Cat and Co Content ·Kreatives ·Privates ·Tagesnotizen 2018

Stürmischer Nordostwind - Kater - eine Vollzugsmeldung und die Sache mit dem Radieren

aurelio

Den ganzen Tag war es heute stürmisch. Der eiskalte Nordostwind blies kräftig ums Haus und ließ die Vögel eher durch die Luft taumeln als fliegen. Auch ihre Futteraufnahme gestaltete sich etwas komplizierter, da das sonst hängende Vogelfutterhaus, heute wagerecht im Wind lag.

Die ständige laute Geräuschkulisse fing ab Mittag merklich an, an meinen Nerven zu zerren. Jetzt stürmt es immer noch heftig. Bin gespannt, wie sich die Geräuschkulisse auf die Schlafqualität in dieser Nacht auswirken wird.

Ich habe jetzt eine Ahnung davon, warum es Fälle gibt, in denen unaufhörlicher starker Wind Menschen in die Raserei getrieben hat.

Altkater Filippo verschlief eigentlich den ganzen Tag. Vermutlich die weiseste Herangehensweise an diesen Tag.

Katerchen Aurelio fand den Sturm erst spannend: »Wow, da draußen bewegt sich ja so viel ganz anders als sonst!« und schien dann zunehmend auch eher genervt. Vermutlich weil er die ganzen neuen Geräusche nicht so recht zuordnen konnte, und daher etwas in Stress geriet, weil man weiß ja nie, welches Geräusch harmlos und welches evtl. eine drohende Gefahr ankündigt!

Trotzdem gelang es mir heute endlich mal wieder ein brauchbares schönes neues Foto von ihm zu machen. Juchhu! 🙂

*****

Im Übrigen kann ich Vollzug vermelden! Ich habe heute endlich mein erstes Skizzenbuch (jemals) mit ein paar kleinen Skizzen eingeweiht.

Skizziert habe ich u.a. meine Teetasse samt Teelöffel und einen Zahnputzbecher mit Zahnbürste und Zahnpastatube darin.

Mein innerer Monk verhielt sich dabei recht ruhig, verdrehte nur besorgniserregend seine Augen. Damit kann ich leben!

*****

Dann wäre da noch die Sache mit dem Radieren! Ich hätte wieder Fragen an alle die skizzieren, zeichnen oder mit Stiften malen. Wo lasst Ihr eigentlich den Radiergummiabrieb, also diese kleinen Gummikrümel? Wenn man noch nicht super geübt ist, muss man ja durchaus viel radieren, und entsprechend viel Gummiabrieb entsteht.

Den kann man ja nicht einfach dauernd vom Schreibtisch auf den Boden wischen oder pusten. Also kann man schon, aber wie sieht denn das aus? Erst recht wenn man z.B. Teppichboden hat, oder aber keinen Teppichboden aber dafür Katzen, die denken, das könnte was zu futtern sein.

Ich will aber auch nicht den ganzen Schreibtisch oder gar das Papier mit diesen Krümeln übersät haben.

Jedesmal die Radiererkrümel zusammensammeln und zum Papierkorb bzw. Mülleimer tragen, wäre äh … auch keine Lösung. Da lauf ich ja mehr hin und her, als dass ich zum Skizzieren oder Zeichnen komme.

Vermutlich gibt es eine ganz einfache Lösung, auf die ich Simpel mal wieder nicht komme. Also, was macht Ihr? Und wie nennt Ihr eigentlich diesen Radiergummiabrieb? Krümel? Fitzel? Gummiwürstchen?

Kommentar hinterlassen

Kreatives ·Privates ·Tagesnotizen 2018 ·Vogelliebe

Die Sache mit den Skizzenbüchern und frierende Vögel

Seit vergangenem September und dem berühmt-berüchtigten SepteMeer bin ich, wie treue Leser wissen, zugange mit Bleistiften, Buntstiften, Filzstiften, Aquarellfarben (letzteres noch leider viel zu selten) und doodle, kritzle, zeichne und male mit großer Freude vor mich hin.

Mein Leben ist um etliche Facetten bereichert, und wenn ich mich nicht entschlossen hätte, mich einfach darüber zu freuen, dass es nun so ist, würde ich mich in den Hintern beißen, dass es so lange gebraucht hat, bis ich zu diesen Tätigkeiten zurückgefunden habe.

Aber wie geschrieben, ärgern ist sinnlos, vergangen ist vergangen und daher freue ich mich und genieße das Jetzt.

