Privates ·Tagesnotizen 2017

Die Gimpelbande vom Kirchberg

Im Dorf hinter den sieben Hügeln gibt es den Kirchberg. Kirchberge gibt es hier in vielen Dörfern.

Im Gebiet des heutigen Mecklenburg-Vorpommern siedelten einst germanische, dann aber auch slawische Stämme. In Mecklenburg waren das die Liutizen und deren Teilstämme, wie zum Beispiel die Zirzipanen, die in der Gegend hier siedelten, oder die Kessiner und die Ranen, aber vor allem aber der Stamm der Obodriten. Aus ihm erwuchs die Dynastie der Obodriten, und es waren die Obodriten-Großherzöge, die als sogenannte Bundesfürsten, bis 1918 (!) hier regierten!

Stammvater der Obodriten war Niklot, dessen eindrucksvolles Reiterstandbild noch heute die Hauptfassade des Schweriner Schlosses schmückt.

Sein Sohn Pribislaw verlor am 6. Juli 1146 die Schlacht bei Verchen am Kummerower See gegen Heinrich den Löwen. 1167 kam es zu einer Aussöhnung zwischen den beiden, Pribislaw erhielt sein Land als Lehen zurück und trat zum christlichen Glauben über.

Inwieweit er tatsächlich dem neuen christlichen Glauben anhing, ist eine ganz andere Frage. Und nur, weil der Stammesfürst zum Christentum konvertiert, folgt ihm noch lange nicht der ganze Stamm. Teilweise kam es zu gewaltsamer »Missionierung«.

Selbst in Teilen der slawischen Oberschicht wurde der christliche Glaube häufig nur als Bemäntelung für weltliche Herrschaftsansprüche genutzt. Kurz und gut, der Glaube an die slawischen Götter hielt sich noch sehr lange im Volk. Die »überzeugten« Christen blieben lange eine Minderheit unter den »Heiden«.

Der weitere Verlauf der Geschichte bis in die jüngere Zeit (Nazi-Herrschaft und SED-Herrschaft) war für das Christentum auch nicht wesentlich förderlicher.

Vielleicht ist diese Vorgeschichte, ein Grund dafür, dass hier nicht wenige Kirchen auf Erhöhungen oder Hügeln erbaut sind. Einerseits, um sie besser gegen Angriffe und Anfeindungen heidnischer Bevölkerungsgruppen verteidigen zu können, andererseits vielleicht, um ein christliches Zeichen mitten ins »Heidenland« zu setzen.

Zurück nun zu unserem Kirchberg. Der ist nun tatsächlich ein verwaister Kirchberg, denn die Kirche, die dort einmal stand, steht nicht mehr. Es gab Streitigkeiten zwischen den Anführern zweier Adelsfamilien darüber, wer denn nun der rechtmäßige Besitzer des Dorfes sei.

1520 eskalierte der Streit und einer der Streithähne riss die Kirche kurzerhand ein. Und das war nicht der Streithahn, der offiziell als Raubritter bekannt war.
Nur der Glockenstuhl mitsamt drei Glocken blieb stehen. Die bedauernswerte Kirche wurde nie wieder aufgebaut.

Doch auch den Glocken war die Geschichte nicht wohlgesonnen. Irgendwann in den Wirren des Dreißigjährigen Krieges gingen die Glocken verloren.

Erst 1696 stifteten der Gutsherr des Dorfes und seine Gemahlin zwei neue Glocken und einen Glockenstuhl. Und auch diesen Glocken war kein dauerhaftes Dasein beschieden. 1944 mussten sie zu Rüstungszwecken abgeliefert werden.

Jahrzehntelang standen nur noch die Ruinen der alten Kirche auf dem Kirchberg. Erst 2001 bzw. 2002 wurden die alten Ruinen saniert und man beschloß einen neuen Glockenstuhl zu errichten und eine neue Glocke gießen zu lassen.

