Fotografie ·Kreatives ·Liisas Fotos

Rosenmeer

Heute ist Sonntag und nicht nur das, sondern außerdem hat die famose Kiki (& Bär!), Initiatorin des laufenden Binge-Creating-Monats, heute Geburtstag. Also gibt es heute für mich eine Zeichenpause und dafür ein Rosenmeer fürs Geburtstagskind. Kreativ selbst fotografiert, ohne Filter oder sonstigen Schnickschnack. Dazu natürlich die herzlichsten Glückwünsche für die Geburtstagskinder/-bären!

Wie schon im letzten Jahr, hat Kiki Thaerigen auch in diesem Jahr wieder den September zum Binge-Creating-Monat erklärt. Selber kreativ werden statt passiv konsumieren. Das Motto dieses Jahr lautet „Am Meer“ – Hashtag #SepteMeer
Alle weiteren und nötigen Informationen gibt es hier.

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Liisas Fotos ·Mecklenburg-Vorpommern ·Privates ·Reisen

Der Sommer 2016 und eine Woche auf Hiddensee

Ostseestrand am Leuchtturm Gellen auf Hiddensee

Während der Sommer noch ein letztes Feuerwerk abbrennt und Menschen und Natur unter der Hitze ächzen, schaue ich etwas ungläubig drein, dass der Sommer vorbei ist. Dieser Sommer ist irgendwie ganz anders gelaufen, als ich es geplant und erwartet hatte. Klar, einiges was ich mir vorgenommen hatte, konnte ich in die Tat umsetzen, es gab einige überraschende Entwicklungen und Erlebnisse, die positiv und schön waren, aber eben auch einiges, das so nicht hätte sein müssen. So ein richtiges »Sommergefühl« kam bei mir eher selten auf, aber doch wenigstens hin und wieder.

Ganz besonders in der vergangenen Woche, die ich auf Hiddensee verbringen konnte. Wenigstens dieser lang gehegte Plan konnte umgesetzt werden, auch wenn es kurz vorher kurz so aussah, als ob ich auch diesen Plan hätte begraben müssen. Das hätte mich dann wirklich traurig gemacht, denn auf Hiddensee habe ich mich schon monatelang ganz besonders gefreut, nicht zuletzt, weil ich dort eine liebe Freundin samt ihrer Familie treffen wollte. Man könnte sagen, ich habe darauf hingelebt. Jedenfalls die Woche auf Hiddensee war wirklich schön, wenn auch - wie immer - viiiiel zu kurz. Ich hätte gerne noch zwei, drei, ganz viele Wochen drangehängt.

Eigentlich wäre ich dieses Jahr gerne mal Richtung Lüneburger Heide gefahren. Als ich 6 oder 7 Jahre alt war, war ich einmal mit meinen Eltern dort, aber damals war ich noch zu jung, um zu begreifen, was für eine tolle, bemerkenswerte Landschaft das ist. Ich trottete gelangweilt hinter den Erwachsenen her und war froh, als das verlängerte Wochenende in der Heide vorbei war. Inzwischen würde ich gerne nochmal in die Heide und sie mit anderen Augen anschauen. Ich hatte mich deswegen vor einiger Zeit ein bisschen schlau gemacht, wohin in der Heide man am besten fährt und dabei erfahren, dass dieses Jahr die Heideblüte besonders schön und langanhaltend gewesen ist, weil das Wetter zur Blütezeit ziemlich wechselhaft war. Das befeuerte natürlich meinen Wunsch hinzufahren und mir das selber anzuschauen. Tja, was soll ich sagen, die Pläne zerschlugen sich aus Gründen, und ich sagte am Ende »vielleicht im nächsten Jahr« … wie schon so oft.

DÜNENHEIDE AUF HIDDENSEE

Umso begeisterter war ich, als mir dann aufging, dass ich rechtzeitig zur Heideblüte auf Hiddensee sein würde. Kenner und Liebhaber der Insel wissen, dass es dort die sogenannte Dünenheide gibt, also eine Heidelandschaft direkt hinter den Dünen, hinter denen wiederum die Wellen der Ostsee an den Strand schlagen. Es ist ein 75 Hektar großes Naturschutzgebiet und die letzte erhaltene Küstenheide in Deutschland. Als ich letztes Jahr zum ersten Mal (für drei Tage) auf Hiddensee war, hatte es zeitlich nicht mehr gelangt, auch den Süden der Insel und damit diese Heidelandschaft zu erkunden.

