Cat and Co Content ·Privates ·Tagesnotizen 2018 ·Vogelliebe

Februar-Fragmente

Wieder gab es Neuschnee-Nachschub. Für meinen Geschmack hätte es gerne mehr sein dürfen. Aber vielleicht haben wir ja in der kommenden Woche Glück und es fällt mal etwas mehr Schnee.

Egal, Schnee ist Schnee und ich nehme jede einzelne Flocke gerne!
Hallo Winter? Hörst Du mich? 😉

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Wir sehen hier Scharen von Wildgänsen, die wie an einer Perlenkette aufgezogen, gen Norden über uns hinwegfliegen.

Das verwundert mich doch etwas, denn noch ist es durchdringend kalt und der Wetterbericht verheißt weiterhin niedrige Temperaturen. Und im Norden ist es noch viel kälter. Was wollen die alle schon hier bzw. dort im Norden?

Auch vom nahegelegenen größeren See hören wir gegen Abend und in der Nacht sehr lautes Vogelstimmengewirr. Dort müssen sich zur Nacht hunderte Wasservögel, Kraniche und Wildgänse versammeln.

Schade, dass ich kein Fernglas mit Nachtsicht habe, sonst könnte ich sicher tolle Beobachtungen machen.

Ich habe schon überlegt, mal früh morgens, also vor dem Sonnenaufgang zur Vogelbeobachtungshütte zu laufen und dann zu beobachten. Bisher konnte ich mich aber dann doch noch nicht aufraffen, weil a) noch so dunkel, b) noch soooo kalt und c) die Nacht so kurz. Andererseits reizt es mich aber schon etwas, mal selber nachzuschauen.

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Überraschend kamen dann schon heute die bestellten Ersatzteile für den alten, zerfledderten Kratzbaum.

Die neuen Sisalstämme sind etwas dicker als die bisherigen, dafür nicht ganz so lang. Das ist aber okay, denn es erleichtert dem Altkater den Aufstieg, weil die Tritt- und Liegeflächen damit etwas niedriger sind. Die Liegeflächen sehen natürlich top aus, mal sehen wie lange.

Beide Kater haben sehr interessiert zugeschaut, wie wir den alten Kratzbaum zerlegt, und dann mit den neuen Teilen wieder aufgebaut haben.

Für die oberste große Liegefläche (67 cm x 42 cm) stimmten die Bohrungen für unsere Bedürfnisse nicht, aber wir haben ja jemand handwerklich sehr begabten im Haus, der das schnell behoben hat.

Der neue »alte« Kratzbaum wurde gleich mit Begeisterung in Betrieb genommen, und wir Menschen sind für die Kater froh, und dass der Anblick des Kratzbaumes wieder ein Vergnügen ist.

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Außerdem hatte ich noch etwas zusätzliches Katzenspielzeug geordert (das vorgestern hier ankam), um Jungkater Aurelio etwas mehr bei Laune und vor allem beschäftigt zu halten.

Er ist überaus begeistert von seinem Spielzeug und nutzt es ausgiebig. Schöner Nebeneffekt, er stellt nicht mehr so viel Unsinn an. Wenn er doch wieder anfängt Sachen zu machen, die er eigentlich nicht machen soll/darf, brauche ich ihn nur wieder zu seinem Spielzeug bringen und er ist abgelenkt und spielt wieder damit.

Vorteil dieser Spielzeuge ist, dass er damit gut auch alleine spielen kann und nicht ständig von uns mit animiert werden muss. Das hat auch für uns etwas Entspannung gebracht. 😉

Ein voller Erfolg also, was durchaus nicht so selbstverständlich ist, denn Katzen haben ja bekanntlich ihren eigenen Kopf. Er hätte das Spielzeug theoretisch auch komplett links liegen lassen können.

Wir staunten allerdings nicht schlecht, dass sich sogar Filippo von den beiden Teilen zum Spielen hinreißen (herab)ließ. Jetzt spielen die beiden Kater teils sogar zusammen damit. Ist ja auch nicht verkehrt.

