Privates

Selten dämlich … meinereiner!

Muscheln und Tang - © Liisa

© Liisa

Heute entdeckt, dass ein in der Nähe befindlicher See endlich eisfrei ist. Naja, nicht komplett. Am Uferrand platscht oder besser klirrt leise noch ein ca 30 cm breiter Streifen aus Eisbröckchen mit jeder ankommenden Welle vor sich hin. Aber der Rest vom See ist frei von Eis und das Seewasser glitzerte herrlich im Sonnenschein. Die Natur rund um den See erwacht auch von Tag zu Tag mehr zum Leben. Überall sprießt es grün auf und die Schneeglöckchen bilden immer größere Flecken auf dem Waldboden. Ich habe einige sehr schöne Fotos von all dem gemacht. Soweit so gut - oder anders ausgedrückt: soweit die gute Nachricht.

Wo es eine gute Nachricht gibt, gibt es häufig auch noch eine schlechte Nachricht und die folgt nun: Ich habe es in einer selten dämlichen Aktion geschafft, meine handliche und treue Canon Powershot A650 IS in eben jenem See zu versenken und zwar restlos. 🙁 Die Speicherkarte samt den Fotos war natürlich auch noch in der Kamera samt den darauf befindlichen schönen Fotos.

Die ganze Aktion, die sich in Sekundenbruchteilen abspielte, hatte zugegebenermaßen etwas slapstick-artiges, war aber natürlich alles andere als lustig, zumal sofort klar war, dass evtl. Rettungsmaßnahmen - wie hinterherspringen (und sich beim Rettungsversuch gleich noch einen Herzinfarkt im eiskalten Wasser einzufangen), etc. - auch nichts mehr gebracht hätten. So sah ich ungläubig den noch eine Weile auftauchenden Luftblasen zu und versuchte zu fassen, was da gerade passiert war. Da tröstet es mich auch nicht wirklich, dass die Kamera in letzter Zeit leichte Verfallserscheinungen aufwies und mich zumindest ein-, zweimal schon kurz die Befürchtung gestreift hat, sie könnte evtl. langsam den Geist aufgeben.

Dieser Tag wird unter der Schlagzeile: »Der Tag an dem der See endlich eisfrei war und ich meine Kamera darin versenkte« in die Annalen eingehen und meine Tischplatte morgen vermutlich eine sichtbare Delle an der Stelle haben, wo ich meinen Kopf andauernd draufschlage (keine Sorge, mache ich natürlich nicht wirklich, auch wenn mir sehr danach ist!).

P.S. Das, da oben, ist übrigens eines der letzten Fotos, das ich mit der Kamera noch gemacht und von der Speicherkarte heruntergeladen habe.

22 Gedanken zu „Selten dämlich … meinereiner!

  1. Oh je! Das ist mein Alptraum. Tiefempfundenes Mitgefühl von hier…
    Letztens hab ich mein Telefon im Klo versenkt. Eine Nacht in einem Behälter mit Reis hat’s wieder getrocknet. Inzwischen funktioniert sogar das Display wieder. Ist die Kamera denn rausfischbar? Oder rettungslos versunken?
    Liebe Grüße,
    Lily

  2. Hach du Ärmste! Das ist wirklich eine wenig schöne Nachricht. 🙁 Lass dich mal ganz fest drücken. Aber vielleicht hast du ja Glück und die Kamera wird in einigen Millionen Jahren versteinert von Archeologen geborgen 🙂

  3. Oberärgerlich!
    Freud hat vermutlich bei der anrüchigen Schreibweise der Annalen die Tastatur bedient; ich kann es verstehen.

  4. Danke allerseits für das Mitgefühl und die Anteilnahme - ich fasse es immer noch nicht …

    @ Claudia - ähm, ja da hatte wohl Freud seinen Einsatz, weil ich noch völlig unter Schock stand. ;o) Danke für den Hinweis, hab es natürlich gleich korrigiert! 🙂

  5. Tragisch und filmreif zugleich! Ich genieße ehrwürdig das letzte Foto und gedenke deiner guten alten Canon Powershot A650 IS, die sich nun vermutlich zusammen mit den Fischen und anderen Seewesen zwischen Algen und Seetang tümmelt. Vielleicht wird sie ja zur Behausung eines Einsiedlerkrebses: natürlich mit Seegrund-Blick und herrlich algentrübem Panorama.

  6. Och nö, das darf doch wohl nicht wahr sein … ich habe meine immer an einem Gurt um den Hals hängen und bin dann etwas leicht verkrampft. Aber das hilft dir wohl jetzt auch nicht weiter.

