedacht hatte, mein Fernglas von zuhause mitzunehmen). Das Wetter war an dem Tag eher wechselhaft, aber gerade als ich dort war, wurde es wieder schön, die Sonne schien mit aller Kraft, so dass mir richtig warm wurde. So ging ich kurzentschlossen runter an den Strand, legte Schuhe und Strümpfe ab und stand bzw. lief zum ersten Mal in diesem Jahr in der Ostsee herum. Es war herrlich! Hätte ich mehr Zeit zur Verfügung gehabt, wäre ich noch länger geblieben, aber mehr war nicht drin und so freute ich mich, dass es wenigstens kurz möglich war.

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Eine Einladung in das sehr luxuriösen Cafe Louise auf Burg Schlitz (bei uns in unmittelbarer Nachbarschaft) war ebenfalls ausgesprochen schön. Der warme und strahlend sonnige Tag erlaubte, dass wir draußen auf der Terrasse sitzen und den Blick in den herrlichen Park und weit darüber hinaus in die Mecklenburgische Schweiz genießen konnten. Allein dafür hätte es sich schon gelohnt. Obendrein gab es dann noch frische Scones mit Rosen-Erdbeerkonfitüre und Clotted Cream und dazu einen wunderbaren Darjeeling First-Flush. Ein Traum!

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Gegenüber ist eine große Weidenfläche, die im Frühling mit tausenden Löwenzahnblüten übersät ist. Anfang der Woche verschwanden die gelben Blüten und nun hatten wir tausende Pusteblumen, die leicht im Wind schwankten und ihre kleinen Fallschirmchen losschickten. Wir hatten diesmal allerdings nicht lange was von dem Anblick, denn der neue Besitzer ließ die komplette Fläche mähen. Als ich am Spätnachmittag von auswärts zurückkam, sah ich das jede Menge Greifvögel über die Fläche unterwegs waren. Offenbar waren durch das Mähen viele Kleintiere aufgeschreckt worden bzw. hatten ihre Deckung verloren. Zuhause griff ich mir mein Fernglas und verschwand gleich wieder und schaute eine ganze Weile den Greifvögeln zu. Unsere beiden Seeadler-Paare, diverse Rot- und Schwarzmilane, mehrere Mäusebussarde, ein Wespenbussard und eine Rohrweihe habe ich identifizieren können. Es waren zwischen 15 und 18 große Greifvögel dazu noch Rabenkrähen. Das tolle war, dass die großen Greifvögel teils minutenlang am Boden sitzen blieben und sich von der Sonne bescheinen ließen. Das gab natürlich eine erstklassige Gelegenheit, sie sehr genau zu beobachten und studieren zu können. So schöne Vögel!!

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Privates ·Vogelliebe

Anselm im Walnussbaum

Die Herzen anderer Lebewesen für sich zu gewinnen, ist eine Gabe, die den Menschen in größerem oder kleinerem Ausmaß mitgegeben ist. Wohl dem, der reichlich über diese Gabe verfügt! Wehe dem, dem sie nur wenig verliehen ist! Zwar kann man im Laufe des Lebens diese Fähigkeit zumindest bis zu einem bestimmten Grad erlernen, aber es ist und bleibt schwierig für diejenigen, denen die Herzen nicht ganz natürlich zufliegen.

Ich selbst gehöre offenbar zur Gruppe derer, denen die Herzen anderer nicht einfach so zufliegen. Das bekümmert mich manches Mal. Denn mein eigenes Herz neigt dazu, anderen zuzufliegen. Ein ewiger Spagat, der manchmal viel Frustration und Traurigkeit mit sich bringt. Wäre mein Herz ein kalter Stein, würde es mir ja nichts ausmachen, dass ich um die Herzen anderer Menschen häufig genug ringen muss.

Der Ratschlag: »Lass es einfach! Die Menschenherzen, die mit Dir verbunden sein sollen, werden von alleine den Weg zu Dir finden!«, ist nicht grundsätzlich wahr. Manchmal kann es so sein, aber verlassen darf man sich darauf nicht. So zumindest meine Lebenserfahrung bisher.

Nun ist es in meinem Fall aber so, dass mir die Herzen von Tieren zufliegen. Ich muss gar nichts dafür tun. Selbst Tiere, die eher scheu sind, oder sogar Abneigung gegenüber Menschen an den Tag legen, scheinen bei mir alle Scheu abzulegen und mir Vertrauen entgegenzubringen. Ich habe keine rechte Erklärung dafür. Wir scheinen uns zu verstehen - wortlos. Das war mir schon manches Mal ein kleiner Trost. Trotzdem verwundert es mich immer wieder aufs Neue, wenn es passiert.

