Privates ·Tagesnotizen 2015

Tagesnotizen

Tadaaa, der Juni ist da! In vier Wochen ist die erste Jahreshälfte schon um. Und wieder mal steh ich da und denke »unfassbar!« und »Kann doch nicht sein!« Ist aber so! Bisher war das Jahr ziemlich turbulent und in der Hauptsache gefüllt mit ungeplanten und unerwarteten Dingen. Das, was ich eigentlich geplant bzw. vor hatte, hab ich deswegen kaum umsetzen können, und ich merke, dass mich das zunehmend frustriert. Ich schaue meine Vorhaben-Liste an, auf der kaum was durchgestrichen ist, und mich beschleicht miese Laune. Und als mir das bewusst wird, sage ich: »STOP!« Also ich bemühe mich dann »STOP!« zu sagen. Ich denke dann an John Lennons Worte:

»Life is what happens to you
While you’re busy making other plans
«

Sicher schon zig mal gehört oder gelesen, aber dieses Wissen in die Praxis umzusetzen ist nochmal eine ganz andere Nummer. Nicht meine Pläne sind mein Leben, sondern das, was tatsächlich geschieht. Ich habe die Wahl, ob ich meinen Plänen hinterher trauern will, ob ich mich ärgern will, weil Pläne nicht aufgehen, oder ob ich stattdessen schaue, was das Leben mir tatsächlich bietet.

Und das ist, wenn ich genau hinschaue und mich darauf einlasse, manchmal sogar viel besser als das, was ich geplant hatte. Ich habe sogar schon öfter die Erfahrung gemacht, dass auf den ersten Blick eher Unerfreuliches, das das Leben mit sich brachte, sich im Nachhinein als für mich gut herausgestellt hat.

Aber ich bin nur ein Mensch, und deshalb vergesse ich das manchmal und fange doch wieder an unruhig oder schlecht gelaunt oder sogar richtig sauer zu werden, weil meine Pläne nicht vorankommen. Wenn ich das dann merke, sage ich mir selbst: STOP! So nicht! Schau hin, was Dir das Leben tatsächlich an Gelegenheiten bietet und nutze sie! Trauere nicht Deinen Plänen nach, sonst verpasst Du das Hier und Jetzt!

Ich bin also entschlossen, mich mit Vorfreude, Neugier und Entschlossenheit dem Juni in die Arme zu werfen und mich über das zu freuen, was mir das Leben in den nächsten vier Wochen bringen wird. Vielleicht ja sogar, dass sich der ein oder andere Punkt auf meiner Pläne-Liste verwirklichen lässt.

Und Euch wünsche ich natürlich ebenfalls einen tollen Juni!

*

Ich vergucke mich ja ganz gern mal. Also in schöne Dinge! Heute ist es mir wieder passiert. Hätte ich genügend Euro überzählig, würde ich sofort zuschlagen. Schauen Sie mal! Hier, hier und hier! Sind die nicht toll?! Die hätte ich zu gerne als Ensemble in unserem Wohnzimmer hängen oder stehen. Da haben wir nämlich was Grünpflanzen angeht ein kleines Problem. Nicht nur, dass mein eher ungrüner Daumen es Grünpflanzen leider schwer macht bei uns zu überleben, nein obendrein haben wir eine etwas ungünstige Lichtsituation.

Eigentlich haben wir ab Mittag und bis zum Abend hin Licht im Wohnzimmer, aber das Fenster ist nicht sehr groß und die Stellen, wo wir Grünpflanzen hinstellen können, sind leider schattige Plätze. Grünpflanzen haben es bei uns also doppelt schwer. Wenn ich es genau überlege, sogar dreifach schwer, denn da sind ja noch die Kater, die immer wieder mal auf die Idee kommen, Grünpflanzen könnten sich wunderbar als Spielzeug oder zum Abgrasen eignen. Sie sehen, es ist kompliziert.

