Liisas Fotos ·Mecklenburg-Vorpommern ·Privates ·Tagesnotizen 2015

Tagesnotizen

Blick auf die Ostsee bei Kühlungsborn - © Liisa

Das schöne Wetter heute haben wir genutzt und sind gleich früh morgens Richtung Ostsee gestartet.

Erster Halt war Bad Doberan, wo wir endlich mal das Münster besucht haben. Wir nahmen an der sehr interessanten knapp einstündigen Führung teil. Das Münster in Bad Doberan gilt als das bedeutendste mittelalterliche Bauwerk in Mecklenburg-Vorpommern und ist die Hauptgrablege der Mecklenburgischen Landesfürsten.

Gegründet wurde das dazugehörige Zisterzienserkloster im Jahr 1171 noch in in Althof-Doberan. 1179 wurde das Kloster während eines Thronfolgekrieges zerstört und die inzwischen dort lebenden 78 Mönche alle getötet. Doch so schnell gaben die Zisterzienser nicht auf. Eine neue Abordnung Mönche wurde geschickt und die begründeten das Kloster neu, diesmal direkt in Bad Doberan an der heutigen Stelle. 1280 begann der Bau des Münsters und war 1296 weitestgehend abgeschlossen. Zur Zeit der Reformation blieb das Münster von Bilderstürmern verschont, ebenso im 2. Weltkrieg nicht von Bomben getroffen. In keiner anderen Zisterzienserklosterkirche europaweit blieb eine reichere hochgotische Originalausstattung erhalten. Wir waren entsprechend beeindruckt von dem, was wir zu sehen bekamen.

Münster in Bad Doberan - © Liisa

Münster in Bad Doberan - © Liisa

Münster in Bad Doberan - © Liisa

Münster in Bad Doberan - © Liisa

Münster in Bad Doberan - © Liisa

Münster in Bad Doberan - © Liisa

Münster in Bad Doberan - © Liisa

Münster in Bad Doberan - © Liisa

Erfahren haben wir u.a., dass am Münster etwa 4 Millionen Backsteinen verbaut wurden, zuzüglich der Formsteine für Pfeiler, Dienste und Gesimse. Ein einziger Backstein wiegt knapp 8 Kilogramm und die Backsteine haben nicht das übliche sondern das sog. Klosterformat (L/B/H: 28/14/9 cm). Die Herstellung eines einzigen Backsteins dieser Art dauerte 3 Jahre!

Alles in allem eine tolle Führung mit viel sachkundigen Informationen sowie manchen Legenden und Anekdoten rund um das Münster. Einziges Manko heute, wofür aber natürlich niemand etwas konnte, es war noch sehr kalt im Münster und je länger wir dort herum wanderten, desto mehr. Als wir das Münster verließen, waren wir höchst dankbar für den strahlenden Sonnenschein, der uns empfing und bald wieder aufgewärmt hat.

Von Bad Doberan aus führen wir weiter nach Kühlungsborn und genehmigten uns dort eine Edel & Scharf Currywurst mit Pommes und Blick auf die Ostsee. Echt Kult, sowohl die Currywurst wie die Lokation und der Ausblick und zwar nicht nur für Touristen sondern durchaus auch bei den Einheimischen. Am schönsten natürlich im Sommer abends mit einem schönen Cocktail und Blick auf Ostsee und Sonnenuntergang.

Das Wetter war goßartig, blauer Himmel, kein einziges Wölkchen, strahlender Sonnenschein und so liefen wir eine ganze Weile an der Ostsee entlang. Dann gab’s mitgebrachten heißen Tee und Marmorkuchen auf die Hand, natürlich mit Blick auf die Ostsee. Die Menschenmassen hielten sich in Grenzen, ich hatte eher mehr erwartet, zumal ja Sonntag ist. Uns war’s recht, wie es war.

Kommentar hinterlassen

Fotografie ·Liisas Fotos ·Mecklenburg-Vorpommern

Frühherbstlicher Spaziergang

© Liisa

Wir haben seit Tagen das allerschönste sonnige Herbstwetter und dass es Herbst wird, zeigt sich auch deutlich in der Natur. Heute nehme ich Euch mit auf einen kleinen Spaziergang in meine unmittelbare Nachbarschaft. Idyllischer geht es kaum, finde ich.