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Überhaupt ist es schön zu sehen, wie sich Aurelio immer mehr an Filippo anschließt und aktiv dessen Nähe sucht. Filippo lässt sich das meist gefallen und balg manchmal auch kurz mit Aurelio. Allerdings ist sein Geduldsfaden da eher kurz, vor allem, wenn Aurelio vor lauter Spieleifer immer wilder wird. Aber das klären die Beiden meist gut selbst miteinander.

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Beste Nachricht des Tages, natürlich die Freilassung von Deniz Yücel! Das wurde aber auch Zeit! Leider sind aber noch viele andere unter ähnlich haarsträubenden Anschuldigungen und Bedingungen in türkischen Gefängnissen. So ist die Freude keine reine, sondern getrübt.

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Architektur ·Cat and Co Content ·Privates ·Tagesnotizen 2018 ·Vogelliebe ·Wohnträume

Februar Fragmente

Das Wochenende war voll und wurde unerwartet noch voller. Regeneration fiel damit komplett flach, was ich besonders am Sonntag sehr bedauerte. Aber, es ist wie es ist, und so ergab ich mich in die Tatsachen, oder das Leben und tat, was zu tun war.

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Seit einer Weile ist einer unserer Kratzbäume eine »Baustelle«. Er leistet uns seit vielen vielen Jahren treue Dienst, ist aber inwzischen wirklich abgewirtschaftet. Jetzt könnte man einfach sagen, ersetzen wir ihn halt. Doch so einfach ist es nicht. Denn dieser Kratzbaum ist der Liebling vom Altkater. Er hat nämlich den Vorteil, dass er neben wirklich großen Liegeflächen, die die Maine Coon brauchen, auch ziemlch niedrig angesetzte Liegebretter hat, so dass er dem von Arthrose geplagten Altkater beim Aufstieg in Höhen hilft, die er sonst nicht mehr erreichen könnte.

Nun haben wir also eifrig nach einem Ersatz für diesen Kratzbaum gesucht, aber wurden einfach nicht fündig. Ich glaube, wir haben schon hunderte Kratzbäume angeschaut, aber irgendetwas stimmte immer nicht. Entweder es fehlten die niedrig angesetzten Bretter für den Aufstieg, oder die Liegeflächen waren zu klein, oder die Anordnung passte nicht, oder die Kratzbäume lagen weit jenseits unseres Budgets.

Zweimal dachten wir, wir hätten endlich den perfekten Kratzbaum gefunden, nur um dann festzustellen, dass er um wenige Zentimeter zu lang oder breit war, und deswegen nicht an die Stelle passte, wo er stehen müsste.

Nachdem sich abzeichnete, dass wir keinen neuen Kratzbaum finden würden, der alle Bedingungen erfüllen würde, kam die Idee auf, die kaputten Teile (Sisalstämme und Liegeflächen) auszutausche, da es ja inzwischen die Möglichkeit gibt nur Einzelteile ordern zu können. Doch auch da gestaltete sich die Suche schwierig, vor allem, wegen der großen Liegeflächen (77 cm Länge, 42 cm Breite).

Als ich dann gestern ziemlich frustriert meiner Schwester mein Leid klagte, nannte sie mir einen weiteren Shop, wo man Ersatzteile bekommen kann, und wo sie selbst schon Teile geordert hat.

Und endlich sind wir fündig geworden. Die neue große Liegefläche fällt zwar 10 cm kürzer aus, aber das ist noch verkraftbar. Die Ersatzteile sind geordert, und wir warten nun sehr gespannt auf die Lieferung und hoffen, dass dann auch wirklich alles passt und vor allem stabil und standfest ist.

Wenn das klappt, bin ich megahappy, weil mir der verfetzte Anblick des Kratzbaums doch zunehmend auf die Nerven ging, und auch die Kater sicher froh sind, wenn sie wieder vernünftige Sisalstämme zum Kratzen haben.