Neben den alten Ruinen steht nun wieder ein Glockenstuhl und aus den einstmals drei stolzen Glocken ist eine Glocke geworden. Mit ihr aber wird jeden Samstagabend, reihum, von Männern aus dem Dorf der Sonntag eingeläutet, und selbstverständlich wird sie auch an den hohen christlichen Feiertagen und zum Jahreswechsel geläutet. Die allesamt schon älteren Männer legen ihre ganze Ehre und Kraft in dieses Läuten. Ich liebe es, wenn die Glocke vom Kirchberg herüberklingt.

Wer sich als Besucher des Dorfes nicht zufällig auf den Kirchberg »verläuft«, oder auf den einen Wegweiser im Wald hinauf zur Ruine stößt, der kann nicht ahnen, dass dort oben auf dem Hügel die Ruinen einer uralten Kirche stehen und ein Glockenstuhl mit einer Glocke.

Von den Touristen, die den Weg hinauf zur Ruine finden, können allerdings die meisten nicht der Versuchung widerstehen, die alte Glocke wenigstens einmal anzuschlagen. Läutet die Glocke auf dem Kirchberg also zu fürs Dorf ungewohnter Zeit, schauen sich die Dörfler an, ziehen die Augenbrauen hoch und alle wissen, es sind wieder mal Touristen im Dorf unterwegs und sie haben die Kirchruine auf dem Kirchberg gefunden.

Der Kirchberg selbst ist umgeben von Wald, der im Laufe der Zeit direkt um ihn herum soweit ausgedünnt wurde, dass er in einen kleinen Waldpark übergeht. Uralte wild verzweigte Bäume stehen dort mit ihren mächtigen Kronen.

Der Kirchberg ist ein Ort, den ich in den vergangenen Jahren lieben gelernt habe. Er ist neben »unserem« Haussee der mir vielleicht liebste Ort im ganzen Dorf. Und in letzter Zeit ist meine Liebe für ihn noch größer geworden. Tatsächlich ist er nämlich in seiner Abgeschiedenheit (mitten im Dorf) Heimat vieler unterschiedlicher Vögel, die hier weitgehend in Frieden leben und nisten.

Seit ich mich aufs Vögel beobachten verlegt habe, zieht es mich immer wieder auf den Kirchberg, wo ich mich freue, die unterschiedlichsten Vögel zu entdecken und zu beobachten.

Erst vor wenigen Tagen entdeckte ich, dass sich auf dem Kirchberg eine kleine Gimpelbande eingerichtet hat. Es sind, soweit ich es bisher beobachten konnte, fünf oder sechs Gimpelpärchen, die zusammen etwa vier bis fünf alte Bäume in Beschlag genommen haben, und es sich dort gut gehen lassen.

Ich liebe es, wenn ich langsam und leise näher komme, ihr zartes Gezwitscher miteinander zu hören. Ich könnte ihnen stundenlang zusehen, wie sie abwechselnd oder hintereinander von einem der Bäume zum nächsten fliegen. Wie sie in den Zweigen herumhüpfen, die Männchen in ihren Prachtkleidern mit dem herrlichen Rot. Wie sie zwischendrin auf dem Waldboden im Laub des Vorjahres herumrascheln, auf der Suche nach Samen oder kleinen Würmchen, oder sich einfach von der Sonne bescheinen lassen.

Ich bin schon sehr gespannt, ob ich, wenn die Brutzeit beginnt, entdecken kann wo sie ihre Nester bauen, und vielleicht sogar die Aufzucht ihrer Vogeljungen beobachten kann.

Ich habe sie sehr ins Herz geschlossen, die kleine Gimpelbande auf dem Kirchberg!

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Nachdenkliches

Nachdenkstoff

Gebe ich etwas auf mein Bauchgefühl? Oder nehme ich es gar nicht mehr wahr? Und wenn doch, wie häufig und in welchen Situationen? Habe ich es als guten Hinweis- oder Ratgeber erfahren? Spiele ich meinen Verstand, meine Logik und meine Erfahrungen gegen mein Bauchgefühl aus? Oder folge ich meinem Bauchgefühl recht spontan?

