Gehäkeltes ·Kreatives

Ripple Decke in Waldbeeren-Tönen

Ripple Deckein Lilatönen

Der Vollständigkeit halber will ich auch hier noch berichten, dass ich letzte Woche eine weitere Häkeldecke fertig bekommen habe. Es ist wieder eine Ripple Decke geworden, diesmal in Tönen verschiedener Waldbeeren plus ein bisschen Rosa und Violett.

Für mich selbst hätte ich diese Farben nicht gewählt, aber die Decke ist ein Geburtstagsgeschenk für eine Freundin, und die wiederum liebt diese Farbtöne alle sehr. Da muss man dann natürlich tapfer durch als Lurch wahre Freundin.

Etwas stressig wurde es am Ende, denn besagte Freundin lebt in Österreich, was natürlich bei Zusendung mit der Post ein ordentliches Auslandsporto ergibt.

Dann erzählte sie mir so nebenbei, dass sie Anfang Juli für einige Tage in Süddeutschland bei einer Freundin wäre. Ich spitzte die Ohren und dachte mir, wenn ich die Decke bis dahin fertig bekomme, kann ich sie zu dieser Freundin schicken, meine Freundin bekommt die Decke und kann sie selbst wieder im Auto mit zurück nach Österreich nehmen.

Also die Häkelnadel noch etwas fixer geschwungen. Als ich dann nach den genauen Besuchsdaten fragte, erfuhr ich zu meinem Entsetzen, dass meine Freundin nur 4 Tage zu ihrer Freundin fahren würde (darunter ein Wochenende) und schon am 2. Juli zurück nach Österreich fahren würde. Das wurde dann sehr knapp für mich, aber mit ein paar Nachtschichten hat es dann doch noch geklappt fertig zu werden und das Päckchen auch noch rechtzeitig nach Süddeutschland zu bekommen.

Ripple Decke in Lilatönen

Inzwischen ist die Decke wohlbehalten in Süddeutschland eingetroffen und in die Hände meiner Freundin gelangt, die komplett aus allen Wolken gefallen ist und total begeistert ist über ihr Geburtstagsgeschenk. Das wiederum freut mich außerordentlich. :-)

Ach ja, die nächste Decke ist in Planung. Die wird ein Geschenk zu einem 50. Geburtstag.

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Gehäkeltes ·Kreatives

Decki-Leaks

Als ich meine letzte Häkeldecke hier und auf Twitter gezeigt habe, antwortete einer meiner geschätzten Follower, so eine schöne Decke hätte er auch gerne. Wir witzelten ein bisschen hin und her, und am Ende, hatte ich meinen ersten »Häkel-Auftrag« für eine Häckeldecke.

Nach einigen Fragen meinerseits zu eventuellen Farbwünschen, schlug ich dann ein dunkleres Grau, Weiß und das erwünschte sonnigwarme Gelb vor. Alles weitere überließ mein Auftraggeber todesmutig mir.

Ich machte mich daran, eine ganz individuelle Decke zu entwerfen und stellte schnell fest, dass eine Decke für einen ausgewachsenen Mann natürlich andere Anforderungen stellt, als eine Decke für eine Frau oder ein Kind oder Baby. Logisch natürlich, aber tatsächlich eine kleine Herausforderung.

Nach einigen Tagen des Überlegens, Planens und Tüftelns, habe ich mich entschieden, eine Decke aus festen Maschen zu häkeln. Dadurch hat die Decke eine gewisse Robustheit und keine »Löcher« in denen Mann sich aus Versehen verfangen oder verheddern könnte. Gleichzeitig wirkt das ganze aber auf die Größe auch ein bisschen edel (also finde ich zumindest). So eine Decke lässt man ja offen herum liegen und daher dachte ich, sollte sie auch ein bisschen was hermachen. Ich wollte eine moderne Streifendecke machen, nicht zu unruhig.

Der nächste Schritt war dann das Entwerfen des Decken-Designs. Es folgen wieder einige Tage des Tüftelns, Anschauen und auf mich wirken lassen, weiter Tüfteln, wieder Anschauen und auf mich wirken lassen. Schließlich hatte ich ein Design auf dem Papier, von dem ich glaubte, das sieht gut aus und könnte einem ausgewachsenen Mann gefallen. Also das Design auf einen »Arbeitszettel« übertragen.

Ich rechnete den voraussichtlichen Wollbedarf aus und bestellte die benötigte Wolle. Nach zwei Tagen war die Wolle dann da und ich konnte endlich loslegen.