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Außerdem bin ich jetzt wieder halbwegs auf dem aktuellen Stand, was Katzenfutter und die Entwicklungen in diesem Bereich angeht. Da ändern sich mit den Jahren ja auch die ein oder andere Ansicht oder Erkenntnis.

Es ist interessant zu sehen, wie Entwicklungen bei den Menschen in den tierischen Bereich übertragen werden. Ich war überrascht, mehrere Diskussionen zu finden, ob man Katzen nicht auch vegan ernähren kann. Ähm …

Auch das sogenannte »Barfen« ist nicht mehr nur für Hundebesitzer interessant. Es gibt Katzenbesitzer, die barfen für ihre Katzen. Dabei ist das eine kleine Wissenschaft für sich, zumindest wenn man sicherstellen will, dass die Tiere wirklich alles an Inhaltsstoffen bekommen, was sie für ein gesundes Wachstum und Dasein benötigen. Da wird dann eifrig mit Zusatzstoffen gearbeitet, und um die ein oder anderen Zusatzstoffe und vor allem die Menge, in der sie »optimal« sein soll(t)en werden wahre Glaubenskriege geführt. Also, ich weiß ja nicht … .

Hier wird jedenfalls nicht gebarft!

Bei meinen Recherchen zum Thema, dachte ich allerdings, dass mich schon mal interessieren würde, was die vielen Katzenbesitzer/innen in meiner Twitter Timeline oder unter meinen Blogleserinnen und Bloglesern an ihre Katzen und Kater verfüttern?

Also welche Futtersorten, ob da vielleicht auch Barfer drunter sind, was den Felltigern als Leckerchen oder Snacks gereicht wird, ob zusätzlich Sachen wie Malz-, Vitaminpasten oder sonstige Zusatzstoffe (zerstossene Eierschalen? o.ä.) gegeben werden, und zu welcher Fraktion sie beim Thema Trockenfutter gehören (von »Da bin ich radikal, meine Katzen bekommen gar keins« über »Ich geb es meinen Katzen nur ab und an mal!« bis hin zu »Wieso? Hier steht immer welches rum!«).

Also ich würde mich sehr über Antworten freuen!

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Einer der Buntspechte, die hier ihre Reviere haben, hat festgestellt, dass er unsere Spezialmeisenknödel bzw. deren Inhalt auch sehr mag. Jetzt hängt er alle Nase lang an dem Knödel und die Meisen gucken empört. Dafür bieten sich mir 1A-Bedingungen ihn und sein Verhalten zu studieren! \o/

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Wir bieten den Vögeln diesen Winter u.a. auch ganze Äpfel an. Der Apfel wird auf einen Nagel auf der hölzernen Pergola vor meinem Balkon aufgespiesst und so festgehalten.

Die Amseln, vor allem Anselm, mein Amslerich, freuen sich sehr darüber, aber auch Meisen und Elstern gehen an den Apfel.

Im Moment haben wir richtig schöne rote Äpfel und es sieht so toll aus, wenn wieder ein neuer Apfel aufgesteckt ist, und dann der schmucke schwarze Anselm kommt, und sich über den roten Apfel her macht.

Ich würde das so gerne mal fotografieren, aber das klappt nicht so recht, weil ich nicht nah genug herankomme. Ich versuche es weiter, vielleicht klappt es ja irgendwann doch noch.

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Es gibt Häuser und es gibt Häuser, und ich bin am Wochenende mal wieder auf eines gestoßen, wo ich nur gedacht habe: Hachz!

Schauen Sie nur!

Die Lage, die großen Fenster, die Ausblicke … die Einrichtung in Teilen … So toll! Da könnte ich ganz wunderbar regenerieren und garantiert großartig Vögel und sonstige Wildtiere beobachten. 🙂 Wer sehr nett zu mir ist, dürfte mich eventuell auch mal dort besuchen kommen. 😉

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Cat and Co Content ·Privates ·Tagesnotizen 2018

Februar-Fragmente

Vormittags hatte ich einen Termin im größeren Städtchen der Nachbarschaft. Ich mag die Fahrt dorthin wegen der Landschaft immer sehr gern. Heute war die Landschaft schockgefrostet und von Sonne beschienen. Sehr schön.
Den Termin selbst brachte ich, glaube ich, ganz ordentlich über die Bühne.