Höre ich öfter eine(!) innere Stimme? Erfahre ich sie als hilfreich oder eher als hinderlich? Macht sie mir Mut oder bombardiert sie mich mit negativen Einwänden und Vorwürfen? Führe ich einen Dialog mit dieser Stimme oder läuft sie eher wie eine Art Radioprogramm im Hintergrund? Wie viel Macht hat diese innere Stimme über mich? Erinnert mich diese innere Stimme an jemanden, den ich mal gekannt habe oder noch kenne? Muss ich mich vielleicht von dieser inneren Stimme emanzipieren?

Folge ich meinem Instinkt oder versuche ich ihn zu unterdrücken? Warum? Hat mich mein Instinkt schon getrogen? Habe ich schon bereut, meinem Instinkt gefolgt oder nicht gefolgt zu sein? Ist der Instinkt eher ein Relikt aus der Frühgeschichte der Menschheit und damit in der heutigen Welt nicht mehr zuverlässig hilfreich?

Wem traue ich am ehesten? Meinem Bauchgefühl, der inneren Stimme oder dem Instinkt? Oder achte ich gar nicht auf sie?
Wie sähe mein Leben aus, wenn ich mehr oder weniger auf sie achten bzw. hören würde?

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Privates ·Tagesnotizen 2017

Was schön war diese Woche

Anfang der Woche waren wir in Rostock, wo wir den schon länger anstehenden Staubsaugerkauf erledigten. Der vorherige Staubsauger war doch schon sehr in die Jahre gekommen, klang inzwischen recht asthmatisch und gequält und war schon »geflickt«.

Nun wohnt ein neuer bei uns und erfreute uns diese Woche schon sehr.

Spannend ist für uns noch, dass es diesmal ein beutelloser Staubsauger geworden ist. Wir gehen also mit der Technik, sind aber noch leicht angespannt, ob das wirklich alles so gut funktioniert, wie angepriesen. Wenn ja freuen wir uns über die zukünftige Kostenersparnis, denn wir müssen dann ja nicht mehr die teuren Staubsaugerbeutel kaufen.

Der neue Staubsauger lässt sich auch viel besser bewegen und ist entweder leiser als der Vorgänger oder läuft auf einer Frequenz, die ich als wesentlich angenehmer empfinde.

Der alte Staubsauger ist auf den Dachboden umgezogen und wird dort sein Gnadenbrot erhalten gelegentlich noch zum Einsatz kommen.

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Im nächstgelegenen Kino wurde in letzter Zeit kein einziger der Filme gezeigt, auf die ich warte. Also schaute ich, bevor wir nach Rostock fuhren, was in den dortigen Kinos gezeigt wird und wurde fündig.

Nachdem wir den Staubsaugerkauf und einige andere Besorgungen erledigt hatten, begaben wir uns also ins Kino und sahen »Lion - Der lange Weg nach Hause«. Die berührende Verfilmung einer wahren Geschichte, die zum Glück nicht ins Kitschige abgleitet. Sunny Pawar, der den jungen Saroo verkörpert, spielt grandios und für mich auch Dev Patel an die Wand!

Wir diskutierten nachher noch eine ganze Weile über verschiedene Aspekte des Films, z.B. das Thema Auslandsadoptionen und Motivationen hinter Adoptionen.

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Freitag gleich nach dem Mittagessen, packte ich meinen kleinen Rucksack und fuhr nach Federow, einem der regionalen Eingangstore zum Müritz Nationalpark. Ich wohne hier nämlich in einer Gegend, in die andere Vogelliebhaber gerne in den Urlaub fahren, weil hier so viele - auch selten gewordene Vögel - noch beobachtet werden können. Mein »vor Ort sein« möchte ich natürlich nutzen.