Da würden sich diese tollen Drucke natürlich perfekt anbieten. Aufhängen oder aufstellen und schon hätte ich das Gefühl, es wären Grünpflanzen da!

Bonus: Eingehen können diese Pflanzen nicht!

*

Ansonsten zerbreche ich mir noch den Kopf an einem anderen Luxusproblem. Ich würde nämlich ganz gerne wieder mehr lesen. Es ist nicht so, als ob ich gar nicht lesen würde, im Gegenteil, ich lese sogar recht viel. Nur leider komme ich kaum dazu mal Bücher und/oder E-Books zu lesen.

Wenn ich daran denke, dass es noch vor ein paar Jahren keinen einzigen Tag im Jahr gab, an dem ich nicht in einem Buch gelesen hätte, kann ich nicht fassen, wie es zum heutigen Zustand kommen konnte. Aber irgendwie reicht mir die Zeit vorn und hinten nicht.

Hätte mir das einer vorhergesagt, hätte ich es nicht geglaubt. Ich bin wirklich unglücklich darüber. Jeden Tag nehme ich mir vor: Heute werde ich in meinem Buch weiterlesen!! Nur um am Ende des Tages bzw. irgendwann in der Nacht festzustellen: Du hast wieder keine einzige Seite gelesen!

Es liegt nicht daran, dass ich meine Zeit mit sinnlosem Zeug verdaddeln würde. Es liegt nicht daran, dass ich nicht wirklich Lust zum Lesen habe. Im Gegenteil, ich brenne darauf in den Büchern, die hier liegen, zu lesen. Und trotzdem kriege ich es nur selten auf die Reihe. Meine Tage sind mit so vielen anderen Dingen angefüllt, dass das Lesen von Büchern/E-Books meistens auf der Strecke bleibt.

Anfang des Jahres habe ich mir regelrecht Lesezeit im Kalender reserviert. Jeden Tag eine Stunde Lesen! Das hat erst auch ganz gut funktioniert. Dann hab ich gemerkt, dass das mit so einer starren Konstellation langfristig nicht funktioniert. Also hab ich das mit der Reservierung von Lesezeit wieder aufgegeben. Mit dem Ergebnis, dass ich jetzt wieder so gut wie gar nicht mehr zum Lesen komme.

Natürlich könnte ich jetzt sagen: Okay, dann ist es im Moment eben so. Es werden auch wieder andere Zeiten kommen! Aber tief in mir drin fürchte ich, die kommen vielleicht nie wieder. Ich meine, ich hab mir den jetzigen Zustand ja schon im Leben nicht vorstellen können! Was weiß ich, ob wirklich wieder andere (Lese)Zeiten kommen?

Schon bei dem Gedanken, dass nicht, wird mir flau. Ehrlich gesagt, ich bin sogar ein bisschen traurig darüber, dass ich es im Moment einfach nicht schaffe jeden Tag wenigstens ein paar Seiten zu lesen. Ich habe früher so viel gelesen. Jede freie Minute hatte ich ein Buch in der Hand und hab gelesen. Und jetzt? Jetzt gibt es so gut wie keine freien Minuten und dementsprechend wenig lese ist in Büchern/E-Books. Das ist fast ein bisschen wie Folter! Da liegen all die interessanten, spannenden Bücher, die ich so gerne lesen möchte in Reichweite und ich komme einfach nicht zum Lesen.

Und so zerbrech ich mir den Kopf bei der Suche nach einer Lösung dieses zugegeben Luxusproblems! Bringt bisher nicht viel. Also doch einfach abwarten, Tee trinken und das Beste hoffen.

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Privates ·Tagesnotizen 2015

Tagesnotizen

Pfingsten ist vorüber, der sehr anspruchsvolle und anstrengende Besucher wieder weg und damit liegt der Berg, der sich vor mir aufgetürmt hatte und schon seit Januar drohte, hinter mir. Irgendwie erschüttert es mich jedesmal aufs Neue, zu merken, wie erleichtert ich bin, wenn das hinter mir liegt.