Auf dem Rückweg noch einen Zwischenstop am Schreibwarengeschäft (das über eine erstaunlich gut sortierte Kunstmaterialienabteilung verfügt), eingelegt und zwei Collegeblöcke und einen Stift besorgt.

Das Mittagessen eher im Autopilot verputzt, weil ich gedanklich a) noch mit dem Vormittagstermin beschäftigt war und b) hin und her überlegte, ob wir noch heute mit dem Altkater zur Tierärztin fahren sollten, oder bis Montag warten sollten. Der macht uns nämlich in letzter Zeit etwas Sorgen.

Nach dem letzten Tierarztbesuch (bei der sehr kompetenten, tier- und menschenzugewandten Tierärztin!), der ja unverhofft in einem Drama endete, spürte ich doch ziemlich Widerstreben nun schon wieder hinzufahren. Mir ging es kreuz und quer durch den Kopf:

»Was, wenn sich das Ganze wiederholt?«
»Ich will mein Flippchen jetzt nicht auch noch verlieren!«
»Können wir nicht einfach alle so tun, als ob nichts wäre?«

Nein, können wir natürlich nicht!

Das Letzte, was ich wollen würde, wäre, dass sich einer meiner Kater unnötig mit irgendwas herumquält, nur weil ich Schiss habe. Also riss ich mich zusammen und beschloß, wir fahren heute noch.

Mit einem Kloß im Hals, mein Flippchen in die Transportbox gepackt. Mag er nicht so wirklich, aber macht kein Theater deswegen. Wie überhaupt keiner unserer Kater je Theater gemacht hat, wenn sie in die Transportbox mussten, und auch nicht bei den Tierärzten (egal ob nun der »Haustierarzt« oder Tierklinikärzte).
Sämtliche Tierärzte/ärztinnen verliebten sich vom Fleck weg in unsere Kater, die immer freundlich und gelassen alle Untersuchungen über sich ergehen ließen. Gut, wenig hilfreich, wenn sie beim Abhören laut schnurren, aber besser als fauchende, schreiende Tiere, die sich nicht anfassen lassen und um sich beißen.

Katerchen Aurelio beguckte sich die Aktion sehr interessiert, wollte am liebsten auch mit in die Box, aber das ging ja nicht. Er fand es dann gar nicht gut, dass wir mit Filippo verschwanden und heulte uns lauthals hinterher. Zum Glück gibt es ja noch meinen WG-Yoda! Sie ging hinauf und tröstete den kleinen Kater.

Während der Fahrt ins nächstgelegene kleine Städtchen, sagte ich Filippo vorsichtshalber noch alles, was ich ihm unbedingt noch sagen wollte (man weiß ja nie!).

Wir waren ca. 20 Minuten vor Öffnung der Praxis vor Ort. Ich versuche immer möglichst unter den ersten »Patienten« zu Beginn der Sprechzeit zu sein. Zum einen, um langes Warten zu vermeiden, was ja für die Tiere auch stressig ist, und zum anderen, sind da die Ärzte auch noch »frisch«.

Die weltbeste WG-Genossin stellte sich an der noch verschlossenen Praxistür auf, und ich erzählte dem Kater im Auto Geschichten, damit ihm nicht langweilig wurde.

Kurz überlegt ich, ob es vielleicht doch übertrieben war, soviel früher da zu sein. Doch kaum war die Praxis aufgeschlossen, strömte das Volk samt Hund, Katze, Meerschwein, Hase herzu.

Die weltbeste WG-Genossin und ich warfen uns erleichterte Blicke zu, dass wir tatsächlich die Ersten waren und bemitleideten die anderen Tierbesitzer und vor allem die Tiere, die lange würden warten müssen, bis sie dran kamen.