Ich hatte meinem Auftraggeber gesagt, dass ich etwa drei Monate bis zur Fertigstellung rechnen würde. Tja, und dann kommt das Leben und äh kompliziert alles ein bisschen. Unvorhergesehene Dinge ereigneten sich, die dazu führten, dass ich öfter nicht ganz so zum Häkeln kam, wie ich das gedacht hatte. Ich legte also die ein oder andere Nachtschicht ein. Immerhin wusste ich ja, dass mein Auftraggeber gespannt auf seine Decke wartete. Der Gute hat mich aber nie auch nur im Ansatz zeitlich irgendwie unter Druck gesetzt, wofür ich überaus dankbar war. Den Druck machte ich mir nämlich schon selbst. ;-)

Jedenfalls fast genau auf den Tag, drei Monate später war die Decke fertig. Zwischendrin hatten wir zwei, dreimal kurz auf Twitter etwas zur Decke ausgetauscht und mein Auftraggeber hatte schon zu Beginn den hashtag #deckileaks begründet. Das fand ich ziemlich lustig. Jedenfalls teilte ich ihm via Twitter mit, dass das Werk vollendet sei und sich bald auf den Weg zu ihm machen würde.

Ich muss gestehen, jetzt war ich mega gespannt und nervös, ob ihm die Decke wohl gefallen würde. Ist ja alles Geschmackssache. Vielleicht doch die falschen Farben? Das Design zu schlicht? zu wild? zu ich weiß nicht was?

Vorgestern habe ich die fertige Decke noch schnell fotografiert, dann verpackt und per Post an meinen Auftraggeber versandt. Gestern Abend las ich dann auf Twitter »habemus decki« und fiel fast vom Stuhl. Die Post war megaschnell und das Paket schon bei ihm eingetroffen.

Im weiteren Austausch hinter den Kulissen erfuhr ich dann, dass er sehr zufrieden mit seiner neuen Decke ist und sich sehr darüber freut. Na, da fiel mir dann ein kleiner Stein vom Herzen! Ich freu mich sehr darüber, dass die Decke seinen Geschmack getroffen hat und wünsche ihm nun natürlich viel Freude damit und möge sie ihn schön wärmen im kommenden Winter.
Außerdem hatte ich im beigelegten Brief angefragt, ob er einverstanden ist, dass ich hier und bei Twitter Fotos seiner Decke zeigen darf. Immerhin ist es ja jetzt seine und Diskretion erstmal Ehrensache. Da Ihr diesen Blogeintrag hier lest, wisst Ihr nun auch, ich bekam die Erlaubnis et voilà hier nun Decki-Leaks!

Modern Stripe Decke - © Liisa

Modern Stripe Decke - © Liisa

Modern Stripe Decke - © Liisa

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Gartenfreude ·Gehäkeltes ·Kreatives ·Privates ·Tagesnotizen 2015

Tagesnotizen

Midsommar liegt hinter uns, nur noch wenige Tage, dann ist der Juni auch schon wieder vorbei und es wird Juli. Ich wage kaum noch zu hoffen, dass es endlich richtig Sommer wird. Es sind eher graue Tage, oft windig, für unsere Gegend auch relativ oft Regen und wenn die Sonne sich blicken lässt, dann erst gegen Spätnachmittag oder Abend. Dementsprechend kühl ist es, die Wärmflasche beklagt sich schon, dass sie auch mal gerne Urlaub hätte. Nutzt aber alles nix. Frieren im Juni ist wirklich ätzend!

*

Für’s Balkongärtnern hab ich mir nicht gerade das idealste Jahr ausgesucht. Vor allem die Tomaten und Paprikapflanzen lechzen nach Wärme und Sonne. Tja, blöd gelaufen. Meine »Green Zebra»-Tomate habe ich zu Grabe tragen müssen. Sie hat sich leider nicht erholt. Wie sich herausstellte, hat sie nach dem Einpflanzen keine neuen Wurzeln gebildet. Vermutlich hat sie den Transport irgendwie nicht verkraftet. Also keine grünen Tomaten für uns dieses Jahr.

Die beiden verbliebenen Cocktailtomatenpflanzen wachsen eigentlich ganz ordentlich. Die »Brandywine Cherry« trägt 1 (in Worten: eine!) kleine Tomate, aber es gibt noch einige weitere Blüten, und ich hoffe sehr, es bleibt nicht nur bei der einen Tomate. Etwas Sorgen macht mir, dass sich einige ihrer Blätter plötzlich gelb verfärbt haben. Da die aber sowieso an den unteren Trieben saßen, hab ich sie entfernt und hoffe, die anderen Blätter ziehen nicht nach.

