Privates ·Tagesnotizen 2015

Tagesnotizen

Die letzte Woche war ich sehr beschäftigt. So beschäftigt, dass die Tagesnotizen schlicht unter den Tisch fielen. Das ist aber auch in Ordnung so. Hab ich jedenfalls beschlossen. Tagesnotizen bedeutet: Notizen vom Tage, nicht tägliche Notizen!
D.h. es kann zwar sein, dass es immer mal wieder tatsächlich täglich Notizen vom Tage gibt, aber es muss nicht. Es gibt Tage, da fallen auch mal keine Notizen vom Tage an und das ist okay so.

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Mein Kopf und meine Zeit waren in den vergangenen Tagen mit anderen Dingen blockiert. Einiges ist jetzt weggeschafft und erledigt, anderes geht mir noch im Kopf herum bzw. fordert immer noch seine Zeit. Außerdem steht ja Ostern quasi vor der Tür. Wir bekommen lieben Besuch, der noch ein wenig länger bleibt, und ich vermute, dann werde ich auch nicht allzu viel dazu kommen, zu bloggen.

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Was bei mir höchst selten vorkommt: ich leide gerade an einer E-Mail-Blockade. Es liegen noch unbeantwortete Mails in meiner Inbox. Ich will sie eigentlich beantworten, aber ich schaff es einfach nicht. Ich rufe die Mails auf, ich hätte die Zeit sie zu beantworten, ich will sie beantworten und dann: sitze ich davor und krieg keinen verständlichen Satz zusammen. Also mach ich das Mailprogramm nach einigen Fehlversuchen wieder zu und verschiebe die Beantwortung hoffnungsvoll auf den nächsten Tag. Nur um am nächsten Tag festzustellen, ich bin immer noch blockiert. Wer also noch auf eine E-Mail-Antwort von mir wartet: bitte Geduld. Ich bemühe mich, krieg es aber gerade aus unerfindlichen Gründen nicht auf die Reihe.

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Was war sonst noch? Ach ja, ein spontaner Besuch auf dem Darß und damit an der Ostsee am vergangenen Samstag. Wie sich nämlich herausstellte, machten die liebe pepa und der Huflaikhan dort ein paar Tage Urlaub. In den Tagen vorher hatte ich wirklich wie ein Ackergaul geschuftet und mich zwischendrin leise gefragt, warum ich so ackerte und es nicht wenigstens etwas langsamer anging. Am Samstagmorgen klärte sich dann warum. So konnte ich es mir dann nämlich erlauben, Arbeit, Arbeit sein zu lassen, spontan an die Ostsee zu fahren, und dort endlich pepa und den Huflaikhan persönlich kennenzulernen. Das wollten wir schon sehr lange mal machen, aber immer hat es irgendwie nicht hingehauen oder gepasst. Aber diesmal passte plötzlich alles. Die kleine Panik, die mich ansprang, rang ich entschlossen nieder und auf ging’s.

Und was soll ich sagen: Es war ganz ganz großartig!!! Wir verbrachten wunderbare Stunden zusammen, erzählten, lachten, gingen am Strand spazieren, bespaßten Nami (die genauso toll ist, wie ich vermutet hatte) und genossen die gemeinsame Zeit einfach unglaublich.

Tatsächlich stellte ich später fest, dass ich meine geliebte Ostsee fast nicht wahrgenommen hatte, weil ich so auf die Gespräche konzentriert gewesen bin. 😉 Nicht mal ein einziges Foto habe ich an diesemTage gemacht. Ich glaube, das ist noch nie vorgekommen, dass ich an der Ostsee war und kein einziges Foto gemacht habe.

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Was hat sich sonst noch in meinen ausgelegten Netzen verfangen? Zum Beispiel zwei interessante Möglichkeiten, wie man seine Privatbibliothek sortieren kann.

