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24 Stunden Südafrika

Am Wochenende lief im ZDF Infokanal die Dokumentation „24 Stunden Südafrika: Ein Land – Ein Tag„. Für das ZDF ein Experiment und ein Wagnis, für das unter anderem die sehr erfolgreiche Dokumentation „24h Berlin ? Ein Tag im Leben“ vom vergangenen Jahr, Pate gestanden hat.

Am Samstag um 6.00 Uhr früh begann das ZDF, die Doku über das Gastgeberland der Fußball-WM ohne Unterbrechungen wie Werbepausen etc. zu zeigen. Kreuz und Quer durch das Land, lernt man als Zuschauer Südafrikaner aus unterschiedlichen Schichten kennen und erlebt quasi einen Tag in ihrem Leben mit. Zugleich bildet sich so ein sehr interessantes Bild mit vielen Hintergründen zur Lebenssituation in Südafrika ab und gewährt ungewöhnliche Einblicke.

Da ist der Rastamann, der als erster in seiner Familie überhaupt einen Schulabschluß gemacht und es jetzt an eine Elite-Uni in Stellenbosch geschafft hat, da ist die milliardenschwere Baulöwin, Drogenabhängige wie Internatszöglinge, ein Schwimmlehrer aus einem der Township, eine Sanguma, eine alleinerziehende und selbstständig im familieneigenen Gewürzladen arbeitende Inderin, ein Krokodilflüsterer oder ein Rinderzüchter, und und und.

Die komplette Dokumentation ist bereits in der ZDF-Mediathek verfügbar und man kann sie, wenn man die Erstausstrahlung am Wochenende verpasst hat, jetzt über die Mediathek ansehen, so wie man gerade etwas Zeit hat. Wer die Doku nicht über das Internet sehen will, hat noch eine weitere Chance: in den Tagen vor dem WM-Auftakt am 11. Juni werden jeweils zweistündige Ausschnitte im ZDF-Nachtprogramm gesendet.

Klar gibt es im Internet auch eine umfangreiche und interaktive Aufarbeitung der Dokumentation.

Von mir eine dicke Empfehlung, sich diese Dokumentation nicht entgehen zu lassen, weil sie vieles vermittelt, was insgesamt für das Verständnis Afrikas hilfreich und wichtig ist.