Allerdings gibt es auch das ein oder andere, was mit dieser Entwicklung einher geht, das neue Fragestellungen und/oder Probleme aufwirft.

Eines davon treibt mich gerade etwas in die »Verzweiflung«.

Ich habe hier inzwischen so einige Skizzenbücher in unterschiedlichen Größen und Aufmachungen herumliegen. Einige habe ich sehr günstig erstanden, andere geschenkt bekommen. Die Qualität der Skizzenbücher bzw. des dafür verwendeten Papiers ist also unterschiedlich.

Soweit so gut! Bisher jedoch doodle, skizziere und zeichne ich auf »Schmier«papier bzw. in Collegeblöcken vor mich hin und zwar ausschließlich.

Zwischendrin wandert mein Blick immer mal wieder sehnsüchtig zu den Skizzenbüchern. Ich möchte eigentlich gerne endlich in diese Bücher doodeln, skizzieren, zeichnen und malen ABER ICH KANN NICHT!

Jedesmal, wenn ich es versuche, bringe ich es nicht über mich, das jungfräuliche Weiß anzutasten! Vollkommener Schwachsinn, ich weiß! Es ist ja schließlich kein von Elfen bei Vollmond handgeschöpftes Seidenpapier.

Da die Skizzenbücher unterschiedlicher Qualität sind, habe ich natürlich gedacht, ich kann mich selbst austricksen, indem ich einfach mit dem günstigsten und unspektakulärsten Skizzenbuch anfange. Leider hat der Trick nicht funktioniert.

Ihr erinnert Euch an meinen inneren Monk, der während des SepteMeer dauernd quergeschossen und genörgelt hat? Der war ja gegen Ende des SepteMeer deutlich kleinlauter und stiller geworden, und hat sich auch seither etwas zurückgehalten mit seinen Kommentaren und Sabotageversuchen. Das hat mir natürlich gefallen und vielleicht bin ich nicht aufmerksam genug gewesen, was seine Machenschaften angeht. So hat er sich also wohl klammheimlich einen neuen Plan zurechtgelegt und sich einen kleinen Bereich gesucht, um mich doch wieder zu sabotieren.

Jetzt hockt der innere Monk also garstig grinsend auf den schönen und jungfräulich weißen Skizzenbüchern, und wenn ich auch nur anfange darüber nachzudenken, jetzt doch endlich mal anzufangen, in eines dieser Bücher zu doodeln, skizzieren, zeichnen oder malen, legt er los.

»Bist Du Dir wirklich ganz ganz sicher, dass Du schon so weit bist, in ein Skizzenbuch zu ….?«

»Vielleicht solltest Du doch besser noch eine Weile (Wochen? Monate? Jahre? Jahrzehnte?) auf Schmierpapier, Collegeblockpapier oder irgendwelchem anderen losen Papier üben?«

»Nicht Dein Ernst? Du willst wirklich dieses schöne Skizzenbuch verschandeln? Du wirst es verderben und das wäre doch zu schade!!«

So geht das jedes Mal.

Vom Kopf her weiß ich eigentlich, dass das kompletter Schwachsinn ist. Es sind Skizzenbücher, keine Mappen, die ich zu einem Kunstwettbewerb einreichen will/muss.

Schon der Name »Skizzenbuch« macht klar, dass da auch mal was danebengehen kann, dass darin herumprobiert wird, dass nicht jede Seite »perfekt« aussehen muss.

Ich weiß das alles! Und trotzdem passiert jedesmal dasselbe: Ich sitze vor dem Skizzenbuch, starre auf das weiße schöne Papier und … erstarre innerlich.

Ich kann mich einfach nicht überwinden, etwas hineinzumalen. Irgenwann klappe ich das jeweilige Skizzenbuch frustriert zu, und schleiche mich zurück zum Schmierpapier oder Collegeblock.

Natürlich könnte ich jetzt sagen, ist doch egal worauf bzw. wo hinein ich male. Hab ich eben Skizzen«blöcke« statt Skizzenbücher. Was soll’s?! Hauptsache, ich doodle, skizziere, zeichne, male!

Ich könnte die Skizzenbücher, die hier ungenutzt herumliegen, einfach an andere kreative Menschen, die keine solche Skrupel kennen, bzw. keinen inneren Monk haben, weiterverschenken und Ende Gelände.