Die erste Sortierung ist die chronologische nach Geburtsdatum der Verfasser. Ist natürlich etwas anspruchsvoller aber ich fand diese Sortierung deshalb spannend, weil so Zusammenhänge klarer werden und man sich nebenbei gleich noch zumindest grob merkt, wann Schriftsteller geboren wurden. Durch diese Sortierung könnten sich z.B. Themen an denen sich die Schriftsteller zu bestimmten Zeiten abgearbeitet haben, deutlicher werden, etc. Angeblich sortieren der Publizist und Mäzen Jan Philipp Reemtsma und Michael Knoche, der Direktor der Anna Amalia Bibliothek in Weimar, ihre privaten Bibliotheken auf diese Weise.

Ganz anders aber ähnlich reizvoll finde ich die folgende Sortierung, bei der man mittels farbigen Buchumschlägen und einem speziellen Farbcode eine Ordnung herstellt:

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Sehr interessant fand ich diesen Artikel über »Plant Blindness« also »Pflanzenblindheit«.

In 1998, Wandersee and Schussler introduced the term plant blindness after years of discussion, literature searching, investigation, and ?a fair amount of trepidation,? says Wandersee. They define plant blindness broadly, including ?the inability to see or notice the plants in one’s own environment, leading to the inability to recognize the importance of plants in the biosphere and in human affairs.? Plant blindness also comprises an ?inability to appreciate the aesthetic and unique biological features? of plants and ?the misguided, anthropocentric ranking of plants as inferior to animals, leading to the erroneous conclusion that they are unworthy of human consideration.?

The problem is, if most people don’t pay attention to plants and the fundamental role they play in maintaining life, society isn’t likely to agree that plant conservation is among humanity’s most crucial issues, much less support plant science research and education. All this while, by some estimates, one in eight plant species is threatened with extinction and the (plant-dependent) human population continues to climb.

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Erfreut stellte ich dann heute noch fest, dass dieses Blog hier, am selben Tag Geburtstag hat, wie die »Herzdamengeschichten« von Herrn Buddenbohm und das »Was machen die da?»-Blog, das Herr Buddenbohm zusammen mit seiner kongenialen Projektpartnerin Isa befüllt.

Ja, heute gibt es auch »Charming Quark« seit 15 Jahren. Unglaublich aber kein Aprilscherz! Offenbar ist der 1. April als Startdatum für ein Blog kein schlechtes Datum. Also Glückwunsch hinüber zu den »Herzdamengeschichten« und zu »Was machen die da?«, auf viele weitere erfolgreiche Blogjahre!

Und ein herzliches Dankeschön an Euch alle, die Ihr dieses Blog hier lest. Manche tatsächlich schon von Anfang an, andere, die über die Jahre hinzugekommen sind, wieder andere noch relativ frisch. Ohne Euch wär das alles hier nur halb so schön!

7 Gedanken zu „Tagesnotizen

  1. Liebe Liisa, auch von mir ganz herzliche Glückwünsche zum Bloggeburtstag!

    Hachz! Ja! Auch wir haben unser (endlich zustande gekommenes) Treffen sehr sehr SEHR genossen!
    So schön spontan und so vertraut, einfach toll!
    Und Nami wird Dir ewig dankbar dafür sein, dass Du das Stöckchenwerfen am Strand wieder eingeführt hast. 🙂

  2. 15 Jahre? Unglaublich. Ich lese hier ja »erst« seit 2002 mit, aber das Blog ist immer noch so interessant wie am ersten Tag. Herzlichen Glückwunsch!

  3. Fünfzehn Jahre! Meine Glückwünsche!
    Leise sei noch schnell gesagt, dass ich noch immer Deinem Leseblog nachtrauere…
    Herzlich
    Sonja

  4. Liebe Liisa,

    auch von mir, die ich wohl eher ein »Frischling« bin hier, Gratulation zu 15 Jahren dieses Blogs! Auch, wenn ich in letzter Zeit zwar öfter, aber nicht ganz regelmäßig hier lese und manchmal kommentiere, bin ich sehr gerne hier! Danke, dass Du immer wieder neu diese Möglichkeit eröffnest!

    Liebe, anerkennende Grüße -

    Anna

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