Privates ·Tagesnotizen 2016

10 x Schönes aus dieser Woche

leuchtender Stern

  • der Brief von lieben Freunden mit einem tollen neuen Familienfoto inklusive dem jüngsten Nachwuchs
  • am Morgen des Luciatags zu brennenden Kerzen aufzuwachen, das Lucialied zu singen und frisch gebackene Lussekatter zum Frühstück
  • der Tagestrip ins weihnachtlich geschmückte Lübeck
  • warme Mutzen auf dem Lübecker Weihnachtsmarkt zu essen
  • mein neuer schwedischer beleuchteter Stehweihnachtsstern (um den ich schon letztes Jahr herumgeschlichen bin und den ich mir dieses Jahr selbst geschenkt habe)
  • schöne Sockenwolle, sowie zwei Nadelspiele (2 1/2 und 3mm / 15 cm) von Knitpro Symfonie gefunden und gekauft (Die Übungssocke macht Fortschritte, was mich ausgesprochen freut. Ich rechne damit, dass ich mich bald an das erste richtige Paar Socken wagen werde )
  • das Kennenlernen der neuen Nachbarn und der nachbarschaftliche Umtrunk anläßlich der Hauserrichtung (Das erste Mal im Leben beobachtet, wie ein Fertighaus errichtet wird. Der Wahnsinn! Schon ulkig, wenn da binnen zwei Tagen ein Haus steht, wo vorher keines war.)
  • dass die Geburtstagskarte, die ich einem schwer depressiven Freund geschrieben habe, bei ihm genau so angekommen ist, wie ich es mir gewünscht/erhofft habe
  • alle Weihnachtspäckchen sind fertig gepackt und verschickt (bis auf eins, das am Montag rausgeht)
  • der große Schwarm Wildgänse, der in Keilformation und laut rufend über mich hinwegzog und meinen Blick zum Himmel lenkte

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Privates ·Tagesnotizen 2016

Was schön war diese Woche

Insgesamt war es eine seltsame Woche, ohne dass ich genau sagen könnte, woran das gelegen hat. Aber natürlich, wenn ich genauer hinschaue, gab es wieder Schönes.

Da ich diesen Wochenrückblick ja immer Samstags halte, geht die Woche mit dem vergangenen Sonntag los und da war aus meiner Sicht der Wahlausgang in Österreich schön. Schön im Sinne von: zumindest im Bundespräsidentenamt sitzt für den Moment kein rechter Populist. Dass der rechte Populist immerhin 46 Prozent der abgegebenen Stimmen erhalten hat und süffisant meinte, er könne ja bei der nächsten Wahl wieder antreten, jung genug sei er ja, finde ich beunruhigend und nicht schön.

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Auch diese Woche ist es uns gelungen, Zeiten freizuhalten, in denen wir hier »adventet« haben. Gemütliches Beisammensein, Kerzenschein, Stollen, Gespräche und diese Woche haben wir nach langer Zeit mal wieder die Gesellschaftsspiele ausgepackt. Favoriten hier sind übrigens: Eckolo, Qwirkle und »Die Siedler von Catan«, die vermutlich jeder in Deutschland kennt und schon gespielt hat.

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Den Dezember nutze ich gerne, um die Newsletter, die ich erwünscht oder unerwünscht zugeschickt bekomme, zu sichten. Newsletter-Versender schicken nämlich gern vor dem Weihnachtsfest nochmal (mindestens) einen, auch die, die eher unregelmäßig Newsletter verschicken.

Bei jedem Newsletter der im Dezember bei mir in den Mail-Postfächern auftaucht, überlege ich, ob ich den zukünftig wirklich noch bekommen möchte, und wenn nicht, wird gnadenlos SOFORT abbestellt. Also kein »Ich warte mal noch ein, zwei Newsletter ab und entscheide dann«, oder »ich probiere es nochmal ein Jahr«. Wenn ich nicht spontan und eindeutig mit »Ja« antworte, fliegt der Newsletter raus.

