Privates ·Tagesnotizen 2019

1000 Fragen an mich (241-260)

der heutige Himmel

241. Fühlst du dich im Leben zu etwas berufen?

Diese Frage löst in mir zwar viele Gedanken und Emotionen aus, aber ich bin nicht wirklich in der Lage, sie in eine entsprechende Antwort umzuwandeln. Sollte ich zu etwas Konkretem berufen sein, ist es mir jedenfalls bis jetzt nicht gelungen, das zu verstehen und umzusetzen.

242. Bist du nach etwas süchtig?

Ja, leider. Ich rauche (immer noch) :-(

243. Wessen Tod hat dich am meisten berührt?

Mich haben schon viele Tode, berührt. Sehr stark geprägt hat mich sicher der Tod meiner Schwester, aber da war ich, glaube ich, noch zu jung um „berührt“ zu sein. Daher würde ich antworten: der Tod meiner Freundin Ellie.

244. Wie würde der Titel deiner Autobiographie lauten?

Ich werde mit Sicherheit keine schreiben, aber wenn doch … tja … vielleicht: „Auf der Suche“

245. In welchem Maße entsprichst du bereits der Person, die du sein möchtest?

Mir nicht ausreichend, aber zum einen hab ich ja noch ein bisschen Zeit, und zum anderen versuche ich mir zumindest in einigen Punkten zu verzeihen, dass ich meinem eigenen Ideal von mir wohl in diesem Leben nicht mehr werde entsprechen können.

246. Wann muss man eine Beziehung beenden?

Wann „man“ das muss, kann ich nicht beantworten.

Wenn mich eine Beziehung nur runterzieht oder Grenzen nicht respektiert werden, oder Gewalt (in welcher Form auch immer) an der Tagesordnung ist, halte ich es für sinnvoll, so eine Beziehung zu beenden, wenn es möglich ist. Ich bin nicht auf dieser Welt, um der Mülleimer oder Blitzableiter für jemand anderes zu sein.

Wenn ich merke, dass eine Beziehung nur noch existiert, weil ich sie am Leben erhalte und von der anderen Seite kommt nix oder fast nix. Eine zeitlang kann so etwas vorkommen, aber wenn es ein Dauerzustand ist, habe ich gelernt, es ist besser für mich, so eine Beziehung zu beenden.

247. Wie wichtig ist dir deine Arbeit?

Wichtig, aber nicht in dem Maße, dass ich dafür alles andere opfern würde.

248. Was würdest du gern gut beherrschen?

Standup Paddling, Kajakfahren, Skateboard fahren, Vogelbestimmung, Tischlern (dann könnte ich mir selber meine Möbel bauen), ach und noch vieles mehr.

249. Glaubst du, dass Geld glücklich macht?

Nein.

250. Würdest du dich heute wieder für deinen Partner entscheiden?

Kann ich nicht beantworten, da ich keinen Partner habe.

251. In welcher Sportart bist du deiner Meinung nach gut?

Ich war mal in einigen Ballsportarten recht gut und im Schwimmen.

252. Heuchelst du häufig Interesse?

Nein. Ich höre eine Weile zu und warte ob, ob sich überraschende Aspekte ergeben, die das Thema doch interessant machen, und wenn es mich gar nicht interessiert, versuche ich entweder, das Gespräch vorsichtig zu einem anderen Thema zu steuern, oder wenn das nicht möglich ist, mich freundlich zu verabschieden.

253. Kannst du gut Geschichten erzählen?

Früher konnte ich das mal recht gut. Jetzt habe ich schon lange niemandem mehr eine Geschichte erzählt, und bin nicht sicher, ob ich nur aus der Übung bin, oder ob ich es nicht mehr wirklich gut kann.

254. Wem gönnst du nur das Allerbeste?

Ich mißgönne keinem Menschen Gutes, und ich gönne nicht in Abstufungen à la dem und dem gönne ich nur das Allerbeste und dem und dem nur das Beste und dem und dem nur ein bisschen Gutes.