*

Aus der ARTE-Mediathek habe ich die Dokumentation über Astrid Lindgren nachgeguckt. Sie hat auch ihr Teil an Schwerem im Leben gehabt. Mit 18 schwanger geworden und ihren Sohn Lasse in der Fremde bekommen und für drei Jahre bei einer Pflegefamilie zurücklassen müssen, bis sie ihn schließlich wieder zu sich nehmen konnte. Diese Entscheidung, zu der sie sich durch die äußeren Umstände gezwungen sah, hat sie bis zum Ende ihres Lebens bereut und die sie als Quelle einer tiefen Traurigkeit benannte, die es in ihr gab. Später verheiratet mit einem Mann, der ihr, ihrem unehelichen Sohn und den weiteren Kindern, die in dieser Ehe geboren wurden, zwar ein Heim bot, sie aber mehrfach betrog und am Ende zum Alkoholiker wurde. Der zweite Weltkrieg mit all seinem Schrecken, in dem sie im Widerstand tätig war. Noch später dann der Sohn, der ebenfalls zum Alkoholiker wurde und mit nur 59 Jahren an einem bösartigen Hirntumor starb. Und trotz alledem, war sie fähig wunderbare Bücher zu schreiben und Figuren zu schaffen, die Kinder und Erwachsene in aller Welt liebten und lieben. Diese Mischung aus Nüchternheit, Bescheidenheit und Pragmatismus, die so viele (alte) Schweden auszeichnet und natürlich ihre Fantasie, die aber immer auch Wurzeln in der Realität hatte.

Wieder einmal habe ich mich in diesem Zusammenhang gefragt, was genau es ist, das Menschen befähigt, etwas aus ihrem Leben zu machen, ihre Ziele zu verfolgen und auch zu erreichen. So viele Faktoren spielen da hinein. Astrid Lindgren hätte genauso gut auch scheitern, an ihrer Lebensgeschichte zerbrechen können. Aber sie war fähig alle Schwierigkeiten und Hindernisse zu überwinden und sogar noch etwas Gutes daraus entstehen zu lassen.

Warum sind manche Menschen fähig dazu, und andere trotz allem Bemühen, eben nicht? Warum sind manche Menschen immer oder fast immer zur rechten Zeit, am rechten Ort, um die passgenauen Chancen, die sich ihnen bieten ergreifen zu können, während andere immer einen Schritt zu spät kommen, ohne dass ersichtlich oder erklärbar ist, wieso?

»Schicksal!« - reicht mir nicht als Erklärung. Aber wenn es tatsächlich so wäre, wie kann man dann irgendeinem Menschen, sein (Lebens)Elend zum Vorwurf machen? Wie ungerecht ist das dann? Der, dem das »Schicksal« (fast) immer lacht, erntet obendrein noch Ruhm und die Bewunderung der anderen und hat doch unter Umständen nicht mehr dafür getan, wie der, dem »das Schicksal nicht hold war«. »Jeder ist seines Glückes Schmied!« ist ein hehrer aber meiner Meinung nach unwahrer Satz, der zudem schon manchen endgültig zu Boden geschickt hat.

In dem Zusammenhang erinnerte ich mich wieder an etwas, das ich vor einiger Zeit bei Andre Spiegel las und das einen Teil des Dilemmas (Stichwort »Aufmerksamkeitskommunismus«) benennt:

»Es gibt so und so viel Output auf der Welt, und so und so viel Aufmerksamkeit, die für ihn zur Verfügung steht. Nach welchem Schlüssel könnte man diese Aufmerksamkeit zuteilen ? wieviel Aufmerksamkeit darf ein Autor gerechterweise auf sich lenken, bevor sein Verhalten asozial wird und kulturschädigend.«
Quelle

Diese Frage, betrifft nicht nur Autoren, sie betrifft im Grunde alle Menschen. Je größer, erfolgreicher, strahlender, etc. etc. wir werden, desto größer wird auch unser Schatten, aus dem viele andere nicht mehr heraustreten können. Wer es ganz nach oben geschafft hat, hat dabei immer andere nach unten in den Staub getreten. Es geht vermutlich gar nicht anders.

