Kreatives ·Privates ·Tagesnotizen 2018 ·Vogelliebe

Die Sache mit den Skizzenbüchern und frierende Vögel

Seit vergangenem September und dem berühmt-berüchtigten SepteMeer bin ich, wie treue Leser wissen, zugange mit Bleistiften, Buntstiften, Filzstiften, Aquarellfarben (letzteres noch leider viel zu selten) und doodle, kritzle, zeichne und male mit großer Freude vor mich hin.

Mein Leben ist um etliche Facetten bereichert, und wenn ich mich nicht entschlossen hätte, mich einfach darüber zu freuen, dass es nun so ist, würde ich mich in den Hintern beißen, dass es so lange gebraucht hat, bis ich zu diesen Tätigkeiten zurückgefunden habe.

Aber wie geschrieben, ärgern ist sinnlos, vergangen ist vergangen und daher freue ich mich und genieße das Jetzt.

Allerdings gibt es auch das ein oder andere, was mit dieser Entwicklung einher geht, das neue Fragestellungen und/oder Probleme aufwirft.

Eines davon treibt mich gerade etwas in die »Verzweiflung«.

Ich habe hier inzwischen so einige Skizzenbücher in unterschiedlichen Größen und Aufmachungen herumliegen. Einige habe ich sehr günstig erstanden, andere geschenkt bekommen. Die Qualität der Skizzenbücher bzw. des dafür verwendeten Papiers ist also unterschiedlich.

Soweit so gut! Bisher jedoch doodle, skizziere und zeichne ich auf »Schmier«papier bzw. in Collegeblöcken vor mich hin und zwar ausschließlich.

Zwischendrin wandert mein Blick immer mal wieder sehnsüchtig zu den Skizzenbüchern. Ich möchte eigentlich gerne endlich in diese Bücher doodeln, skizzieren, zeichnen und malen ABER ICH KANN NICHT!

Jedesmal, wenn ich es versuche, bringe ich es nicht über mich, das jungfräuliche Weiß anzutasten! Vollkommener Schwachsinn, ich weiß! Es ist ja schließlich kein von Elfen bei Vollmond handgeschöpftes Seidenpapier.

Da die Skizzenbücher unterschiedlicher Qualität sind, habe ich natürlich gedacht, ich kann mich selbst austricksen, indem ich einfach mit dem günstigsten und unspektakulärsten Skizzenbuch anfange. Leider hat der Trick nicht funktioniert.

Ihr erinnert Euch an meinen inneren Monk, der während des SepteMeer dauernd quergeschossen und genörgelt hat? Der war ja gegen Ende des SepteMeer deutlich kleinlauter und stiller geworden, und hat sich auch seither etwas zurückgehalten mit seinen Kommentaren und Sabotageversuchen. Das hat mir natürlich gefallen und vielleicht bin ich nicht aufmerksam genug gewesen, was seine Machenschaften angeht. So hat er sich also wohl klammheimlich einen neuen Plan zurechtgelegt und sich einen kleinen Bereich gesucht, um mich doch wieder zu sabotieren.

Jetzt hockt der innere Monk also garstig grinsend auf den schönen und jungfräulich weißen Skizzenbüchern, und wenn ich auch nur anfange darüber nachzudenken, jetzt doch endlich mal anzufangen, in eines dieser Bücher zu doodeln, skizzieren, zeichnen oder malen, legt er los.

»Bist Du Dir wirklich ganz ganz sicher, dass Du schon so weit bist, in ein Skizzenbuch zu ….?«

»Vielleicht solltest Du doch besser noch eine Weile (Wochen? Monate? Jahre? Jahrzehnte?) auf Schmierpapier, Collegeblockpapier oder irgendwelchem anderen losen Papier üben?«

»Nicht Dein Ernst? Du willst wirklich dieses schöne Skizzenbuch verschandeln? Du wirst es verderben und das wäre doch zu schade!!«

So geht das jedes Mal.

Vom Kopf her weiß ich eigentlich, dass das kompletter Schwachsinn ist. Es sind Skizzenbücher, keine Mappen, die ich zu einem Kunstwettbewerb einreichen will/muss.

Schon der Name »Skizzenbuch« macht klar, dass da auch mal was danebengehen kann, dass darin herumprobiert wird, dass nicht jede Seite »perfekt« aussehen muss.

Ich weiß das alles! Und trotzdem passiert jedesmal dasselbe: Ich sitze vor dem Skizzenbuch, starre auf das weiße schöne Papier und … erstarre innerlich.

Ich kann mich einfach nicht überwinden, etwas hineinzumalen. Irgenwann klappe ich das jeweilige Skizzenbuch frustriert zu, und schleiche mich zurück zum Schmierpapier oder Collegeblock.

Natürlich könnte ich jetzt sagen, ist doch egal worauf bzw. wo hinein ich male. Hab ich eben Skizzen«blöcke« statt Skizzenbücher. Was soll’s?! Hauptsache, ich doodle, skizziere, zeichne, male!