© Liisa

Die meisten Felder sind nun abgeerntet, die neue Saat ist eingebracht und hier und da schauen sogar schon die ersten grünen Spitzen hervor. Ich mag es jedes Jahr neu, die großen Heuballen auf den abgeernteten Feldern zu sehen.

© Liisa

Die Hagebutten leuchten mit ihrem kräftigen Rot aus dem Herbstlaub, dass es eine Freude ist.

© Liisa

Andere Pflanzen zeigen sich in allen möglichen beige, braun und Goldtönen und leuchten damit besonders schön in der späten Nachmittags- und frühen Abendsonne.

© Liisa

Wenn wir Besucher haben, sind die meistens ganz hin und weg von den Wolken, die wir hier oben haben. Ich kann mich auch immer wieder an ihnen begeistern und ganz besonders schön sind sie im Herbst.

© Liisa

Auf diesem Foto könnt Ihr übrigens den Beweis sehen, dass es hier nicht »total flach« ist. Nicht umsonst wohnen wir in der Mecklenburgischen Schweiz! Ganz im Hintergrund des Fotos könnt Ihr einen kleinen Teil des Malchiner Sees sehen, der da hervorblitzt. Und nein, das im Vordergrund ist kein See sondern nur eine Pfütze. ;-)

© Liisa

Die Sonnenblumen geben auch nochmal alles, um mit der Herbstsonne zu wetteifern und machen dabei wirklich keine schlechte Figur.

© Liisa

Mitten drin in der Natur immer wieder kleine Gutshäuser, alte Bauernhöfe und sonstige imposante Gebäude die heute meist andere Bewohner beherbergen. In dieser ehemaligen Schmiede wohnt heute eine Keramikkünstlerin und hat dort auch ihr Keramikatelier und einen herrlich wilden Garten.

© Liisa

© Liisa

Rundherum gibt es noch recht häufig mit Kopfstein gepflasterte Dorfstraßen, wie diese hier. Die Gänse und Enten nutzen sie ebenfalls um von einem kleinen Teich zum nächsten Weiher zu wandern. Dorfidylle pur!

© Liisa

Inzwischen wieder schön hergerichtet Fachwerk-Katen säumen die Dorfstraßen, bewacht von uralten Kastanienbäumen.

© Liisa

In den Gärten und entlang der Zäune blühen die Herbstblumen in voller Pracht.

© Liisa

© Liisa

Auch das alte Forsthaus ist wieder schön hergerichtet und heute in Privatbesitz.

Ich genieße diese sonnigen Herbsttage besonders, gerade weil ich weiß, dass bald die Blätter fallen werden und weniger sonnige Tage kommen werden. Ich wünsche Euch ein schönes und hoffentlich ebenso sonniges Wochenende. Vielleicht findet Ihr ja auch die Zeit zu einem kleinen Spaziergang!

Kommentar hinterlassen

Fotografie ·Liisas Fotos ·Mecklenburg-Vorpommern

Wanderung durch’s Warnow Durchbruchtal und ein Abstecher ins Archäologische Freilichtmuseum in Groß Raden

Warnow Durchbruchstal bei Groß Görnow - © Liisa

Gestern haben wir es endlich mal geschafft ein lang gehegtes Vorhaben in die Tat umzusetzen. Wir fuhren nach Groß Görnow bei Sternberg und starteten dort unsere Wanderung durch das Warnow-Mildenitz-Durchbruchstal. Es ist das größte im Norden und die Warnow fließt dort herrlich durch wunderschönen Mischwald vorbei an bis zu 30 Meter hohen Steilhängen. Im Tal wachsen seltene Pflanzenarten wie das Pfeilkraut, das Deutsche Geißblatt oder die echte weiße Seerose. Jede Menge Tiere haben dort ein kleines Paradies für sich gefunden. Mit etwas Glück kann man z.B. den Eisvogel, Seeadler, Graureiher und Kormorane beobachten oder lieber gleich die Fischotter und Biber.