Kürzlich ist es wieder passiert. In den Gärten hier sind viele Amseln unterwegs. Besonders zum Abend hin liefern sich die Amselmännchen Sangeswettbewerbe von den Dächern und Zäunen, dass es eine Wonne ist.

Eines der Amselmännchen hat sich mir in diesem Frühling angefreundet. Ich nenne ihn Anselm. Fast immer wenn ich auf den Balkon hinaustrete, dauert es nur kurze Zeit und Anselm kommt angeflogen und setzt sich meist in den Walnussbaum vor meinem Balkon. Der steht noch ganz entblößt von Blättern und schielt sehnsüchtig zum Apfelbaum und dem Kirschbaum, die bereits ihre Blätter haben und sogar schon kleine Blüten tragen.

Der Walsnussbaum ist immer der letzte im Garten, der neue Blätter bekommt und der erste, der sie wieder verliert. Nun, wie gesagt, bisher noch völlig blattlos, reckt er seine Zweige der Sonne - so sie sich denn mal blicken lässt - entgegen, als wolle er sagen: »Schau, noch kein einziges Blatt! Wärme mich! Nähre mich! Dass mein Saft endlich ausreichend steigt und ich auch so schöne grüne Blätter bekomme wie die anderen!«

Für Anselm und mich ist es aber natürlich so wie es im Moment noch ist, sehr einfach. Keine Blätterbüschel verdecken meinen neuen kleinen Freund. Er kann auf den Zweigen landen, wo immer er will, und ich kann ihn sofort sehen. Meist landet Anselm aber sowieso auf einem der obersten Zweige. Da hockt er dann und linst zu mir herüber, knipst mit einem Auge, wippt ein bisschen hoch und runter und pfeift und zwitschert mich auffordernd von der Seite an.

Meist pfeift oder zwitschert er dann eine kleine Tonfolge. Ich antworte ihm entweder mit Pfeifen oder einem eher armseligen Gezwitscher. Darauf antwortet er dann wieder mit weiteren Tönen. Dieses Spielchen können wir eine ganze Weile treiben, und er scheint seinen Spaß daran zu haben. Aufgeregt hüpft er von Zweig zu Zweig immer etwas näher an mich heran, legt den Kopf ein bisschen schief und schaut zu mir herüber.

Inzwischen habe ich ihn schon meinem Garten-Yoda vorgestellt. Sie erkennt ihn mittlerweile auch unter den anderen Amslerichen. Allerdings ist sie nicht ganz so gut auf ihn zu sprechen. Er vandaliert nämlich ab und an etwas in ihrem Gemüsegarten herum. Aber ich glaube, ein bisschen hat sie ihn mittlerweile trotzdem in ihr Herz geschlossen.

Wenn ich abends auf den Balkon gehe, wartet er meist schon in der Nähe und fliegt sofort wieder in den Walnussbaum, und dann singt er mir mit großer Hingabe sein Abendlied vor.

Sonst treibt er sich überall in unserem und den angrenzenden Gärten herum und sucht eifrig nach Futter. Ich bin nicht sicher, ob er eventuell sogar frischgebackener Papa ist. Das könnte gut sein. In dem Fall würde er allerdings seine Vaterpflichten ab und an wegen mir doch ziemlich vernachlässigen.

Nur hinter eine Eigenart von ihm bin ich bisher noch nicht gestiegen. Jedesmal wenn Anselm in den Nachbargarten linker Hand will, schlüpft er etwas mühselig durch den Maschendrahtzaun, statt einfach über den Zaun zu fliegen. Und mit mühselig, meine ich mühselig, denn Anselm ist ein recht großer und stattlicher Amslerich in den besten Jahren. Ich halte jedesmal etwas die Luft an und fürchte, er könnte sich verkeilen und anschließend, bei dem Versuch wieder loszukommen, ernsthaft verletzen. Aber bisher hat er es jedesmal geschafft, sich durch die Lücke hindurch zu quetschen.

Ich freue mich jedenfalls über meinen kleinen neuen Freund und hoffe, er bleibt mir noch eine Weile treu, bevor es ihn in andere Gefielde lockt.