Ich könnte die Skizzenbücher, die hier ungenutzt herumliegen, einfach an andere kreative Menschen, die keine solche Skrupel kennen, bzw. keinen inneren Monk haben, weiterverschenken und Ende Gelände.

Aber erstens bin ich nicht sicher, ob mein innerer Monk (der ja damit einen gewissen Sieg errungen hätte) dann nicht sofort umschalten würde und dasselbe Spiel mit den Collegeblöcken anfangen würde. Und zweitens wurmt es mich! Ich will nicht, dass der innere Monk sich durchsetzt!

Es kann doch nicht wahr sein, dass ich nicht in der Lage bin in ein verd**m*es Skizzenbuch zu zeichnen?! Wie albern ist das eigentlich?!

Tja, und trotzdem … ich schaffe es (bisher) nicht über diese Schwelle zu springen.

Egal was ich mir vom Kopf her sage, egal wie oft ich mir selbst predige, dass es in einem Skizzenbuch nicht um Perfektion geht, wenn ich den Stift in die Hand nehme und anfangen will, erstarre ich förmlich, fange an zu überlegen, womit beginnen und was, wenn ich gleich die erste(n) Seiten vermassle? In mir zieht sich alles zusammen, meine Hand fängt an zu zittern oder verkrampfen, mir bricht der kalte Schweiß aus, …

Äh ja, klingt gestört, und ist es vermutlich auch. Ich bin selber jedes Mal fassungslos.

Ich meine, das ist nur Papier!!! Ich allein habe es in der Hand, ob jemals irgendjemand (außer mir) irgendwas sieht, dass ich in so ein Skizzenbuch hineinfabriziere. Wo bitte ist mein Problem???

Ich wusste, dass es manche Schriftsteller gibt, denen es so geht, wenn sie vor dem ersten leeren Blatt Papier für ihren neuen Roman sitzen, dass sie in eine Schreibblockade fallen können und einfach nicht in der Lage sind irgendetwas niederzuschreiben.

Dass es so etwas ähnliches auch gibt, wenn es ums Zeichnen und Malen geht, war mir dagegen nicht klar.

Nennt man das dann Mal- oder Zeichenblockade?

Ich vermute mal stark, ich bin nicht der einzige Mensch auf der ganzen Welt, dem es so geht. Was machen andere, um die Schwelle zu überwinden? Gibt es Tipps, Ratschläge?

Und ja, ich weiß, dass ist ein Luxusproblem! Aber es treibt mich langsam aber sicher abwechselnd in die Verzweiflung, den Wahnsinn oder die kalte Wut, was natürlich alles wenig hilfreich und sinnvoll ist.

Derweil liegen die unbenutzten Skizzenbücher hier herum und je nach Charakter winken sie mir, lächeln mich auffordernd und ermutigend an, schauen traurig und beklagen sich … hier ist was los!

*****

In den gerade wirklich bitterkalten Nächten hier im Mecklenburgischen, höre ich bis tief in die Nacht hinein die Kraniche, Wildgänse, Enten und Co., die sich auf dem nahegelegenen großen See immer zur Nachtruhe einfinden. Viel lauter und länger als sonst.

Es müssen Hunderte sein, die sich gerade durch die eiskalten Nächte zittern.

Der Lärm und die Dauer des Lärms, den sie veranstalten lässt mich vermuten, dass sie bei der Kälte einfach nicht zur Ruhe kommen und schlafen können.

Stattdessen haben sie sich offenbar darauf verlegt, die Nächte mit dem gemeinsamen Absingen und Abkrächzen von Shantys irgendwie zu überleben. Doch, doch, es klingt eindeutig nach Shantys!

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Cat and Co Content ·Privates ·Tagesnotizen 2018 ·Vogelliebe

Februar-Fragmente

Wieder gab es Neuschnee-Nachschub. Für meinen Geschmack hätte es gerne mehr sein dürfen. Aber vielleicht haben wir ja in der kommenden Woche Glück und es fällt mal etwas mehr Schnee.

Egal, Schnee ist Schnee und ich nehme jede einzelne Flocke gerne!
Hallo Winter? Hörst Du mich? 😉

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Wir sehen hier Scharen von Wildgänsen, die wie an einer Perlenkette aufgezogen, gen Norden über uns hinwegfliegen.

Das verwundert mich doch etwas, denn noch ist es durchdringend kalt und der Wetterbericht verheißt weiterhin niedrige Temperaturen. Und im Norden ist es noch viel kälter. Was wollen die alle schon hier bzw. dort im Norden?

Auch vom nahegelegenen größeren See hören wir gegen Abend und in der Nacht sehr lautes Vogelstimmengewirr. Dort müssen sich zur Nacht hunderte Wasservögel, Kraniche und Wildgänse versammeln.

Schade, dass ich kein Fernglas mit Nachtsicht habe, sonst könnte ich sicher tolle Beobachtungen machen.

Ich habe schon überlegt, mal früh morgens, also vor dem Sonnenaufgang zur Vogelbeobachtungshütte zu laufen und dann zu beobachten. Bisher konnte ich mich aber dann doch noch nicht aufraffen, weil a) noch so dunkel, b) noch soooo kalt und c) die Nacht so kurz. Andererseits reizt es mich aber schon etwas, mal selber nachzuschauen.