Aber erstens bin ich nicht sicher, ob mein innerer Monk (der ja damit einen gewissen Sieg errungen hätte) dann nicht sofort umschalten würde und dasselbe Spiel mit den Collegeblöcken anfangen würde. Und zweitens wurmt es mich! Ich will nicht, dass der innere Monk sich durchsetzt!

Es kann doch nicht wahr sein, dass ich nicht in der Lage bin in ein verd**m*es Skizzenbuch zu zeichnen?! Wie albern ist das eigentlich?!

Tja, und trotzdem … ich schaffe es (bisher) nicht über diese Schwelle zu springen.

Egal was ich mir vom Kopf her sage, egal wie oft ich mir selbst predige, dass es in einem Skizzenbuch nicht um Perfektion geht, wenn ich den Stift in die Hand nehme und anfangen will, erstarre ich förmlich, fange an zu überlegen, womit beginnen und was, wenn ich gleich die erste(n) Seiten vermassle? In mir zieht sich alles zusammen, meine Hand fängt an zu zittern oder verkrampfen, mir bricht der kalte Schweiß aus, …

Äh ja, klingt gestört, und ist es vermutlich auch. Ich bin selber jedes Mal fassungslos.

Ich meine, das ist nur Papier!!! Ich allein habe es in der Hand, ob jemals irgendjemand (außer mir) irgendwas sieht, dass ich in so ein Skizzenbuch hineinfabriziere. Wo bitte ist mein Problem???

Ich wusste, dass es manche Schriftsteller gibt, denen es so geht, wenn sie vor dem ersten leeren Blatt Papier für ihren neuen Roman sitzen, dass sie in eine Schreibblockade fallen können und einfach nicht in der Lage sind irgendetwas niederzuschreiben.

Dass es so etwas ähnliches auch gibt, wenn es ums Zeichnen und Malen geht, war mir dagegen nicht klar.

Nennt man das dann Mal- oder Zeichenblockade?

Ich vermute mal stark, ich bin nicht der einzige Mensch auf der ganzen Welt, dem es so geht. Was machen andere, um die Schwelle zu überwinden? Gibt es Tipps, Ratschläge?

Und ja, ich weiß, dass ist ein Luxusproblem! Aber es treibt mich langsam aber sicher abwechselnd in die Verzweiflung, den Wahnsinn oder die kalte Wut, was natürlich alles wenig hilfreich und sinnvoll ist.

Derweil liegen die unbenutzten Skizzenbücher hier herum und je nach Charakter winken sie mir, lächeln mich auffordernd und ermutigend an, schauen traurig und beklagen sich … hier ist was los!

*****

In den gerade wirklich bitterkalten Nächten hier im Mecklenburgischen, höre ich bis tief in die Nacht hinein die Kraniche, Wildgänse, Enten und Co., die sich auf dem nahegelegenen großen See immer zur Nachtruhe einfinden. Viel lauter und länger als sonst.

Es müssen Hunderte sein, die sich gerade durch die eiskalten Nächte zittern.

Der Lärm und die Dauer des Lärms, den sie veranstalten lässt mich vermuten, dass sie bei der Kälte einfach nicht zur Ruhe kommen und schlafen können.

Stattdessen haben sie sich offenbar darauf verlegt, die Nächte mit dem gemeinsamen Absingen und Abkrächzen von Shantys irgendwie zu überleben. Doch, doch, es klingt eindeutig nach Shantys!

Kommentar hinterlassen

Gestricktes ·Kreatives ·Privates ·Vogelliebe

Doodle, De-Doodle, De-Doodle, Doodle Dö

Die Zeit rast, die Monatsmitte naht und es wird höchste Zeit für einen neuen Blogeintrag. Nach dem täglichen Bloggen im SepteMeer, äh September, war erstmal eine kleine Blogpause dran.

Der Binge-Creating-Monat »SepteMeer« hatte für mich noch eine echte Überraschung in petto. Ich fand mich nämlich unter den ausgewählten Gewinnern wieder, und freute mich sehr über den Gewinn, ein schönes Moleskine Aquarell-Skizzenbuch. Nochmals herzlichen Dank dafür!

Aber auch ohne ausgelobte Preise, waren doch alle Teilnehmer bei dieser Aktion Gewinner, so wurde es jedenfalls vielfach geäußert. Trotzdem schön, noch so ein handfestes Erinnnerungsstück an diesen für mich persönlich so besonderen Monat zu haben.

*****

Auch wenn es hier im Blog nun erstmal still war, untätig war ich beileibe nicht. Tatsächlich habe ich an jedem einzelnen bisher vergangenen Oktobertag, weiter »binge-created«.