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Privates ·Tagesnotizen 2017 ·Vogelliebe

Alltagssplitter und Gedanken

Erlebt:
Ich bin wieder einigermaßen auf den Beinen nach dem Infekt, der mich für fast zwei Wochen ins Bett zwang. Irgendwo stecken aber noch Überbleibsel in mir. Auch deswegen, wünsche ich mir, dass es endlich auch hier bei uns im Nordosten wärmer wird. Der Wetterbericht verheißt uns aber nach wie vor nur einstellige Temperaturen und der Wind ist immer noch eiskalt. Wenigstens hatten wir die letzten Tage nach viel Regen auch mal wieder etwas Sonnenschein.

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Erlebt:
Auf meinem ersten richtigen Spaziergang seit dem Infekt, sah ich unglaublich viele unterschiedliche Vögel. Blau- und Kohlmeisen, Feld- und Haussperlinge, Amseln, einen Bluthänfling, zwei Buchfinken, Grünfinken, einen jungen Kormoran (geschlüpft im vergangenen Jahr), einen Höckerschwan, zwei Haubentaucherpaare (eins davon brütend), ein Bläßhuhnpaar (brütend), zwei Bachstelzen, einen Kleiber einen Buntspecht, einen Seeadler.

Meine Highlights aber waren der Waldkauz und die Mönchsgrasmücke, die ich beide das erste Mal im Leben in freier Natur bewusst sah.

Wenn ich so unterwegs bin, bedauere ich zunehmend, dass ich keine entsprechende Foto-Ausrüstung habe, um meine Berichte auch entsprechend bebildern zu können.

Dauernd Suchbilder mit Vogel zu zeigen, möchte ich Euch dann doch lieber ersparen. Das macht ja nicht wirklich Freude.

Hinzu kommt, dass ich nur zwei Arme und Hände habe. Entweder ich habe das Fernglas im Einsatz oder das iPad bzw. eine Kamera.

Ich verweise Euch also auf die tollen Fotos vom lieben Giardino, der ebenfalls auf Vogelentdeckungstouren geht.

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Erlebt:
Auch am Sonntag war ich unterwegs und besuchte den jungen Fischadler in der Nachbarschaft. Er hat offensichtlich den vielen Regen und die Kälte der letzten Zeit gut überstanden und schaute entsprechend munterneugierig über den Rand des Horstes. Mama Fischadler zerlegte derweil auf einem anderen Leitungsmast das Abendessen für ihn.

Überhaupt waren viele Greifvögel unterwegs. Die Milane und die Seeadler konnte ich eindeutig identifizieren, bei weiteren eindeutig anders aussehenden Greifvögeln war ich mir unsicher.

Große Trupps von Kranichen waren ebenfalls unterwegs, in der Luft über mir kreisend und am Boden in den Feuchtwiesen. Ich kam recht nah an sie heran. So schöne majestätische Vögel!

Ich beobachtete wie einige kleinere, schwarz-weiße Vögel urplötzlich zwei Kraniche angriffen und tatsächlich von einem Acker vertrieben. Es könnte sein, dass das brütende Kiebitze waren, die ihre Gelege verteidigten.

Leider konnte ich das nicht hundertprozentig verifizieren, weil ich sie einerseits nicht noch zusätzlich aufregen wollte und andererseits nicht nah genug heran kam (wegen zu feuchter Wiesen auf dem Weg zum Acker - ich hatte leider keinen wasserfesten Schuhe an), um einen eindeutigen Fernglasbefund stellen zu können. Vielleicht mache ich mich nochmal dahin auf und schaue, ob ich dann mehr Glück habe.

Kiebitze in freier Wildbahn wären toll, weil rückläufig! Obendrein habe ich noch nie selber welche in freier Natur gesehen.

Ich freute mich ebenfalls sehr, als ich entdeckte, dass in einem Brutkasten am Wege ein Kleiber-Paar seine Jungen aufzieht.

Giardino hatte kürzlich gefragt, ob dieses Jahr schon jemand Mehlschwalben gesehen hat oder ob sein Eindruck stimme, dass die sich dieses Jahr irgendwie rar machen. Ich hatte bis dahin auch noch keine gesehen. Was hier seit kurzem wieder ums Hausdach fliegt, sind alles Rauchschwalben. Aber am Sonntag meine ich Mehlschwalben im Nachbardorf gesehen zu haben. Leider war ich mir da nur 95%ig sicher. Also muss ich da auch nochmal hin und genau hinschauen und beobachten.

Inzwischen hat Giardino übrigens die ersten Mehlschwalben auch in seiner Umgebung bejubelt.