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Überraschend kamen dann schon heute die bestellten Ersatzteile für den alten, zerfledderten Kratzbaum.

Die neuen Sisalstämme sind etwas dicker als die bisherigen, dafür nicht ganz so lang. Das ist aber okay, denn es erleichtert dem Altkater den Aufstieg, weil die Tritt- und Liegeflächen damit etwas niedriger sind. Die Liegeflächen sehen natürlich top aus, mal sehen wie lange.

Beide Kater haben sehr interessiert zugeschaut, wie wir den alten Kratzbaum zerlegt, und dann mit den neuen Teilen wieder aufgebaut haben.

Für die oberste große Liegefläche (67 cm x 42 cm) stimmten die Bohrungen für unsere Bedürfnisse nicht, aber wir haben ja jemand handwerklich sehr begabten im Haus, der das schnell behoben hat.

Der neue »alte« Kratzbaum wurde gleich mit Begeisterung in Betrieb genommen, und wir Menschen sind für die Kater froh, und dass der Anblick des Kratzbaumes wieder ein Vergnügen ist.

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Außerdem hatte ich noch etwas zusätzliches Katzenspielzeug geordert (das vorgestern hier ankam), um Jungkater Aurelio etwas mehr bei Laune und vor allem beschäftigt zu halten.

Er ist überaus begeistert von seinem Spielzeug und nutzt es ausgiebig. Schöner Nebeneffekt, er stellt nicht mehr so viel Unsinn an. Wenn er doch wieder anfängt Sachen zu machen, die er eigentlich nicht machen soll/darf, brauche ich ihn nur wieder zu seinem Spielzeug bringen und er ist abgelenkt und spielt wieder damit.

Vorteil dieser Spielzeuge ist, dass er damit gut auch alleine spielen kann und nicht ständig von uns mit animiert werden muss. Das hat auch für uns etwas Entspannung gebracht. 😉

Ein voller Erfolg also, was durchaus nicht so selbstverständlich ist, denn Katzen haben ja bekanntlich ihren eigenen Kopf. Er hätte das Spielzeug theoretisch auch komplett links liegen lassen können.

Wir staunten allerdings nicht schlecht, dass sich sogar Filippo von den beiden Teilen zum Spielen hinreißen (herab)ließ. Jetzt spielen die beiden Kater teils sogar zusammen damit. Ist ja auch nicht verkehrt.

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Überhaupt ist es schön zu sehen, wie sich Aurelio immer mehr an Filippo anschließt und aktiv dessen Nähe sucht. Filippo lässt sich das meist gefallen und balg manchmal auch kurz mit Aurelio. Allerdings ist sein Geduldsfaden da eher kurz, vor allem, wenn Aurelio vor lauter Spieleifer immer wilder wird. Aber das klären die Beiden meist gut selbst miteinander.

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Beste Nachricht des Tages, natürlich die Freilassung von Deniz Yücel! Das wurde aber auch Zeit! Leider sind aber noch viele andere unter ähnlich haarsträubenden Anschuldigungen und Bedingungen in türkischen Gefängnissen. So ist die Freude keine reine, sondern getrübt.

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Architektur ·Cat and Co Content ·Privates ·Tagesnotizen 2018 ·Vogelliebe ·Wohnträume

Februar Fragmente

Das Wochenende war voll und wurde unerwartet noch voller. Regeneration fiel damit komplett flach, was ich besonders am Sonntag sehr bedauerte. Aber, es ist wie es ist, und so ergab ich mich in die Tatsachen, oder das Leben und tat, was zu tun war.

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Seit einer Weile ist einer unserer Kratzbäume eine »Baustelle«. Er leistet uns seit vielen vielen Jahren treue Dienst, ist aber inwzischen wirklich abgewirtschaftet. Jetzt könnte man einfach sagen, ersetzen wir ihn halt. Doch so einfach ist es nicht. Denn dieser Kratzbaum ist der Liebling vom Altkater. Er hat nämlich den Vorteil, dass er neben wirklich großen Liegeflächen, die die Maine Coon brauchen, auch ziemlch niedrig angesetzte Liegebretter hat, so dass er dem von Arthrose geplagten Altkater beim Aufstieg in Höhen hilft, die er sonst nicht mehr erreichen könnte.

Nun haben wir also eifrig nach einem Ersatz für diesen Kratzbaum gesucht, aber wurden einfach nicht fündig. Ich glaube, wir haben schon hunderte Kratzbäume angeschaut, aber irgendetwas stimmte immer nicht. Entweder es fehlten die niedrig angesetzten Bretter für den Aufstieg, oder die Liegeflächen waren zu klein, oder die Anordnung passte nicht, oder die Kratzbäume lagen weit jenseits unseres Budgets.

Zweimal dachten wir, wir hätten endlich den perfekten Kratzbaum gefunden, nur um dann festzustellen, dass er um wenige Zentimeter zu lang oder breit war, und deswegen nicht an die Stelle passte, wo er stehen müsste.