Ich habe gezeichnet

Zum Beispiel übte und übe ich mich darin, realistisch aussehende Bäume zu zeichnen.

Ich habe gemalt

Zum Beispiel in ein Poesie-Album, das mir von einem kleinen Mädchen geschickt wurde, damit ich etwas hineinschreibe und male. Was war ich da froh, dass ich während des Binge Creating Monats schon vier Wochen geübt hatte. Ansonsten wäre ich ob dieses sehr rührenden Ansinnens vermutlich in komplette Schreckstarre und Panik verfallen. So habe ich nur ein, zwei Tage gebraucht, mich zu entscheiden, was ich machen wollte, hatte entsprechendes Werkzeug vor Ort und habe das Poesiealbum nicht auf ewig ruiniert.

Ich habe weiter versucht mit dem Aquarellieren weiterzukommen, aber da verzweifle ich weiterhin regelmäßig, weil ich offensichtlich immer noch nicht die richtige Mischung zwischen Wasser und Farbe hinbekomme. Entweder ich habe zuviel Wasser am Start oder zuwenig. Die goldene Mitte erwische ich nur zufällig mal, á la »auch ein blindes Huhn findet mal eine Korn«. Falls Ihr also noch hilfreiche Tipps für mich habt, wie man die goldene Mitte findet, immer her damit!

Außerdem finde ich es ziemlich schwierig abzuschätzen, wie viel Farbe ich denn nun brauche, um bestimmte Flächen abdecken zu können. Meist hab ich zu wenig Farbe, was natürlich blöd ist, wenn es gemischte Farben sind.

Aber wie schon gesagt, meine mit Aquarellfarben gemalten Bilder sehen immer noch nicht so aus, wie Aquarellbilder aussehen sollten.

Ich habe gedoodelt

Doodeln kann man jederzeit und überall, und inzwischen mach ich das auch und zwar mit wachsender Begeisterung. Einige meiner neu entstandenen Doodles zeigt das obige Bild.

Ich übte mich im Handlettering

Menschen, die Handlettering betreiben, habe ich schon lange bewundert und immer sehnsuchtsvoll gedacht, das würde ich auch gerne können. Rangewagt habe ich mich nie. Nach dem Binge Creating-Monat aber schon. Also ein entsprechendes Übungsheft besorgt und jetzt übe ich zwischendrin Bögen und Schwünge und Schleifen und Auf- und Abstriche. Ich werde noch eine Weile üben müssen, aber ich hab ja Zeit.

Ich habe mich schlau(er) gemacht

Zum Beispiel habe ich mich informiert über verschiedene Farbpigmente und Farbpigmentfamilien, habe ein bisschen was gelernt über botanische Farbbezeichnungen (natürlich durchgängig lateinische Bezeichnungen) und habe einige mir neue Begriffe aus dem Bereich der Typographie gelernt.

Ich habe ein Kreativ-Tagebuch begonnen

Braucht man so was wirklich? Ich finde es jedenfalls durchaus hilfreich.

Erstens liebe ich schöne Notizhefte und -Bücher und nutze jeden Vorwand, welche zu nutzen.

Außerdem finde ich es für mich spannend, nachlesen zu können, wann ich was gemacht habe. Was gelungen ist und warum, was misslungen ist und warum, wie ich z.B. auf bestimmte Motive oder Ideen gekommen bin, was ich Neues gelernt habe, welche Tipps ich bekommen habe, und ob sie sich für mich bewährt haben oder nicht. Ich notiere also alles, was mir einfällt und was thematisch hineingehört. Ich freu mich immer, wenn ich Abends mein Kreativ-Tagebuch aufschlage und etwas Neues eintragen kann.

Natürlich mache ich das alles nicht jeden Tag, aber ich suche mir jeden Tag mindestens eine kreative Tätigkeit aus, und die mache ich dann.

Total begeistert bin ich, dass ich das jetzt alles komplett ohne Zeitdruck geht. Ich muss ja nicht mehr - wie im Binge Creating Monat - spätestens jeden Abend etwas fertig haben.

Wenn ich zwischendrin ein paar Minuten oder eine Viertelstunde Zeit habe, kann ich doodeln, ein paar Handlettering-Übungen machen, oder kleine Skizzen üben. Wenn ich mehr Zeit habe, kann ich an größeren oder schwierigeren Zeichenübungen arbeiten oder mit den Aquarellfarben kämpfen. Herrlich!