Das funktioniert ganz gut und mit jeder Abbestellung mehr, steigt die Vorfreude auf ein leereres Postfach ab Januar und über die eingesparte Lebenszeit, die nicht mehr mit unnützen Newslettern vertan wird. Es ist übrigens ganz erstaunlich, wie viele Newsletter sich übers Jahr neu ansammeln. Dabei abonniere ich höchst selten mal Newsletter. Jedes Mal, wenn ich diese Woche also auf einen »unsubscribe«- oder »abbestellen«-Link in einem Newsletter geklickt habe, habe ich gedacht: Schön, wieder einer weniger!

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Aus der ARTE-Mediathek habe ich den Film »Hedi Schneider steckt fest« mit Laura Tonke und Hans Löw angeschaut. Was für ein toller Film! Schwieriges Thema, gespielt mit wehmütiger Leichtigkeit, berührend, lustig, phantasievoll, und ohne je komplett ins Lächerliche oder Alberne abzugleiten. Besonders gut hat mir gefallen, dass in den »glücklichen« Momenten unterschwellig immer das abgründig Traurige und Bedrohliche mitschwingt, was die Wirklichkeit von Menschen mit Angststörungen und/oder Depressionen gut abbildet. Ich hätte nie gedacht, dass ich mal sagen würde, einen Film über diese Thematik zu sehen, war schön. Aber es war traurig-schön.

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Zeitgemäß rotieren meine Gedanken gerade um Weihnachtsgeschenke. Ich liebe es zu schenken. Nicht einfach irgendwas zu schenken, sondern etwas, das dem Beschenkten (hoffentlich) wirklich Freude macht, irgendwie »passt«. Ich sammle während des Jahres schon Ideen, aber es gibt ja immer auch die Menschen, bei denen es aus welchen Gründen auch immer, knifflig ist. Schön war es, als mir diese Woche für einen solchen Menschen, als ich schon langsam nervös wurde, weil mir partout nichts Gescheites einfallen wollte, plötzlich doch eine richtig tolle und passende Idee kam. Und jetzt freu ich mich schon, weil ich weiß, dieser Mensch wird sich in Kürze sehr freuen.

Ein anderes Geschenk, dass ich fest für jemanden eingeplant hatte, erwies sich unerwartet als problematisch. Ich bekam es nämlich nirgendwo mehr. Selbst die großen Online-Händler, bei denen die ich mich gezwungenermaßen schließlich umsah, meldeten unisono »Nicht mehr lieferbar«. Nur einer nicht. Flugs bestellt und gefreut. Doch, zu früh gefreut. Zwei Tage später kam die Nachricht, leider doch nicht mehr zu liefern. Also musste ich umdisponieren und eine neue Geschenkidee überlegen. Das Geschenk besorgt. Dann gehe ich wegen etwas ganz anderem in einen kleinen hutzeligen Laden und stolpere über das ursprüngliche geplante Geschenk. Natürlich sofort zugeschlagen und mich sehr gefreut, dass die erste Idee nun doch zum Zuge kommt. Das war schön!

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Den Anfang zu machen mit der Weihnachtspostschreiberei fiel mir dieses Jahr schwer, ich weiß nicht mal genau warum. Die Tage gingen dahin und ich schob den Vorsatz immer weiter auf den nächsten Tag. In Gedanken sah ich mich schon am Ende im Akkord die Weihnachspost schreiben, was ich hasse. Ich beschloß um mich zu motivieren, das Ganze zum kleinen »Event« zu machen. Also Kerzen an, Sekt mit etwas Cranberry-Sirup aufgepeppt, weihnachtliche Musik an und voilà, der Anfang ist gemacht. Die weltbeste WG-Genossin gesellte sich hinzu und postelte ebenfalls vor sich hin und so war es schön.

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Nachdem meine ersten Versuche, mit meiner Übungsstricksocke, eher kläglich gescheitert waren (ich musste dreimal alles wieder aufribbeln und von vorn anfangen), stellte sich eine klitzekleine unterschwellige Aversion ein. Mein kleiner innerer Saboteur flüsterte (gespielt verständnisvoll): »Ach, so wichtig ist es nicht, ob Du nun Socken stricken kannst oder nicht! Lass es doch einfach! Wozu der Stress?«

Hah, aber nicht mit mir (also zumindest nicht im Moment noch nicht)! Ich startete einen neuen Versuch und endlich gelang es mir eine halbwegs passable Bumerangferse zu stricken. Die kleinen Löcher auf der einen Seite übersehe ich mal großzügig. Juchhu! Leider habe ich es dann - fragt mich nicht wie - geschafft, im Anschluß irgendwas total zu vermasseln, mit dem Ergebnis, dass ich die mühsam errungene Bumerangferse tatsächlich nochmal komplett aufribbeln musste. Frust galore!