Es war sonnig und zwar noch etwas kühl, aber erträglich. Ich wanderte frohgemut los Richtung Rederangsee, kam allerdings nur langsam vorwärts, weil ich dauernd damit beschäftigt war nach Vögeln Ausschau zu halten oder entdeckte Vögel zu beobachten. Als erstes erfreuten mich etliche Feldlerchen mit ihrem Flug und Gesangskünsten. Blaumeisen, Kohlmeisen gab es ebenfalls reichlich zu sehen.

Schließlich kam ich aber doch am Rederangsee an, beguckte mir den dort erst kürzlich erneuerten Bohlenweg zum Beobachtungsstand, und erklomm den Beobachtungsstand. Ich war zeitlich zu früh dran, also keine Kraniche an den Seeufern zu entdecken. Aber es waren schon einige über mich hinweggeflogen, und ich konnte ihre charakteristischen Rufe immer wieder hören. Die Kraniche mussten also irgendwo in der Nähe sein.

Erst einmal aß ich den mitgebrachten Schürzkuchen und trank etwas warmen Tee, dann beobachtete ich noch eine Weile die Seeufer, sah aber schließlich ein, dass es wirklich noch zu früh war. Also kletterte ich wieder vom Beobachtungsstand herunter und wanderte weiter in den Nationalpark hinein.

Es war einfach nur herrlich, die schöne Natur, die alten Bäume und außer mir kein Mensch, der mir begegnete. 🙂

In einem Waldstück, das ich durchquerte entdeckte ich insgesamt 4 Buntspechte und einen Mittelspecht, die ich eine ganze Zeit lang bei ihrer Tätigkeit beobachtete. Schließlich riss ich mich aber doch los und lief weiter.

Zum Glück, denn plötzlich entdeckte ich jede Menge Kraniche, Graugänse und Saatgänse, die gemeinsam in der Landschaft rasteten. Vorsichtig und leise näherte ich mich immer mehr. Fand schließlich einen geeigneten Aussichtspunkt und dann beobachtet ich nur noch.

Der Tag neigte sich langsam, und die ganze Szenerie wurde zunehmend in ein wunderschönes weiches goldenes Licht getaucht. Die Vögel waren völlig ungestört und spazierten langsam herum.

Ab und an ließen die Kraniche ihre Rufe hören und immer mehr Kraniche kamen eingeschwebt.

Es hatte wirklich etwas Paradiesisches. Es kam mir vor, als hätte ich plötzlich eine Art mecklenburgische Serengeti vor mir. Ich hätte die Szenerie gerne noch viel länger beobachtet, aber ich wusste, dass der Rückweg noch lang sein würde und wollte ungern im Dunkeln noch im Wald sein. Also schlich ich mich, so leise wie ich gekommen war, wieder davon.

Auf dem Rückweg flogen dann noch in drei »Geschwadern« Singschwäne direkt über mich hinweg, insgesamt 27 Exemplare. Sehr schön!

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Am Samstag nach dem Mittagessen zog es mich schon wieder hinaus. Diesmal wollte ich in den Wald rings um Burg Schlitz. Ich hatte nämlich gelesen, dass diese Wald als »spechtreich« gilt.

Mein Yoda und die weltbeste WG-Genossin wollten diesmal auch mit, und so fuhren wir das kurze Stück bis zu Burg Schlitz und wanderten von dort aus los. Diesen Herbst/Winter haben die Besitzer offenbar im Wald viel gearbeitet bzw. arbeiten lassen, und so waren die Wege ziemlich aufgewühlt und verschlammt, was das Vorwärtskommen etwas erschwerte, aber wir ließen es uns nicht verdrießen.

Leider, sah ich tatsächlich nur einen einzigen Specht, aber juchhu, es war tatsächlich ein Grauspecht! Die sieht man hier meines Wissens nicht gerade häufig. Anfängerglück, würde ich sagen. Der erste Grauspecht meines Lebens, den ich bewußt in freier Natur gesehen habe.

