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Doodle, De-Doodle, De-Doodle, Doodle Dö

Die Zeit rast, die Monatsmitte naht und es wird höchste Zeit für einen neuen Blogeintrag. Nach dem täglichen Bloggen im SepteMeer, äh September, war erstmal eine kleine Blogpause dran.

Der Binge-Creating-Monat »SepteMeer« hatte für mich noch eine echte Überraschung in petto. Ich fand mich nämlich unter den ausgewählten Gewinnern wieder, und freute mich sehr über den Gewinn, ein schönes Moleskine Aquarell-Skizzenbuch. Nochmals herzlichen Dank dafür!

Aber auch ohne ausgelobte Preise, waren doch alle Teilnehmer bei dieser Aktion Gewinner, so wurde es jedenfalls vielfach geäußert. Trotzdem schön, noch so ein handfestes Erinnnerungsstück an diesen für mich persönlich so besonderen Monat zu haben.

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Auch wenn es hier im Blog nun erstmal still war, untätig war ich beileibe nicht. Tatsächlich habe ich an jedem einzelnen bisher vergangenen Oktobertag, weiter »binge-created«.

Ich habe gezeichnet

Zum Beispiel übte und übe ich mich darin, realistisch aussehende Bäume zu zeichnen.

Ich habe gemalt

Zum Beispiel in ein Poesie-Album, das mir von einem kleinen Mädchen geschickt wurde, damit ich etwas hineinschreibe und male. Was war ich da froh, dass ich während des Binge Creating Monats schon vier Wochen geübt hatte. Ansonsten wäre ich ob dieses sehr rührenden Ansinnens vermutlich in komplette Schreckstarre und Panik verfallen. So habe ich nur ein, zwei Tage gebraucht, mich zu entscheiden, was ich machen wollte, hatte entsprechendes Werkzeug vor Ort und habe das Poesiealbum nicht auf ewig ruiniert.

Ich habe weiter versucht mit dem Aquarellieren weiterzukommen, aber da verzweifle ich weiterhin regelmäßig, weil ich offensichtlich immer noch nicht die richtige Mischung zwischen Wasser und Farbe hinbekomme. Entweder ich habe zuviel Wasser am Start oder zuwenig. Die goldene Mitte erwische ich nur zufällig mal, á la »auch ein blindes Huhn findet mal eine Korn«. Falls Ihr also noch hilfreiche Tipps für mich habt, wie man die goldene Mitte findet, immer her damit!

Außerdem finde ich es ziemlich schwierig abzuschätzen, wie viel Farbe ich denn nun brauche, um bestimmte Flächen abdecken zu können. Meist hab ich zu wenig Farbe, was natürlich blöd ist, wenn es gemischte Farben sind.

Aber wie schon gesagt, meine mit Aquarellfarben gemalten Bilder sehen immer noch nicht so aus, wie Aquarellbilder aussehen sollten.

Ich habe gedoodelt

Doodeln kann man jederzeit und überall, und inzwischen mach ich das auch und zwar mit wachsender Begeisterung. Einige meiner neu entstandenen Doodles zeigt das obige Bild.

Ich übte mich im Handlettering

Menschen, die Handlettering betreiben, habe ich schon lange bewundert und immer sehnsuchtsvoll gedacht, das würde ich auch gerne können. Rangewagt habe ich mich nie. Nach dem Binge Creating-Monat aber schon. Also ein entsprechendes Übungsheft besorgt und jetzt übe ich zwischendrin Bögen und Schwünge und Schleifen und Auf- und Abstriche. Ich werde noch eine Weile üben müssen, aber ich hab ja Zeit.

Ich habe mich schlau(er) gemacht

Zum Beispiel habe ich mich informiert über verschiedene Farbpigmente und Farbpigmentfamilien, habe ein bisschen was gelernt über botanische Farbbezeichnungen (natürlich durchgängig lateinische Bezeichnungen) und habe einige mir neue Begriffe aus dem Bereich der Typographie gelernt.

Ich habe ein Kreativ-Tagebuch begonnen

Braucht man so was wirklich? Ich finde es jedenfalls durchaus hilfreich.

