Motoi Yamamoto






Die Kunst des Japaners Motoi Yamamoto fasziniert Menschen in aller Welt. Er arbeitet mit Salz. Aus tausenden Kilos Salz streut er riesige Labyrinthe und manchmal läßt er sie im Hintergrund in Berge übergehen oder er stellt die Sakura, die japanische Kirschblüte nach, Blüte für Blüte plastisch aus Salz nachgebildet.
Unwillkürlich denkt man beim Betrachten seiner Kunst an Zen, Mandalas oder geharkten Kies, wie man ihn in japanischen Gärten sehen kann. Die Arbeit an einem solchen Kunstwerk kann Tage aber auch Monate dauern und fordert dem Künstler Geduld und hohe Konzentration ab. Schablonen kommen selbstverständlich nicht zum Einsatz. Motoi Yamamotos einziges »Werkzeug« ist eine schmalhalsige Plastikflasche, in die das Salz gefüllt und aus der es dann gestreut wird.
Der Verlauf der Labyrinthe hängt von seiner physischen und mentalen Verfassung ab. Die Berge stehen für ihn für die menschliche Erinnerung und ob ein Weg durch das Labyrinth am Ende wirklich zur Erinnerung führt, das weiß zu Beginn nicht einmal der Künstler selbst.