Mein Yoda sah noch einen Buntspecht, den ich aber partout nicht entdecken konnte. Außerdem sahen wir mehrere Kleiber, zwei Vögel, die wir leider (noch) nicht identifizieren konnten, Feldlerchen, Blau- und Kohlmeisen, zwei Rabenkrähen und ein einsamer Stockentenerpel.

Kraniche hörten wir, sahen sie aber nicht.

Und dann zu unser allergrößten Überraschung plötzlich eine Sensationsentdeckung!

Skulptur Pinguine
(fotografiert von der weltbesten WG-Genossin)

Pinguine mit Nachwuchs! Wir haben sehr gelacht!

Beifang: 8 Rehe und 1 Haselmaus.

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Privates ·Tagesnotizen 2017

Was schön war diese Woche

Kleinspechte

Diese Woche habe ich mich verliebt. Ja, nicht was Ihr jetzt denkt!

Ich lese gerade mit großem Vergnügen Lars Jonssons »Wintervögel« und lerne eine Menge dabei. Ich liebe Buntspechte und jetzt habe ich aus dem Buch erfahren, die gibt es auch in mini! Wie toll ist das denn?!

Die Kleinspechte (Drendocopos minor) haben in etwa die Größe eines Haussperlings. Größere Exemplare sind etwas kleiner als Kleiber. Awwww!!! Angeblich gibt es Kleinspechte auch in Deutschland. und jetzt will ich natürlich unbedingt mal welche sehen.

Mich interessiert in dem Zusammenhang, ob Ihr schon mal Kleinspechte in freier Natur in Deutschland gesehen habt und wenn ja, wo?

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Überhaupt, erlebte ich die schönsten Momente diese Woche fast alle im Zusammenhang mit Vögeln.

In der ersten Wochenhälfte war das Wetter auch hier recht stürmisch und ungemütlich und steckte mir in allen Knochen. Dienstag ging es mir wirklich übel deswegen. Ich schleppte mich ziemlich mühselig durch den Tag. Und dann entdeckte ich am Nachmittag eine Elster, die versuchte im Sturm auf der Kunststoffwäscheleine im Garten zu sitzen. Sie klammerte sich an das dünne Seil und versuchte in den heftigen Böen die Balance zu halten. Es fehlt nur noch, dass der Wind sie kräftig um die Leine rotieren ließ.

Die zerzauste Elster sah wirklich unglücklich aus, so wie ich schon den ganzen Tag wegen meiner Schmerzen. Als ich sie da so sah, konnte ich mich eines Lächelns nicht erwehren und fühlte mich ihr sehr verbunden. Wir beide versuchten uns auf unsere jeweilige Art und Weise durch den Tag und Sturm zu schlagen.

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Am Donnerstag wurde ich durch einen Hinweis auf Twitter gerade noch rechtzeitig auf die Sendereihe »Europas schönste Parks« bei ARTE aufmerksam und sah die aktuelle Folge über den Königlichen Nationalstadtpark in Stockholm. Unter anderem gibt es dort jeden Dienstag sehr beliebte Vogelbeobachtungswanderungen unter fachkundiger Anleitung durch den Park. So toll!

Überhaupt packte mich schwer die Stockholm-Sehnsucht, während ich die Sendung sah. Seither überlege ich fieberhaft, wie ich es hinbekommen könnte, im Frühjahr bzw. Frühsommer mal drei oder vier Wochen in Stockholm zu verbringen. 🙂

Die anderen Folgen der Sendereihe hoffe ich noch sehen zu können, bevor sie wieder aus der Mediathek verschwinden. Noch mit dabei sind bisher: Der Englische Garten in München, die Villa Borghese in Rom, Jardin du Luxembourg und Tuilerien in Paris, und der Hyde Park und Kensington Gardens in London.