Erstens liebe ich schöne Notizhefte und -Bücher und nutze jeden Vorwand, welche zu nutzen.

Außerdem finde ich es für mich spannend, nachlesen zu können, wann ich was gemacht habe. Was gelungen ist und warum, was misslungen ist und warum, wie ich z.B. auf bestimmte Motive oder Ideen gekommen bin, was ich Neues gelernt habe, welche Tipps ich bekommen habe, und ob sie sich für mich bewährt haben oder nicht. Ich notiere also alles, was mir einfällt und was thematisch hineingehört. Ich freu mich immer, wenn ich Abends mein Kreativ-Tagebuch aufschlage und etwas Neues eintragen kann.

Natürlich mache ich das alles nicht jeden Tag, aber ich suche mir jeden Tag mindestens eine kreative Tätigkeit aus, und die mache ich dann.

Total begeistert bin ich, dass ich das jetzt alles komplett ohne Zeitdruck geht. Ich muss ja nicht mehr - wie im Binge Creating Monat - spätestens jeden Abend etwas fertig haben.

Wenn ich zwischendrin ein paar Minuten oder eine Viertelstunde Zeit habe, kann ich doodeln, ein paar Handlettering-Übungen machen, oder kleine Skizzen üben. Wenn ich mehr Zeit habe, kann ich an größeren oder schwierigeren Zeichenübungen arbeiten oder mit den Aquarellfarben kämpfen. Herrlich!

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Auch wenn es hier im Blog in letzter Zeit ziemlich kreativlastig geworden ist, so sind doch die Vögel deswegen nicht abgemeldet. Für die interessiere ich mich selbstverständlich weiterhin.

Eines meiner Highlights in letzter Zeit war die Sichtung eines Kleinspechts (juchhu!)!!! Er treibt sich seit kurzem hier herum und taucht immer mal wieder im Walnussbaum vor meinem Balkon auf. Und ja, Kleinspechte sind so niedlich, wie ich es mir vorgestellt habe!

Außerdem habe ich einen neuen gefiederten Freund gewonnen. Er heisst Egmont, ist sehr schmuck, etwas verpeilt und ein junger Graureiher.

Verpeilt deshalb, weil er hier in unserer direkten Nachbarschaft herumfliegt, und auf unseren Dächern oder in den Gärten landet, und so aussieht, als ob er nicht recht weiß, wohin er soll.

Eventuell hat er aber auch nur spitzbekommen, dass der eine Nachbar einen neuen Teich mit Kois hat. ;-) Dann wäre er nicht verpeilt, sondern schlau.

Ich fürchte allerdings für sein Leben, wenn er dem Nachbarn echt die Kois wegfängt. Obwohl ich ihn ja im Auge behalten und beobachte, habe ich ihn noch nicht auf frischer Tat ertappt. Also eventuell doch eher verpeilt.

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Ansonsten ist es Herbst geworden, die Bäume färben sich immer mehr, die ersten Stürme sind durchgezogen, die Kastanien, Walnüsse und Eicheln fallen von den Bäumen und das Leben verlangsamt sich ein bisschen. Ich bin froh darum, denn das Jahr war ziemlich turbulent und unruhig.

Socken strickte ich ebenfalls noch und gerade ist wieder ein neues Paar fertig geworden. Genau das richtige für graue Herbst- und Wintertage! :-)

Herbstsocken

Ich bin immer noch total begeistert, mir jetzt meine eigenen Wollsocken stricken zu können in Farben und Mustern, wie sie mir gefallen und zu meiner Garderobe passen. Das nächste Sockenpaar ist bereits angenadelt.

Von mir aus können der Herbst und Winter kalt werden, ich bin gerüstet (also zumindest sockentechnisch).

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Gestricktes ·Kreatives

Frühlingssocken

Frühlingssocken

Der Chronistenpflicht wegen: wieder ein Paar Socken fertig.

