Kunst

Motoi Yamamoto

Labyrinth Izumi's House - © Motoi Yamamoto

Labyrinth C.A.R.K. 2006 - © Motoi Yamamoto

Detail eines Labyrinths aus Salz - © Motoi Yamamoto

Sakura, 2008 - © Motoi Yamamoto

Detail Sakura, 2008 - © Motoi Yamamoto

Motoi Yamamoto bei der Arbeit - © Motoi Yamamoto

Die Kunst des Japaners Motoi Yamamoto fasziniert Menschen in aller Welt. Er arbeitet mit Salz. Aus tausenden Kilos Salz streut er riesige Labyrinthe und manchmal läßt er sie im Hintergrund in Berge übergehen oder er stellt die Sakura, die japanische Kirschblüte nach, Blüte für Blüte plastisch aus Salz nachgebildet.

Unwillkürlich denkt man beim Betrachten seiner Kunst an Zen, Mandalas oder geharkten Kies, wie man ihn in japanischen Gärten sehen kann. Die Arbeit an einem solchen Kunstwerk kann Tage aber auch Monate dauern und fordert dem Künstler Geduld und hohe Konzentration ab. Schablonen kommen selbstverständlich nicht zum Einsatz. Motoi Yamamotos einziges »Werkzeug« ist eine schmalhalsige Plastikflasche, in die das Salz gefüllt und aus der es dann gestreut wird.

Der Verlauf der Labyrinthe hängt von seiner physischen und mentalen Verfassung ab. Die Berge stehen für ihn für die menschliche Erinnerung und ob ein Weg durch das Labyrinth am Ende wirklich zur Erinnerung führt, das weiß zu Beginn nicht einmal der Künstler selbst.

6 Gedanken zu „Motoi Yamamoto

  1. Ja, das dachte ich auch … aber auch total interessant, was bei ihm an Konzept bzw. Gedanken dahinter steckt.

    Ich habe mich obendrein auch gefragt, wie wohl seine Anfänge waren. Ich meine, bevor er damit bekannt bzw. berühmt geworden ist. Stell Dir einen erwachsenen Kerl vor, der sich plötzlich mit einem Plastikfläschchen voller Salz hinsetzt und anfängt Muster auf den Boden zu streuen!?!

  2. stimmt, das ist ja wirklich faszinierend die Frage, wie man mit so etwas beginnt.
    Ich sass nur vor dem Rechner und hab gestaunt. Irgendwie total verrückt und irgendwie einfach klasse.
    Gruss, Tine

  3. Ich habe die Erklaerung gefunden, die sehr traurig ist.

    »Motoi Yamamoto‘s incredible art uses salt, a compound that is essential to life. It’s no wonder that Yamamoto picked salt as his medium of choice; in Japanese culture, salt is not only a symbol of life, but purification. After losing his sister to brain cancer, salt seemed the ideal way for Yamamoto to purify his world and celebrate her life—as well as his own.«

    http://www.trendhunter.com/trends/motoi-yamamoto

  4. @ Anne: Das ist nun wirklich eine tragische Erklärung! 🙁 Danke für Deine Mühe da selber mal nach zu recherchieren. Dieser Aspekt seiner Kunst, der ja sehr essentiell ist, ist mir leider bei meinen Recherchen völlig entgangen!

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