Die Frage ist, vielleicht viel eher, ob wir uns dessen bewusst sind und bleiben. Das unser Erfolg (egal in welchen Bereich) immer auf Opfern anderer beruht. Der Mensch neigt aber wohl dazu, diese unangenehme Erkenntnis zu verdrängen, und sich lieber ganz den Strahlen der Erfolgssonne zuzuwenden.

Im Konkurrenzkampf des Lebens gibt es Gewinner und Verlierer, so ist das Leben. Für manche hält sich im Laufe eines Lebens die Waage zwischen Gewinnen und Verlusten letztlich in der Balance, aber für manche schlägt sie eben in eine der beiden möglichen Richtung aus. Das Leben an sich ist eben nicht gerecht oder fair.

Man kann nur versuchen, so gut es geht, andere mitzunehmen auf die Gipfel, dorthin wo es strahlt und scheint und möglichst wenig Opfer am Wegesrand zurückzulassen. Oder zu versuchen, so gut es geht wieder gut zu machen und auszugleichen, was man verursacht hat. Achtsamkeit, Rücksicht- und Anteilnahme nennt man das wohl.

*

Ich werde nie begreifen, warum so viele Menschen ernsthaft glauben, jemand der sich schwer tut, sich verbal oder schriftlich auszudrücken, sei »irgendwie dumm«, »habe nichts zu sagen/beizutragen« oder sei »eben nicht sehr intelligent«. Damit wird so vielen Menschen schlicht Unrecht getan. Das fängt teilweise schon in der Schule an, wo stillen Kindern unterstellt wird, sie würden nichts verstehen oder hätten nichts beizutragen. Ich weiß nicht, wie das heute ist, aber zu meiner Schulzeit wurden dafür sogar schlechtere Noten vergeben. Schweigen ist aber nicht gleichzusetzen mit »Dummheit«. Mancher Schweigsame hat mehr im Kopf als die, die am lautesten schreien, und die dauernd zu allem etwas zu sagen haben.

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Gartenfreude ·Privates ·Tagesnotizen 2015

Tagesnotizen

Balkonbepflanzung 2015 - © Liisa

Balkonbepflanzung 2015 - © Liisa

Balkonbepflanzung 2015 - © Liisa

Balkonbepflanzung 2015 - © Liisa

Balkonbepflanzung 2015 - © Liisa

Herr Buddenbohm stellt heute auf Twitter die These auf, dass morgen kein Schwein Blogeinträge liest. Er hatte nämlich den sonst donnerstags in seinem Blog erscheinenden Wirtschaftsteil »Woanders« schon heute gepostet und damit einige Leser leicht oder auch heftiger verwirrt. Auf entsprechende Rückfragen und Beschwerden, war seine Begründung dafür, die besagte These. Ich stimmte ihm zu, merkte aber an, Menschen würden morgen sehr wohl Blogeinträge lesen, also ich zum Beispiel.

Um aber ganz sicher zu gehen, dachte ich mir später allerdings, ich schreibe dann doch lieber heute mal wieder neue Tagesnotizen, zumal es ein ereignisreicher Tag war, der sich daher für Tagesnotizen aufdrängte.

Gleich morgens früh ging es Richtung Rostock zum Gartencenter meiner Wahl, um dort noch letzte fehlende Balkonblumen und Utensilien zu holen, die für das Projekt »Gemüse auf dem Balkon« noch benötigt wurden. Es ist ein sehr sehr großer Gartenfachmarkt und dementsprechend lange hielten wir uns dort auf. Die ein oder andere Blume und das ein oder andere gewünschte Utensil wanderten in den Einkaufswagen, dazu auch einige Überraschungsteile, die so nicht geplant waren, an denen ich aber trotzdem nicht vorbei kam.

