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Kloster Stift Heiligengrabe

Klosterhof mit Kaiserturm - © Liisa

restaurierter Kreuzgang - © Liisa

wiederentdeckte Wandmalerei - © Liisa

Teil des Westflügels und Heiliggrabkapelle - © Liisa

Nebengebäude Kloster Stift Heiligengrabe - © Liisa

Nebengebäude Kloster Stift Heiligengrabe - © Liisa

Heiliggrabkapelle und Klosterkirche - © Liisa

Heiliggrabkapelle (auch Blutkapelle) - © Liisa

Heiliggrabkapelle vom Kräutergarten aus - © Liisa

Klosterfriedhof - © Liisa

Gestern hat es uns mal kurzfristig ins Brandenburgische verschlagen, und wir haben die Chance genutzt und das Kloster Stift zum Heiligengrabe besucht.

Das Kloster wurde vor über 700 Jahren als Zisterzienserinnenkloster gestiftet und sollte vor allem unverheiratete Töchter und verwitwete Frauen aus den ansässigen Adelsfamilien aufnehmen und ihnen ein möglichst unabhängiges und selbständiges Leben in geistiger Atmosphäre ermöglichen.

Nachdem sich durch den Augsburger Frieden die Reformation durchgesetzt hatte und der jeweilige Landesherr bestimmte, welche Religion in seinem Land zu befolgen war, wurde das Kloster Stift in ein evangelisches Kloster umgewandelt. Das brachte große Veränderungen mit sich, die aber relativ behutsam innerhalb des Klosters eingeführt wurden. So brauchten die Nonnen z.B. eigentlich nicht mehr das Habit tragen oder in Klausur zu leben. Doch die Nonnen, die noch zu Zisterzienser-Regeln eingetreten waren, behielten diese Regeln bei, während nachfolgende neue Stiftsfrauen, nach und nach davon abwichen und mehr den neuen protestantischen Regeln folgten. Die zisterziensische Regel „ora et labora“ behielt das Kloster allerdings einstimmig bei.

Eine weitere Folge war, dass dem Kloster Stift angetragen wurde, sich in der Schulbildung von Mädchen zu engagieren. Die damalige Äbtissin stimmte dem nur unter der Bedingung zu, dass die Mädchen genau dieselbe Ausbildung erhalten würden, wie die Jungen, an den Kadettenschulen des Landes, also nicht nur in den damalig üblichen Mädchen-Fächern, wie Hauswirtschaft, Nähen etc. ausgebildet würden.

In seiner langen Geschichte schrammte das Kloster mehrfach nur haarscharf daran vorbei, komplett aufgelöst zu werden. Aber Kloster Stift zum Heiligengrabe ist immer noch da, wird nun nach und nach restauriert und versucht mit vielen Angeboten seine Zukunft sicherzustellen.

6 Gedanken zu „Kloster Stift Heiligengrabe

  1. Ach, jetzt stürmen ‚1000‘ Eindrücke und Gedanken auf mich ein: diese wunderbare kunstvolle Backsteinarchitektur mit ihren herrlichen Gewölben, die couragierte, emanzipierte Äbtissin, das winzig kleine Einhorn, der Kräutergarten (oder ist es Gemüse?).
    Sehr schöne Eindrücke sind das, von dir entsprechend festgehalten.
    LG, ‚Franka‘

  2. Schön, dass dort wieder und weitergebaut wird. Ich war vor ca. 10 (?) Jahren zu einer Frauen-in-Brandenburg-Ausstellung dort und war angetan.

    Ja, auch einer der Orte, den ich mal wieder aufsuchen könnte …

  3. Hey, oh, da waren wir mal im Urlaub als ich so alt war wie die LL jetzt 🙂 Toll!

  4. sehr beeindruckend, sowohl architektonisch als auch die Geschichte!
    das war sicher ein toller Ausflug!

  5. @ Eva – vielen Dank, Eva! 🙂

    @ Franka – es ist ein Kräutergarten und ja, die Äbtissinnen dieses Klosters müssen schon sehr interessante, couragierte und durchsetzungsfähige Frauen gewesen sein. Es gibt dort eine Dauerausstellung in der auch gemalte Porträts vieler dieser Äbtissinnen zu sehen sind und das ist schon spannend.

    @ Frau Indica – hach, da bin ich ja quasi auf Ihren Spuren gewandelt! Wenn ich das geahnt hätte. 🙂

    @ KaSiLeLo – Ach, sag bloß! Wart Ihr im Ort Heiligengrabe im Urlaub oder direkt im Kloster Stift?

    @ Tine – Ja, wir waren sehr beeindruckt vom Koster Stift und seiner Geschichte aber auch vom ganzen Gelände und den Bauten an sich. Da kann man sich problemlos einen ganzen Tag rumtreiben und alles anschauen.

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