Warnow Durchbruchstal bei Groß Görnow - © Liisa

Vom Parkplatz aus ging es gleich hinein in den Wald und schon nach wenigen hundert Metern stießen wir dann auf die Warnow, die zu meiner Überraschung relativ breit dahinströmte. Durch die z.T. doch recht ergiebigen lokalen Regenfälle am vergangenen Wochenende führte sie deutlich mehr Wasser als sonst gewöhnlich dort um diese Zeit. An einer der beiden Brücken über die Warnow sahen wir dann, dass es recht stürmisch zugegangen sein muss. In einen Baum an der Brücke muss der Blitz eingeschlagen haben und hatte einen riesigen Ast abgesprengt, der nun teils im Fluß, teils auf der Brücke hing und diese auch beschädigt hatte. Das Geländer rechts und links fehlt teilweise. Eine (Senioren)Vierergruppe, die kurz vor uns gestartet war, drehte hier wieder um. Wir überlegten kurz und entschlossen uns dann, die Überquerung zu wagen und kletterten einfach über das Gezweig und die Äste auf der Brücke hinweg. Kein Problem und so konnten wir die Wanderung problemlos fortsetzen.

Warnow Durchbruchstal bei Groß Görnow - © Liisa

Warnow Durchbruchstal bei Groß Görnow - © Liisa

Ich hatte ja etwas befürchtet, dass der Wald durch die Feuchtigkeit ziemlich vermückt sein könnte. Tatsächlich war dem aber nicht so. Nur gegen Ende der Wanderung, tauchten plötzlich ein paar Mücken auf, die wir uns aber erfolgreich vom Hals bzw. von der Haut halten konnten. Die meiste Zeit wanderten wir ganz allein vor uns hin, nur zwei-, dreimal trafen wir auf andere Wanderer. Wir genossen die Natur in vollen Zügen und bedauerten auch angemessen zwei kleine tote Waldspitzmäuschen. Das blieben zum Glück die einzigen Toten, auf die wir stießen.

Warnow Durchbruchstal bei Groß Görnow - © Liisa

Etwa auf der Mitte der Wanderung trafen wir auf einen sehr nett angelegten Rastplatz, direkt an der Warnow, die dort relativ ruhig dahinströmt. Dort strömt sie auf einem kurzen Abschnitt durch wilde Naturwiesen bevor sie wieder im Wald verschwindet, und so kann man dort wunderbar eine Pause für ein Picknick einlegen und sogar grillen ist möglich. Dazu wurde eine kleine Badestelle angelegt, die von einem älteren Ehepaar, die uns dort entgegenkamen gleich genutzt wurde, wie wir bei einem Blick zurück feststellen durften. Kleidung vom Leib und heissa ab ins kühlende Nass. So eine Abkühlung hätten wir zu dem Zeitpunkt auch gebrauchen können, denn es wurde doch wieder erstaunlich schwül, was ich so nicht gedacht hätte.

Warnow Durchbruchstal bei Groß Görnow - © Liisa

Gleich bei diesem Rastplatz führt dann die zweite Brücke wieder zurück über den Fluß, die allerdings deutlich weniger »naturnah« gebaut als die erste Brücke und mit einem Schild versehen, auf dem der Bürgermeister zelten und campen an dieser Stelle untersagt. Schade eigentlich aber andererseits auch nötig und verständlich.

Warnow Durchbruchstal bei Groß Görnow - © Liisa

Warnow Durchbruchstal bei Groß Görnow - © Liisa

Warnow Durchbruchstal bei Groß Görnow - © Liisa

Warnow Durchbruchstal bei Groß Görnow - © Liisa

Warnow Durchbruchstal bei Groß Görnow - © Liisa

Warnow Durchbruchstal bei Groß Görnow - © Liisa

Wenig später sahen wir die einzigen »Kanuten«, ein blutjunges Pärchen, auf unserer Wanderung. Sie hatten mit ihrem Boot allerdings an dieser Stelle etwas Mühe, weil dort gerade ein Flachwasserabschnitt ist, wo das Wasser im Moment zumindest teilweise noch unter der kritischen 30 Zentimeter-Marke liegt und sie immer wieder aufzusetzen drohten. Vermutlich war das auch der Grund, warum wir keine weiteren erfahrenen Kanuten auf dem Fluß sahen.

Warnow Durchbruchstal bei Groß Görnow - © Liisa

Warnow Durchbruchstal bei Groß Görnow - © Liisa

Schließlich am Ende der Wanderung angekommen, waren wir fast traurig, dass es nicht noch ein bisschen weiterging. Die Traurigkeit währte nur kurz, denn kurz darauf fing es tatsächlich an etwas zu regnen und inzwischen war der Parkplatz auch deutlich gefüllter und mehrere Familien und Kleingruppen auf dem Weg hinein ins Tal.