Ich sprach zu mir selbst: »Übung macht die Meisterin!« und ließ den Übungssocken erstmal zwei Tage liegen, aber dann startete ich einen neuen Anlauf und siehe da, ich strickte eine zweite Bumerangferse, die sogar besser ausfiel als die erste. Und diesmal habe ich es danach nicht vermasselt. Als ich mit der Ferse fertig war, betrachtete ich sie einige Minuten sehr verzückt. Das war schön!

Jetzt stricke ich also den Fuß und arbeite mich langsam auf die Zehenspitze hin. Mein innerer kleiner Saboteur kann aber natürlich schon wieder nicht die Klappe halten und erzählt mir, dass ich die Sockenspitze mit der Abnehmerei ganz bestimmt nicht hinbekomme und dann wieder alles aufribbeln muss und überhaupt … .
Blödmann der! Vielleicht sollte ich ihm mal das Mäulchen mit Weihnachtskeksen stopfen?! Das wäre doch gelacht! Wenn ich die Ferse hinbekommen habe, ist doch die Spitze nur noch ein Klacks, oder? ODER?

Habt ein wunderbares 3. Adventswochenende und macht es Euch schön!

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Privates ·Tagesnotizen 2016

Was schön war diese Woche

Adventszeit ist Stollenzeit. Also habe ich diese Woche das erste Mal in dieser Adventszeit Stollen gegessen. Mein Favorit ist der Mandelstollen, da werde ich richtig schwach, und das erste Stück Stollen in der Adventszeit zu essen, ist immer ganz besonders toll.

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Am 1. Adventssonntag hörte ich die Übertragung eines Gottesdienstes aus dem Dom zu Strängnäs. Mal abgesehen vom schönen Gesang während des Gottesdienstes, hat mich besonders gefreut, dass meine Bemühungen meine Schwedischkenntnisse zu verbessern Früchte tragen, und ich so gut wie alles verstanden habe.

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Obwohl diese Woche eine ganze Menge zu erledigen war, habe ich es geschafft öfter mal Zeit freizuschaufeln und mit den weltbesten WG-Genossen gemütlich zusammenzusitzen.

Bei Kerzenschein, warmem Tee oder auch dem ersten Glögg der Saison wurden frischgebackene Weihnachtsplätzchen, Aachener Printen und Nürnberger Lebkuchen verputzt. Wir konnten interessante Gespräche führen und wenn uns der Gesprächsstoff mal ausging, haben wir jeder ein bisschen vor sich hin gelesen. Das fand ich schön, weil ich dazu in letzter Zeit nicht oft gekommen bin. Und ab und an habe ich die ein oder andere Reihe an meiner Übungssocke weitergestrickt.

Jedenfalls, das war alles richtig schön, besonders weil ich mir nach diesem doch sehr vollen und hektischen Jahr sehr gewünscht habe, dass sich solche kleinen Ruhe- und Gemütlichkeitsfenster in der Adventszeit auftun.

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Gleich zweimal brachte die Postbotin unerwartete Post für mich. Keine Rechnungen oder amtliche Schreiben, sondern zwei schöne Adventskalender. Der eine kam von meiner Schwester und der andere von einer lieben Freundin. Letzterer ist auch mitgedacht für die weltbeste WG-Genossin und so werden wir uns mit dem Türchenöffnen abwechseln. Sie an den ungeraden, ich an den geraden Tagen.

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Tatsächlich bekam ich noch zwei weitere Adventskalender (Sagte ich schon, dass ich Adventskalender liebe? :-) ). Der erste ist ein kleiner Tischkalender, den ich jeden Tag umblättere.

