Privates ·Tagesnotizen 2019

1000 Fragen an mich 321 - 340

der heutige Himmel

321. Was gibt dem Leben Sinn?

Der Tod, oder andersherum, das Leben an sich. Das Leben zu leben, wirklich zu leben, anstatt es einfach nur verstreichen zu lassen, das gibt dem Leben Sinn. Der Weg, den wir dabei zurücklegen, wie immer er auch aussehen mag, ist der Sinn, denn er bedeutet, dass wir leben. Dass wir uns dem Leben jeden Tag wieder neu stellen, egal wie die Bedingungen sind, das ist der Sinn. Das Wissen um den Tod, dass wir sterblich sind, das gibt dem Leben Sinn. Und die Liebe gibt dem Leben ebenfalls Sinn.

322. Was hättest du gern frühzeitiger gewusst?

Ziemlich vieles. Zum Beispiel, dass Dinge, die ich für normal gehalten habe, alles andere als das waren, oder dass Fehler kein Weltuntergang sind, sondern zum Leben dazugehören. Oder, dass man nicht erst dann erfolgreich ist, wenn man das Endziel erreicht hat, sondern das jeder einzelne Schritt auf ein Ziel hin schon ein Fortschritt und Erfolg ist.

323. Wie alt fühlst du dich?

Kommt auf die jeweilige Tagesform oder Situation an. ;-) Es gibt Tage, da fühle ich mich wie 80, und es gibt Tage, da fühle ich mich wie Anfang 20.

324. Was siehst du, wenn du in den Spiegel schaust?

Alles, was vor dem Spiegel ist

325. Kannst du gut zuhören?

Manchmal ja, manchmal nein.

326. Welche Frage wurde dir schon zu häufig gestellt?

»Haben Sie eine Payback-Karte?«

327. Ist alles möglich?

Nein

328. Hängst du an Traditionen?

Ja, an einigen schon, und besonders an meinen »Lebenstraditionen«. Das sind Traditionen, die ich mir selbst überlegt, und dann etabliert habe und denen ich gerne folge.

329. Kennt jemand deine finstersten Gedanken?

Ja

330. Wie sieht für dich der ideale Partner aus?

Keine Ahnung. Quadratisch, praktisch, gut??? Ich glaube, ich verstehe die Frage auf so vielen Ebenen nicht, dass ich darauf nicht antworten kann.

331. Wonach sehnst du dich?

Ach so einiges, das meiste davon ist zu privat, um es hier auszubreiten. Etwas weniger privat zum Beispiel: nach der Ostsee - immer!

332. Bist du mutig?

Kommt darauf an, worum es geht. Manchmal wäre ich gern etwas mutiger. In solchen Situationen übe ich mich mutiger zu werden. Und dann gibt es Situationen, in denen bin ich selbst darüber erstaunt, über welchen Mut ich plötzlich verfügen kann.

333. Gibt es für alles einen richtigen Ort und eine richtige Zeit?

Für manches sicherlich, aber nicht für alles. Und manchmal gibt das Leben einem zweite und dritte Chancen (also nicht nur EINEN richtigen Ort und EINE richtige Zeit und wenn man die verpasst hat, ist alles vorbei).

334. Wofür bist du dir zu schade?

Dauerhaft als seelischer Mülleimer oder Blitzableiter zu dienen.

335. Könntest du ein Jahr ohne andere Menschen aushalten?

Ja

336. Wann warst du zuletzt stolz auf dich?

Als ich realisiert habe, dass ich in bestimmten Punkten doch etwas dazugelernt habe, obwohl ich das (aus Gründen) eigentlich nicht für möglich gehalten habe.

337. Bist du noch die Gleiche wie früher?

In manchen Aspekten ja, in vielem nicht und das zum Glück. Das Leben ist Wandel und ein Mensch, der nicht in der Lage ist, sich zu verändern, so ein Mensch würde ich nicht sein wollen. Tatsächlich bin ich schon morgen nicht mehr die, die ich heute bin, denn jeder Tag verändert uns, manchmal nur in Nuancen, manchmal tiefgreifender.