Wir entschlossen uns, die paar Kilometer bis Groß Raden noch zu fahren und dort einen kleinen Abstecher ins Archäologische Freilichtmuseum zu machen. Das Auto muss man etwa 1,5 Kilometer vorher abstellen und für unser Empfinden zog es sich dann ziemlich, bis man endlich beim Freigelände ankommt. Kann aber daran gelegen haben, dass wir schon einiges in den Füßen hatten. Das Museum selbst ist nicht sehr groß, bietet aber allerhand an Aktivitäten, was zumindest gestern gerne von Großeltern mit ihren Enkeln oder Eltern mit ihren Kindern in Anspruch genommen wurde. Man kann sich selbst einen Korb aus Rohr flechten, Specksteinchen in kleine Schmuckstücke verwandeln, sich einen eigenen Holzlöffel schnitzen oder einen Quirl aus Holz fertigen oder spinnen und weben, alles unter fachkundiger Anleitung.

Ansonsten wohnen gerade einige Frühmittelalter-Fans in dem kleinen »Dorf« und demonstrieren so etwas wie »Frühmittelalter-Alltagsleben«. Typische Kleidung, Kochen über dem offenen Feuer, sammeln von Vorräten, putzen von Töpfen, Holz hacken und weiterverarbeiten, was halt so anfällt im Leben eines Dorfbewohners des frühen Mittelalters. Mit einem Paar unterhielten wir uns eine Weile. Sie kommen eigentlich aus Nordrhein-Westfalen und verbringen auf diese Weise schon zum wiederholten Male ihren Jahresurlaub hier. Der Mann ist schon seit 24 Jahren mit diesem »Hobby« zugange und meinte, inzwischen hätten sie schon ein eigenes kleines »Museum« zuhause.
Er hat sich vor allem mit dem Schmieden beschäftigt und z.B. alle Töpfe, die sie zum Kochen verwenden, selbst geschmiedet. Seine deutlich jüngere Frau jedenfalls schien seine Liebe zu dieser Zeit und dem doch sehr entschleunigten und reduzierten Leben zu genießen und das mit Krabbelkind, das fröhlich in einer schattigen Ecke vor sich hin brabbelte. Immerhin dürfen sie in einem der Flechtwandhäuser übernachten und nicht »nur« in Zelten wie die meisten anderen ihrer Freunde, die mit ihnen den Urlaub dort verbringen. Der schönste Teil des Tages für sie ist natürlich, wenn das Museum endlich seine Tore schließt und sie den Abend dann gemeinsam auf dem Freigelände verbringen können. Nur die modernen neu errichteten Museumsgebäude vor dem Freigelände, die störten die Idylle. Sie blieben nämlich nachts beleuchtet und wirkten dann aus dem Dorf betrachtet ein bisschen wie »Ufos in der Ferne«, so meinten die beiden.

Wir liefen noch rund um den Burgwall und freuten uns dort besonders an den hundertfach blühenden Rosenmalven, dann noch kurz auf den Bootssteg und wenigstens für ein paar Minuten die Füße zum Abkühlen in den Groß Radener See gesteckt und den riesigen Seerosenteppich bewundert, der einen Teil des Sees überzieht. Schließlich tapperten wir doch ziemlich müde gelaufen zurück Richtung Auto. Wir hatten trotz aller Müdigkeit allerdings noch so viel Wanderstolz, dass wir tapfer die Pferdekutsche, die vor dem Eingang zum Freigelände auf eventuelle Fahrgäste wartete, links liegen liessen. ;-)
Auf dem letzten Stück des Weges zum Parkplatz sahen wir dann, dass sich ein drohendes Unwetter zusammenbraute und schafften es gerade noch so ins Auto, bevor der Regen losprasselte.

Unser Fazit: Für Familien mit Kindern (ersatzweise Großeltern mit Enkeln) ist das Archäologische Freiluftmuseum sicher ein interessantes Ziel und lohnt den Abstecher. Unser eigener Höhepunkt aber war die Wanderung durch das Warnow Durchbruchtal. Da würde ich gerne auch nochmal zu einer anderen Jahreszeit, z.B. dann im Herbst durchwandern.