Nachdem sich abzeichnete, dass wir keinen neuen Kratzbaum finden würden, der alle Bedingungen erfüllen würde, kam die Idee auf, die kaputten Teile (Sisalstämme und Liegeflächen) auszutausche, da es ja inzwischen die Möglichkeit gibt nur Einzelteile ordern zu können. Doch auch da gestaltete sich die Suche schwierig, vor allem, wegen der großen Liegeflächen (77 cm Länge, 42 cm Breite).

Als ich dann gestern ziemlich frustriert meiner Schwester mein Leid klagte, nannte sie mir einen weiteren Shop, wo man Ersatzteile bekommen kann, und wo sie selbst schon Teile geordert hat.

Und endlich sind wir fündig geworden. Die neue große Liegefläche fällt zwar 10 cm kürzer aus, aber das ist noch verkraftbar. Die Ersatzteile sind geordert, und wir warten nun sehr gespannt auf die Lieferung und hoffen, dass dann auch wirklich alles passt und vor allem stabil und standfest ist.

Wenn das klappt, bin ich megahappy, weil mir der verfetzte Anblick des Kratzbaums doch zunehmend auf die Nerven ging, und auch die Kater sicher froh sind, wenn sie wieder vernünftige Sisalstämme zum Kratzen haben.

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Außerdem bin ich jetzt wieder halbwegs auf dem aktuellen Stand, was Katzenfutter und die Entwicklungen in diesem Bereich angeht. Da ändern sich mit den Jahren ja auch die ein oder andere Ansicht oder Erkenntnis.

Es ist interessant zu sehen, wie Entwicklungen bei den Menschen in den tierischen Bereich übertragen werden. Ich war überrascht, mehrere Diskussionen zu finden, ob man Katzen nicht auch vegan ernähren kann. Ähm …

Auch das sogenannte »Barfen« ist nicht mehr nur für Hundebesitzer interessant. Es gibt Katzenbesitzer, die barfen für ihre Katzen. Dabei ist das eine kleine Wissenschaft für sich, zumindest wenn man sicherstellen will, dass die Tiere wirklich alles an Inhaltsstoffen bekommen, was sie für ein gesundes Wachstum und Dasein benötigen. Da wird dann eifrig mit Zusatzstoffen gearbeitet, und um die ein oder anderen Zusatzstoffe und vor allem die Menge, in der sie »optimal« sein soll(t)en werden wahre Glaubenskriege geführt. Also, ich weiß ja nicht … .

Hier wird jedenfalls nicht gebarft!

Bei meinen Recherchen zum Thema, dachte ich allerdings, dass mich schon mal interessieren würde, was die vielen Katzenbesitzer/innen in meiner Twitter Timeline oder unter meinen Blogleserinnen und Bloglesern an ihre Katzen und Kater verfüttern?

Also welche Futtersorten, ob da vielleicht auch Barfer drunter sind, was den Felltigern als Leckerchen oder Snacks gereicht wird, ob zusätzlich Sachen wie Malz-, Vitaminpasten oder sonstige Zusatzstoffe (zerstossene Eierschalen? o.ä.) gegeben werden, und zu welcher Fraktion sie beim Thema Trockenfutter gehören (von »Da bin ich radikal, meine Katzen bekommen gar keins« über »Ich geb es meinen Katzen nur ab und an mal!« bis hin zu »Wieso? Hier steht immer welches rum!«).

Also ich würde mich sehr über Antworten freuen!

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Einer der Buntspechte, die hier ihre Reviere haben, hat festgestellt, dass er unsere Spezialmeisenknödel bzw. deren Inhalt auch sehr mag. Jetzt hängt er alle Nase lang an dem Knödel und die Meisen gucken empört. Dafür bieten sich mir 1A-Bedingungen ihn und sein Verhalten zu studieren! \o/

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Wir bieten den Vögeln diesen Winter u.a. auch ganze Äpfel an. Der Apfel wird auf einen Nagel auf der hölzernen Pergola vor meinem Balkon aufgespiesst und so festgehalten.

Die Amseln, vor allem Anselm, mein Amslerich, freuen sich sehr darüber, aber auch Meisen und Elstern gehen an den Apfel.

Im Moment haben wir richtig schöne rote Äpfel und es sieht so toll aus, wenn wieder ein neuer Apfel aufgesteckt ist, und dann der schmucke schwarze Anselm kommt, und sich über den roten Apfel her macht.

Ich würde das so gerne mal fotografieren, aber das klappt nicht so recht, weil ich nicht nah genug herankomme. Ich versuche es weiter, vielleicht klappt es ja irgendwann doch noch.

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Es gibt Häuser und es gibt Häuser, und ich bin am Wochenende mal wieder auf eines gestoßen, wo ich nur gedacht habe: Hachz!

Schauen Sie nur!

Die Lage, die großen Fenster, die Ausblicke … die Einrichtung in Teilen … So toll! Da könnte ich ganz wunderbar regenerieren und garantiert großartig Vögel und sonstige Wildtiere beobachten. 🙂 Wer sehr nett zu mir ist, dürfte mich eventuell auch mal dort besuchen kommen. 😉

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Literatur & Lyrik ·Vogelliebe

Und noch mehr tolle Worte, oder: Eine Buchempfehlung!

