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WiO oder Wochenrückblick in Objekten

© Liisa

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1. Der Geburtstagsreigen für dieses Jahr wurde eröffnet. Morgens freute sich das Geburtstagskind besonders über den in der Nacht gefallenen frischen Schnee. Der ließ uns allerdings davon Abstand nehmen, an diesem Tag eine längere Tour mit dem Auto zu machen. Stattdessen feierten wir, dem Anlaß würdig, im Lieblingscafé in der nahegelegenen Kleinstadt mit großartigen Torten.

Im Bild zu sehen die Bananen-Toffee-Torte. Verspeist wurden außerdem noch eine hervorragende Erdbeer-Basilikum-Torte und eine Stachelbeer-Baiser-Torte. Wir mussten auch »nur« 25 Kilometer fahren, was hier auf dem Land sozusagen gar nix ist.

2. Nach Jahren war ich mal wieder bei Karls Erlebnisdorf (früher Karls Erdbeerhof). Mein Garten-Guru hatte mir so vorgeschwärmt von der »Eiszeit« dort, die diesmal unter dem Motto »Die fantastische Reise mit dem Orient-Express« steht, und die ich uuunbedingt sehen müsste.

Nun bin ich kein Freund von Freizeitparks und den damit verbundenen Menschenmengen und Karls hat für mein Empfinden zusätzlich eine recht massive Verkaufsstrategie. Nicht nur dass es dort Massen an Sachen gibt, sie schreien auch alle »Karls, Karls, Karls!!!«. Ich erleide dort also relativ schnell den totalen Overload. Aber es ist ja noch Winter und wir waren gleich zu Wochenanfang dort, so dass wenigstens die Anzahl der Menschen einigermaßen überschaubar blieb. Im Sommer schieben sich da die FlipFlop-tragenden Massen durch.

Als erstes gingen wir tatsächlich die »Eiszeit« ansehen, und die ist toll gemacht. Eine riesige Dampflock, lebensgroße Menschen und Tiere, die Wahrzeichen verschiedener Länder auf der Route, die in Paris startet und in Konstantinopel endet. Das ist wirklich alles sehr beeindruckend.

Natürlich ist es eiskalt in der Eiszeit, weshalb man zu Beginn der Tour mit großen wattierten Ponchos ausgestattet wird. Ich war dann froh, dass ich zusätzlich noch meine Mütze mit hatte und meine Hände in die Taschen meiner Hose stecken konnte. Ich frage mich, wie das im Sommer geht, wenn die Leute aus der brütenden Hitze in kurzen Sommersachen kommen und dann die Eiszeit angucken. Ein bisschen Abkühlung ist ja ganz nett, aber das dürfte schon eine etwas krassere Erfahrung sein, selbst mit Poncho.

Ein Grund, warum ich mich noch darauf eingelassen hatte, Karls zu besuchen, war dass ich erfahren hatte, dass es dort im Zusammenhang mit der »Eiszeit« eine kleine Eisbahn gibt und die Gelegenheit wollte ich gerne nutzen.

Es ist lange her, dass ich das letzte Mal auf Schlittschuhen gestanden habe. Wobei »gestanden« der korrekte Ausdruck ist. Ich habe nämlich nie richtig gelernt Schlittschuh zu laufen. Wohl aber war ich eine ganz passable Rollschuhfahrerin. Deshalb hatte ich bei den ein, zwei Gelegenheiten, zu denen ich mich auf Schlittschuhen bewegen sollte, auch keine größeren Berührungsängste. Ich dachte mir Schlittschuhfahren ist so ähnlich wie Rollschuhfahren nur eben auf Eis. Ganz falsch ist das nicht. Ich schaffte es zumindest ohne größere Stürze mich auf den Beinen zu halten und einigermaßen geradeaus zu gleiten. Bei Kurven bzw. Bögen wurde es schon etwas kniffliger. Das ist wie gesagt schon lange her.

Hier im Norden frieren im Winter ja gerne mal die Seen zu und dann sieht man Groß und Klein auf Schlittschuhen auf den Seen. Das finde ich ganz toll, und ich träume davon, das auch einmal im Winter zu machen. Davor muss ich aber erstmal probieren, ob Geschicklichkeit und Beweglichkeit noch ausreichen und ein bisschen üben. Jedenfalls, ich würde gerne mal wieder auf Schlittschuhen stehen und über eine Eisfläche gleiten.