Kommentar hinterlassen

Fotografie ·Liisas Fotos ·Mecklenburg-Vorpommern ·Privates

Ein Loblied auf den See und einmal drumherum

© Liisa

© Liisa

© Liisa

© Liisa

© Liisa

© Liisa

© Liisa

© Liisa

© Liisa

Seen gibt es in Mecklenburg ja sozusagen allüberall und besonders viele davon gibt es in der Mecklenburger Seenplatte und der angrenzenden Mecklenburgischen Schweiz. Kaum ein Dörfchen, das nicht einen See sein Eigen nennt bzw. an einem See liegt und sei es noch so abgelegen.

Unser Dorf hat natürlich auch seinen eigenen See und es liegt noch an einem weiteren noch größeren See. Aber heute geht es um »unseren« See. Den, der direkt zum Dorf gehört, und der besonders vom Frühjahr bis in den Herbst hinein auch gerne von auswärtigen Gästen besucht wird.

Unser See hat einen hervorragenden Ruf und ist auch bei den Einheimischen aus der Umgebung sehr beliebt, was sich vor allem im Sommer deutlich zeigt, wenn sie aus allen Himmelsrichtungen herbeiströmen und ihn gerne als Badesee nutzen. Die Wasserqualität ist hervorragend. Für die Badenden gibt es am einen See-Ende einige Stege und einen Sprungturm (der vorrangig von der Jugend genutzt wird) und eine Liegewiese. Das ist auch schon alles. Gerade weil der See weitestgehend naturbelassen ist, verhalten sich die allermeisten Gäste auch entsprechend und bisher kommen sich die Badenenden, Spazierenden und Gäste mit der Natur nicht in negativer Weise ins Gehege.

Rundum ist der See fast völlig von Wald umgeben, es gibt Schilfgürtel und Seerosen-Teppiche, dazu jede Menge Wasservögel wie Stockenten, Bläßhühner, Kanadagänse, Schwäne, Möwen, Haubentaucher, Seeadler und ab und an auch mal einen Silber- oder Graureiher und natürlich auch Kraniche, wenn die mal wieder auf dem Durchzug sind.

Boote sind auf dem See nicht erlaubt, nur der Anglerverein hat eine Sondergenehmigung und darf mit Ruderbooten hinaus auf den See und angeln aber auch nicht überall auf dem See. Hier und da gibt es im Wald verborgen noch den ein oder anderen kleinen Privatsteg, von dem aus man auch in den See springen kann.

An einem der Längsufer liegt das Seeschloß, das heute (natürlich) Hotel ist. Eines der gehobenen Stufe und natürlich mit eigenem Zugang zum See. Alles sehr schön angelegt in einem kleinen englischen Landschaftspark, nicht protzig sondern natürlich, weitläufig und offen. Die Hotelgäste haben ihren eigene Badestelle, die sie nutzen können, wenn sie wollen. Nicht wenige von ihnen kommen aber auch zur öffentlichen Badestelle und mischen sich dort unter das Volk.

Wer mag, kann ganz um den See herumspazieren, was wir selbst auch gerne immer mal wieder tun. In jeder Jahreszeit wirken Natur und See wieder etwas anders, was es nicht langweilig werden lässt. Einige Bewohner des Dorfes sorgen freiwillig jedes Frühjahr und wann es sonst nötig sein sollte dafür, dass der Weg gut begehbar ist. D.h. umgestürzte alte Bäume, die auf den Weg gefallen sind, werden zur Seite gezogen, Äste, die zu tief in den Weg hineinwachsen, werden behutsam so weit wie nötig gestutzt, Abfälle werden eingesammelt, Büsche zurückgeschnitten und kleine natürliche Wasser-Abläufe und -Zuläufe werden gesäubert und offen gehalten. In regelmäßigen Abständen gibt es schlichte aber schöne Bänkchen, die jedes Jahr generalüberholt (repariert, ausgebessert, neu gestrichen) werden, und auf denen man sich niederlassen und den Blick über den See wandern lassen kann.

Gestern Nachmittag kam dann doch noch die Sonne hervor, und ich habe das gleich genutzt, um einen Spaziergang um den See zu machen. Davon habe ich Euch ein paar Fotos mitgebracht, die Euch erahnen lassen, was für ein idyllisches Fleckchen das ist.

Kommentar hinterlassen