Vogelhäuschen

Gerade rechtzeitig zum ersten richtigen Schneefall bei uns, haben wir unser neues Vogelhäuschen eingeweiht.

Das vorige Häuschen war um einiges kleiner, und wir waren mehrfach am Tag damit beschäftigt, es bei Wind und Regenwetter wieder aufzufüllen.

Mehrere Winter hat es tapfer der Witterung getrotzt, aber jetzt war es doch ziemlich abgewrackt, und als es dann auch noch beim Wiederbefüllen herunterfiel, brach es teils auseinander. Wir konnten es zwar kurzfristig flicken, aber es war klar, es muss ersetzt werden.

Das neue Vogelhäuschen ist allerdings etwas anders konstruiert, und so konnten wir beobachten, wie die Vögel sich erstmal umgewöhnen mussten. Das gab zunächst ein ziemliches Geflatter und Geschwirre, aber inzwischen haben die meisten es heraus, und es herrscht das übliche Gedränge und Gepiepse, womit ich beim eigentlichen Thema bin.

Ich erfreue mich in letzter Zeit nämlich nicht nur an verschiedenen Bezeichnungen für Schnee, sondern ebenfalls an der Lektüre des Buches Singt der Vogel, ruft er oder schlägt er - Handwörterbuch der Vogellaute von Peter Krauss.

Das ist natürlich eher ein Nischenthema, entpuppte sich aber durchaus als spannend. Unfassbar wie viele unterschiedliche Bezeichnungen es für die Laute gibt, die Vögel aller Art so von sich geben.

Es geht einmal durch das Vogelalphabet, von Ammer bis Zwergschnepfe.

Man erfährt nicht nur den im Deutschen gebräuchlichen Namen, sondern auch den lateinischen, englischen, französischen Namen, und sogar die chinesischen Zeichen und was sie bedeuten.

Und dann natürlich die Worte, mit denen die Rufe (Bettel-, Lock-, Warn-, Alarm-, Balzruf), Gesänge und sonstige Laute der jeweiligen Vögel benannt wurden und werden.

Klassisch, und bis heute weit verbreitet sind natürlich singen, pfeifen und schlagen, aber es gibt noch viel viel mehr und vor allem genauere alte Verben, die benennen, was die Vögel da gerade von sich geben bzw. tun. Viele Rufe der Vögel werden auch mit sogenannten »Schallwörtern« wiedergegeben, also Lautmalereien, die die Rufe nachahmen.

Die Leser erfahren auch viele andere Details. So war ich zum Beispiel recht erstaunt, welche Vögel zu bestimmten Zeiten verspeist wurden. Der Geschmack des Rohrdommel-Fleisches wird als »ölig« beschrieben.

In manchen Dörfern wurden Schwalben und Mauersegler verspeist und zwar, obwohl ihr Fleisch nicht selten voller Kratzer (Würmer) war. *schüttel*

Das Finken zu Zeiten gerne als Käfigvögel gehalten wurden, weil sie so schön singen, wusste ich schon, aber das gute Sänger unter den Finken um 1825 umgerechnet bis zu 30 Mark kosteten, was ein kleines Vermögen war, wusste ich nicht. Wenn ein Fink dann am Ende seines Schlags (Rufs) die Silbe pink hinzufügte, wurde das von den Vogelhändlern als »Amen« interpretiert und der Preis für so einen Finken konnte in unbegrenzte Höhen steigen.

Der Leser erfährt, dass der Gartenrotschwanz wegen seines Sängertalents in Luxemburg Stennuechtegeilchen (Steinnachtigällchen) genannt wird.
Oder dass der Bestand der Kiebitze um 1900 stark zurückgegangen war, weil viele Menschen wie wild deren Eier suchten, um sie als Delikatesse zu verkaufen. In Erlangen verkaufte 1904 ein Händler an einem Tag 170 frische Kiebitzeier!

Einige meiner neuen Lieblingsverben: Die Wachteln bickbewicken, die Lerchen dirdirlieren oder quinkelieren, Grasmücken, Schwalben und Spatzen gigitzen und Bussarde hiähen.

Bussarde, Eulen und Falken sind ziemlich albern, sie kichern nämlich. Der Zaunkönig krispelt. Bussarde, Eichelhäher und Möwen miauen auch ganz gerne mal. Die Bekassinen murkeln oder murksen vor sich hin.

Der Pfau pfuchzt. Der Wiedehopf poppelt, während das Birkhuhn pullert. Wirklich wahr, steht so im Buch!

Die Tannenmeisen pritschen. Garten- und Hausrotschwanz sowie das Rotkehlchen schnickern.

Sind das nicht alles großartige Worte?

Spannend fand ich, wie manche zusätzliche gebräuchliche Namen für Vögel zustande gekommen sind. So wurde die Grauammer auch als Strumpfwirker bezeichnet, weil ihr Gesang dem Geräusch der von diesen Handwerkern benutzten Maschine ähnelt.