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Nachgedacht:

Wie viel Melancholie / Traurigkeit ist in einem Leben akzeptabel? Das ist gar nicht so einfach zu beantworten in einer Zeit, in der alle immer glücklich sein wollen/sollen/müssen und einem von überall die Botschaft entgegenschallt, dass man sich einfach nur fürs Glücklichsein entscheiden muss, und dann ist man es auch.

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Nachgedacht:

Nachdem ich diesen Text und die Kommentare dazu gelesen habe, nachgedacht über Familiengeheimnisse, Schuld, Vergebung, und »die (mein Einschub: wirklich unheimliche) Macht der Schuld in tiefchristlichen Familien«

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Gedacht:

Der eindeutige Vorteil an Tieren ist ja, dass sie einen wortlos verstehen. Sehr praktisch, wenn man mal ziemlich sprachlos ist.

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Gedacht:

Ich brauche dringend robuste, wasserfeste aber nicht zu schwere Schuhe, sonst bleibt es in der nächsten Zeit schwierig mit meinen Expeditionen in die Natur. Es sei denn natürlich es bricht die große Trockenheit aus, was aber wohl eher nicht der Fall sein wird.

Hat zufällig jemand eine (bezahlbare) Empfehlung? Mich schrecken ja die Berichte von sich schon nach kurzer Zeit ablösenden Schuhsohlen, gerade bei Wander- und Outdoorschuhen.

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Gefreut:

Der Raps beginnt zu blühen und die schönen gelben Flächen tauchen wieder in der Landschaft auf. Jetzt fehlt aber wirklich nur noch ordentlich Sonnenschein, dann strahlt die Gegend wieder so herrlich in gelb. Bei der Odenwälderin ist es schon so weit.

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Gestricktes ·Kreatives ·Privates ·Tagesnotizen 2017 ·Vogelliebe

10 Dinge, die diese Woche schön waren

Sonnenscheintage

Ich kann gerade nicht genug von ihnen bekommen. Selbst wenn es zwischendrin noch einzelne Tage gibt, in denen es regnet oder sich sogar Schneeflocken in den Regen mischen, es ist unverkennbar, dass der Frühling auf dem Vormarsch ist. Die Winterblässe weicht langsam aber stetig aus dem Gesicht!

Tagestripp nach Berlin

Wir waren einen Tag als komplette WG in Berlin, um dort das Naturkundemuseum zu besuchen.

Ich hielt mich relativ lange in der Vogelabteilung auf. Unter anderem hatte ich ein echtes »Ach-so!-Erlebnis«, als ich begriff, dass der mysteriöse »Ortolan« von dem ich hier in der Gegend schon öfter hörte und mich wunderte, was das für ein Vogel sein könnte, nur eine andere Bezeichnung für die Gartenammer ist.

Ich war sehr überrascht, wie winzig z.B. die Eier von Kohlmeisen sind.

Überhaupt glich ich die Größenverhältnisse mancher Vögel mit meiner Vorstellung davon ab.

Absolut begeistert war ich von einer Gruppe Goldfasane. Was für herrliche Farben diese Vögel haben.

Schade nur, das natürlich alle Vögel tot waren - lebendig sind sie mir lieber!

Interessant fand ich auch die Abteilung, in der sehr ausführlich und anschaulich erklärt wird, wie die Tierpräparation in der Vergangenheit und heute funktioniert.

In dem Zusammenhang erinnerte ich mich an das Museum König in Bonn. Zu meiner Bonner Zeit (die inzwischen echt lange her ist), kannte ich den Chef-Präparator des Museums, der immer recht interessante Geschichten zu erzählen wusste. Kurze Zeit hatte ich sogar überlegt, ob das eventuell ein Beruf für mich sein könnte. Letztlich wollte ich dann aber doch nicht immer nur mit toten Tieren zu tun haben. Ich begriff allerdings schon damals, was für ein vielseitiger und anspruchsvoller Beruf das ist.

Ich glaube, wenn ich mal wieder in Bonn bin, plane ich einen Besuch im Museum König mit ein. Da scheint sich über die Jahre viel verändert und weiterentwickelt zu haben. Dass sie auch über eine große ornithologische Abteilung verfügen lockt mich natürlich ebenfalls.

Anschließend kehrten wir noch bei Peter Pane ein und taten uns an den Burgern gütlich. Ich nutzte die Chance endlich mal Süßkartoffel-Pommes zu probieren, von denen viele so schwärmen. Fazit: Schmecken tatsächlich lecker. Kann man durchaus ab und an mal essen. Die normalen Pommes waren dort aber auch nicht zu verachten!