Von der Tierärztin erfuhren wir dann, dass es der letzte Praxistag vor ihrem Urlaub sei. Da war ich dann endgültig froh, dass ich mich nicht entschieden hatte, bis Montag zu warten. Da wären wir dann vergeblich gefahren und hätten weiter sorgen und bangen, und der Kater weiter leiden müssen.

Die Tierärztin untersuchte den Kater, und wir waren sehr erleichtert zu hören, dass offenbar nichts Lebensbedrohendes vorlag, wohl aber Schmerzhaftes, was dem Kater offenbar auf den Appetit geschlagen war. Er bekam eine erste Gabe Schmerzmittel gespritzt und ein Schmerzmittel, dass wir ihm jetzt täglich kredenzen dürfen. Mal sehen, wie sich das auf sein Befinden auswirkt.

Kurz sprachen wir auch nochmal über den letzten Besuch bei der Tierärztin und das Drama, das sich da abgespielt hat. Es hängt uns allen noch immer etwas nach. Umso erleichterter waren wir dann alle, dass der heutige Besuch wesentlich erfreulicher und harmloser verlief.

Die Tierärztin war froh, dass wir als strahlende Kunden das Behandlungszimmer verließen, und wir wünschten ihr ebenso erleichtert und froh einen schönen Urlaub.

Wieder zuhause freute sich der Altkater aus der Box zu kommen, Katerchen Aurelio begrüßte uns begeistert (der arme Kerl scheint gedacht zu haben, wir hätten ihn auf immer verlassen) und auch der Rest der WG zeigte sich erfreut, dass wir vollzählig und mit guter Prognose heimgekehrt sind.

Kurz nach uns kamen dann auch der erste Schwung unserer Besucher für die nächsten Tage an und ja, … für meinen Geschmack reicht das an Aufregung und Anspannung für diesen Tag. Jetzt kann das Wochenende kommen, wir können beruhigt sein, und dem Altkater geht es hoffentlich bald wieder richtig gut!

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Cat and Co Content ·Privates ·Tagesnotizen 2018

Eine aufregende Woche

Aurelio muede

Aurelio aufgewacht

Das war eine aufregende erste Woche sowohl für Aurelio, als auch für uns. Aurelio war überwiegend damit beschäftigt, seine neue Welt zu entdecken, und das hat er dann auch mit ganzer Hingabe getan. Er dürfte inzwischen so ziemlich jede Ecke, jeden Spalt und Winkel und jedes nur denkbare Versteck gefunden haben.

Unfassbar, wo der kleine Kerl sich noch drunter oder hineinzwängt! Er ist unglaublich gelenkig und fix. Eben noch hier, eine Sekunde später verschwunden. Wir waren reichlich damit beschäftigt, nach ihm zu suchen.

Klar, wir hätten auch warten können, bis er irgendwann wieder von selbst auftaucht. Aber er ist ein kleiner Kater mit großem Ideenreichtum und noch relativ wenig Verstand. Das wiederum bedeutet, wir finden uns in einer Situation wieder, die Eltern sehr kleiner Kinder bekannt vorkommen dürfte.
Solange wir Aurelio irgendwo hören, ist alles gut. Wird es still, heißt es unverzüglich nach ihm schauen, denn dann verzapft er irgendwas! Je länger es still bleibt, umso dringlicher wird es, ihn zu finden.

Leider findet er (zumindest im Moment noch; hier spricht die Hoffnung, dass sich das noch ändert, wenn er etwas größer wird) Elektrokabel ungeheuer interessant und will ständig damit herumspielen, was bei ihm auch bedeutet, er versucht in die Kabel zu beissen. Das ist natürlich großer Mist!

Wo möglich, haben wir Kabel außer Reichweite für ihn gebracht, was bei seiner Agilität und Beweglichkeit gar nicht so einfach ist, oder irgendwie verdeckt. Das ist aber nicht bei allen Kabeln möglich. Also müssen wir aufpassen wie die Luchse, um Unfälle zu verhindern.

