Privates

20 Fakten über mich

… dass ich mir aber auch jeden Virus einfangen muss! 😉

1. Als Kind habe ich so nebenbei eine 12bändige bebilderte Tier-Enzyklopädie quasi auswendig gelernt und noch heute kann ich mich begeistern, wenn neue bisher unbekannte Tierarten [ausgenommen Insekten] entdeckt werden. Die beiden Bände über Insekten und Reptilien habe ich allerdings ausgelassen, denn da hab ich mich fast nicht getraut die Seiten umzublättern, weil ich Angst hatte, ich fasse auf irgendeine bebilderte riesige Spinne oder abscheuliche Giftschlange.

2. Ebenfalls Kind habe ich mit Begeisterung halbe Zitronen ausgelutscht. Ich halte bis heute die These „Sauer macht lustig“ für überschätzt.

3. Mein erstes eigenes wirklich „kreatives“ Werk war eine kleine flache Schale aus glasiertem blauem Ton, die ich dann meiner Mutter [wem sonst?] geschenkt habe, die bis an ihr Lebensende abends ihre Ringe darauf abgelegt hat.

4. Ich war fast die ganze Schulzeit hindurch [auf verschiedenen Schulen] Klassensprecherin. Alle Versuche, das Amt loszuwerden, blieben zwecklos. Es gab schlicht kein Entrinnen und bis heute ist es ein Mysterium für mich, wie es dazu kommen konnte.

5. Zum Entsetzen meiner Mutter entpuppte ich mich als Tomboy. Ihre letzte verzweifelte Hoffnung, dass sich das spätestens mit der Pubertät auswachsen würde, zerschlug sich.

6. Ursprünglich wollte ich mal werden: Ärztin, Tierpflegerin, Diplomatin, Restauratorin – ähm ja, große Bandbreite konnte ich schon immer gut.

7. Ich mag die sog. „Alte Musik“, zum einen der Instrumente wegen [z.B. Laute!], zum anderen vielleicht auch, weil da immer wieder ausgesprochen schöne Stücke aus dem Dunkel der Vergessenheit gehoben werden, die dann noch nicht so „abgenudelt“ sind wie viele andere Musik aus dem Bereich Klassik.

8. Ich mag absolut keinen Vanillepudding und Schokoladen-Pudding auch eher selten und allerhöchstens in kleiner Dosis.

9. Ich hasse Handtaschen und Regenschirme, lieber stopfe ich alles [ist eh nicht viel: Schlüssel, Geld, Handy, Krimskrams] in meine Hosen- und Jackentaschen und werde im Notfall tropfnass.

10. Ich bin Lese-süchtig und Schnellleserin. Ich kann sogar im fahrenden Auto lesen, ohne dass mir dabei übel würde. Manchmal bin ich traurig wenn ich an all die tollen Bücher denke, die erst nach meinem Ableben veröffentlich werden und die ich dann nicht mehr lesen kann.

11. Ich habe es nicht mit Zahlen und Noten, dafür aber mit Buchstaben, während ich bei der Komma-Setzung ziemlich versage. Alle Menschen, die bisher versucht haben, mir sowohl Zahlen, Noten als auch Komma-Setzung doch noch näherzubringen, sind an mir verzweifelt. Ich schwöre, ich mache das nicht mit Absicht! Kommas setze ich „nach Gefühl“, was meinem Zutrauen zu meinem Gefühl nicht gerade Auftrieb gibt.

12. Ich glaube, ich bin eine extreme Spätzünderin, d.h. ich warte immer noch darauf, dass ich endlich mal richtig zünde, fürchte mittlerweile allerdings manchmal im Geheimen, dass das nix mehr wird

13. Ich ärgere mich immer mal wieder, dass ich zu vielen „das kannst Du nicht“, die ich früher zu hören bekommen habe, widerspruchslos geglaubt habe und teilweise noch heute glaube

14. In meiner Twitter-Timeline sind einige Menschen, die ich sehr sehr schätze, die aber offenbar mit mir null, nix, nada anfangen können, was mich manchmal geradezu traurig macht, was ich dann wieder ziemlich albern von mir finde

15. Ich trage schon seit Jahrzehnten keine Uhr mehr und auch keinen Schmuck. Schminke kommt mir übrigens auch nicht ins Gesicht. Und ja, ich besitze nicht mal einen – anscheinend für Frauen obligatorischen – Labellostift.