Bachstelze I

Über Mittag war ich mit meinem Yoda in einem der Nachbardörfer. Erst haben wir ein Weilchen direkt am Ufer des großen Sees gesessen und die Wasservögel (Bläßhühner, Haubentaucher, Stockenten, Tafelenten) beobachtet.

Ich freute mich sehr, als ich meine erste Bachstelze dieses Frühjahrs entdeckte. Ich beobachtete sie eine ganze Weile in all ihrer eifrigen Geschäftigkeit.

Dann sind wir etwas am Ufer entlangspaziert. Die Wiesen direkt am See sind noch sehr nass. Ich hatte zum Glück geeignetes Schuhwerk an, mein Yoda nicht. Irgendwann zog sie einfach die Schuhe und Strümpfe aus und marschierte barfuss durch die gefluteten Wiesen.

Erneute Freude, als ich den Ruf eines Kleibers richtig identifizierte, und ihn dann tatsächlich auf einem Baum erspähte. Sagte ich schon, dass ich Kleiber sehr mag?

Zum krönenden Abschluß sahen wir noch ein Kranichpaar, das gerade mit dem Balztanz beschäftigt war.

Bachstelze II

Einen Tag später, entdeckte ich im Garten eine »unserer« Bachstelzen. Seit Jahren haben wir ein Bachstelzenpaar auf dem Gelände, das auch bei uns brütet. Jetzt hoffe ich nur, dass sich die noch fehlende Hälfte des Pärchens ebenfalls bald zeigt. Ein Bachstelzen-Witwer oder eine Bachstelzen-Witwe im Frühjahr im Garten zu haben, wäre doch etwas traurig.

Gesänge in der Nacht

Als ich einmal spät in der Nacht nochmal auf den Balkon hinaustrete, glaube ich meinen Ohren nicht zu trauen. Doch! Da sind sie, die schönen Gesänge klingen klar und laut durch die Nacht. Auch der Sprosser hat sich also wieder eingefunden und wird mir jetzt wieder für einige Wochen jede Nacht seine Lieder singen. Bis sich ihm ein passendes Weibchen zugesellt. So schön!

Wunschmoment

Ebenfalls spät in einer der Nächte sehe ich eine leuchtende Sternschnuppe mit wunderschönem Lichtschweif. Ein toller Moment über den ich mich sehr freue und mir schnell etwas wünsche. Ja, ich weiß, ein Aberglaube, aber irgendwie trotzdem unwiderstehlich.

Herrscher der (mecklenburgischen) Lüfte

Gegen Mittag eines Tages, stürzte mein Yoda in mein Zimmer und rief »Komm schnell gucken, der Seeadler kreist gerade über uns!« Mein stets griffbereites Fernglas gepackt und raus auf den Balkon und tatsächlich, direkt über uns zog der mächtige Seeadler in aller Ruhe seine Kreise. Um ihn Kreise ziehen zu sehen, machen andere extra Urlaub hier in der Gegend. Ich brauche nur auf den Balkon raus. Etwas Besonderes bleibt es trotzdem! Schön! :-)

Damerower Werder

Freitagnachmittag fuhr ich mit der weltbesten WG-Genossin auf den Damerower Werder, eine Halbinsel im Kölpinsee, die Teil des Naturparks Nossentiner/Schwinzer Heide ist. Dort lebt unter anderem eine große Herde Wisente sehr naturnah. Es gibt auch ein Wildgehege, wo Schaufütterungen stattfinden, aber die Saison hat noch nicht begonnen, und so waren wir fast allein dort unterwegs und kamen sogar nah an die Wisente heran. Das sind schon wirklich sehr mächtige und urtümliche Tiere! Nachdem wir genug von den Wisenten gesehen hatten, wanderten wir im Wald herum und der ist überaus reich an Wildtieren und Vögeln.

Highlights für mich waren die vielen Goldammern, ein echter Kolkrabe, sehr schöne Kraniche (manche sehen im Moment noch etwas »zerrupft« oder abgerissen aus), an die wir erstaunlich nah herankamen, ein weiterer Buntspecht, ein Seeadler und zwei Fischadler.

Außerdem entdeckte ich eine Waldmaus, die ich ebenfalls eine ganze Weile beobachten konnte.