Dieses Jahr war es dann so weit und es war einfach nur wunderschön! Der Gipfel der Idylle war dann natürlich, als ausgerechnet als wir dort unterwegs waren, der Inselschäfer mit der gar nicht so kleinen Schafherde durch die Heide kam und quasi einen halben Meter entfernt an mir vorbeiwanderte, die Schafe und ein paar Ziegen hinterdrein. Hachz!!

Häuschen in der Dünenheide von Hiddensee

Die Inselschafe in der Dünenheide

Die Herde rauhwolliger Pommerscher Landschafe zieht durch die Dünenheide auf Hiddensee

Die Schafe sind übrigens Rauhwollige Pommersche Landschafe, die in den 1980er Jahren so gut wie ausgestorben waren. Die UNO setzte die alte Landschaf-Rasse damals auf die Rote Liste der vom Aussterben bedrohten Haustierarten. Mit sieben Böcken und etwa 40 Mutterschafen die man noch fand, startete man eine neue Zucht mit der alten Rasse. Heute gibt es wieder einige tausend Schafe dieser Rasse, einige davon auch auf Hiddensee.

Häuschen in der Dünenheide auf Hiddensee

Auch sonst habe ich es sehr genossen auf der Insel zu sein, am Strand und der Ostsee entlang zu spazieren, die Sonne und den leichten Wind zu genießen. Wir hatten weitestgehend grandioses Sommerwetter erwischt, vermutlich besser als manche zur Hochsommerzeit dort.

Neben der Dünenheide inklusive Hirt und Schafherde hatte die Woche noch mindestens drei weitere Highlights.

LEUCHTTURM DORNBUSCH UND DIE STEILKÜSTE AUF HIDDENSEE

Blick auf die Insel Hiddensee, Bodden (links) und Ostsee (rechts) vom Dornbusch aus

Zum einen habe ich es dieses Jahr auch zum Leuchtturm Dornbusch geschafft und bin sogar hinaufgestiegen. Was für ein herrlicher Ausblick von dort oben!

Leuchtturm DornbuschBlick auf die Ostsee von der Steilküste beim DornbuschSanddorn und Leuchtturm DornbuschFerienhäuschen auf der Steilküste beim Klausner auf HiddenseeAusblick auf die Ostsee von der Steilküste beim Klausner auf Hiddensee

STAND UP PADDLING AUF DER OSTSEE

Das zweite Highlight kam ungeplant. Ich entdeckte nämlich, dass auf Hiddensee auch Stand Up Paddling angeboten wird. Kurzentschlossen ergriff ich die Chance und buchte einen 1 1/2-stündigen Schnupperkurs. Kurz vor Beginn des Kurses packte mich dann doch etwas die Panik vor meiner eigenen Courage, aber ich zog es durch. Man wird ja nicht jünger, wer weiß, wann sich eine neue Chance ergibt, etc. etc.

Vor dem Paddling steht jedoch noch eine andere Herausforderung. Ich musste mich, ebenfalls eine Premiere, in einen Neoprenanzug wurschteln. In diesem Fall zum Glück »nur« ein sogenannter Shorty, also kurze Arme und Beine, was das Anziehen etwas erleichterte. Die Dinger sitzen knalleng, und zuerst kam ich mir ein bisschen wie eine Presswurst vor, aber das gab sich erstaunlich schnell. Zwar nicht das erste, aber das zweite, das ich sagte, als ich wieder der Ostsee entstieg war: »So ein Ding will ich haben!« Obwohl die Ostsee an besagtem Tag wirklich kühl war, hab ich nicht eine Minute gefroren. Großartig! Mit so einem Shorty würde sich jedenfalls das Zeitfenster in dem man in unserem See noch schwimmen kann, deutlich vergrößern. 🙂

Die 1 1/2 Stunden Schnupperkurs wurden am Ende 2 volle Stunden, und sie vergingen wie im Flug. Der Lehrer war wirklich sehr angenehm und unsere Gruppe auch überschaubar klein (4 Personen), so dass alle gut und individuell angeleitet und falls nötig auch korrigiert werden konnten. Bis man den Bogen erstmal raus hat, ist das Ganze recht kräftezehrend, also zumindest wenn man nicht voll durchtrainiert und deutlich jenseits des Jugendalters ist. Hat man den Bogen raus, ist es so toll, wie es aussieht, wenn Könner, lässig auf dem Bord stehend gemächlich paddelnd vorbeiziehen. Ich bin auf jeden Fall angefixt und konnte somit unverhofft einen weiteren Punkt von meiner Liste der Dinge, die ich gerne mal ausprobieren oder unbedingt noch machen möchte, streichen. Juchu! Leider hab ich vor lauter Aufregung vergessen, ein Foto von mir im Shorty samt Bord und Paddel machen zu lassen. *gnarf*

LEUCHTFEUER GELLEN

Das dritte Highlight war die Radfahrt zum Leuchtturm bzw. Leuchtfeuer Gellen, das sich im gleichnamigen südlichen Teil der Insel befindet. Dieser Teil ist heute ein Naturschutzgebiet, der südliche Teil des Gebietes gehört als ein bedeutendes Vogelschutzgebiet zum Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft und ist für die Öffentlichkeit nicht zugänglich.