Der Stieglitz oder Distelfink, wurde im Bayerischen auch Zamkratzi genannt. Der Name ging zurück auf die Legende, dass Gott bei der Schöpfung die Farbe ausgegangen sei, und er die Farbreste zusammenkratzen musste, um auch den Stieglitz noch mit etwas Farbe auszustatten, womit die rot-weiß-gelb-schwarzen Farbtupfer seines Federkleides erklärt wurden.

Der Pirol (Goldamsel in der Schweiz) war auch bekannt als Bülow, weil seine Lockstimme so klang.
Die Finnen hörten aus seinem Ruf den Satz »kuhaa kiehuu«, was bedeutet: »Der Zander kocht«, weshalb der Pirol in Finnland auch Zanderkocher bzw. Kuhankeittäjä genannt wurde.

Schön, dass bei verschiedenen der aufgeführten Vögel die Strophen ihrer Gesänge oder die Hauptmotive mit den entsprechenden Noten dargestellt werden.
Es gibt tatsächlich Leute, die sich z.B. Amselmelodien in Noten notieren und diese sammeln. Dabei wird gewissenhaft notiert, um wieviel Uhr und wo genau, die jeweilige Amselmelodie abgelauscht wurde.
Das wäre doch auch mal ein nettes Hobby für das Alter, wenn man nicht mehr so gut zu Fuß ist, um den Vögeln nachzujagen. Da kann man ganz gemütlich, z.B. im Park oder gleich auf dem Friedhof sitzen und die Amseln belauschen (sofern man noch nicht taub geworden ist)! Großartig!

Dass in den Märchen der Gebrüder Grimm oft Vögel vorkommen, war mir bewusst, aber ich war doch erstaunt, wie viele verschiedene es sind und erfuhr von (Vogel)Märchen aus deren Sammlung, die mir bisher gar nicht bekannt waren, und die ich daher nach und nach mal nachlesen möchte.

Und wusstet Ihr z.B., dass der Adoptivvater des »Märchensammlers« Ludwig Bechstein (1801-1860), sein Onkel Johann Matthäus Bechstein (1757-1822), als »Vater der deutschen Vogelkunde« und Pionier des Naturschutzes und der wissenschaftlichen Ornithologie gilt? Eben, ich auch nicht.

Sehr reizvoll ist, dass es zu jedem im Buch behandelten Vogel auch eine schöne Illustration gibt, wunderbare kleine Kunstwerke, die ich mir gerne angeschaut habe und deretwegen man das Buch öfter in die Hand nehmen und nochmal darin herumblättern möchte.

Das Buch wird abgeschlossen mit mehreren Anhängen, einer umfangreichen Bibliographie der verwendeten und weiterführender Werke, einem Abbildungsverzeichnis, einem Index der deutschen Verben und welchen Vögeln sie zuzuordnen sind, sowie einem Index der deutschen Vogelnamen (ohne regionale Benennungen)

Wer schon damit beginnt, Geschenkideen für die nächsten anstehenden Geburtstage oder das nächste Weihnachtsfest zu sammeln und Menschen kennt, die die Natur und insbesondere Vögel lieben, kann das Büchlein (mit Lesebändchen!) mit seinen 224 Seiten getrost auf seine Liste setzen und landet garantiert einen Geschenkevolltreffer.

Herausgegeben ist das Buch von der sowieso großartigen Judith Schalansky als Naturkunden N°33 bei Matthes & Seitz, Berlin.

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Gestricktes ·Kreatives ·Privates ·Vogelliebe

Doodle, De-Doodle, De-Doodle, Doodle Dö

Die Zeit rast, die Monatsmitte naht und es wird höchste Zeit für einen neuen Blogeintrag. Nach dem täglichen Bloggen im SepteMeer, äh September, war erstmal eine kleine Blogpause dran.

Der Binge-Creating-Monat »SepteMeer« hatte für mich noch eine echte Überraschung in petto. Ich fand mich nämlich unter den ausgewählten Gewinnern wieder, und freute mich sehr über den Gewinn, ein schönes Moleskine Aquarell-Skizzenbuch. Nochmals herzlichen Dank dafür!

Aber auch ohne ausgelobte Preise, waren doch alle Teilnehmer bei dieser Aktion Gewinner, so wurde es jedenfalls vielfach geäußert. Trotzdem schön, noch so ein handfestes Erinnnerungsstück an diesen für mich persönlich so besonderen Monat zu haben.

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Auch wenn es hier im Blog nun erstmal still war, untätig war ich beileibe nicht. Tatsächlich habe ich an jedem einzelnen bisher vergangenen Oktobertag, weiter »binge-created«.

Ich habe gezeichnet

Zum Beispiel übte und übe ich mich darin, realistisch aussehende Bäume zu zeichnen.

Ich habe gemalt

Zum Beispiel in ein Poesie-Album, das mir von einem kleinen Mädchen geschickt wurde, damit ich etwas hineinschreibe und male. Was war ich da froh, dass ich während des Binge Creating Monats schon vier Wochen geübt hatte. Ansonsten wäre ich ob dieses sehr rührenden Ansinnens vermutlich in komplette Schreckstarre und Panik verfallen. So habe ich nur ein, zwei Tage gebraucht, mich zu entscheiden, was ich machen wollte, hatte entsprechendes Werkzeug vor Ort und habe das Poesiealbum nicht auf ewig ruiniert.