*****

Auch wenn es hier im Blog in letzter Zeit ziemlich kreativlastig geworden ist, so sind doch die Vögel deswegen nicht abgemeldet. Für die interessiere ich mich selbstverständlich weiterhin.

Eines meiner Highlights in letzter Zeit war die Sichtung eines Kleinspechts (juchhu!)!!! Er treibt sich seit kurzem hier herum und taucht immer mal wieder im Walnussbaum vor meinem Balkon auf. Und ja, Kleinspechte sind so niedlich, wie ich es mir vorgestellt habe!

Außerdem habe ich einen neuen gefiederten Freund gewonnen. Er heisst Egmont, ist sehr schmuck, etwas verpeilt und ein junger Graureiher.

Verpeilt deshalb, weil er hier in unserer direkten Nachbarschaft herumfliegt, und auf unseren Dächern oder in den Gärten landet, und so aussieht, als ob er nicht recht weiß, wohin er soll.

Eventuell hat er aber auch nur spitzbekommen, dass der eine Nachbar einen neuen Teich mit Kois hat. 😉 Dann wäre er nicht verpeilt, sondern schlau.

Ich fürchte allerdings für sein Leben, wenn er dem Nachbarn echt die Kois wegfängt. Obwohl ich ihn ja im Auge behalten und beobachte, habe ich ihn noch nicht auf frischer Tat ertappt. Also eventuell doch eher verpeilt.

*****

Ansonsten ist es Herbst geworden, die Bäume färben sich immer mehr, die ersten Stürme sind durchgezogen, die Kastanien, Walnüsse und Eicheln fallen von den Bäumen und das Leben verlangsamt sich ein bisschen. Ich bin froh darum, denn das Jahr war ziemlich turbulent und unruhig.

Socken strickte ich ebenfalls noch und gerade ist wieder ein neues Paar fertig geworden. Genau das richtige für graue Herbst- und Wintertage! 🙂

Herbstsocken

Ich bin immer noch total begeistert, mir jetzt meine eigenen Wollsocken stricken zu können in Farben und Mustern, wie sie mir gefallen und zu meiner Garderobe passen. Das nächste Sockenpaar ist bereits angenadelt.

Von mir aus können der Herbst und Winter kalt werden, ich bin gerüstet (also zumindest sockentechnisch).

Kommentar hinterlassen

Kreatives

Der Drache

Drachen steigen lassen am Meer, das darf nicht fehlen, gerade jetzt im Herbst!

Es ist ein schöner Anblick, die bunten Drachen an grauen Herbsttagen am Himmel tanzen zu sehen.

Gleichzeitig ist zumindest im Herbst immer auch etwas Wehmut damit verbunden. Das Jahr neigt sich unwiderbringlich dem Ende entgegen, die ersten Herbst- und bald auch Winterstürme ziehen über das Meer und die Küste.

Ich fand dieses Motiv aber auch noch aus einem anderen Grund sehr passend. Denn - ich kann es kaum glauben -, mit dem heutigen Tag ist der Binge Creating-Monat vorüber.

Für mich hatte die Teilnahme am Binge Creating-Monat ein bisschen was vom Kampf mit dem Drachen.

Zeichnen und Malen war, wie ich ja zu Beginn des Monats schon mal schrieb, nicht gerade meins.

Mit der Teilnahme stellte ich mich also diesem meinem Drachen, ging hinaus aus meiner Komfortzone und hatte zu Beginn wirklich wirklich Schiss! Angst, dass das in einem großen Fiasko enden würde.

Tatsache ist: es hat sich sowas von gelohnt, mich dem Drachen zu stellen, mich aus der Komfortzone zu wagen und mitzumachen.

Ich habe soviel gelernt in diesem Monat, nicht nur was das Kreative angeht, sondern auch über mich selbst.

Sogar mein innerer Monk hat sich etwa ab Monatsmitte deutlich beruhigt und nur noch etwa jeden zweiten Tag in die Tüte geatmet. 😉

Und ja, ich bin ein bisschen stolz auf mich, dass ich wirklich durchgehalten und nicht zwischendrin mein Schwert weggeworfen habe und vor dem Drachen davongelaufen bin.