Das Foto über diesem Beitrag zeigt den Ostseestrand am Leuchtfeuer Gellen und den Blick gen Norden über die Insel.

Holzkunst am Leuchtfeuer Gellen

Dünen und Strandzugang am Leuchtfeuer Gellen

Leuchtfeuer GellenBlick über einen Teil des Neuendorfer Hafens

Die Woche auf Hiddensee und die unerwarteten warmen und sonnigen Tage jetzt im September haben mich noch etwas mit dem Sommer 2016 versöhnt. Nun stehen alle Zeichen auf Herbst, und ich hoffe, er wird ähnlich schön wie letztes Jahr. Vielleicht kann ich dann doch noch einige Ausflüge und Unternehmungen starten, die im Sommer nicht zu verwirklichen waren.

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Cat and Co Content ·Fotografie ·Privates ·Tagesnotizen 2016

Dies und das vom Tage

Ich bin ja eher der organisierte oder strukturierte Typ. Das hat durchaus seine Vorteile und Vorzüge und erleichtert in vielen Bereich des Lebens so einiges. Es hat aber, wie alles im Leben, auch seine Nachteile und Schattenseiten. Deshalb versuche ich gerade, mich etwas von meinen Strukturen und Plänen zu lösen. Und siehe da, die Welt geht erstaunlicherweise nicht sofort unter, wenn man die To-Do-Liste mal To-Do-Liste sein lässt und einfach etwas komplett anderes tut.

Ich möchte dem Spontanen, der Improvisation etwas mehr Raum geben. Es hat etwas abenteuerlich, zumindest für mich. Ich empfinde es so, als ob diese kleinen Ausbrüche aus dem Organisierten und Strukturierten einen gewissen Sog auf mich haben. Als ob sich da unverhofft Kontinente auftuen, die geheimnisvoll locken und mir zurufen, komm und wag es.

Ich werde sicher immer ein eher organisierter und strukturierter Typ bleiben, aber mir gefällt der Gedanken, die andere Seite, die der Spontanität und Improvisation, etwas mehr zu ihrem Recht kommen zu lassen. Vielleicht gelingt es mir eine ausgewogenere Mischung aus beidem zu leben.

Ich gehe das Ganze langsam an, versuche die Situationen in denen es möglich ist, spontan zu entscheiden oder zu agieren, bewusster wahrzunehmen und nicht gleich zu verwerfen - weil gerade Plan A, B, oder C abspult - sondern zu nutzen.

Noch fühlt sich das in vielen solcher Situationen fremd und ungewohnt an, aber bisher gefällt mir, dieses andere Gefühl, das sich auch einstellt. Diese, ja, Freiheit. Dieses »Hey, ich kann auch anders!« Ich könnte mich jetzt sogar spontan dazu hinreißen lassen, zu sagen: es ist toll!

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Mein Jaromir wird Ende Juli 14 Jahre alt. Das sind in Menschenjahre umgerechnet 73 Jahre. Also schon ein ganz stattliches Alter. In den letzten Wochen meine ich zu beobachten, dass man ihm diese Jahre jetzt langsam anmerkt. Die Bewegungen sind nicht mehr ganz so flüssig. Seine Fellpflege funktioniert nicht mehr so ganz hundertprozentig. Futtertechnisch wird er etwas mäkeliger und kann sich binnen weniger Sekunden umentscheiden. Beim Gedanken, dass er irgendwann mal nicht mehr hier bei mir sein wird, wird mir ehrlich gesagt ziemlich flau. Wir haben eine Art »Seelenverwandtschaft«. 14 Jahre sind nichts und doch eine Ewigkeit, und ich kann und will mir ehrlich gesagt nicht vorstellen, dass da nicht nochmal mindestens 14 Jahre hinzukommen. Ich hoffe, er hat noch ein paar gute Jahre und dass ihn das Alter nicht zu sehr plagt bzw. ich ihm sein Alter so gut wie möglich gestalten kann. So versuche ich gerade herauszubekommen, wie man alte Katerherren futtertechnisch etwas verwöhnen und animieren kann. Tipps nehme ich gerne entgegen.