Den zweiten Adventskalender hatte ich letztes Jahr schon mal. Jetzt hab ich ihn dieses Jahr wieder neu geschenkt bekommen. Der Adventskalender besteht aus 24 Duft-Teelichtern und einem gläsernen Stern, in den man die Teelichter einsetzen kann. Der war letztes Jahr schon toll und wird auch dieses Jahr wieder toll sein. Ich freu mich, jeden Tag, wenn ich mein Duft-Teelicht anzünde! Schön, schön!

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Die Woche kam kurzfristig noch eine Anfrage für eine Auftragsarbeit. So kurz vor Weihnachten und dem Jahresende ist das damit verdiente Geld natürlich besonders willkommen und bringt ein bisschen Entlastung, bzw. macht das ein oder andere zusätzliche Geschenk möglich. Wie schön!

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Bei einem sehr gemütlichen Adventskaffee(bzw. Tee-)trinken mit wunderbarem Ausblick, habe ich zwei Menschen, deren Twitternamen schon seit Jahren fest zu meiner Twitter-Timeline gehören, persönlich kennengelernt. Ich durfte selbstgebackenen Stollen und zwei Sorten Pfeffernüsse probieren und mich angenehm unterhalten. Das war alles rundum schön!

Jetzt freue ich mich, morgen den 2. Advent zu feiern und dann in die zweite Adventswoche zu starten.

Euch allen ebenfalls einen schönen und ruhigen 2. Advent und eine gute Woche!

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Privates ·Tagesnotizen 2016

Was schön war diese Woche

In einem nahegelegenen kleinen Städtchen gibt es ein CineStar Kino. Meistens werden da die Blockbuster gezeigt, also Mainstream-Kino. Ab und an werden Filme gezeigt, die nicht mainstream sind. In der Regel werden diese Filme nur in einer Vorstellung gezeigt. Vogel friß oder stirb!

Diese Woche war es wieder so weit. Gezeigt wurde der Film »Vor der Morgenröte - Stefan Zweig in Amerika«. Ich hab mich sehr darüber gefreut, weil ich den Film so gerne sehen wollte und dachte, hier auf dem platten Land werde ich dazu kaum Gelegenheit bekommen. Nun also doch. Ein unaufgeregter aber - wie ich finde - sehenswerter und eindringlicher Film. Das war schön … und etwas bedrückend und traurig … aber auch wichtig.

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Letztes Wochenende lief im Deutschlandfunk die »Lange Nacht« über die Künstlerkolonie Worpswede »Das Moor, die Künstler und das Dorf«. Die habe ich später nachgehört (was glücklicherweise möglich ist) und das war sehr interessant und schön.

Überhaupt, falls Ihr noch nie von dieser Sendung gehört habt, kann ich sie Euch wärmstens empfehlen. Immer wieder sehr spannende Themen, und ich mag es einfach sehr, dass mal viel Zeit ist, sich einem bestimmten Thema zu widmen.

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Am Mittwoch trat ich aus einem Bauernhaus, ließ meinen Blick über den Hof, die umliegenden Weiden und Felder schweifen und dachte: Friseur *check*. Das war schön, denn ich hatte das Haareschneiden mal wieder überlebt. Ich hasse Haareschneiden!!

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Einen ersten Schwung Weihnachtsgeschenke hab ich nach einem Tag in Rostock beieinander, was schön ist. Wenn möglich hab ich meine Geschenke gern frühzeitig beisammen, und soweit lässt sich das gut an.

Während ich so mit Massen anderer Menschen durch die Stadt lief und in langen Warteschlangen vor Kassen stand und beobachtete welche Geldbeträge da ohne irgendwelches Augenzucken über die Ladentische geschoben wurden bzw. von Kreditkarten abgebucht wurden, dachte ich darüber nach, ob ich statt Geschenke einzukaufen, einfach den geschätzten Gesamtwert aller geplanten Geschenke an eine Hilfsorganisation (z.B. diese hier) überweise, die damit sicher Sinnvolleres und Nachhaltigeres anfängt. Das wäre viel weniger stressig für mich und obendrein sehr weihnachtlich. Also weihnachtlich im Sinne des Original-Weihnachten. Da ich aber gerne schenke (nur der Einkauf vor Weihnachten ist stressig), fallen die Geschenke dieses Jahr etwas kleiner aus und mein Haupt«geschenk« geht an ein oder zwei Hilfsorganisationen.