Es waren so viele schöne Momente in diesem Monat:

  • etwa wenn ich einen schönen Farbton gemischt habe (noch sind das ja eher Zufalls-, als Erfahrungsergebnisse)
  • wenn mir ein zeichnerisches Detail (aus meiner Sicht) besonders gelungen ist (das konnte ein kleiner Stein, hinten links, in einem Bild das ansonsten nicht so toll aussah, sein)
  • wenn ich einen Tag erwischt habe, an dem mir das Malen und Zeichnen leicht von der Hand ging
  • wenn ich einen Tag erwischt habe, an dem meine Finger und mein Kopf sich verknoteten und es Stunden brauchte, bis endlich etwas dabei herauskam, ich mich aber durchgebissen habe
  • wenn ich mich an den Bildern und Beiträgen der anderen Teilnehmer erfreut habe (täglich!)
  • der Tag, als ich einen original Bären-Kommentar in meinem Blog fand <3 (ja, DER Bär!)
  • die Besuche in Läden für Künstlerbedarf (also, ich meine ICH! in einem Laden für Künstlerbedarf, um etwas für MICH zu kaufen! *fällt fast wieder in Ohnmacht*), wo ich feststellte, dass die Wirkung solcher Läden auf mich ähnlich ist, wie der Besuch in einem Buchladen (aus dem man mich kaum wieder rausbekommt). Wer hätte denn sowas gedacht?!
  • die Momente, in denen ich merkte: ich lerne tatsächlich etwas dazu (nicht nur theoretisch anhand von Tutorials o.a., sondern feinmotorisch und praktisch)
  • als ich feststellte, dass das Zeichnen und Malen in günstigen Konstellationen sogar entspannend wirken kann (also auf mich). Echt! Ich beginne zu ahnen, warum es inzwischen Malbücher für Erwachsene gibt (vor denen ich bisher immer nur kopfschüttelnd stand)!
  • die Momente, in denen ich merkte: es ist nicht wahr, dass ich nicht auch zeichnerisch oder malenderweise kreativ sein kann.
  • als mir langsam aufging, dass ich bisher einem Irrtum aufgesessen war, nämlich zu glauben, wenn das Ergebnis nicht zufriedenstellend ausfällt, war man nicht kreativ. (Ja, so ein Blödsinn! Das Machen und das Ergebnis sind zwei völlig verschiedene Dinge, und ich kann viel Spaß und Freude am »einfach Machen« haben, selbst wenn das Ergebnis dann eher mau oder sogar katastrophal aussieht.)
  • und, und, und …

Mein Fazit:

Der Binge Creating Monat war, Dank #SepteMeer, ein sehr abwechslungsreicher, aufregender, spannender, bereichernder und lehrreicher Monat, und mit Sicherheit einer der kreativsten Monate meines ganzen Lebens. *lach*

Ich habe viel Spaß und Freude gehabt!

Ich werde nicht aufhören mit dem Zeichnen und Malen, nur weil der Binge Creating-Monat vorüber ist.

Ich freu mich darauf weiter zu zeichnen, zu malen, zu experimentieren und bin gespannt, wohin mich diese Reise noch führen wird. Werde ich mir vielleicht sogar irgendwann doch noch meinen heimlichen Traum, selber schöne Skizzen anfertigen und kollorieren zu können, erfüllen können?

Meine Danksagungen

Und nun kommen wir zum Wichtigsten heute!
(Ich hoffe, es hat jemand bis hierhin durchgehalten und kann es notfalls den anderen, die es nicht bis hierher geschafft haben, ausrichten! 😉 )

Ein großes Dankeschön! an Kiki, die den Binge Creating Monat ausgerufen hat und damit nicht nur mir, sondern auch vielen anderen eine große Freude gemacht hat. Obendrein hat sie uns während des Monats immer wieder ermutigt und motiviert, oder mit Rat und Tat zur Seite gestanden. Das war toll!

Dankeschön auch allen anderen Teilnehmern! Ihr wart toll! Es war so spannend jeden Tag zu sehen, was Euch zum Thema »Am Meer« eingefallen ist, und wie Ihr es jeweils in Wort und Bild oder Foto umgesetzt habt.

Dankeschön allen, die hier im Blog oder drüben bei Twitter gefavt, retweetet, kommentiert und mich ebenfalls ermutigt und motiviert haben. Das hat mir wirklich geholfen! 🙂

Meine WG-Genossen, die ja - ob sie wollten oder nicht - mit mir durch diesen aufreibenden Monat mussten, haben sich bravourös geschlagen. An meinen Binge Creating-Tiefpunkten, die es natürlich auch mal gab, haben sie mich wieder aufgebaut und angefeuert.

Danke dafür, Ihr seid die Besten!