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Via »A Cup of Jo« wurde ich auf die Fotografin Sara Macel und ihr Fotoprojekt »Kiss & Tell« aufmerksam. Dafür hat sie Freunde und Fremde gebeten, ihr von einem Kuss, den sie jemandem gegeben haben, zu erzählen und vor allem, wo dieser Kuss stattfand. Dann ist Sara Macel an diese Orte gefahren und hat sie fotografiert. Bei einem Gespräch, das Joanna von »A Cup of Jo« mit ihr hatte, sagte Sara Macel

“It’s like the opposite of a crime scene”

Ich fand den Gedanken, mit der Kamera eine Art Gegengewicht zu all den Fotos und Bildern von Orten des Verbrechens und der Gewalt zu schaffen, sehr schön. Tolles Fotoprojekt!

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Fotografie ·Liisas Fotos ·Privates ·Wochenrückblick

WiO oder Wochenrückblick in Objekten

© Liisa

© Liisa

© Liisa

© Liisa

1. Der Geburtstagsreigen für dieses Jahr wurde eröffnet. Morgens freute sich das Geburtstagskind besonders über den in der Nacht gefallenen frischen Schnee. Der ließ uns allerdings davon Abstand nehmen, an diesem Tag eine längere Tour mit dem Auto zu machen. Stattdessen feierten wir, dem Anlaß würdig, im Lieblingscafé in der nahegelegenen Kleinstadt mit großartigen Torten.

Im Bild zu sehen die Bananen-Toffee-Torte. Verspeist wurden außerdem noch eine hervorragende Erdbeer-Basilikum-Torte und eine Stachelbeer-Baiser-Torte. Wir mussten auch »nur« 25 Kilometer fahren, was hier auf dem Land sozusagen gar nix ist.

2. Nach Jahren war ich mal wieder bei Karls Erlebnisdorf (früher Karls Erdbeerhof). Mein Garten-Guru hatte mir so vorgeschwärmt von der »Eiszeit« dort, die diesmal unter dem Motto »Die fantastische Reise mit dem Orient-Express« steht, und die ich uuunbedingt sehen müsste.

Nun bin ich kein Freund von Freizeitparks und den damit verbundenen Menschenmengen und Karls hat für mein Empfinden zusätzlich eine recht massive Verkaufsstrategie. Nicht nur dass es dort Massen an Sachen gibt, sie schreien auch alle »Karls, Karls, Karls!!!«. Ich erleide dort also relativ schnell den totalen Overload. Aber es ist ja noch Winter und wir waren gleich zu Wochenanfang dort, so dass wenigstens die Anzahl der Menschen einigermaßen überschaubar blieb. Im Sommer schieben sich da die FlipFlop-tragenden Massen durch.

Als erstes gingen wir tatsächlich die »Eiszeit« ansehen, und die ist toll gemacht. Eine riesige Dampflock, lebensgroße Menschen und Tiere, die Wahrzeichen verschiedener Länder auf der Route, die in Paris startet und in Konstantinopel endet. Das ist wirklich alles sehr beeindruckend.

Natürlich ist es eiskalt in der Eiszeit, weshalb man zu Beginn der Tour mit großen wattierten Ponchos ausgestattet wird. Ich war dann froh, dass ich zusätzlich noch meine Mütze mit hatte und meine Hände in die Taschen meiner Hose stecken konnte. Ich frage mich, wie das im Sommer geht, wenn die Leute aus der brütenden Hitze in kurzen Sommersachen kommen und dann die Eiszeit angucken. Ein bisschen Abkühlung ist ja ganz nett, aber das dürfte schon eine etwas krassere Erfahrung sein, selbst mit Poncho.

Ein Grund, warum ich mich noch darauf eingelassen hatte, Karls zu besuchen, war dass ich erfahren hatte, dass es dort im Zusammenhang mit der »Eiszeit« eine kleine Eisbahn gibt und die Gelegenheit wollte ich gerne nutzen.

Es ist lange her, dass ich das letzte Mal auf Schlittschuhen gestanden habe. Wobei »gestanden« der korrekte Ausdruck ist. Ich habe nämlich nie richtig gelernt Schlittschuh zu laufen. Wohl aber war ich eine ganz passable Rollschuhfahrerin. Deshalb hatte ich bei den ein, zwei Gelegenheiten, zu denen ich mich auf Schlittschuhen bewegen sollte, auch keine größeren Berührungsängste. Ich dachte mir Schlittschuhfahren ist so ähnlich wie Rollschuhfahren nur eben auf Eis. Ganz falsch ist das nicht. Ich schaffte es zumindest ohne größere Stürze mich auf den Beinen zu halten und einigermaßen geradeaus zu gleiten. Bei Kurven bzw. Bögen wurde es schon etwas kniffliger. Das ist wie gesagt schon lange her.

