Soziales

Lage dramatisch

So viele Konflikte in der Welt. Manche geraten aufgrund anderer aktueller Ereignisse aus dem Blickfeld oder aus Gewöhnung. Was hinter den Konflikten steckt wissen viele gar nicht und wollen es manchmal auch gar nicht wissen. Wer trotzdem immer wieder auf solche Konflikte hinweist, aufmerksam macht und um Unterstützung bittet wird im deutschen Sprachraum gerne auch mit dem Begriff „Gutmensch“ bezeichnet. Aus dem Munde mancher klingt das fast vorwurfsvoll. Nach dem Motto: „Wir können doch eh nix daran ändern! Lass uns doch in Ruhe mit den Bildern, den Nachrichten, den Informationen!“ Geschenkt! Im Vergleich zu dem, was die Menschen in den Krisengebieten durchmachen, ist als Gutmensch bezeichnet zu werden auch in der negativen Notation eine Lächerlichkeit.

Darum für die, die immer noch bereit sind hinzuschauen, sich zu informieren und wo es ihnen möglich ist irgendetwas zu tun, hier der Hinweis auf ein neues Webprojekt von Ärzte ohne Grenzen. Sie haben die Seite „Lage dramatisch“ ins Internet gestellt, um über die Situation im Kongo aufzuklären.

In einem Film wird über die Hintergründe des Konflikts und die Lage der Menschen informiert, die teilweise selbst zu Wort kommen und über ihre Gefühle, Erlebnisse und Traumata sprechen. Es werden auch Menschen vorgestellt, die trotz eigener Armut Flüchtlinge aufnehmen. Zugleich ist der Film auch ein Zeugnis dafür, dass Menschen auch wenn sie solches furchtbares Leid über so einen langen Zeitraum erleben, trotzdem noch einen Rest Hoffnung auf eine bessere Zukunft bewahren können.

Die Seiten werden immer wieder mit News, Blogeinträgen, Augenzeugenberichten, etc. aktualisiert und natürlich gibt es auch einen RSS-Feed, mit dem man immer auf dem Laufenden bleiben kann und auch erfährt, was Ärzte ohne Grenzen vor Ort tut. Und natürlich gibt es auch die Möglichkeit für die Menschen im Kongo, die unter dem Krieg leiden, zu spenden.