255. Was hast du zu deinem eigenen Bedauern verpasst?

Eine ganze Menge, aber ich habe im Laufe des Lebens gelernt, dass es nichts bringt, sich über Verpasstes allzu sehr oder zu lange zu grämen. Damit würde ich nur wieder Lebenszeit verschwenden. Lieber versuche ich, sich hier und jetzt bietende Chancen nicht zu verpassen. Außerdem bin ich eine Anhängerin der These, dass das, was wirklich im Leben passieren oder sein soll, passiert und sein wird, egal wie gut oder schlecht die Voraussetzungen dafür sind.

256. Kannst du dich gut ablenken?

Die einzigen Situationen, in denen ich bewusst versuche mich abzulenken, ist wenn ich in „Grübelspiralen“ gerate. Das kann ich mittlerweile einigermaßen gut.

257. In welcher Kleidung fühlst du dich am wohlsten?

In Kleidung, die mir Platz zum Atmen und Leben lässt. Meist trage ich Jeans, T-Shirt/Polohemd und Pullover oder Hoodie. Dazu Turnschuhe oder robuste Schuhe.

258. Wovon hast du geglaubt, dass es dir nie passieren würde?

* Trotz aller Qualifikationen und Auslandsaufenthalte keine Arbeit zu finden, weil ich angeblich überqualifiziert und/oder „zu alt“ sei (damals war ich Anfang 40).

* Dass ich mal in Mecklenburg-Vorpommern leben würde und zudem so nah an der Ostsee, hab ich auch nicht erwartet.

* Und noch eine ganze Menge anderer Dinge, über die ich hier aber nichts schreiben werde.

259. Würdest du gern zum anderen Geschlecht gehören?

Früher hätte ich geantwortet: Ja!!! Heute weiß ich: es gibt überall Licht und Schatten. Da kann ich auch bei dem Licht und Schatten bleiben, bei dem ich nun mal bin. Wobei, mal zeitweise zu tauschen, um zu wissen, wie das tatsächlich ist und sich anfühlt, könnte eine interessante Erfahrung sein.

260. Wer nervt dich gelegentlich?

Ich mich selbst. ;-) Abgesehen davon: Nervpotential gibt es immer, wenn Menschen miteinander zu tun haben. Ich glaube aber, dass es meine Verantwortung ist, zu entscheiden, von wem und was ich mich nerven lasse.

Mich „nervt“ gelegentlich, dass ich den Eindruck habe, es ist zu einer Massenepidemie geworden, dass alle wahnsinnig genervt sind - und zwar schon von Kleinigkeiten -, und jeder glaubt, alle anderen müssten sich gefälligst so verhalten, dass er oder sie sich nicht mehr genervt fühlt. Das ist eine Spirale, die in den Abgrund führt!

Die Fragen stammen ursprünglich aus dem Flow Magazin, und Beyhan hat daraus eine PDF-Datei erstellt. Viele Blogger aus meinem Umfeld haben die Fragen schon im letzten Jahr beantwortet, einige sind noch dabei und einige haben, wie ich, jetzt erst damit angefangen. Zum Beispiel Frau Rotkraut. Ich wurde von Carola von der Frischen Brise angesteckt, die die 1000 Fragen tatsächlich schon geschafft hat. Das Foto über diesem Beitrag zeigt den Himmel, wie er heute hier aussieht.

Ein Gedanke zu „1000 Fragen an mich (241-260)

  1. Dankbar bin ich, das alles hier zu lesen. Man kann sich gute Sachen abgucken, wie beispielsweise feine Reaktionen auf Endlosquatscher-innen.
    Das mit der verstorbenen Schwester stelle ich mir höchst traumatisierend vor, auch wenn Geschwister noch klein sind, gerade dann!
    Gruß von Sonja

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