Kommentar hinterlassen

Kreatives

Weiler am Meer

Es gibt an der Ostsee kleine Dörfer oder Weiler, die wirklich direkt an der Ostsee liegen. Höchstens ein paar Wiesen trennen sie vom Strand und Ufer.

Die Grundstücke sind natürlich entsprechend wertvoll, und die Versuchung, das eigene Häuschen aufzugeben, und das Grundstück an irgendjemand zu verkaufen, der dann ein eigenes Haus dort baut, oder gleich ein Hotel, ist riesig.

Aber es gibt noch einige wenige Dörfer, die es geschafft haben, ihr ursprüngliches Aussehen zu bewahren und nicht zu reinen Ferienhaus-Ghettos zu verkommen.

Wohlstand, geschweige denn Reichtum, gibt es dort meist nicht viel, aber diese Dörfer haben eine ganz eigene Ausstrahlung und eigene Charaktere. Ein bisschen wirken sie, wie aus der Zeit gefallen. Diese Dörfchen und Weiler mag ich sehr.

*****

Bei allem Nachdenken, Schlaumachen, Experimentieren und Üben in diesem Binge Creating-Monat habe ich mich zurückerinnert an meinen Kunstunterricht (ab Anfang der 70er-Jahre).

So weit ich mich erinnere, hatten wir einmal die Woche eine Doppelstunde, meist die letzten beiden Stunden des Tages, wenn wir schon müde und eher lustlos waren.

Ich kann mich nur an zwei Kunstlehrerinnen erinnern, und im Nachhinein frage ich mich, ob die tatsächlich für dieses Fach ausgebildet waren, oder ob da irgendwann gesagt wurde »Ach, Kunstunterricht müssen wir ja auch noch anbieten. Wer will’s machen?«

Wenn das damals an den Schulen so üblich war, dann war es natürlich das reinste Lotteriespiel, ob man vernünftigen Kunstunterricht bekam oder nicht. Denn dann hing es ausschließlich vom persönlichen Engagement, der künstlerischen Fertigkeit, des künstlerischen Talents und der pädagogischen Fähigkeit, des jeweiligen Lehrers ab, wie der Unterricht nun ausfiel.

Jedenfalls, der Verdacht, dass einfach in die Runde gefragt wurde, »Wer will’s machen« oder dass man irgendwen von außerhalb auf Honorarbasis oder so engagierte, beschlich mich diesen Monat immer stärker, denn ich musste feststellen, dass ich im Kunstunterricht rein gar nichts gelernt habe.

Woran ich mich erinnere ist, dass wenn wir den sog. Kunstraum (meist ein größeres Klassenzimmer, bzw. ein kleinerer Saal mit großen Fenstern) betraten, es hieß »Holt Euch Papier und Material (Farben, Pinsel) und malt was (evtl. wurde ein Thema für das Bild vorgegeben, meist nicht mal das)!

Ich kann mich absolut nicht daran erinnern, dass uns eine der Lehrerinnen jemals irgendwas erklärt oder demonstriert hat. Keinerlei Zeichen- oder Maltechniken, keinerlei theoretisches Wissen (Perspektive, Materialkunde, Farbmischung, Kunstrichtungen, o.ä.).

Vielleicht waren ja beide glühende Anhängerinnen des »Learning by Doing«, keine Ahnung! Wenn es hochkam, gingen sie ein paarmal während der Doppelstunde zwischen den Zeichenpulten hindurch, warfen einen Blick auf das, was wir da fabrizierten, äußerten hier ein Lob, zogen dort die Augenbrauen hoch und setzten sich wieder an ihr Pult.

Anhand welcher Kriterien die Noten für die »Kunstwerke« vergeben wurden, war uns Schülern ein absolutes Rätsel.

Beide Lehrerinnen hatten ihre Lieblinge (diejenigen, die aus welchen Gründen auch immer, schon zeichnen und malen konnten und daher etwas Ansehnliches zustande brachten), die dann durchaus auch mal vor versammelter Klasse gelobt wurden und die 1er und 2er-Noten bekamen.

Immerhin konnte wir anderen sicher sein, solange man wenigstens irgendwas aufs Papier gebracht hatte, bekam man sicher eine 3 oder 4 als Note.

Wer gar nichts aufs Papier brachte oder abgab, bekam die Note 5, bei offener Rebellion oder Verweigerung gegen den »Unterricht« dann die Note 6.