Und wenn ich gefragt werde, was ich mir wünsche, dann … sie wissen schon. Ich glaube, das machen einige dieses Jahr so, und das finde ich sehr schön und weihnachtlich.

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Seit zwei Tagen taucht hier und da in der Wohnung adventliche Dekoration auf.

Am meisten liebe ich die schwedischen Lichterbögen in den Fenstern, die still und warm leuchten und mir, wenn ich spät nach Hause komme, den Weg weisen.

Dann ist da der beleuchtete schöne Holzstern, der jedes Jahr in der Adventszeit über meinem Bett hängt. Über meinen Lesesessel hängt der große weiße Weihnachtsstern und leuchtet warm und einladend.

Dazu kommt dann noch der Adventskranz und viele Kerzen … naja, und noch ein bisschen Schnickeldi hier und dort. Sie kennen das!

Fertig ist die Adventsdekoration. Nicht zu viel, schlicht und schön!

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Ihr Lieben, lasst Euch die Adventszeit nicht aus der Hand nehmen. Lasst Euch von nichts und niemand unter Druck setzen, sondern feiert den Advent so, wie es für Euch möglich, schön und richtig ist und lasst andere ihren Advent so feiern, wie es für sie möglich, schön und richtig ist.

Ich wünsche Euch allen eine friedliche, harmonische und schöne Adventszeit!

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Kunst ·Mecklenburg-Vorpommern ·Privates ·Tagesnotizen 2016

Was schön war diese Woche

Er hat es wieder getan! Bereits 2013 schenkte Christoph Müller, einstiger Verleger, Kunstsammler und Mäzen dem Staatlichen Museum Schwerin seine umfangreiche Sammlung niederländischer Malerei des 16. bis 18. Jahrhunderts. Die 155 flämischen und holländischen Gemälde sind die größte Schenkung von Altmeistergemälden, die ein deutsches Museum nach dem Zweiten Weltkrieg erhalten hat. Gezeigt wurden die Gemälde damals in der Ausstellung „Der Kosmos der Niederländer. Die Schenkung Christoph Müller“ die ich besuchte.

Dieses Jahr im April schenkte Christoph Müller nun 375 Werke (152 Gemälde, 172 Zeichnungen und 50 Grafiken) dänischer Kunst aus dem 19. und 20. Jahrhundert dem Pommerschen Landesmuseum in Greifswald. Noch bis kommenden Samstag zeigt das Pommersche Landesmuseum in der Ausstellung »Kopenhagener Malerschule« ausgewählten Gemälde, Zeichnungen und Grafiken aus dieser Schenkung, die ergänzt worden sind durch einige Leihgaben aus der Alten Nationalgalerie in Berlin.

Kurz vor Toresschluß also, schaffte ich es nach Greifswald zu kommen und mir diese Ausstellung anzusehen. Sie ist als »Appetithappen« gedacht, denn es wird noch eine richtig große Ausstellung mit allen Gemälden, Zeichnungen und Grafiken aus dieser Schenkung geben. Der Appetithappen jedenfalls hat mir schon mal sehr gut gefallen und ja, das war schön diese Woche.

Ich freue mich schon sehr auf die große Ausstellung mit allen geschenkten Gemälden, Zeichnungen und Grafiken.

Nachtrag vom 22. November 2016: Heute kam die Meldung, dass das Pommersche Landesmuseum die Ausstellung »Kopenhagener Malerschule« bis zum 29. Januar 2017 verlängert hat.

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Nach Wochen bzw. Monaten habe ich endlich meinen iMac wieder.

Der hatte nämlich plötzlich angefangen Geräusche von sich zu geben, die eindeutig nicht gut klangen (1. Nervenzusammenbruch meinerseits).

Also zum Händler des Vertrauens. Die Auskunft: Der iMac muss eingeschickt werden (2. Nervenzusammenbruch meinerseits). Zum Glück stellte mir ein Freund ein Vorgängermodell als Ersatzgerät zur Verfügung.

Nach reichlich Zeit kam der iMac als repariert zurück, man habe die Festplatte ausgetauscht (1. Freudentanz meinerseits).

