Architektur

Aus der Reihe Städte der Zukunft: New Songdo City

New Songdo City - © Kohn Pedersen Fox Associates

In Südkorea entsteht gerade New Songdo City, bei der Stadt Incheon, etwa 28 km südwestlich von Seoul. Auf 600 Hektar Land soll hier bis zum Jahr 2020 die vollständig vernetzte Stadt entstehen: eine sog. „ubiquitous city“ mit allgegenwärtiger Datenverarbeitung. Die Daten von Ärzten, Krankenhäusern, Unternehmen, Behörden oder Schulen sollen – eine entsprechende Autorisierung vorausgesetzt – immer und überall zugänglich sein.

Auch Straßen, Gebäude und Wohnungen, ja selbst die Müllcontainer sind vernetzt. Lesegeräte und RFID-Chips überall. Sie registrieren etwa, ob recyclebare Flaschen in den Container geworfen werden und schreiben den Betrag automatisch dem eigenen Konto gut. Alle Einwohner sollen „kluge“ Handys besitzen. Damit lassen sich bequem Rechnungen bezahlen, öffentliche Verkehrsmittel nutzen oder Kinokarten kaufen. Selbst die eigene Haustür lässt sich über solche Smartphones öffnen.

Und (natürlich?!) sind auch für New Songdo riesige Türme geplant, die Songdo Incheon Twin Towers, die eine Höhe von 610 Meter erreichen sollen und über 151 Stockwerke verfügen werden. Fertiggestellt werden sollen die Incheon Twin Towers bis 2012.

In New Songdo sollen einmal 65.000 Einwohner leben und 300.000 Menschen arbeiten. Die Kosten für den Bau der Stadt sind mit 25 Milliarden US-Dollar veranschlagt.

Übrigens, wenn Songdo City einmal steht, hat die Stadt gute Chancen Standort eines Guggenheim Museums zu werden. Jedenfalls hat man von seiten des Guggenheim Museums großes Interesse daran signalisiert, dort ein Museum zu eröffnen. Kleiner Haken an der Sache: Incheon und New Songdo müssten das nötige Kapital von schlappen 300 Millionen US-Dollar aufbringen. Vermutlich ist das aber auch kein Problem mehr, wenn man schon eine ganze neue Stadt aus dem Boden gestampft hat.

Verantwortlich für die Planung der Stadt ist Kohn Pedersen Fox Associates

offizielle New Songdo-Webseite
Songdo-Video bei youtube