Hier im Norden frieren im Winter ja gerne mal die Seen zu und dann sieht man Groß und Klein auf Schlittschuhen auf den Seen. Das finde ich ganz toll, und ich träume davon, das auch einmal im Winter zu machen. Davor muss ich aber erstmal probieren, ob Geschicklichkeit und Beweglichkeit noch ausreichen und ein bisschen üben. Jedenfalls, ich würde gerne mal wieder auf Schlittschuhen stehen und über eine Eisfläche gleiten.

Ich hatte mir also ausgedacht, ich probiere auf der hoffentlich ziemlich menschenleeren, kleinen und überschaubaren Eisbahn bei Karls mal, wie es so klappt. Leider ist die Bahn aber nicht unter Dach, und es hatte vorher kräftig geregnet, so dass eine zentimeterhohe Wasserschicht auf dem Eis stand. Schweren Herzens gab ich mein Ansinnen auf, denn die Gefahr, dass ich mich doch der Länge nach hinlege und dann von Kopf bis Fuß pitschnass gewesen wäre, war zu hoch. Muss ich also weiter schauen, wo ich mal aufs Eis komme. Ich hab da noch zwei Möglichkeiten im Sinn, die in absehbarer Zeit klappen könnten.

Was das alles mit dem Foto zu tun hat? Tjaahaa nichts! Dazu komme ich jetzt. Wir besuchten nämlich noch den Schuppen-Schuppen. Richtig, da geht es um Fische. Eine komplette (recht altertümliche) Wohnung ist mit Aquarien ausgestattet. Aquarium im Fernseher, hinter den Glastüren eines Schrankoberteils, ein komplettes Badezimmer zum Aquarium umgestaltet, ein Wintergarten ebenso und in der Küche leben Fische im Kühlschrank und im Backofen. Sehen ziemlich cool aus, all diese Aquarien in der Wohnung.

Richtig interessant fand ich dann noch die Schau-Vorstellung bei den Bonbonmachern, die das Ganze sehr kurzweilig und sympathisch präsentierten. Leider ist das Bonbonmachen ein aussterbendes Handwerk und heute eher der Industrie zugeordnet. Die, die da Bonbons machen, heißen auch längst nicht mehr Bonbon-Macher. Aber bei Karls werden noch Bonbons ganz von Hand gemacht. Sieht einfach aus, ist aber gar nicht so einfach und erfordert auch ganz schön viel Kraft. Am Ende durften wir die frischen und gerade noch warmen Bonbons probieren. Seeehr lecker!

3. Über den Bauernmarkt sind wir auch noch gelaufen bzw. ich eher gestolpert, da ich langsam am Ende meiner Aufnahmekapazitäten war. Tausende mehr oder weniger sinnvolle Produkte, man weiß kaum, wohin gucken. Ein paar kulinarische Kleinigkeiten habe ich mitgenommen und an diesem kleinen flachen Schälchen kam ich auch nicht vorbei. Mir hat das Muster so gut gefallen und kleine flache Schälchen kann man immer mal gebrauchen. Deshalb wohnen jetzt zwei davon bei mir.

4. Weniger schön war diese Woche, dass mein Jaromir (einer der beiden verbliebenen Kater) eines Nachmittags plötzlich sichtlich hinkte und vor sich hinjammerte. Wir wissen nicht genau, was passiert ist, aber das Jammern hielt an, und so hieß es mal wieder die Tierärztin besuchen. Die stellte eine schwere Prellung bzw. Zerrung in seinem Hinterbein fest und verordnete ein Schmerzmittel und »Sofaruhe«. Äh, ja. So lange er das Bein wegen der Schmerzen nicht richtig bewegen konnte, kein Problem. Aber sobald das Schmerzmittel anschlug, war er natürlich gleich wieder obenauf. Wir versuchen ihn so gut es geht etwas ruhiger zu halten. Jetzt zum Ende der Woche hin, geht es ihm wieder deutlich besser. Zum Glück ist nicht Schlimmeres passiert. Wir vermuten, dass er irgendwo beim runterspringen blöd aufgekommen ist. Ist ja mit bald 14 Jahren auch nicht mehr der Jüngste.

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