Doch schon während des Versuches, ihn wieder passgerecht für mich einzurichten, wieder Geräusche, die zwar leicht anders aber auch nicht gut klangen (3. Nervenzusammenbruch meinerseits).

Wieder zum Händler des Vertrauens. Die Auskunft: Der iMac muss erneut eingeschickt werden (4. Nervenzusammenbruch meinerseits).

Diesmal kam der iMac etwas schneller zurück, aber es dauert trotzdem einige Zeit bis dahin. Man habe den Lüfter/Ventilator ausgetauscht (kein Freudentanz, ich war misstrauisch).

Wie sich zeigen sollte zu Recht, denn der Rechner war zwar wieder mucksmäuschenleise (wie es sein soll), aber das passgerechte Einrichten stellte sich aus diversen Gründen als schwierig heraus. Es wurde z.B. ein Update verlangt, das wir brav initierten mit dem Ergebnis, dass gar nichts mehr ging. Das haben wir dann, weil es so schön war, zweimal durchexerziert, bevor es endlich klappte (2. Freudentanz meinerseits).

Jetzt läuft der iMac leise, und alles scheint zu funktionieren wie es soll. Ich freue mich also (wenn auch noch etwas zurückhaltend, ich traue dem Frieden noch nicht so ganz).

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Nachdem ich ja kürzlich wieder eine Häkeldecke fertig gehäkelt habe, dachte ich mir, ich könnte ja zur Abwechslung mal was Kleineres machen. Nur was? Und dann, ich weiß auch nicht, wie das passieren konnte, machte es Pling (stellen sie sich eine kleine Glühbirne über meinem Kopf vor, die plötzlich aufleuchtet) und eine Stimme wiederholte ständig: »Socken! Socken! Du kannst Socken stricken! Die sind ja (vor allem verglichen mit so einer Decke) klein und fix fertig«.

Nun muss man wissen, dassich ein eher angespanntes Verhältnis zu gestrickten Socken habe. Das kam so: In den ersten beiden Jahren auf der weiterführenden Schule nach der Grundschule hatten wir »Handarbeitsunterricht«. Die Handarbeitslehrerin war eine kleine graue Frau, die versuchte uns die Basics im Häkeln, Stricken und Nähen nahezubringen. Allerdings hatten wir nur eine Doppelstunde alle 2 Wochen, was es äußerst schwierig machte, uns da sinnvoll etwas beizubringen, und hängengeblieben ist zumindest bei mir aus diesen zwei Jahren so gut wie nichts.

Irgendwann also hieß es damals: Wir stricken ein paar Socken! Ich kann mich nicht erinnern, eine vernünftige Anleitung erhalten zu haben. Die Lehrerin teilte uns mit bis wann die Socken fertig zu sein hatten, während der Doppelstunde durften wir daran stricken und ansonsten bitte zuhause fertig stricken.

HORROR! Meine Mutter, die in ihrem ganzen Leben nicht ein einziges Paar Socken gestrickt hat, saß mir im Nacken wegen des Abgabetermins, konnte mir aber nicht erklären, wie man denn Socken strickt. Ich gab mein Bestes, produzierte aber nur ein sehr verkrummeltes, sehr hartes Gebilde, das (selbst bei größtem Wohlwollen) keinerlei Ähnlichkeiten mit einem Socken hatte. Es gab viel Geschrei ihrerseits und viele Tränen meinerseits, was den Fortgang des Projekts Stricksocken nicht zuträglich war. Die Socken wurden nie fertig, ich kassierte die Note »ausreichend« (hochgnädig gewährt, immerhin hatte ich ja wenigstens ein paar Reihen gestrickt), und ich schwor mir selbst unter Tränen, dass ich nie nie nie im Leben nochmal Socken stricken würde. Ich war fertig mit selbstgestrickten Socken, aber sowas von fertig!

Zurück zum Anfang. Sie erinnern sich: leuchtende Glühbirne über meinem Kopf und eine Stimme in meinem Kopf, die mir geradezu enthusiastisch das Stricken von Socken nahelegt! Von diesem Enthusiasmus völlig benebelt, erwärmte ich mich für diese brilliante Idee. Was tut man in so einem Fall? Man schaut mal auf Pinterest. Wow, gibt es da schöne Socken!