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Freitag hatte der stürmische Wind dann nachgelassen und es gab sogar Sonnenschein und blauen Himmel. Nur kalt war es noch sehr. Nach der Strapazerei der vorangegangenen Tage hatte ich nicht wirklich Lust rauszugehen. Aber am Nachmittag überwand ich meinen inneren Widerstand, zog mich entsprechend an und lief doch los.

Seit einiger Zeit bin ich fast immer mit einem uralten Fernglas unterwegs und beobachte beim Spazierengehen Vögel.

Ich finde ich es wirklich spannend, Vögel zu entdecken und beobachten. Ich stelle fest, dass ich noch viel aufmerksamer durch die Natur und Gegend laufe und auch meine Ohren viel präsenter sind, denn oft hört man Vögel erst, bevor man sie tatsächlich sieht. Es entspannt mich, weil ich so darauf konzentriert bin, Vögel zu entdecken, dass ich nicht über irgendwelche anderen schwierigen Dinge nachdenke. Und ja, es macht mich überraschend glücklich.

Am Freitag ging ich jedenfalls direkt zu unserem See, weil ich mal etwas länger die Wasservögel dort beobachten wollte.

Ich sah zwei Höckerschwäne, massenhaft männliche und weibliche Stockenten, zwei männliche Schellenten (vermutlich gibt es auch weibliche, aber ich hab sie nicht entdecken bzw. identifizieren können) und etliche Blässhühner.

Der See ist inzwischen bis auf einen kleinen Teil im hinteren Ende wieder komplett eisfrei. Lustig fand ich, dass viele der Enten sich auf dem Eis, genau an der Eiskante, niedergelassen hatten oder eben auf dem Eis regelrecht herumspazierten und miteinander »quatschten«.

Leider konnte ich keine Haubentaucher entdecken, die wir hier auf dem See eigentlich auch haben. Vielleicht waren sie gerade auf einem der anderen Seen.

Ziemlich gut gelaunt und erfrischt (es war ziemlich kalt) machte ich mich schließlich auf den Heimweg. Kurz bevor ich dort eintraf, gab es plötzlich einen richtigen Schneesturm. Und ich fand es so genial. Ich bin einfach mitten im Schneegestöber stehen geblieben und hab es genossen.

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Wunschsocken

Sehr gefreut habe ich mich, weil ich mein zweites Sockenpaar fertig gestrickt habe. Es war ja diesmal ein »Wunschpaar« für meinen Yoda. Sie hat sich die Wolle selbst ausgesucht, und ich habe gestrickt.

Bumerang-Ferse und Bandspitze bekomme ich mittlerweile schon recht flüssig hin, und ich bin zufrieden wie die Socken am Ende herausgekommen sind. Sie sind nicht ganz identisch, weil ich doch nicht ganz den richtigen Anfang für die zweite Socke erwischt habe.

Als mein innerer Monk anfing leise zu mosern, à la »Du weißt aber schon, dass die Strümpfe jetzt nicht perfekt sind, oder?!!!« habe ich geantwortet: »Ja, weiß ich. Perfekt sind sie nicht, aber gut genug! Sogar sehr gut genug!«

Mein Yoda hat sich jedenfalls sehr über ihr Sockenpaar gefreut und verkündet, dass es sie nicht die Bohne stört, dass die Einzelstrümpfe nicht ganz identisch sind. 🙂

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Eigentlich wollten wir als WG schon Anfang Februar feiern, dass wir nun 5 Jahre als WG zusammenleben. Leider erwischte uns aber just da die blöde Grippe und drei von uns vier lagen übel danieder. So verschoben wir das Feiern auf diese Woche. Wir gingen zusammen schön in Waren essen und verbrachten einen vergnüglichen Abend, bei dem wir uns an vieles aus den vergangenen Jahren und weit darüber hinaus (wir kennen uns ja schon viiiiiel länger) erinnerten. Schön, dass wir diese 5 Jahre nun haben und es so aussieht, dass die WG auch weiterhin bestehen bleibt. 🙂

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