Und tatsächlich es gab im Laufe meiner Kunstunterricht-Laufbahn, immer mindestens ein oder zwei Komplettverweigerer (weil es ihnen schlicht zu doof war), und ich erinnere mich an zwei Versuche einer Rebellion von seiten der Klassen gegen das, was da als »Kunstunterricht« bezeichnet wurde. Beide Rebellionen wurden im Keim erstickt und wir schickten uns in unser Schicksal und malten halt weiter eher lustlos vor uns hin.

Ich hoffe, ich habe einfach nur Pech gehabt mit meinen Kunstlehrerinnen, und dass das zur damaligen Zeit nicht der Standard an deutschen Schulen war.

Jedenfalls bedauere ich es im Nachhinein sehr, dass Kunst so ein Katzentisch-Dasein an den Schulen hatte, die ich besuchte. Wir Schüler/innen hatten jedenfalls auch immer den Eindruck, dass die Kunstlehrer von den anderen Lehrern niemals ganz ernst, bzw. für voll genommen wurden.

Ob das heute in den Schulen auch noch so ist?

Wie schon im letzten Jahr, hat Kiki Thaerigen auch in diesem Jahr wieder den September zum Binge-Creating-Monat erklärt. Selber kreativ werden statt passiv konsumieren. Das Motto dieses Jahr lautet „Am Meer“ – Hashtag #SepteMeer
Alle weiteren und nötigen Informationen gibt es hier.

Kommentar hinterlassen

Kreatives

Ein Farbenmeer

Heute mal ein echtes Farbenmeer, das zugleich alle Farben des Meeres in sich trägt.

Ich hab mir nämlich sogenannte Farbkarten angelegt, die mir erlauben, schnell nachzuschauen, welche Farbe (in etwa) aus welcher Kombination von vorhandenen Farben herauskommt. Das kann mir später beim Malen helfen und sowohl Farbe wie Zeit sparen.

Ich hatte richtig Spaß dabei, diese Karten anzulegen. Klar, was bei den Grundfarben herauskommt, wenn man sie mischt, wusste ich schon vorher, aber bei mancher Kombination verschiedener Farbtöne war ich dann schon überrascht, was für Farben dabei herauskamen.

Leider sind die feinen Nuancen zwischen den Farbtönen auf dem Foto nicht ganz so gut zu sehen. Ich bin jedenfalls sehr entzückt, was für schöne und feine Farbtöne ich zusammenmischen kann, wenn ich lustig bin.

Wie schon im letzten Jahr, hat Kiki Thaerigen auch in diesem Jahr wieder den September zum Binge-Creating-Monat erklärt. Selber kreativ werden statt passiv konsumieren. Das Motto dieses Jahr lautet „Am Meer“ – Hashtag #SepteMeer
Alle weiteren und nötigen Informationen gibt es hier.

Kommentar hinterlassen

Kreatives

Windflüchter

Die Windflüchter hier an der Küste liebe ich sehr. Nicht nur ihrer oft bizarren Formen wegen. Für mich sind sie Symbole des Widerstands und der Beharrlichkeit. Ihre Lebensbedingungen sind meist alles andere als günstig, aber sie haben es geschafft, sich zu behaupten und trotz all ihrer Verkrümmungen, Narben und Wunden sind sie zu etwas Schönem und Ermutigendem geworden, das man (ich) gerne anschaut.

Ja, richtig gesehen! Ich hab es erneut mit den Aquarellfarben probiert, weil … ich muss ja irgendwie anfangen und Erfahrungen sammeln. Im Moment ist die Erfahrung meist »Oh, so geht’s also nicht«, oder »Hey, wo läufst Du denn hin?« (gerichtet an die Farbe), oder »Mist, warum hab ich jetzt wieder keine unterschiedliche Schattierung hinbekommen?« oder »Ach, das sieht einigermaßen so aus, wie es wohl aussehen sollte, ich mach nur noch kurz hier einen Tupfer … Oh, nein!! Wie sieht das denn jetzt aus?«

Mit anderen Worten, im Moment hat Aquarellmalen für mich was von einer Achterbahnfahrt. Sehr aufregend, im Guten wie im Negativen.

Wie schon im letzten Jahr, hat Kiki Thaerigen auch in diesem Jahr wieder den September zum Binge-Creating-Monat erklärt. Selber kreativ werden statt passiv konsumieren. Das Motto dieses Jahr lautet „Am Meer“ – Hashtag #SepteMeer
Alle weiteren und nötigen Informationen gibt es hier.

Kommentar hinterlassen