Für das Paar habe ich zum ersten Mal die Wolle »Fabel« von Drops getestet und bin sehr zufrieden damit. Wie sich die Wolle langfristig verhält, kann ich natürlich noch nicht sagen. Aber verstricken ließ sie sich ausgezeichnet und die Farben mag ich sowieso sehr. Schön frühlingshaft, auch dann, wenn es draußen immer noch grau und kalt und nass ist.

Ich war nur viel zu schnell fertig mit dem Paar, was aber auch daran lag, dass mich leider mal wieder ein Infekt erwischt und lahmgelegt hat. Das hieß, jede Menge Zeit zum Stricken. Frei nach dem Motto: »Gibt Dir das Leben Viren, mach Socken draus!«

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Gestricktes ·Kreatives ·Privates ·Tagesnotizen 2017 ·Vogelliebe

10 Dinge, die diese Woche schön waren

Sonnenscheintage

Ich kann gerade nicht genug von ihnen bekommen. Selbst wenn es zwischendrin noch einzelne Tage gibt, in denen es regnet oder sich sogar Schneeflocken in den Regen mischen, es ist unverkennbar, dass der Frühling auf dem Vormarsch ist. Die Winterblässe weicht langsam aber stetig aus dem Gesicht!

Tagestripp nach Berlin

Wir waren einen Tag als komplette WG in Berlin, um dort das Naturkundemuseum zu besuchen.

Ich hielt mich relativ lange in der Vogelabteilung auf. Unter anderem hatte ich ein echtes »Ach-so!-Erlebnis«, als ich begriff, dass der mysteriöse »Ortolan« von dem ich hier in der Gegend schon öfter hörte und mich wunderte, was das für ein Vogel sein könnte, nur eine andere Bezeichnung für die Gartenammer ist.

Ich war sehr überrascht, wie winzig z.B. die Eier von Kohlmeisen sind.

Überhaupt glich ich die Größenverhältnisse mancher Vögel mit meiner Vorstellung davon ab.

Absolut begeistert war ich von einer Gruppe Goldfasane. Was für herrliche Farben diese Vögel haben.

Schade nur, das natürlich alle Vögel tot waren - lebendig sind sie mir lieber!

Interessant fand ich auch die Abteilung, in der sehr ausführlich und anschaulich erklärt wird, wie die Tierpräparation in der Vergangenheit und heute funktioniert.

In dem Zusammenhang erinnerte ich mich an das Museum König in Bonn. Zu meiner Bonner Zeit (die inzwischen echt lange her ist), kannte ich den Chef-Präparator des Museums, der immer recht interessante Geschichten zu erzählen wusste. Kurze Zeit hatte ich sogar überlegt, ob das eventuell ein Beruf für mich sein könnte. Letztlich wollte ich dann aber doch nicht immer nur mit toten Tieren zu tun haben. Ich begriff allerdings schon damals, was für ein vielseitiger und anspruchsvoller Beruf das ist.

Ich glaube, wenn ich mal wieder in Bonn bin, plane ich einen Besuch im Museum König mit ein. Da scheint sich über die Jahre viel verändert und weiterentwickelt zu haben. Dass sie auch über eine große ornithologische Abteilung verfügen lockt mich natürlich ebenfalls.

Anschließend kehrten wir noch bei Peter Pane ein und taten uns an den Burgern gütlich. Ich nutzte die Chance endlich mal Süßkartoffel-Pommes zu probieren, von denen viele so schwärmen. Fazit: Schmecken tatsächlich lecker. Kann man durchaus ab und an mal essen. Die normalen Pommes waren dort aber auch nicht zu verachten!

Bachstelze I

Über Mittag war ich mit meinem Yoda in einem der Nachbardörfer. Erst haben wir ein Weilchen direkt am Ufer des großen Sees gesessen und die Wasservögel (Bläßhühner, Haubentaucher, Stockenten, Tafelenten) beobachtet.

Ich freute mich sehr, als ich meine erste Bachstelze dieses Frühjahrs entdeckte. Ich beobachtete sie eine ganze Weile in all ihrer eifrigen Geschäftigkeit.

Dann sind wir etwas am Ufer entlangspaziert. Die Wiesen direkt am See sind noch sehr nass. Ich hatte zum Glück geeignetes Schuhwerk an, mein Yoda nicht. Irgendwann zog sie einfach die Schuhe und Strümpfe aus und marschierte barfuss durch die gefluteten Wiesen.