Ich habe weiter versucht mit dem Aquarellieren weiterzukommen, aber da verzweifle ich weiterhin regelmäßig, weil ich offensichtlich immer noch nicht die richtige Mischung zwischen Wasser und Farbe hinbekomme. Entweder ich habe zuviel Wasser am Start oder zuwenig. Die goldene Mitte erwische ich nur zufällig mal, á la »auch ein blindes Huhn findet mal eine Korn«. Falls Ihr also noch hilfreiche Tipps für mich habt, wie man die goldene Mitte findet, immer her damit!

Außerdem finde ich es ziemlich schwierig abzuschätzen, wie viel Farbe ich denn nun brauche, um bestimmte Flächen abdecken zu können. Meist hab ich zu wenig Farbe, was natürlich blöd ist, wenn es gemischte Farben sind.

Aber wie schon gesagt, meine mit Aquarellfarben gemalten Bilder sehen immer noch nicht so aus, wie Aquarellbilder aussehen sollten.

Ich habe gedoodelt

Doodeln kann man jederzeit und überall, und inzwischen mach ich das auch und zwar mit wachsender Begeisterung. Einige meiner neu entstandenen Doodles zeigt das obige Bild.

Ich übte mich im Handlettering

Menschen, die Handlettering betreiben, habe ich schon lange bewundert und immer sehnsuchtsvoll gedacht, das würde ich auch gerne können. Rangewagt habe ich mich nie. Nach dem Binge Creating-Monat aber schon. Also ein entsprechendes Übungsheft besorgt und jetzt übe ich zwischendrin Bögen und Schwünge und Schleifen und Auf- und Abstriche. Ich werde noch eine Weile üben müssen, aber ich hab ja Zeit.

Ich habe mich schlau(er) gemacht

Zum Beispiel habe ich mich informiert über verschiedene Farbpigmente und Farbpigmentfamilien, habe ein bisschen was gelernt über botanische Farbbezeichnungen (natürlich durchgängig lateinische Bezeichnungen) und habe einige mir neue Begriffe aus dem Bereich der Typographie gelernt.

Ich habe ein Kreativ-Tagebuch begonnen

Braucht man so was wirklich? Ich finde es jedenfalls durchaus hilfreich.

Erstens liebe ich schöne Notizhefte und -Bücher und nutze jeden Vorwand, welche zu nutzen.

Außerdem finde ich es für mich spannend, nachlesen zu können, wann ich was gemacht habe. Was gelungen ist und warum, was misslungen ist und warum, wie ich z.B. auf bestimmte Motive oder Ideen gekommen bin, was ich Neues gelernt habe, welche Tipps ich bekommen habe, und ob sie sich für mich bewährt haben oder nicht. Ich notiere also alles, was mir einfällt und was thematisch hineingehört. Ich freu mich immer, wenn ich Abends mein Kreativ-Tagebuch aufschlage und etwas Neues eintragen kann.

Natürlich mache ich das alles nicht jeden Tag, aber ich suche mir jeden Tag mindestens eine kreative Tätigkeit aus, und die mache ich dann.

Total begeistert bin ich, dass ich das jetzt alles komplett ohne Zeitdruck geht. Ich muss ja nicht mehr - wie im Binge Creating Monat - spätestens jeden Abend etwas fertig haben.

Wenn ich zwischendrin ein paar Minuten oder eine Viertelstunde Zeit habe, kann ich doodeln, ein paar Handlettering-Übungen machen, oder kleine Skizzen üben. Wenn ich mehr Zeit habe, kann ich an größeren oder schwierigeren Zeichenübungen arbeiten oder mit den Aquarellfarben kämpfen. Herrlich!

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Auch wenn es hier im Blog in letzter Zeit ziemlich kreativlastig geworden ist, so sind doch die Vögel deswegen nicht abgemeldet. Für die interessiere ich mich selbstverständlich weiterhin.

Eines meiner Highlights in letzter Zeit war die Sichtung eines Kleinspechts (juchhu!)!!! Er treibt sich seit kurzem hier herum und taucht immer mal wieder im Walnussbaum vor meinem Balkon auf. Und ja, Kleinspechte sind so niedlich, wie ich es mir vorgestellt habe!

Außerdem habe ich einen neuen gefiederten Freund gewonnen. Er heisst Egmont, ist sehr schmuck, etwas verpeilt und ein junger Graureiher.

Verpeilt deshalb, weil er hier in unserer direkten Nachbarschaft herumfliegt, und auf unseren Dächern oder in den Gärten landet, und so aussieht, als ob er nicht recht weiß, wohin er soll.

Eventuell hat er aber auch nur spitzbekommen, dass der eine Nachbar einen neuen Teich mit Kois hat. 😉 Dann wäre er nicht verpeilt, sondern schlau.