Direkt am Waldufer des Kölpinsee fanden wir einen sehr schönen Picknickplatz und genossen dort unsere Kaffeepause mit Blick über den sonnenbestrahlten tiefblauen See. Wirklich traumhaft!

Wir wanderten noch etwas weiter, dann zurück zum Auto und nochmal an den See, wo wir noch ein Weilchen auf einer Bank am Ufer saßen und zusahen, wie sich das spätnachmittägliche Licht über den See ergoß. Hachz!

Shadow Wrap Socken

Stricksocken mit Shadow Wrap-Ferse

Diese Woche konnte ich ein neues Paar Stricksocken fertigstellen. Juchhu!!!

Die Wolle von Lang Yarns hatte ich mir schon im vergangenen Dezember aus Lübeck mitgebracht, weil sie mir so gut gefiel. Das besondere an diesem Paar ist aber nicht nur die Wolle, sondern dass ich eine neue Stricktechnik angewandt habe und zwar bei der Ferse. Sie sieht zwar aus wie eine klassische Bumerang-Ferse, ist aber tatsächlich eine sogenannte Shadow Wrap Ferse.

Als ich für meine Übungssocken nach hilfreichen Tutorial-Videos bei Youtube suchte, war ich auch auf Anleitungen für die Shadow Wrap Ferse gestoßen, hatte die aber erstmal nur gespeichert und für später aufgehoben. Nachdem die ersten beiden Strick-Sockenpaare soweit gut gelungen waren, traute ich mich nun an das Wagnis die neue Technik auszuprobieren.

Zu meiner großen Freude gelang mir die Shadow Wrap Ferse dank dieser Anleitung auf Anhieb. Und ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis. So zufrieden, dass ich zukünftig die Sockenfersen hauptsächlich auf diese Weise stricken werde. Während bei der klassischen Bumerangferse, immer die Gefahr besteht, dass man irgendwo bei den sogenannten Wickelmaschen die Fäden doch nicht eng genug angezogen hat, und dann die unerwünschten kleinen Löchlein entstehen, bilden die Shadow Wraps ein richtiges (Strick)gewebe, und so gibt es garantiert keine Löchlein.

Lesen, Lesen, Lesen

Obwohl die Woche sehr voll war, hab ich es doch geschafft, in den Büchern, die ich gerade lese, ein gutes Stück weiterzukommen. Gut, dafür waren die Nächte dann fast alle sehr kurz, aber lesen ist halt sooo schön! Und in der kommenden Woche, lese ich dann vermutlich wieder weniger, schlafe aber (hoffentlich) ein paar Stunden mehr (stellen Sie sich an dieser Stelle das laute Gelächter der restlichen WG vor!).

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Kunst ·Privates ·Tagesnotizen 2017 ·Vogelliebe

Was schön war diese Woche

Schwimmerinnen

Der Morgen, als ich der Morgenstunde das Gold aus dem Mund holte.

Ich war sehr früh auf, zog mich an, und verließ mit Fernglas in der Hand das Haus und lief los.

Der Himmel so blau, wie ein Himmel nur sein kann. Auf den Wiesen, Äckern und auf dem Laub noch Reif von der kalten Nacht. Die Sonne warf ein sanftes Licht über alles und machte sich daran, den Reif zum Verschwinden zu bringen.

Es zog mich an unseren See und in den Wald drumherum. Die Luft war erfüllt von Vogelrufen. Überall aus den Baumwipfeln erschallte pausenloses Gezwitscher. Ich bewegte mich langsam und leise vorwärts. Blieb immer wieder stehen, lauschte, wer da zu hören war und beobachtete, wo Vögel aufflogen oder von Baum zu Baum wechselten.

Es scheint bestimmte Stellen zu geben, die für verschiedene Vogelarten sehr attraktiv sind. Dort halten sie sich mal mehr, mal weniger friedlich miteinander bevorzugt auf. Findet man heraus, wo solche Stellen sind, ist das natürlich toll, denn dort findet man dann fast immer Vögel, die man beobachten kann.

Was mich (innerlich) verrückt macht ist, wenn ich höre, dass sehr viele Vögel da sind, aber ich kann sie partout nicht entdecken oder eben nur einzelne Exemplare. Das wird, vermute und fürchte ich, immer häufiger der Fall sein, denn jetzt sind die Bäume und Sträucher ja noch ohne Laub, d.h. es sind eigentlich ideale Bedingungen, um Vögel zu entdecken. Wenn aber erstmal alles belaubt ist, wird das unter Garantie viel schwieriger.

