Soziales

Altersheim 2.0 - Idee und Konzept

Sofern wir nicht in jungen Jahren sterben, kommt wohl auf die meisten von uns früher oder später das Thema »Altersheim« zu, sei es weil die eigenen Eltern in das entsprechende Alter kommen oder eben irgendwann wir selbst. Dass die Situation in manchen Altenheimen alles andere als erfreulich ist, obwohl die vorhandenen Pflegekräfte tun was sie können, hat sich inzwischen auch weitläufiger herumgesprochen.

Durch eigene Erfahrungen in diversen Altenheimen weiß ich, dass viele alte Menschen aber vor allem unter der Einsamkeit leiden. Mit dem Anstieg der Zahlen alter Menschen in der Zukunft wird sich diese Situation eher noch verschärfen. Die Zahlen der Singles oder alleinstehenden Menschen steigen und steigen. Die beruflichen und andere Lebensumstände erschweren es vielen zusätzlich beizeiten tragfähige soziale Netze aufzubauen, die im Alter dann hilfreich und unterstützend wirken können. Es reicht eben nicht aus, ein oder zwei gute Freunde (möglichst noch gleichaltrig!) zu haben, die altern nämlich mit uns und können uns unter Umständen dann im Alter auch nicht wirklich zur Seite stehen, sondern eher unsere Hilfe benötigen.

Zusammen mit manchen anderen Prognosen sieht es leider nicht so aus, als ob sich das in der Zukunft so ohne weiteres zum Positiven ändern wird. Wehe dem, der nicht über die ausreichenden Finanzen verfügt, um sich eine »Edelpflege« leisten zu können und das werden wohl die meisten von uns sein. Und wehe dem, der kein funktionierendes weitgespanntes (reales!) Beziehungsnetz quer durch die Altersklassen hat! Trotzdem, den Kopf in den Sand zu stecken hilft noch weniger weiter. Neue Ideen und Konzepte (die möglichst auch noch bezahlbar sind!) sind gefragt.

Eine Idee und ein Konzept stellt Claudia Klinger in ihrem Blog vor und stellt es zur Diskussion. Eine Diskussion, um die wir uns gerne herumdrücken würden, die aber geführt werden muß, sei es um unserer Eltern will, sei es um unserer selbst willen. Von alleine wird sich nichts ändern. Also geht rüber, nehmt Euch die Zeit den Eintrag zu lesen, macht Euch Gedanken, bezieht andere in die Diskussion mit ein, entwickelt eigene Ideen oder Konzepte oder stellt Eure schon entwickelten Ideen und Konzepte vor.

4 Gedanken zu „Altersheim 2.0 - Idee und Konzept

  1. Danke für deine Resonanz und die schnelle Unterstützung!
    »Ausreichende Finanzen« werden nur wenige haben, doch Materielles ist ja zum Glück nicht alles, wenn es darum geht, auch im Alter nicht »aus der Welt zu fallen«. Es sind die STRUKTUREN und Rahmenbedingungen, unter denen man leben muss - diese rechtzeitig an die heutigen Möglichkeiten anzupassen, ist auch im Interesse aller noch nicht Betroffenen.

    Es geht übrigens nicht nur um Heimbewohner, sondern auch um die Vernetzung der im Alter alleine Lebenden, deren »zwei drei gleichaltrige Freunde« vielleicht schon nicht mehr da sind.

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