Sie können mich in allen möglichen Läden abstellen, dreimal um meine eigene Achse drehen, mir viel Geld in die Hand drücken und ich würde trotzdem nicht in das verfallen, was andere als »Kaufrausch« bezeichnen. Ich verfalle nicht in Kaufräusche … außer vielleicht ansatzweise in einem gut sortierten Gartencenter. So auch heute! Ich hätte drei, ach was, vier Einkaufswagen voll mit Blumen, großartigem Gärtnerwerkzeug und allerlei nettem Schnickeldi aus dem Gartencenter herausschieben können. Drei Stunden später stand ich dann doch etwas desorientiert mit meinem Wagen an einer Kasse. Die Kassiererin nannte mir den zu bezahlenden Betrag und an dieser Stelle kam ich wieder zu mir, und war dankbar, dass mich doch ein Rest an Selbstdisziplin vor Schlimmeren bewahrt hat.

Alle Beute Einkäufe wurden fix ins Auto geladen und heimwärts ging’s. Eigentlich war ich zu diesem Zeitpunkt schon ziemlich fix und foxi. Die vielen Eindrücke im Gartencenter, die immer mehr anschwellende Flut von Menschen, die durch selbigen schwappte, die diversen Entscheidungen, die ich hatte treffen müssen. Gut, Menschen, die wöchentlich oder wenigstens vierwöchentlich so ein Gartencenter aufsuchen und dazu schon auf eine jahrzehntelange Karriere als Hobby-, Amateur- oder Spitzengärtner zurückblicken, für die ist es ein Klacks, so ein Center zu besuchen und ihre Einkäufe zu erledigen. Aber so ein doch relativ blutiger Novize wie ich … Lassen wir das!

Zuhause angekommen, alles ausladen und auf den Balkon schleppen. Darunter drei 20 l-Säcke Erde. *ächz* Als alles oben auf dem Balkon war, fiel mir dann ein, dass einige Teile eigentlich hätte unten bleiben sollen, denn den noch fehlenden Blumenkasten (den ersten mit sehr schönen stehenden rosa Geranien hatte ich schon letzte Woche gepflanzt) wollte ich im Gartenhäuschen bepflanzen. Meine Konzentration zeigte erste Schwächen.

Also, die entsprechenden Pflanzen und den Blumenkasten geschnappt und wieder runter die Treppe und weiter zum Gartenhäuschen getrabt. Dort die Blumen eingepflanzt, anschließend gut gegossen, das Werk von meinem Garten-Yoda (»Viel zu lernen, Du noch hast!«) hier begutachten lassen, selber wohlgefällig den Balkonkasten betrachtet, und dann das nun schwere Ding wieder nach oben auf den Balkon getragen und platziert.

Die zur Freude der weltbesten WG-Genossin ebenfalls mitgebrachte Kapmargerite wurde in einen passenden Übertopf drapiert und ebenfalls platziert.

Und dann kam der für mich spannendste Teil. Gestern sind nämlich endlich unsere bestellten Tomaten- und Paprika-Jungpflanzen hier eingetroffen und die wollten nun eingepflanzt und unsere Balkon-Gemüse-Zucht eröffnet werden. Ich hatte mir theoretisch einiges im Internet angelesen, hilfreiche Videos zur Tomaten- und Paprikaaufzucht angesehen, und meine Twitter-Timeline hatte mich noch mit weisen Ratschlägen ausgestattet.