Ich hatte mir also ausgedacht, ich probiere auf der hoffentlich ziemlich menschenleeren, kleinen und überschaubaren Eisbahn bei Karls mal, wie es so klappt. Leider ist die Bahn aber nicht unter Dach, und es hatte vorher kräftig geregnet, so dass eine zentimeterhohe Wasserschicht auf dem Eis stand. Schweren Herzens gab ich mein Ansinnen auf, denn die Gefahr, dass ich mich doch der Länge nach hinlege und dann von Kopf bis Fuß pitschnass gewesen wäre, war zu hoch. Muss ich also weiter schauen, wo ich mal aufs Eis komme. Ich hab da noch zwei Möglichkeiten im Sinn, die in absehbarer Zeit klappen könnten.

Was das alles mit dem Foto zu tun hat? Tjaahaa nichts! Dazu komme ich jetzt. Wir besuchten nämlich noch den Schuppen-Schuppen. Richtig, da geht es um Fische. Eine komplette (recht altertümliche) Wohnung ist mit Aquarien ausgestattet. Aquarium im Fernseher, hinter den Glastüren eines Schrankoberteils, ein komplettes Badezimmer zum Aquarium umgestaltet, ein Wintergarten ebenso und in der Küche leben Fische im Kühlschrank und im Backofen. Sehen ziemlich cool aus, all diese Aquarien in der Wohnung.

Richtig interessant fand ich dann noch die Schau-Vorstellung bei den Bonbonmachern, die das Ganze sehr kurzweilig und sympathisch präsentierten. Leider ist das Bonbonmachen ein aussterbendes Handwerk und heute eher der Industrie zugeordnet. Die, die da Bonbons machen, heißen auch längst nicht mehr Bonbon-Macher. Aber bei Karls werden noch Bonbons ganz von Hand gemacht. Sieht einfach aus, ist aber gar nicht so einfach und erfordert auch ganz schön viel Kraft. Am Ende durften wir die frischen und gerade noch warmen Bonbons probieren. Seeehr lecker!

3. Über den Bauernmarkt sind wir auch noch gelaufen bzw. ich eher gestolpert, da ich langsam am Ende meiner Aufnahmekapazitäten war. Tausende mehr oder weniger sinnvolle Produkte, man weiß kaum, wohin gucken. Ein paar kulinarische Kleinigkeiten habe ich mitgenommen und an diesem kleinen flachen Schälchen kam ich auch nicht vorbei. Mir hat das Muster so gut gefallen und kleine flache Schälchen kann man immer mal gebrauchen. Deshalb wohnen jetzt zwei davon bei mir.

4. Weniger schön war diese Woche, dass mein Jaromir (einer der beiden verbliebenen Kater) eines Nachmittags plötzlich sichtlich hinkte und vor sich hinjammerte. Wir wissen nicht genau, was passiert ist, aber das Jammern hielt an, und so hieß es mal wieder die Tierärztin besuchen. Die stellte eine schwere Prellung bzw. Zerrung in seinem Hinterbein fest und verordnete ein Schmerzmittel und »Sofaruhe«. Äh, ja. So lange er das Bein wegen der Schmerzen nicht richtig bewegen konnte, kein Problem. Aber sobald das Schmerzmittel anschlug, war er natürlich gleich wieder obenauf. Wir versuchen ihn so gut es geht etwas ruhiger zu halten. Jetzt zum Ende der Woche hin, geht es ihm wieder deutlich besser. Zum Glück ist nicht Schlimmeres passiert. Wir vermuten, dass er irgendwo beim runterspringen blöd aufgekommen ist. Ist ja mit bald 14 Jahren auch nicht mehr der Jüngste.

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1. Wir haben jedes Jahr, meist mehrfach und über längere Zeit, kleine Kinder hier im Haus zu Besuch. Sie gehören zur Familie. Insgesamt ist es ein »Pool« von aktuell 10 Kindern. Die Jüngsten sind ein paar Monate, die ältesten 5 Jahre. Gerade hatten wir wieder einige davon für 10 Tage hier.

Da die Kinder ja öfter kommen und beschäftigt sein wollen, haben wir eine angemessene Ausstattung mit Kinderspielzeug parat. Darunter auch ein kleiner Kaufmannsladen, der sich vorangig bei den Mädchen großer Beliebtheit erfreut. In den vergangenen Jahren habe ich so einige Beobachtungen machen können.

Ich finde es wirklich erstaunlich, dass schon die kleinen Kinder begeistert handeln, feilschen und verkaufen. Sie scheinen das fast im Blut zu haben. Eifrig werden astronomische oder lächerlich niedrige Preise genannt. Und nicht immer ist die Währung Geld. In manchen Kindern zeigen sich hochherzige Züge. Sie schenken auch mal Ware her oder legen großzügig noch etwas umsonst dazu. Andere Kinder sind knallhart drauf und auch auf Nachfrage nicht bereit, Preise zu reduzieren.