Eine ganze Weile beobachtet ich die Kleiber, die geschäftig die Äste hinauf und hinab liefen und ihr Frühstück sammelten.

Wenig später freute ich mich, dass es mir gelang einen Buntspecht auszumachen. Auch den beobachtet ich eine ganze Weile bei seinen Geschäften.

Besonders freute ich mich, als ich zwei Singdrosseln entdeckte. Es muss Jahrzehnte her sein, dass ich das letzte Mal Singdrosseln in freier Wildbahn gesehen habe. Ich bilde mir ein, dass sie in meiner Kindheit zahlreicher und »gewöhnlicher« waren, aber inzwischen seltener zu beobachten sind. Zumindest dort, wo ich mich aufgehalten habe. Ich muss allerdings einräumen, dass ich auch nicht bewusst nach ihnen gesucht oder Ausschau gehalten habe. Aber eben, in meiner Kindheit musste man nicht nach ihnen Ausschau halten. Sie waren einfach in großer Zahl da.

Als ich mich schließlich etwas ausgekühlt doch auf den Heimweg machte, ging ich noch bei »meiner« Gimpelbande vorbei, und sah ihnen noch eine Weile beim Frühstück zu.

Schöner kann man einen Tag wohl kaum starten, und das werde ich in der nächsten Zeit sicher noch öfter tun.

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Am sonnigsten Tag dieser Woche, habe ich endlich ein Vorhaben in die Tat umgesetzt, das ich schon lange vor hatte. Zusammen mit der weltbesten WG-Genossin fuhr ich hinüber nach Waren und umwanderte endlich den Feisnecksee.

Der Feisnecksee liegt gleich am südöstlichen Stadtrand von Waren, aber man muß nicht lange laufen und man vergisst vollkommen, dass die Zivilisation nicht weit entfernt ist. Der See gehörte früher zur Stadt, aber inzwischen gehört er zum Müritz Nationalpark.

Es war schlicht großartig!! Noch sind kaum Menschen, aka Kurgäste und (Wander)Touristen dort unterwegs, so dass wir die meiste Zeit ganz allein vor uns hin wanderten. Die Landschaft der See, die Natur, alles großartig.

Natürlich war das Fernglas wieder mit dabei, und es gab viel zu sehen und zu beobachten. Eine ganze Weile beobachtete ich die Wasservögel (Stockenten, Schellenten, Bläßhühner), die sich in großer Zahl an der Burgwallinsel aufhielten. Auf der Burgwallinsel befinden sich noch letzte Reste einer typisch slawischen Inselburg aus dem 7. oder 8. Jahrhundert, ähnlich wie auf der gleichnamigen Burgwallinsel im Teterower See, über die ich schon mal berichtet habe und die sogar von der UNESCO zum »Schützenswerten Kulturgut der Menschheit« erklärt worden ist.

Schön war es, die ersten Kormorane, die ich dieses Jahr gesehen habe, zu beobachten, als sie gerade ihr Gefieder in der Sonne trocknen ließen.

Wenig später dann Kraniche auf einer Wiese und etwas weiter einige Rehe nahe dem Waldrand. Mussten natürlich auch ausgiebig beobachtet werden!

Weiter ging’s und juchheißa! drei Fischadler, die direkt über dem Waldrand und den anschließenden Wiesen kreisten, aber auch immer wieder auf den Baumwipfeln niedergingen.

Als wir uns dann irgendwann auf die andere Uferseite vor«gekämpft« hatten, war es Spätnachmittag. Auf dieser Uferseite gibt es eine hölzerne Beobachtungsplattform und dort ließen wir uns für eine Weile nieder, um das Schauspiel zu beobachen, das uns geboten wurde. Hunderte von Enten und Bläßhühnern aber auch weitere Wasservögel kamen vom See her auf uns zugeschwommen, um für die Nacht in den Buchten zu ruhen. In der schon tiefstehenden Sonne kamen sie alle langsam auf dem See zur Ruhe. Zwischendrin kamen noch mehrere Höckerschwäne eingeflogen, die sich in einiger Entfernung dazugesellten. Ich sah auch mehrere Haubentaucherpaare, von denen eines relativ nah zu uns, mit dem Balztanz beschäftigt war und sich dabei gegenseitig eifrig geeignetes Nestbaumaterial präsentierte.