Ich weiß, sie lachen schon wieder oder schütteln fassungslos den Kopf, weil für sie Tomaten- und Paprikapflanzen einpflanzen ein Klacks ist, aber ich Novize … ;-) Jedenfalls nach einer Weile war es geschafft und nun stehen drei Tomatenpflänzlein (Green Zebra, Cocktailtomate »Zuckertraube« und Cocktailtomate »Brandywine Sherry«) und drei Paprikapflänzlein (Sweet Dreams, Korosko und Corno giallo) ordentlich aufgereiht auf unserem Balkon und warten vermutlich ähnlich sehnsüchtig auf Wärme und Sonne wie ich.

Balkonbepflanzung 2015 - © Liisa

Balkonbepflanzung 2015 - © Liisa

Sie können sich nicht vorstellen, wie gespannt ich bin!

Balkonbepflanzung 2015 - © Liisa

Balkonbepflanzung 2015 - © Liisa

Vermelden kann ich außerdem, dass sich die Erdbeeren bisher prächtig machen. Vier von fünf haben erste Blüten und bei der fünften kann es auch nicht mehr lange dauern.

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Privates ·Tagesnotizen 2015

Tagesnotizen

Frühling in MV - © Liisa

Heute fuhr ich nach Stavenhagen, um dort jemanden zu besuchen. Stavenhagen rühmt sich, Geburtstadt von Fritz Reuter, einem der bedeutendsten Niederdeutschen Schriftsteller, zu sein.

Bisher bin ich immer nur an Stavenhagen vorbeigefahren und hatte aufgrund der Routenführung für Durchgangsverkehr keinen sehr vorteilhaften Eindruck. Tatsächlich scheint aber mehr als ich dachte, an dem kleinen Städtchen zu sein, das vergangenes Jahr sein 750jähriges Stadtjubliäum feierte.

Heute war keine Zeit, das Städtchen etwas genauer zu erkunden, aber erste Blicke auf den alten Stadtkern und das Schloß samt dazugehörigem Park konnte ich doch erhaschen. Da müssen wir im Sommer nochmal hin und uns genauer umschauen.
Die Umgebung ist landschaftlich aber auf jeden Fall ausgesprochen schön.

Auch in Mecklenburg ist der Frühling nun endlich richtig angekommen. Inzwischen stehen hier die vielen Obstbäume, die in Gärten und entlang vieler Straßen und Wege stehen, in voller Blüte. Die ersten Rapsfelder leuchten strahlendgelb, wobei die Hauptblüte noch bevorsteht. Trotzdem ist es schön, endlich wieder die »gelben Meere« zu sehen. Tatsächlich ist der Raps dieses Jahr recht früh dran, im Gegensatz zum vergangenen Jahr, wo er erst verspätet blühte.

Nun haben wir dieses Jahr ein Zusammentreffen von noch blühendem Weißdorn mit dem Gelb von Löwenzahn, der die Wiesen fast komplett bedeckt und eben dem Gelb der Rapsfelder. Sonst war der Weißdorn immer schon abgeblüht, wenn sich das Gelb in der Landschaft zeigte. Es ist einfach wunderschön das ganze nun in dieser Kombination zu sehen.

Die Laubbäume entfalten ihr Blätterkleid von Tag zu Tag mehr und so stehen die herrlichen alten und jungen Baumalleen, durch die sich so herlich laufen oder fahren lässt, in voller Pracht da. Ich freu mich jedes Jahr aufs Neue daran. Jetzt warte ich sehnsüchtig darauf, dass die herrlichen alten Kastanien, die hier überall stehen, ihre Blütenkerzen aufstecken.

Hach, Frühling in Mecklenburg ist wirklich etwas ganz ganz besonders schönes!

Nachdem wir erstmal gemütlich Kaffee bzw. Tee getrunken und Kuchen gegessen hatten, stiegen wir ins Auto und fuhren noch ein paar Kilometer weiter zu einer Gärtnerei, die in fünf riesigen Gewächshäusern jede Menge Obst- und Gemüsepflanzen, Kräuter aller Arten und Blumen und Stauden für Balkon und Gartenbepflanzung verkauft.