Schon an einem der ersten Tage, tauchte Aurelio von wer-weiß-woher auf und hatte plötzlich schwarze Vorderpfoten. Und zwar richtig schwarz und leicht klebrig. Wo hatte er die denn her?

Da half alles nichts, wir mussten die kleinen Pfoten waschen. Wirklich begeistert war Aurelio davon nicht, aber da er ein echter Maine Coon ist, war es auch nicht ganz so schlimm. Es dauerte eine Weile, bis die kleinen Pfoten nicht mehr schwarz, sondern nur noch leicht gräulich wirkten.

Die Frage blieb: Wo hat er sich die schwarzen Pfoten geholt. Wir überlegten, überprüften, krochen mit Papiertüchern herum und wischten über potentiell verdächtige Stellen. Nichts! Nirgendwo fanden wir schwarz-klebriges Zeug. Ich grübelte weiter und nach mehreren Stunden dämmerte mir eine letzte Idee.

Schon am ersten Abend hatte Aurelio unsere Treppe zum Dachboden erklommen. Wenn er dort auf einer der oberen Stufen sitzt, kann er theoretisch mit den Pfoten in der Führungsschiene der Schiebetür, die sich unterhalb befindet herumtatzeln. Wieder ein Papiertuch gegriffen, hochgestiegen, mit dem Papiertuch einmal durch die Schiene geputzt und voilá: schwarz-klebriger/öliger Schmutz. DA hatte er also seine schwarzen Pfoten her.

Die Schiene wurde ordentlich geputzt und wir hoffen, dass a) die Schiebetür trotzdem lautlos durch die Führungsschiene gleitet, b) Aurelio nicht wieder auf die Idee kommt, darin herumzutatzeln bzw. am besten vergisst, dass er das kann, oder sich wenigstens erinnert, dass die Reinigungsprozedur danach nicht so toll ist, und es deswegen einfach lässt.

Großer Renner ist ein kleiner Ball, den Aurelio durch den ganzen Flur rollt und jagt. Nach zwei Tagen hatte er heraus, dass er ihn ins Maul nehmen und sonstwohin tragen kann. Wenn er beim Ballspielen Gesellschaft möchte, trägt er den Ball jetzt zu mir und lässt ihn auffordernd vor mir fallen. Ja, ich bin sicher, dass Aurelio ein Kater und kein Hund ist!

Meine Hausschuhe findet er auch ganz toll und beißt gerne hinein, was ich nicht so lustig finde. Heute hat er herausgefunden, dass er seinen Lieblingsball in die Hausschuhe stecken kann, um dann mit seinen Pfoten in den Hausschuhen nach dem Ball zu angeln. Soooo lustig, findet er! Naja, ich bin nur so semi-begeistert davon.

Aurelio beisst überhaupt gern in alles Mögliche.
Ich vermute, dass er vielleicht noch zahnt oder so, denn anders kann ich mir seine Beißwut nicht so recht erklären. Er beisst in alles, was ihm vor das Mäulchen kommt (den metallenen Lampenständer, die Streben des Schreibtischstuhls, meine Hausschuhe, die Bettdecke, die Tischkante).

Wenn er gerade in der entsprechenden Stimmung ist, macht er auch nicht vor unseren Hände, Fingern, Fersen und Zehen halt, wenn er drankommt. Ich sehe mich schon mit durchgebissener Achillessehne!

Na gut, jetzt übertreibe ich etwas. Trotzdem, angenehm sind seine kleinen Bisse nicht. Wenn wir ihm dann zu verstehen geben, dass wir das nicht so toll finden, versucht er es wieder gut zu machen und leckt uns zum Trost. Finde ich ebenfalls semi-gut, aber die Geste zählt.

Und sonst? So langsam stellt sich ein Rhythmus mit ihm heraus. Wann ist er munter und will bespaßt und bepuschelt werden, wann bekommt er Hunger (und wird sehr unleidlich, wenn er dann nicht schnell was bekommt), wann schläft er?