Erneute Freude, als ich den Ruf eines Kleibers richtig identifizierte, und ihn dann tatsächlich auf einem Baum erspähte. Sagte ich schon, dass ich Kleiber sehr mag?

Zum krönenden Abschluß sahen wir noch ein Kranichpaar, das gerade mit dem Balztanz beschäftigt war.

Bachstelze II

Einen Tag später, entdeckte ich im Garten eine »unserer« Bachstelzen. Seit Jahren haben wir ein Bachstelzenpaar auf dem Gelände, das auch bei uns brütet. Jetzt hoffe ich nur, dass sich die noch fehlende Hälfte des Pärchens ebenfalls bald zeigt. Ein Bachstelzen-Witwer oder eine Bachstelzen-Witwe im Frühjahr im Garten zu haben, wäre doch etwas traurig.

Gesänge in der Nacht

Als ich einmal spät in der Nacht nochmal auf den Balkon hinaustrete, glaube ich meinen Ohren nicht zu trauen. Doch! Da sind sie, die schönen Gesänge klingen klar und laut durch die Nacht. Auch der Sprosser hat sich also wieder eingefunden und wird mir jetzt wieder für einige Wochen jede Nacht seine Lieder singen. Bis sich ihm ein passendes Weibchen zugesellt. So schön!

Wunschmoment

Ebenfalls spät in einer der Nächte sehe ich eine leuchtende Sternschnuppe mit wunderschönem Lichtschweif. Ein toller Moment über den ich mich sehr freue und mir schnell etwas wünsche. Ja, ich weiß, ein Aberglaube, aber irgendwie trotzdem unwiderstehlich.

Herrscher der (mecklenburgischen) Lüfte

Gegen Mittag eines Tages, stürzte mein Yoda in mein Zimmer und rief »Komm schnell gucken, der Seeadler kreist gerade über uns!« Mein stets griffbereites Fernglas gepackt und raus auf den Balkon und tatsächlich, direkt über uns zog der mächtige Seeadler in aller Ruhe seine Kreise. Um ihn Kreise ziehen zu sehen, machen andere extra Urlaub hier in der Gegend. Ich brauche nur auf den Balkon raus. Etwas Besonderes bleibt es trotzdem! Schön! :-)

Damerower Werder

Freitagnachmittag fuhr ich mit der weltbesten WG-Genossin auf den Damerower Werder, eine Halbinsel im Kölpinsee, die Teil des Naturparks Nossentiner/Schwinzer Heide ist. Dort lebt unter anderem eine große Herde Wisente sehr naturnah. Es gibt auch ein Wildgehege, wo Schaufütterungen stattfinden, aber die Saison hat noch nicht begonnen, und so waren wir fast allein dort unterwegs und kamen sogar nah an die Wisente heran. Das sind schon wirklich sehr mächtige und urtümliche Tiere! Nachdem wir genug von den Wisenten gesehen hatten, wanderten wir im Wald herum und der ist überaus reich an Wildtieren und Vögeln.

Highlights für mich waren die vielen Goldammern, ein echter Kolkrabe, sehr schöne Kraniche (manche sehen im Moment noch etwas »zerrupft« oder abgerissen aus), an die wir erstaunlich nah herankamen, ein weiterer Buntspecht, ein Seeadler und zwei Fischadler.

Außerdem entdeckte ich eine Waldmaus, die ich ebenfalls eine ganze Weile beobachten konnte.

Direkt am Waldufer des Kölpinsee fanden wir einen sehr schönen Picknickplatz und genossen dort unsere Kaffeepause mit Blick über den sonnenbestrahlten tiefblauen See. Wirklich traumhaft!

Wir wanderten noch etwas weiter, dann zurück zum Auto und nochmal an den See, wo wir noch ein Weilchen auf einer Bank am Ufer saßen und zusahen, wie sich das spätnachmittägliche Licht über den See ergoß. Hachz!