Es brauchte seine Zeit, bis wir durch alle fünf Gewächshäuser gewandert und unsere Auswahl getroffen hatten. Mit reicher Beute ging es dann wieder zurück nach Stavenhagen, wo wir unsere Gastgeberin mit ihrem Beuteanteil absetzten, und dann nach einem kurzen Stop beim Chinesen, wo wir zu Abend aßen, auch für uns heimwärts.

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Gartenfreude ·Privates ·Tagesnotizen 2015

Tagesnotizen

Die Aktivitäten rund ums Haus, im Garten und überhaupt draußen, werden von Woche zu Woche mehr. Das wiederum bedeutet, die Zeit, die ich freizeitmäßig vor dem Rechner verbringe, reduziert sich merklich. 24 Stunden sind 24 Stunden und irgendwann muss und will auch ich mal schlafen.

Hinzu kommt, mir geht zu viel im Kopf herum. Es ist, als wäre ich in einem riesigen Wirbel. Alles mögliche wirbelt um mich herum und beschäftigt mich gedanklich, aber ich kriege es im Moment nicht in adäquate Worte gefasst. Manches verschlägt mir regelrecht die Sprache. So zum Beispiel das Thema Flüchtlinge, das mich sehr beschäftigt und aufregt. Teilweise verzweifle ich da gerade etwas an der Menschheit. Allerdings nicht nur wegen dieses Themas. Wie können Menschen nur so hasserfüllt, so missgünstig, so bösartig sein? Ich sach Euch: Der superdünne Firnis der Zivilisation! Bei vielen braucht es nur sehr sehr wenig, damit der Firnis abplatzt und dahinter kommen Abgründe zum Vorschein.

Doch, es gibt auch Lichtblicke. Ich freu mich am fortschreitenden Frühling. Jeden Tag mehr grün da draußen. Gerade haben die alten Kastanien von denen es hier sehr viele gibt, ihre Blätter entfaltet. Bestimmt dauert es nicht mehr lange, bis sie ihre Kerzen aufstecken. Das sieht immer herrlich aus. Überall in der Landschaft finden sich weiße Linien und Flecken, da blüht der Weißdorn in voller Pracht. Die Obstbäume fangen gerade zaghaft an erst Blüten zu zeigen - ja, wir sind etwas hinterher im Vergleich zur Mitte und dem Süden Deutschlands. Hier oben im Norden ist es bisher immer noch relativ kühl gewesen. Gefreut habe ich mich, dass die Magnolie, die ich vor 3 Jahren gekauft habe und die nicht recht blühen wollte, dieses Frühjahr nachdem wir sie im vergangenen Jahr nochmal umgepflanzt haben, endlich richtig geblüht hat. Stellen Sie sich mich als Cheerleaderin für jede einzelne Magnolienblüte vor! Schade, dass die Pracht nur so kurz währt. Ich prangere das an und finde, Blüten könnten ruhig ein bisschen länger an Baum und Strauch bleiben!

Abends gibt es seit einer knappen Woche wieder Froschkonzerte. Ich nenne es »Kultur auf dem Land«. ;-) Die Frösche sind zahlreich und geben sich sehr viel Mühe uns abwechslungsreich zu bequaken.

Sehr begeistert bin ich auch über unsere Erdbeerpflanzen, die sich bisher prächtig entwickeln. Ich kann sozusagen von Tag zu Tag zusehen, wie sie neue Blätter entfalten und größer und schöner werden. Jetzt bin ich sehr gespannt, wann sie wohl die ersten Blüten ansetzen werden. Aber vielleicht brauchen sie dafür auch noch etwas. Bei einer der Erdbeerpflanzen im Garten habe ich schon die ersten Blüten entdeckt, aber die hatte ja auch Vorsprung.

Na, schauen wir mal, was die neue Woche alles bringt.

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