Die »Zuckertraube« trägt viele Blüten. Wenn das alles Tomaten werden würden, gäbe es eine ansehnliche Ernte. Aber noch sehe ich keine kleine Tomaten wachsen. Auf jeden Fall hab ich beide Tomatenpflanzen jetzt mal gedüngt. Mal sehen, wie sich das auswirkt.

Die drei Paprikapflanzen dümpeln so ein bisschen vor sich hin. Sie scheinen sich im Moment mehr darauf zu konzentrieren, Blüten zu bilden, als in die Höhe zu wachsen. Wobei ich keine Ahnung habe, wie groß Paprikapflanzen etwa werden. Ich hab ihnen was vom Dünger abgeben und harre der Dinge/Früchte die da kommen werden.

Die Erdbeeren hingegen machen mir sehr viel Freude. Während rings um alle klagen, dass die Erdbeeren nicht gut wachsen und kaum Früchte tragen, machen sich meine auf dem Balkon wunderbar. Von der »Maikönigin« habe ich schon einige ernten können. Geschmacklich gefallen uns diese Erdbeeren wirklich gut. Nicht zu süß, nicht zu sauer, eine kleine Geschmacksexplosion auf der Zunge. Fein, fein!

Heute konnte ich dann die erste Erdbeere von »Kaisers Sämling« ernten und verkosten. Der erste Eindruck, etwas mehr Säure als die Maikönigin aber insgesamt sehr schön ausgewogen. Ich muss aber erst noch ein paar mehr von dieser Sorte essen, bevor ich zu einem endgültigen Geschmacksurteil komme.

Die Erdbeeren an »Direktor Paul Wallmann« und »Königin Luise« sind schon zart errötet. Da muss ich aber noch ein bisschen warten, bis sie ganz rot und reif sind.

Auf die Erdbeeren der Sorte »Wunder von Peenemünde« werden wir am längsten warten müssen. Es ist ein sehr späte Sorte, und so sieht sie auch aus. Und ausgerechnet auf diese Sorte bin ich mit am meisten gespannt. Tja, Geduld ist auch im (Balkon)Garten eine Tugend.

Erfreut bin ich über die zahlreichen Ableger, die sich schon gebildet haben. Wenn ich die Pflanzen also heil über den Winter bekomme, könnte ich nächstes Jahr eine kleine Erdbeerplantage starten, d.h. wenn ich Platz dafür finde.

Zwar nicht auf unserem Balkon aber im Garten blühen jetzt die Rosen nach und nach auf. Es ist schön sie zu sehen und da es nicht so brütend warm ist, halten sie auch länger. So hat das eher kühle Wetter auch seine Vorteile.

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Häkeldecke Chevronstyle - © Liisa

Mein letztes Häkelprojekt ist ebenfalls fertig. Ich habe wieder eine Decke gehäkelt. Eine ganz liebe Freundin wollte diese Decke gerne häkeln, kam aber nicht wirklich dazu, was kein Wunder ist, wenn man zwei kleine und ein werdendes Kind und alle Hände voll zu tun hat. Also habe ich ihr angeboten, die Decke für sie zu häkeln. Wolle und Farben hat sie ausgesucht und dass die Decke im Chevronstil sein sollte, war auch ihr Wunsch. Inzwischen ist die Decke trotz Poststreik wohlbehalten bei ihr eingetroffen und ist begeistert in Gebrauch genommen worden. Mir wurde u.a. mitgeteilt, ich sei wirklich »krass«! Jetzt wisst Ihr’s!

Und ratet, was ich als nächstes mache? Richtig, eine weitere Decke! Jemand aus meiner Twitter-Timeline, hat dort das Foto der Streifendecke gesehen und fragte halb scherz-, halb ernsthaft, ob ich nicht auch eine Decke für ihn machen könne. Kurz überlegt, kurz diskutiert und wir waren uns einig. Bis auf wenige Vorgaben wurde mir freie Hand gelassen. Ich machte mich gleich an den Entwurf der Decke, testhäkelte einiges und jetzt steht das »Design« und die Farben und Wolle sind festgelegt. Heute habe ich die ersten Reihen gehäkelt und hoffe inständig, dass die Decke am Ende auf Freude und Wohlgefallen trifft.

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