Wo haben die Kleinen das her? Klar, sie beobachten um sich herum und schnappen so manches auf, aber das allein reicht mir nicht als Erklärung. Es wird sehr interessant sein, zu beobachten, ob die zu Tage tretenden Züge beim Kaufmann spielen, sich in der weiteren Entwicklung der Kinder verstärken, abschwächen oder sonstwie verändern, und wo und wie sie sich in anderen Situationen ausdrücken werden. Also z.B.: wird die knallharte kleine Händlerin sich auch später, wenn sie größer geworden ist, die Butter nicht vom Brot nehmen lassen und wissen, wie sie sich ihre Vorteile verschafft? Werden die großherzigen kleinen Händler sich ihre Großherzigkeit bewahren können und auch in anderen Bereichen an den Tag legen? Ich finde es ziemlich spannend, solche Art »Langzeitstudien« bzw. »Langzeitbeobachtungen« mit bzw. an Kindern.

Jedenfalls hatten wir mal wieder richtig Leben und Trubel in der Bude und das finde ich zwar manchmal anstrengend aber überwiegend schön und bereichernd.

2. Hyazinthen gehören für mich zur Adventszeit, spätestens aber dann in den Januar. Dieses Jahr waren wir aus Gründen recht spät dran. So tauchten die ersten Hyazinthen erst zu Beginn des Jahres auf. Eine in weiß und eine in violett. Ich sehe sie so gerne und liebe das frische Grün und die zarten Blütenblättchen. Gerade an grauen und dunklen Wintertagen bringen sie etwas Frische und Farbe aber auch das Versprechen eines neuen Frühlings.

Das einzige Problem ist, dass sie so intensiv riechen. Bei uns stehen sie im Wohnzimmer auf der Fensterbank. Das Wohnzimmer ist nicht so riesig und meist haben wir wegen der Kater die Tür geschlossen, wenn wir nicht selbst mit im Raum sind. Öffne ich dann irgendwann die Tür und gehe ins Wohnzimmer laufe ich quasi gegen eine Hyazinthenduft-Wand. Boah!!! Unfassbar, dass solche relativ kleinen Pflanzen so einen intensiven Duft erzeugen können. Wenn wir im Wohnzimmer überleben wollen, müssen wir also erstmal Stoßlüften.

In Schweden und Norwegen erfreuen sich die Hyazinthen ja ebenfalls großer Beliebtheit. Da wird es noch viel kälter und jedes Jahr frage ich mich erneut, ob die einen geheimen Trick haben oder wie sie den Geruch aushalten. Dort ist es ja in vielen Landesteilen noch viel kälter als bei uns, also geht ständig Lüften (gekipptes Fenster) noch weniger. Und selbst Stoßlüften ist manchmal schwierig. Vielleicht sind die Wikinger aber einfach viel härter drauf und nicht so (Duft)verzärtelt wie wir.

3. In dieser Woche habe ich auch mein neues Häkelprojekt gestartet. Dreimal dürft Ihr raten, was es diesmal wird. Haha. Ja, genau, wieder eine Decke im Ripple-Muster und in für mich eher ungewöhnten Farbtönen. Die Decke ist für eine Freundin gedacht, die diese Farben sehr liebt. Ich bin selber sehr gespannt, wie die Decke am Ende aussehen wird. Der Anfang jedenfalls ist gemacht und jetzt kann ich immer mal zwischendrin vor mich hin häkeln, oder während ich Podcasts höre oder irgendwas anschaue. Wenn alles gut geht, dürfte die Decke zum Frühling hin fertig sein.

4. Etwas neuen Schnee haben wir diese Woche bekommen, und da es knackig kalt ist bleibt das bisschen, dort wo nicht geräumt wird, liegen auch wenn tagsüber strahlender Sonnenschein ist. Hier braucht es gar nicht viel Schnee und alles sieht schon toll aus, weil wir diese großen Felder und Äcker haben. Da wirkt auch wenig Schnee gleich viel großartiger, weil er fast bis zum Horizont reicht. Jedenfalls war es genug Schnee, dass die Schneeschaufel zum Einsatz kam.

Ich habe außerdem wieder mal festgestellt, dass ich das Winterlicht unglaublich liebe. Es ist so besonders, irgendwie strahlend aber doch weich und es bringt wunderbare Farben hervor. Die Sonnenauf- und untergänge sind diesen Winter besonders schön, und ich liebe es, wenn die abendliche Sonne so einen warmen Schein auf die Landschaft wirft und alles in diesem ganz speziellen Goldton ruhig da liegt. Herrlich!

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