16. Ich war noch nie live bei einem Spiel in einem Fussballstadion und ganz ehrlich: ich bereue es auch nicht.

17. Ich trainiere schwer, das Glas halb voll und nicht halb leer zu sehen.

18. Ich bin ein Augenmensch; deswegen macht es mir auch zunehmend Sorge, dass meine Sehkraft sich verändert, sprich verschlechtert. Ich fände es ziemlich heftig, im Alter zu erblinden. Ich müsste vermutlich jemanden engagieren, der mir vorliest und überhaupt alles mögliche beschreibt, das ich nicht mehr sehen kann.

19. Ich habe kein Tatoo und ich werde auch nie eines haben und wenn die allgemeine Entwicklung so weitergeht wie bisher, werde ich dann mal im Altersheim [tatsächlich hoffe ich, dass ich nicht tatsächlich mal da ende] als seltenes Exemplar, da komplett Tatoo-los, bestaunt werden.

20. Manchmal macht mir der Gedanke, dass ich mindestens die Hälfte, wenn nicht schon mehr, meiner Lebenszeit hinter mir habe froh und erleichtert und manchmal leicht bis mittel panisch.

Wer sich gerne den Virus auch einfangen möchte, bitteschön, Mundschutz absetzen, einmal tief einatmen und los geht’s!

Weitere Virus-Träger z.B. Anne Schüssler, Kaltmamsell, Johannes, VomWerdenzumSein

15 Gedanken zu „20 Fakten über mich

  1. Sehr interessant, wie immer, diese ‚Stöckchen‘. Inzwischen kann ich mich nicht mehr damit anfreunden oder um es auf deinen Einleitungssatz zu beziehen: ich bin immun 😉

  2. Tatsächlich bin ich inzwischen bei vielen Stöckchen, Paraden, etc. auch immun aber ab und an greif ich dann doch mal zu und diesmal dachte ich mir „warum nicht?“ 🙂

  3. Sehr nachdrückliches, solidarisches »Dito!« zu Punkt 7. Die Gassenhauerhörer ahnen nicht ansatzweise, was sie an wundervoller Tonkunst verpassen.
    Danke für die Einblicke!

  4. @formschub – freut mich, dass wir jetzt hier schon zwei sind, die der Alten Musik verfallen sind 🙂

  5. @ creezy – doch, leider wahr. Aber so isses im Leben, nicht alles beruht auf Gegenseitigkeit und das muss man dann eben auch so stehenlassen und akzeptieren.

  6. 18.) Eine Brille könnte helfen? 😉

    Jau, ich freu mich immer noch, dies alles hier von Ihnen zu lesen!

    Und auch gern die tollen Fotos, die Sie der Weltöffentlichkeit nur auf Flickr zeigen, an diesem Orte!

  7. 🙂

    Punkt 14 kann ich nachvollziehen. Eher nicht bei Twitter – aber ansonsten öfters mal. Aber ich ziehe mir da ähnliche Konsequenzen wie du.

  8. @ Frau Indica – also bitte, ich trage doch Brille! Sollte Ihnen das bei unserem Treffen entgangen sein? Leider sind die Messergebnisse für meine Augen schwankend bis widersprüchlich, was die Erstellung einer neuen Brille, verhindert. War schon bei der ersten Brille ein wahres Drama.

    Was die Fotos angeht … ich zeig ja immer mal wieder welche bei den Wochenrückblicken oder vom ein oder anderen Ausflug.

  9. @ Spontiv … ich bin ja nicht in so vielen „social communities“ unterwegs. Meine Hauptplattform ist schon Twitter, dann noch ein bisschen Instagram. Flickr war früher mal gut, da stell ich höchstens noch Fotos ein zum Zwecke der Sicherung. Aber bei Twitter finde ich es irgendwie schon ein bisschen traurig, wenn man mehr oder weniger „ignoriert“ wird, während alle anderen lustig miteinander tweeten, retweeten, faven, etc. etc. Keine Ahnung, was ich „falsch“ mache. Vielleicht bewege ich mich einfach in den „falschen“ Kreisen, so wie das Kellerkind, das sich bei den Oberschicht-Kindern rumzutreiben versucht. 😉

  10. Hm. Falsche Kreise. Wenn man manchmal in gewisse Kreise reinrutscht stellt man fest, das diese Kreise nur von außen interessant sind.

    Von daher, Kellerkinder haben auch Spaß im/am Leben! 🙂

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