Ähm, tja aber wie? Beim ersten Socken-Strick-Tutorial-Video realisiert: Oh Schreck, das war das Teil mit den fünf Stricknadeln (aka Nadelspiel). Langsam rührte sich mein Sockenstricktrauma und eine weitere innere Stimme schaltete sich ein. Wirklich, Du willst Socken stricken??? Überleg Dir das lieber nochmal!!! Das kriegst Du bestimmt nicht hin!

Ich schaute eisern weitere Tutorials an und lernte zu meiner großen Überraschung, dass es diverse Methoden gibt, wie man so eine Ferse stricken kann. Da gibt es z.B. die klassische Ferse, die Käppchenferse, die Bumerangferse, die Herzchenferse, die Spiralferse und vermutlich noch ein paar mehr, die mir bisher noch nicht über den Weg gelaufen sind. Ich kramte die selbstgestrickten Wollsocken, die ich geschenkt bekommen habe, aus der Schublade, bestaunte die Fersen und versuchte zu deuten welche Methode zum Stricken angewandt worden ist. Die Anleitungen zu den erschiedenen Methoden Fersen zu stricken fand ich (bisher) eher verwirrend und/oder beängstigend.

Noch vor wenigen Jahren, hätte ich spätestens jetzt, das Projekt »Selber Socken stricken« aufgegeben. Aber, ich hab ja glücklicherweise wenigstens ein bisschen dazugelernt und meinen Wagemut etwas trainiert. Ich beschloß, trotz Sockenstricktrauma und dieser penetranten warnenden Stimme in meinem Kopf, noch einen Versuch Socken selber zu stricken zu wagen. Statt ein riesen Projekt zu sehen, dass mich einschüchtert, einfach einen Schritt nach dem anderen meistern, und dann wollen wir doch mal sehen, ob ich es nicht doch hinbekomme.

Bevor ich mit »guter Wolle« stricke, will ich erstmal »Test-« oder »Übungssocken« stricken. Als erstes musste ich herausfinden, wie man auf dem Nadelspiel Maschen anschlägt, bzw. die Maschen dann auf den Nadeln verteilt. Dank Youtube-Videos klappte das im zweiten Anlauf. Als nächstes den Sockenschaft stricken. Dabei stellte ich fest, dass ich mich leider verzählt und auf einer der Nadeln zwei Maschen zu wenig hatte. Also wieder aufribbeln. Ganz ruhig, kein Problem, ist ja eine Übungssocke und es kann nicht schaden, nochmal die Maschenaufnahme und -verteilung auf dem Nadelspiel zu üben. Die ersten Reihen gestrickt, das war dann eine relativ einfache Übung.

Mein Fazit bisher: Ich finde es schön, dass ich der warnenden Stimme und meinem Sockentrauma nicht gleich nachgegeben habe, sondern nochmal einen Versuch wage. Sollte es wieder nix werden mit selbstgestrickten Socken, dann ist es eben so und in Ordnung für mich. Aber wenn es klappt, und ich bin (noch) zaghaft zuversichtlich (bin ja noch nicht an der Ferse angelangt), dann hab ich das Sockentrauma überwunden, ein kleines Erfolgserlebnis und wieder viel gelernt, nicht nur stricktechnisch.

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Uneingeschränkt schön war diese Woche dann noch ein Kinobesuch. Ich habe den gerade angelaufenen Film »Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind« gesehen. Der basiert auf einem Drehbuch von J.K. Rowling. Ja, DER Rowling, der wir Harry Potter und seine Abenteuer verdanken. Es geht wieder um Zauberer und Muggel (wobei die diesmal No-Maj heissen, da die Geschichte in New York spielt) und es gibt weitere kleine Bezüge zum Harry Potter-Universum. Aber es ist ganz klar eine neue Geschichte mit neuen Protagonisten. Mir hat der Film gut gefallen, ich konnte mich wieder freuen an vielen kleinen fantasievollen Einfällen und Ideen, manchen Anspielungen und dem netten Trupp der Hauptfiguren. Schade, dass es nun zwei Jahre dauert, bis der zweite Teil in die Kinos kommen wird.

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