Irgendwann mussten wir dann aber doch weiter und wanderten wieder los. Da offenbar gerade noch Holz- und Aufräumarbeiten im Wald in Ufernähe stattfinden, war der eigentliche Weg für Wanderer abgesperrt, so dass wir auf den etwas weiter vom See entfernten Radweg ausweichen mussten. Dort entlang lagen die frisch geschlagenen und schon entasteten Baumstämme auf mehrere hundert Metern aufgestapelt. Und die Luft war voll mit dem Geruch frisch geschlagenen Holzes. Ich trat mehrfach an die Holzstapel heran und sog diesen Geruch richtig ein. So sehr mir das Herz für die geschlagenen Bäume blutete, so schön war es, diesen Geruch mal wieder so intensiv in der Nase zu haben.

Zum Abschluß entdeckte ich noch zwei Mittelspechte, was ein schöner Abschluß der Vogelbeobachtung war.

Ziemlich müde gelaufen aber glücklich kamen wir schließlich wieder in Waren und an unserem Auto an.

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Zum ersten Mal in meinem Leben war ich in einem ornithologischen Fachvortrag. Es ging um Wiesenbrüter, wie den Kiebitz, die Bekassine, Rot- und Grünschenkel, den großen Brachvogel, die Uferschnepfe und den Wachtelkönig.

All diese Arten sind wegen der Einschränkung ihrer Lebensräume hier selten geworden, einige stehen kurz vor dem völligen Verschwinden.

Der Schutz dieser Vögel gestaltet sich mühselig, denn viele haben sich darauf verlegt, auf Äckern zu nisten. Dummerweise genau zu der Zeit, wenn der Landwirt genau diese Äcker bewirtschaften will und muss.

Es gibt Schutzprojekte, bei denen Naturschützer, Biologen und Ornithologen versuchen, herauszufinden, wo diese Vögel sich aufhalten und nisten und dann mit den betroffenen Landwirten reden, um sie zu überzeugen, die Nester mit ihren Fahrzeugen großflächig zu umfahren. Stimmen die Landwirte zu, erhalten sie gestaffelte Entschädigungen, je nachdem welche Jahreszeit es ist und wie groß die Fläche ist, auf der sie z.B. wegen verspäteter Aussaat, geringere Erträge hinnehmen müssen.

Obwohl z.B. Kiebitze gar nicht so kleine Vögel sind, sind die Eier aber ziemlich klein und zudem farblich sehr gut getarnt. Es ist also schon eine echte Kunst, diese Gelege auf einem großen Acker überhaupt zu finden. Man muss schon echtes Herzblut für die Kiebitze (oder die anderen Wiesenbrüter) haben, um wochenlang über solche Gelege zu wachen.

Die Küken der Wiesenbrüter sind in der Regel Nestflüchter, d.h. wenn sie schlüpfen sind sie schon weit entwickelt und werden meist schnell von den Vogeleltern vom Gelege weggeführt in sichere Unterschlupfe. D.h. es kann sein, dass ein Vogelschützer wochenlang so ein Gelege überwacht, und dann eines Tages zum Gelege kommt, und die Küken sind geschlüpft und schon weg, und er bekommt sie nicht mal zu Gesicht.

Hier in Mecklenburg gibt es noch Teile des Landes, die eigentlich gute Voraussetzungen für Wiesenbrüter bieten bzw. wieder bieten könnten und es gibt erste Überlegungen, wie man dafür sorgen könnte, dass diese Vögel sicher leben und brüten können, um sie so vor dem Aussterben zu bewahren. Wie viel davon tatsächlich umgesetzt werden kann, ist wie so oft auch eine Frage des Geldes und in der Hinsicht sieht es nicht sehr gut aus. Es wird spannend, ob es den Biologen, Ornithologen und Vogelschützern die sich gemeinsam für die Wiesenbrüter einsetzen wollen, gelingt hier in der Gegend bessere Voraussetzungen für sie zu schaffen.

Ich habe einige Informationen über die genannten Vogelarten aus dem Vortrag mitgenommen. Außerdem Hinweise, wo hier in der Gegend Ecken sind, wo man mit etwas Glück Wiesenbrüter beobachten kann. Ich hoffe, wenigstens den ein oder anderen davon mal mit eigenen Augen in freier Wildbahn sehen zu können.

Mit Sicherheit war das nicht der letzte ornithologische Fachvortrag den ich besucht habe.

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Diese Woche stieß ich noch auf die Arbeiten und Installationen von Cluca. Besonders gefallen mir die Bilder der Schwimmerinnen (s.o.).

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