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Waren an der Müritz, Kunstautomat und die Rettung der Handschrift

Kunstautomat

Heute haben wir Waren an der Müritz eine unserer unmittelbaren Nachbarstädte etwas gründlicher erkundet und wissen jetzt welche Geschäfte es wo gibt, wie viele Restaurants, Cafes, Kneipen, Eisdielen und und und.

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Besonders habe ich mich gefreut, als ich plötzlich bei einer Galerie tatsächlich einen Kunstautomaten entdeckt habe. Aus dem Kunstautomaten kann man durch Einwurf von wenigen Euro (2 oder 4 Euro) kleine Kunstüberraschungen in Form von Bildern, Drucken, Objekten und Zeichnungen einheimischer Künstler ziehen (so wie anderswo eben Zigaretten am Zigarettenautomaten). Von dieser Idee, Kunst unter das Volk zu bringen hatte ich schon mal gehört bzw. gelesen aber noch nie so einen Automaten tatsächlich gesehen. Mal sehen, vielleicht ziehe ich beim nächsten Besuch in Waren, wenn ich in die Altstadt komme, mal etwas Kunst dort.

Postkarte Weiden am Fliess - © Susanne Haal

In der Galerie haben wir uns eine ganze Weile aufgehalten und uns mit der Galeristin über ihre Erfahrungen unterhalten und die schönen Bilder, Grafiken, Keramiken und andere Kunstwerke bewundert. Zwei Kunstpostkarten hab ich dann mitgenommen, die obige »Weiden am Fliess« stammt von der Künstlerin Susanne Haal.

Postkarte Rettet die Handschrift - © Gabriele Trillhaase

Die zweite Postkarte stammt von Gabriele Trillhaase und gehört zu ihrem Kunstprojekt »Club zur Rettung der Handschrift« Das Anliegen unterstütze ich doch gerne! 🙂

Wann habt Ihr eigentlich zum letzten Mal an jemanden eine Postkarte oder einen Brief per Hand geschrieben?

6 Gedanken zu „Waren an der Müritz, Kunstautomat und die Rettung der Handschrift

  1. so einen Kunstautomaten finde ich toll! eine wirklich gute Idee.
    meine letzte handgeschriebene Postkarte hat kürzlich meine Oma erhalten.. und davor ging eine an eine liebe Freundin - oh, ich schreibe gerne hin und wieder Briefe/Karten per Hand. und bekomme sie natürlich auch gerne.. 🙂

  2. Deinen letzten Eintrag zur »Rettung der Handschrift« unterstütze ich auch gerne! Tolle Postkarte.
    Die letzten Postkarten gingen an meine ehemaligen Kollegen (die sich darüber riesig gefreut haben) und eine zum Geburtstag an meine Cousine.
    Ich schreibe sehr gern und hoffe auch, hin und wieder mal eine Karte selber zu bekommen.
    Faszinierend der Kunstautomat. So etwas hab ich noch nie gesehen, finde die Idee aber toll!

  3. Zu Ostern habe ich einige kitschige Osterpostkarten verschickt an ältere Verwandte, Cousins und Cousinen. Doch auch sonst, hin und wieder, zu Geburtstagen etc., gibt es von mir Postkarten und kleinere Briefe. Ich freue mich auch immer wieder über Post im Briefkasten und habe zum Glück noch Freundinnen, die sich die Zeit nehmen, eine Nachricht handschriftlich zu verschicken, oftmals sehr schön gestaltet…. Ja, die Idee mit diesem Kunstautomaten finde ich auch toll.

  4. Das spannende an den Kunstautomaten ist ja, dass man im Regelfall absolut keine Ahnung hat, was man zieht - die Galeristin nannte es »Ãœberraschungsei für Erwachsene«, während man bei Zigarettenautomaten ja genau weiss, was man da zieht, wenn man denn zieht.

    Ich schreibe Geburtstagsgrüße immer noch zu 99% von Hand, ebenso natürlich Postkarten aus dem Urlaub, wenn ich mal im Urlaub sein sollte und auch Weihnachtsgrüße werden von Hand geschrieben. Kürzlich hat sich eine Empfängerin solcher handgeschriebener Geburtstagsgrüße fast überschwenglich dafür bedankt, gerade weil sie handgeschrieben waren. Sie meinte, sowas sei inzwischen schon die Ausnahme, zumindest wenn man keinen Computer oder ein SMS-fähiges Handy habe. Sonst kämen Grüße meist nur noch als E-Mail oder noch kürzer (und unpersönlicher) per SMS. Aus ihrem Freundes- und Bekanntenkreis wüsste sie, dass diejenigen, die keinen Computer und kein SMS-fähiges Handy mehr hätten, zunehmend weniger Grüße bekämen.

    Diese Entwicklung finde ich wirklich traurig! Aber es wird halt argumentiert, es sei günstiger (billiger!) wenn man per E-Mail oder SMS gratuliert als wenn man erst eine Postkarte, Briefmarke etc. kaufen muss und dann müsse man ja schließlich auch noch zum Briefkasten laufen … (Bequemlichkeit halt!).

    Zum Glück gibt es aber auch noch Gegenbeispiele! Doch insgesamt nimmt die Anzahl handgeschriebener Briefe und Postkarten denke ich tatsächlich immer mehr ab.

  5. Du kommst mir also immer näher….
    Frau Spahmann kenne ich gut und den Automaten hatte ich auch schon im Blog, da ich ihn so toll finde. Mein dort erworbenes Ãœberraschungsbildchen hab ich stets in Sichtweite, es hatte sich gelohnt !

    Liebe Grüße aus der Mühle
    Gabriela, die sich gerne handschriftlich mitteilt.

  6. Ich schrieb eine Zeit lang ganz viele Karten mit der Hand, und zwar beim Postcrossing-Projekt (postcrossing.com). Wenn ich gesundheitlich wieder besser beisammen bin, will ich das auch unbedingt weiter machen. Liebe Grüße!

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