Ich fürchte allerdings für sein Leben, wenn er dem Nachbarn echt die Kois wegfängt. Obwohl ich ihn ja im Auge behalten und beobachte, habe ich ihn noch nicht auf frischer Tat ertappt. Also eventuell doch eher verpeilt.

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Ansonsten ist es Herbst geworden, die Bäume färben sich immer mehr, die ersten Stürme sind durchgezogen, die Kastanien, Walnüsse und Eicheln fallen von den Bäumen und das Leben verlangsamt sich ein bisschen. Ich bin froh darum, denn das Jahr war ziemlich turbulent und unruhig.

Socken strickte ich ebenfalls noch und gerade ist wieder ein neues Paar fertig geworden. Genau das richtige für graue Herbst- und Wintertage! 🙂

Herbstsocken

Ich bin immer noch total begeistert, mir jetzt meine eigenen Wollsocken stricken zu können in Farben und Mustern, wie sie mir gefallen und zu meiner Garderobe passen. Das nächste Sockenpaar ist bereits angenadelt.

Von mir aus können der Herbst und Winter kalt werden, ich bin gerüstet (also zumindest sockentechnisch).

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Mecklenburg-Vorpommern ·Privates ·Tagesnotizen 2017 ·Vogelliebe

Am Polder Große Rosin

Da sich das Wetter heute besser präsentierte, als man nach der Wettervorhersage hätte erwarten können, habe ich mich heute Mittag mit der weltbesten WG-Genossin zu einem kleinen Ausflug aufgemacht.

Wir fuhren in das kleine Dörfchen Kützerhof, wo wir am Ortsausgang das Auto abstellten. Von dort ging es zu Fuß weiter über den Kützerhofer Damm mitten durch etwa 1000 ha renaturierte Polderlandschaft am Westufer des Kummerower Sees bis hin nach Aalbude, wo es ein Ausflugslokal gibt und wo man sich mit einer kleinen Fähre über die Peene bringen lassen kann. Das haben wir uns aber gespart.

Stattdessen sind wir auf den Beobachtungsturm geklettert und haben den Blick von dort oben genossen. Der Polder Große Rosin hat sich in den letzten Jahren immer mehr zu einem echten Wasservogelparadies gemausert. Besonders im Frühjahr und Herbst, wenn die Kraniche ziehen, gibt es dort ein grandioses Schauspiel, wenn tausende Kraniche ein- und abfliegen. Aber auch viele andere Wasservögel nutzen den Polder für eine Rast, andere sind das ganze Jahr über da.

Ich freute mich über jede Menge herrlicher Silberreiher, dazwischen immer wieder auch einzelne Graureiher, über Höckerschwäne, hunderte Graugänse, Haubentaucher, Zwergtaucher, Blässhühner, eine Rohrweihe, Fischadler, Kraniche, Lachmöwen, Bachstelzen, Stare, Uferschwalben, jede Menge unterschiedlichster Enten, und über die große Kormorankolonie mit deutlich über 1500 Vögeln, die zum Teil noch brüten oder Nachwuchs in den Nestern hatten.

Auf dem Rückweg erwischte uns dann doch noch ein kurzer Regenschauer, aber als Wiedergutmachung bekamen wir einen grandiosen Doppelregenbogen, der über dieser Landschaft einfach atemberaubend schön aussah!

Kurz bevor wir das Auto wieder erreichten, entdeckte ich dann noch einen Schwarm Stieglitze und war darüber hocherfreut, denn bisher habe ich immer nur einzelne Exemplare gesehen. Nun also endlich einen ganzen Schwarm. Wunderschön!

Fazit: Es war einfach nur herrlich! Da muss ich auf jeden Fall noch öfter mal hin! Von mir aus ist das ja nicht so weit weg.

Und mein Wunsch nach einem gescheiten Spektiv wurde wieder sehr angeheizt. Wenn die Dinger bloß nicht so teuer wären! Ab und zu hab ich ja schon die Wahnvorstellung, irgendjemand hat ein tolles Spektiv und nutzt es gar nicht, sondern lässt es irgendwo auf dem Dachboden oder im Keller verstauben, während ich so gerne eines hätte. Ist das nicht ein Albtraum!! 😉

Und damit Ihr Euch wenigstens ansatzweise vorstellen könnt, wie es am Polder Große Rosin aussieht, findet Ihr hier das kurze Video, das ich heute gemacht habe.

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Vogelliebe

Wintervorrat

Ich sammle eifrig,
ein Zwitschern hier, ein Trillern dort,
ein Pfeifen und ein Tiri-Tiri-Treck-Treck,
ein Gigigig und noch ein Tzip-Tzip-Zia-Zia,
ein Tirili, ein Diii-Dedede und ein Ti-Ti-Tirrüli-Ti,
ein Kuckuck-Kuckuck-Kuckuck und ein Schack-Schack,
ein Sriiisriiisriii und Tschilp Tschilp, …

Ich sammle, was ich finden kann,
und sind die Vögel fortgezogen,
und ihr Gesang verstummt,
web ich mir ein kleines Vogellied,
dass mich durch kalte stille Wintertage trägt.

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