338. Warum hast du dich für die Arbeit entschieden, die du jetzt machst?

Teils aus Notwendigkeit, teils weil ich darum gebeten wurde, und mich entschieden habe, dieser Bitte nachzukommen (auch weil ich wusste, dass ich das, worum ich gebeten worden bin, auch gut kann)

339. Welche schlechte Angewohnheit hast du?

Mich selbst niederzumachen (ist aber zum Glück schon etwas besser geworden).

340. Verfolgst du deinen eigenen Weg?

Hmmm, … der Weg, den ich gehe, ist ja wohl mein eigener Weg, den geht ja nicht jemand anderes.

Die Fragen stammen ursprünglich aus dem Flow Magazin, und Beyhan hat daraus eine PDF-Datei erstellt. Viele Blogger aus meinem Umfeld haben die Fragen schon im letzten Jahr beantwortet, einige sind noch dabei und einige haben, wie ich, jetzt erst damit angefangen. Zum Beispiel Frau Rotkraut. Ich wurde von Carola von der Frischen Brise angesteckt, die die 1000 Fragen tatsächlich schon geschafft hat. Das Foto über diesem Beitrag zeigt den Himmel, wie er heute hier aussieht.

5 Gedanken zu „1000 Fragen an mich 321 - 340

  1. Nun überlege ich, ob ich gerne 329 wäre. Eher nicht. Manchmal kann ich`s gut vertragen, manchmal steigert so was meine Befürchtungen. Meine früheren Therapeutinnen konnten klasse, richtig professionell, so etwas vertragen.
    Gruß von Sonja

    1. Ich bin nicht sicher, ob ich Dich richtig verstehe? Du überlegst, ob Du gerne hättest, dass jemand Deine finstersten Gedanken kennt? Oder Du überlegst, ob Du gerne meine finstersten Gedanken kennen würdest? Wenn letzteres, was für Befürchtungen meinst Du? Abgesehen davon, vielleicht sind meine finstersten Gedanken ja gar nicht so finster, wie Du annimmst. ;-)

  2. Richtig wäre, dass ich überlege, ob ich gerne deine finstersten Gedanken kennen würde.
    Meine kennt kaum jemand, außer meine Schwester vielleicht so einige.
    Befürchtungen hätte ich, dass mich deine runterziehen würden. Obwohl, stimmt, vielleicht sind sie gar nicht so finster, wer weiß.
    Aber darüber muss ich mir keine Gedanken machen, denn da ist ja jemand…was gut ist, finde ich!
    Was mich momentan am meisten runterzieht: Der Zustand der Welt und wie mein Enkel darin zurechtkommen wird. Nicht nur er.

    1. Ja, ich habe das Glück, dass da Menschen sind, mit denen ich darüber reden kann und die meine finstersten Gedanken auch verkraften. Wobei, so viele finsterste Gedanken habe ich gar nicht und was »finster« ist, ist ja auch Definitionssache. :-)

      Ja, der Zustand der Welt … mir hilft manchmal, mir klarzumachen, dass der Zustand der Welt das ist, was ist, nicht das, was wir antizipieren. Keiner weiß, was die Zukunft wirklich bringen wird.

      Ich kann mich noch gut daran erinnern, als ich Kind war, dass alle Angst hatten vor einem Atomkrieg. Das hing wie eine Glocke über allem, und wir mussten in der Schule sogar Übungen machen, was zu tun wäre, wenn … (als ob das was genutzt hätte, im Fall der Fälle). Zum Glück kam kein Atomkrieg. Aber damals waren viele davon überzeugt, dass er jede Sekunde über uns hereinbrechen könnte.

      Natürlich kann man manche mögliche Zukunftsszenarien entwerfen, mit mehr oder weniger Wahrscheinlichkeiten, aber es bleiben Spekulationen, Vermutungen, Berechnungen (wobei vielleicht wichtige Faktoren übersehen oder gar nicht beachtet werden) usw. usf. Wir müssen aufpassen, dass wir das Hier und Heute nicht komplett davon bestimmen lassen (gefühlsmäßig), sondern uns auch an dem freuen, was tatsächlich hier und jetzt gut ist. Sonst geraten wir in eine Spirale der Angst und Sorge, oder sogar Verzweiflung.

      1. In eine solche Spirale hüte ich mich zu kommen…
        Auch deshalb das tägliche Lyrikportiönchen…Frühling und so…
        Gruß von Sonja

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