Um seine Schlafzeiten herum, organisierte ich im Laufe der Woche alle anderen Pflichten und Aufgaben, denn s.o. unbeaufsichtigt kann man ihn noch nicht wirklich lassen.

Ein-,zweimal am Tag bekommt er seinen »Flipp«, d.h. er tobt fünf, ach was, fünfzehn Minuten wie ein Irrer über Tisch und Bänke. Da ist dann überhaupt kein Halten mehr. Wir beobachteten staunend, wie er gekonnt einen doppelten Salto vom Bett aus hinlegte. Als er (richtig herum) auf dem Boden landete, wirkte er allerdings selbst etwas überrascht. Aber nur für Sekunden, dann war er schon wieder woandershin geflippt.

Wofür wir sehr dankbar sind: Nachts hält er Ruhe und wartet auch morgens brav, bis wir uns rühren. Das hätten wir nicht erwartet und hoffen natürlich, dass das so bleibt.

Die Annäherung mit Filippo lief und läuft erstaunlich gut. Die ersten beiden Tagen, knurrte, fauchte und buckelte Aurelio noch ziemlich, während Filippo interessiert schaute, aber nicht zurückfauchte, - knurrte oder einfach mal draufhaute.

Inzwischen begrüßen sich die beiden, wenn sie sich begegnen mit Nasenstübern. Aurelio macht lustig Sprünge und Männchen vor Filippo, der unbeeindruckt schaut und sich davon nicht groß stören lässt.

Einen Abend verlegte sich Aurelio darauf, ausgerechnet Filippos Schwanz als Spielzeug zu wählen. Ich fürchtete die erste ernstere Auseinandersetzung, denn Aurelio wütete ziemlich herum, stürzte sich auf den Schwanz, hakelte daran herum, biss hinein.

Filippo blieb seelenruhig liegen, beguckte sich den kleinen Berserker und tat weiter nix.
Na gut, er schaute mich mit einem Blick an, der sowas wie »Der spinnt, oder?!«, sagte.
Erst nach ungefähr 10 Minuten hatte Filippo dann die Nase doch langsam voll. Erhob sich und zog sich an einen Ort zurück, wo er seine Ruhe hat.

Erstaunlicherweise, habe ich diese Woche dann auch noch einiges andere erledigt und geschafft.

Donnerstag und Freitag wurde es draußen fast nicht hell. So richtige grau-in-grau Tage.

Da ich ja immer noch versuche, kreativ zu sein, war ich entsprechend unzufrieden mit den Lichtverhältnissen. Dann aber kam mir die Idee, wo ich einen zusätzlichen kleinen Tisch aufstellen könnte, um ihn als »Zeichentisch« zu nutzen und zumindest Vormittags etwas mehr direktes natürliches Licht zu haben.

Ich bin sehr gespannt, ob sich das in der Praxis jetzt bewähren wird.

Das einzige (momentane) Problem dabei: Aurelio ist Vormittags am wachsten und agilsten, und das wiederum heisst, da kann ich gerade nicht meine Farbstifte, Fineliner, Aquarellfarben, etc.etc. auspacken und mich ganz der Kreativität hingeben.

Nun ja, irgendwas ist immer oder: Man kann nicht alles haben! 😉

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Cat and Co Content ·Privates ·Tagesnotizen 2018

Furioser Start ins neue Jahr

Aurelio

Das neue Jahr startet furios und überraschend.

Darf ich vorstellen: Das ist

Aurelio

und er wohnt jetzt bei uns!

Und das kam so: Während ich noch unsicher war, ob wir nach Jaromirs Tod wieder ein neues kleines Katerchen aufnehmen sollten, war der Rest der WG, sowie alle Freunde dafür. Ich hielt den Widerstand aufrecht. Bis mir weitere Freunde wieder mitteilten, dass selbstverständlich ein neues Katerchen kommen müsste. Das war am Donnerstag dieser Woche.