    Vielleicht kannst du eine gebrauchte preiswert bekommen?

  7. Ohje, das ist ja ein wahr gewordener Albtraum… aber sieh es mal so, diese Kamera wurde sicherlich von einer höheren Stelle abgerufen, sodass du dir etwas schnuckeliges, neues zulegst (auch wenn vielleicht dein Budget es nicht erlaubt), aber ohne Digi-Spielzeug geht es doch auch nicht oder?

  8. So ein verdammtes Pech! Erinnert mich an den ebenfalls unvergessenen Tag, als mir am Tag der Heimkehr aus dem Urlaub meine Kamera mit einem vollen Film mit Urlaubsbildern geklaut wurde. Es ist ja nicht nur der finanzielle Wert (obwohl diese Seite auch ärgerlich genug ist), sondern auch die verlorenen Bilder und Deine vertraute Kamera, mit der Du so zufrieden warst. Ich hoffe nur, Du kannst bezahlbaren Ersatz finden.

  9. Oh je, eine echte Katastrophe. Ich wünsch’ Dir viel Glück auf der Suche nach adäquatem Ersatz.

    Herzliche Grüße und dennoch eine schöne Frühlingswoche,
    Iris

  10. .oh, wirklich Pech.
    Aber bitte unbedingt (bei wärmeren Temperaturen) eventuell versuchen, die Kamera noch aufzufinden, wir haben im letzten Sommer auch eine kleine versenkt, der Chip funktionierte aber noch, nach einer kleinen Trockenpause, also, vielleicht noch ein winziges gutes Ende ? Ich wünsche es ;o)

  11. …auch von mir: Herzliches Beileid zum Verlust Deiner Kamera! Shit happens… aber wie schafft man/frau es, das Telefon im Klo zu versenken…..?

  12. Das tut mir echt total leid für dich. Kann deinen Kummer nachempfinden! Auch wenn dir das nix nützt: solche Aktionen passieren anderen auch. Musste beim Lesen deines Berichtes an eine Teilnehmerin einer Wandertour durch die kanadischen Rockies denken. Beim Wandern durch dichtes Gebüsch baumelte plötzlich ihre Kamera vor meiner Nase - sie hatte den Verlust noch gar nicht bemerkt! Doch das Glück währte nur kurz: keine halbe Stunde später versenkte sie das gute Stück ebenfalls im nächsten See …

  13. och nööööö! so ein Pech aber auch! Ich denke immer auf einem hohen Turm, dass mir die Kamera mal irgendwann runterfällt.
    Da hilft wirklich nur, sich auszumalen, dass der Wassermann im See endlich mal Fotos von sich und seinen Wassernixen machen kann…

  14. Ach, Ihr seid einfach toll! Danke für all den Zuspruch! Ein Freund hat mir übergangsweise erstmal seine Kamera geliehen und inzwischen Ihr werdet es kaum glauben, ist hier eine neue Kamera eingetroffen. Dass das so schnell gehen würde, hätte ich selber nicht gedacht/geglaubt. Jetzt bestaune ich die neue Digi aus (noch) respektvoller Entfernung und spreche mir selber Mut zu, dass ich mein Soll an Trotteligkeit für die nächsten paar Jahre sicher geleistet habe und die neue Kamera wirklich wirklich sicher ist (vor mir!) ;o)

  15. Ach sch…e! Gut, die Lösung ist ja anscheinend gefunden. Aber da gibt es nur eine einzige konsequente Regelung – immer das Handband um’s Gelenk ziehen, dafür ist es da. Und wenn man sich da einmal eine Woche zu zwingt, sitzt das auch! Kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen, nachdem mir meine erste Ixus mal auf eine Grabbegrenzung geknallt ist.

    Das Foto finde ich aber dennoch toll! Wirklich! Macht mir gerade viel Freude! ,-)

  16. Da liest man ja schlimme Dinge. Gute, dass unterdessen Ersatz eingetroffen ist. Ich stimme Frau creezy zu: obiges Foto ist sehr gut gelungen. Mit der neuen Kamera (ja, welche ist es denn?) wirst Du sicher weitere gute Aufnahmen machen.

  17. @ frau creezy - das Problem war ja, dass ich die Kamera ja eigentlich »sicher« in meiner Tasche verstaut hatte, wie schon tausende Male zuvor, daher auch kein Handband um’s Gelenk. ;o)

    @ the Exit und Markus - es ist eine Canon PowerShot SX20 IS geworden.

    @ frau creezy und Markus - freue mich, dass Euch das Foto gefällt. 🙂

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