Interviews ·Mecklenburg-Vorpommern

Menschen in Mecklenburg-Vorpommern vorgestellt - die Interview-Serie

Maria mit ihrem geliebten Bulli - © Maria Neumeister

Name …
Maria Neumeister

Geboren in …
Wolgast. (Eine vergessene Stadt in Ostvorpommern. Da fährt man durch, wenn man auf die Insel Usedom möchte.)

Heute lebe ich in …
Rostock und möchte hier im Moment auch nicht mehr weg.

Meinen Lebensunterhalt …
bestreite ich mit meinem kleinen Label nähmarie, unter dem ich ein Studio in der KTV 1 betreibe, einen Blog schreibe, DIY-Anleitungen veröffentliche und vor kurzem sogar ein Upcycling-Buch rausgebracht habe.

© Maria Neumeister

Jemals darüber nachgedacht, in eine Großstadt zu ziehen oder gar Mecklenburg-Vorpommern zu verlassen?
Klar. Als Jugendliche fand ich MV ziemlich öde, machte überpünktlich drei Tage vor meinem 18. den Führerschein und nutzte jede Gelegenheit, MV zu verlassen: Zum Shoppen, Feiern oder Freunde treffen. Als ich dann mein Abi in der Tasche hatte und mir quasi ?die Welt? offen stand, konnte ich mir plötzlich nicht mehr vorstellen, hier wegzuziehen. Seitdem weiß ich, dass ich das Meer vor der Tür brauche und dass ich die Wortknappheit der Einheimischen eigentlich sehr angenehm finde.

An einem sonnigen Sommertag …
habe ich idealerweise frei und fahre mit meinem Bulli, einem gut gefüllten Picknickkorb und netten Menschen an meinen Lieblingsstrand.

© Maria Neumeister

An einem verschneiten Wintertag …
sehne ich mir einen sonnigen Sommertag herbei.

Gut essen …
kann man bestimmt überall auf der Welt. Aber bei meiner Schwester isst es sich so richtig gut, und dass obwohl ? oder gerade weil ? es dort vegetarisches oder sogar veganes Essen gibt.

Theater, Konzerte, Museen …
besuche ich so oft ich kann. Das meiste Geld wird dabei in Konzerte & Festivals investiert, Theater und Museen kommen (leider) immer viel zu kurz.

Wenn ich hier etwas ändern müsste/könnte …
würde der Hansa-Filmpalast noch offen haben und jeden Abend tolle Filme spielen, die Georg Büchner 2 läge als gut geführte Jugendherberge ruhig im Stadthafen, den denkmalgeschützten Anker 3 verwandelte niemand in einen überflüssigen Discounter und im Theater würde jeden Monat ein anderes Stück von Brecht aufgeführt.

Zugezogene aus anderen Bundesländern …
kommen manchmal in meinen Laden und erzählen mir, dass sie vor dem Umzug nach Rostock meinen Blog gefunden und gern gelesen haben. Da freu ich mich dann oft noch wochenlang drüber.

Wenn ich alt werde …
möchte ich gern zufrieden sein.

Ein Tipp …
für alle Nicht-Mecklenburger: Wer Mecklenburg-Vorpommern bereist, der muss mindestens ein Fischbrötchen essen, ein Muschelarmband kaufen, einen Bernstein am Strand finden und einem Einheimischen einen ganzen Satz entlocken!

Herzlichen Dank, Maria, dass Du Dich meinen Fragen gestellt und den Anfang für die Interview-Reihe gemacht hast!

Hier für alle Interessierten noch mehr von Maria in Wort und Bild!


[Link]

Und Ihr dürft gespannt sein, wer meine nächsten Interview-Gäste sein werden. Hier findet Ihr alle weiteren Interviews der Serie.

1KTV ist die Abkürzung für die »Kröpeliner-Tor-Vorstadt«, einem Stadtteil von Rostock
2Die »Georg Büchner« war ein unter Denkmalschutz stehendes Schiff, das bis Ende Mai 2013 im Rostocker Stadthafen lag und als Jugendherberge und Hotelschiff genutzt wurde. Leider musste sie verkauft werden, verließ am 28. Mai 2013 den Hafen und sank zwei Tage später am 30. Mai 2013 nördlich der Halbinsel Hel und westlich von Danzig in der Ostsee .Mehr Informationen zum Schiff
3Gemeint ist die ehemalige Spirituosenfabik »Anker« von 1870, die inzwischen zu einem Teil abgerissen worden ist. Der Rest des Gebäudes wird zukünftig von einem Discounter genutzt.

4 Gedanken zu „Menschen in Mecklenburg-Vorpommern vorgestellt - die Interview-Serie

  1. nähmarie! ♥ ⚓ ♥ ⚓ ♥ ⚓ ♥

    Tolles Land, tolle Menschen! Mich/ uns kriegt hier auch keiner mehr weg…

  2. Tolle Idee vor allem, diese Interview-Serie. 🙂

    Bin schon sehr gespannt wie es weitergeht, habe mich aber erstmal im Blog von Frau Nähmarie festgelesen. Ganz große Klasse auch das!

  3. @ hafensonne - ja, wir sind schon kleine Glückspilze, dass wir hier leben dürfen! Vielen herzlichen Dank, dass Du Dir die Zeit genommen hast, nicht nur zu lesen, sondern auch einen Kommentar zu schreiben. 🙂

  4. @ pepa - Bei der Nähmarie kann man sich tatsächlich bestens festlesen und festgucken. Danke für das positive Feedback!

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