Ich knickte halb ein und schaute im Internet mal herum, ob mir da ein interessantes Katerchen unterkommen würde. Einige vielversprechende Kandidaten fand ich und machte den taktischen »Fehler«, sie auch der weltbesten WG-Genossin zu zeigen. Womit ich nicht gerechnet hatte, war, dass die keine Sekunde verschwendete und sofort an einer Stelle anrief.

Am Freitagabend eröffnete sie mir, dass sie telefoniert hatte, und wir am nächsten Tag (also gestern, am Samstag) kommen könnten, den Wurf anzuschauen. Äh … das ging mir jetzt etwas schnell … aber gut. So fuhren wir gestern nach dem Mittagessen bis etwas hinter Schwerin und besahen uns dort einen großen Wurf Maine Coon-Kitten. Ein Kitten schöner als das andere.

Unsere Wahl fiel auf einen kleinen Coonie-Kater in red tabby. Da die Kleinen schon 15 Wochen sind (Abgabe kann ab Woche 12 erfolgen), durften wir ihn sofort mitnehmen. Äh .. das ging ja noch fixer als gedacht!

Eh ich mich versah, saß ich mit dem kleinen Kerlchen im Auto heimwärts.
Die Fahrt hat er großartig weggesteckt. Kein Jammern und Klagen, keine Panik oder ähnliches. Er war sehr interessiert, was da so vorbeirauschte, ruhte aber auch in sich. Wunderbar.

Zuhause ging er sofort auf Erkundungstour. Die wurde kurz gestoppt, als er Filippo entdeckte, der ebenso überrascht schaute. Aurelio machte sofort ein 1A Buckelchen, was sehr lustig aussah und versuchte ein gefährliches Knurren, das eher niedlich ausfiel. Filippo in seiner großmütigen sozialen Art, tat so, als sei er angemessen eingeschüchtert und trat den Rückzug an.

Die erste Nacht verlief problemlos. Aurelio schlief bei mir ein und ist irgendwann in der Nacht noch an ein anderes Plätzchen umgezogen. Heute morgen mussten wir ihn dann allerdings auch erstmal suchen. Alle offensichtlichen Plätze und Verstecke waren leer. Wo ist das Katerchen abgeblieben. Also nach ihm gerufen und dann gelauscht. Da, Geräusche! Er hatte ein winziges Plätzchen zwischen Unterschrank und Schreibtischplatte gefunden und da kam er vorgekrabbelt.

Filippo ließ sich zwischendrin auch mal wieder sehen und diesmal gelang die Annäherung bis auf 30 cm Distanz. Soeben erfolgte der erste direkte Kontakt! Nach wenigen Stunden ist das ganz beachtlich. Bisher auch alles ohne Schlägerei oder wildes Gefauche. Ich bin also guter Zuversicht, dass die beiden sich weiterhin gut annähern und dann hoffentlich auch gute Freunde werden.

Der kleine Kater hat ordentlich Temperament, ist wach und aufgeweckt und möchte bespielt werden. Kein Wunder, bisher hatte er ja jede Menge Geschwister, mit denen er jederzeit, wenn ihm danach war, spielen konnte.

Tja, mit anderen Worten, ich komme im Moment nicht zu viel, denn ich muss Aurelio bespielen, und wenn er dann müde gespielt ist, möchte er schlafen. Aber nicht auf dem Plätzchen unter der Schreibtischplatte oder sonstwo, sondern bitte auf mir.

Stellt Euch mich vor, wie ich unfassbar geduldig in einer eher unbequemen Haltung ausharre, während ein kleiner Kater seelig auf mir träumt, und ich dabei irgendwie sehr bezaubert und verliebt bin.

P.S. Was Ihr davon habt? Die Sicherheit, dass es auch zukünftig noch (für eine hoffentlich lange Zeit) Cat Content im Blog gibt und hin und wieder niedliche neue Katerfotos. Das ist doch was, oder?! 🙂

P.S.2 Aurelio bedeutet übrigens »Der Goldene«, was wunderbar passt wegen rot-goldener Fellfarbe und goldenem Herzen, natürlich!

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