Shadow Wrap Socken

Stricksocken mit Shadow Wrap-Ferse

Diese Woche konnte ich ein neues Paar Stricksocken fertigstellen. Juchhu!!!

Die Wolle von Lang Yarns hatte ich mir schon im vergangenen Dezember aus Lübeck mitgebracht, weil sie mir so gut gefiel. Das besondere an diesem Paar ist aber nicht nur die Wolle, sondern dass ich eine neue Stricktechnik angewandt habe und zwar bei der Ferse. Sie sieht zwar aus wie eine klassische Bumerang-Ferse, ist aber tatsächlich eine sogenannte Shadow Wrap Ferse.

Als ich für meine Übungssocken nach hilfreichen Tutorial-Videos bei Youtube suchte, war ich auch auf Anleitungen für die Shadow Wrap Ferse gestoßen, hatte die aber erstmal nur gespeichert und für später aufgehoben. Nachdem die ersten beiden Strick-Sockenpaare soweit gut gelungen waren, traute ich mich nun an das Wagnis die neue Technik auszuprobieren.

Zu meiner großen Freude gelang mir die Shadow Wrap Ferse dank dieser Anleitung auf Anhieb. Und ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis. So zufrieden, dass ich zukünftig die Sockenfersen hauptsächlich auf diese Weise stricken werde. Während bei der klassischen Bumerangferse, immer die Gefahr besteht, dass man irgendwo bei den sogenannten Wickelmaschen die Fäden doch nicht eng genug angezogen hat, und dann die unerwünschten kleinen Löchlein entstehen, bilden die Shadow Wraps ein richtiges (Strick)gewebe, und so gibt es garantiert keine Löchlein.

Lesen, Lesen, Lesen

Obwohl die Woche sehr voll war, hab ich es doch geschafft, in den Büchern, die ich gerade lese, ein gutes Stück weiterzukommen. Gut, dafür waren die Nächte dann fast alle sehr kurz, aber lesen ist halt sooo schön! Und in der kommenden Woche, lese ich dann vermutlich wieder weniger, schlafe aber (hoffentlich) ein paar Stunden mehr (stellen Sie sich an dieser Stelle das laute Gelächter der restlichen WG vor!).

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Gestricktes ·Kreatives ·Privates ·Tagesnotizen 2017

Das Ende des Sockenstricktraumas

gestrickte Socken

Es gibt natürlich auch Erfreuliches zu vermelden. Sie erinnern sich vielleicht an meinen Sockenstricktrauma-Blogbeitrag.

Es war ein kluger Einfall, erstmal mit alter Wolle zwei Socken zur Probe bzw. Übung zu stricken. Dadurch war der Druck herausgenommen, dass alles gleich auf Anhieb gelingen müsste, und ich brauchte auch keine Sorge habe, teure Wolle sinnlos zu vernichten. Ich benutzte extra zwei unterschiedliche Wollknäuel, um am Ende nicht schon ein komplettes Paar zu haben, sondern zwei Einzelsocken.

»Learning by doing« erwies sich als gutes Konzept. Ich sah mir viele Videos an, in denen die einzelnen Schritte beim Stricken von Socken mehr oder weniger gut erklärt und vorgeführt wurden, und holte mir Praxistipps von erfahrenen Sockenstrickerinnen.

Es dauerte ziemlich lange, bis ich meine zwei Übungssocken fertig hatte, mehrfach musste ich alles wieder aufribbeln, aber ich lernte viel dabei.

Und dann war ich soweit, Ernst damit zu machen, mein Sockenstricktrauma aus der Kindheit ernsthaft anzugehen. Diesmal mit »guter« Wolle machte ich mich daran, mein erstes »richtiges« Sockenpaar zu stricken.

Die erste Socke brauchte nochmal ziemlich Zeit, die zweite hatte ich binnen 2 1/2 Tagen fertig.

Ich habe also hochoffiziell das Sockenstricktrauma aus meiner Schulzeit überwunden. Für die Welt ein Klacks, für mich ein echter Erfolg über den ich mich sehr freue.

Die nächste Socke ist bereits auf den Nadeln für ein aus dem Umfeld gewünschtes Sockenpaar.

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