Fotografie ·Privates

Vitaminbombe

Drachenfrucht - © Liisa

Drachenfrucht - © Liisa

Drachenfrucht, Kiwi und Kapstachelbeere - © Liisa

Nachtrag (der keine Rechtfertigung meinerseits darstellt sondern eine Richtigstellung bzw. Vorbeugung von Mißverständnissen):
Damit sich jetzt nicht noch jemand darüber zu echauffieren braucht, wie ich mir als Langzeitarbeitslose solche exotischen Früchte überhaupt leisten kann: Ich kann sie mir nicht leisten. Ich habe sie zum Geburtstag geschenkt bekommen. Ich schätze das ist auch für Langzeitarbeitslose noch erlaubt.

10 Gedanken zu „Vitaminbombe

  1. Schöne Fotos! Guten Appetit!
    Eine dumme Frage von mir: Kann man diese schwarzgepunktete Zeug in der roten Schale wirklich essen? Und wie schmeckt es?

  2. Also, die rote Drachenfrucht / Pitahaya / Pitaya finde ich auch ganz toll, aber ich muß mich immer beraten lassen, ob die denn schon wirklich reif ist, denn sonst ist sie mir zu sauer. Ich finde Geschmacklich geht das Richtung Kiwi und ich bin sehr traurig, daß sie hier (Frankfurt Main) so gut wie nie zu bekommen sind.
    Sehr traurig macht mich auch, daß Du meinst Dich verteidigen zu müssen. Auch (oder gerade) Langzeitarbeitslose müssen sich mal was gönnen und so tolles Obst wäre mit das Beste was mir einfällt. Bei den LZA die einem sonst so in den Sinn kommen, wundert man sich dann eher über die hochklassige technische Ausstattung ihres Wohnzimmers und ärgert sich darüber, daß sie meinen sie könnten ihren Kindern keine ordentliche Kleidung kaufen, während sie offenbar problemlos ihre Nikotinsucht finanzieren können. Grrr!!!!
    Wunderschöne Bilder jedenfalls, vielen Dank, daß Du uns an Deinem Geschenk teilhaben lässt, wie ich mich überhaupt mal bedanken möchte, für die schönen Dinge, die Du hier für uns zusammenträgst. Danke!
    Und alles Gute nachträglich zum Geburtstag!

  3. Wie Sabine schon schrieb, es handelt sich um eine Drachenfrucht und sie schmeckt tatsächlich in Richtung Kiwi und/oder Stachelbeere. Ich habe sie gestern zum ersten Mal im Leben gegessen und fand sie geschmacklich durchaus interessant.

    @ Sabine: Ich habe ja geschrieben, dass es sich weniger um eine Rechtfertigung bzw. Verteidigung handelt sondern um eine Klarstellung, dann braucht sich niemand weiter umsonst aufzuregen. ;o)

    Was die technische Ausstattung der Wohnzimmer von Langzeitarbeitslosen angeht, finde ich das nicht weiter verwunderlich - immerhin gibt es inzwischen viele Arbeitslose, die aus Berufen herausgefallen sind, die, wenn man dort gearbeitet hat, gut bezahlt waren und so konnten man sich die entsprechenden Geräte leisten. Die Geräte funktionieren aber natürlich über den Tag an dem man arbeitslos wird hinaus weiter. Das blosse Vorhandensein solcher Geräte spricht nicht gegen eine prekäre finanzielle Lage - außerdem können auch solche Geräte durchaus geschenkt sein.

    Auch das Bild des Langzeitarbeitslosen, der sich für das vorhandene Geld sonstwas leistet aber seine Kinder nicht ordentlich kleidet oder ernährt ist ein über die Medien transportiertes verzerrtes Bild. Ja, es gibt diese Fälle aber sie sind in der Minderheit. Die Masse der Arbeitslosen versucht so gut es geht, den gewohnten Standard für die Kinder zu halten indem sie selber auf vieles verzichten und an sich selber sparen. Je nachdem wie lange die Arbeitslosigkeit anhält, kann aber irgendwann tatsächlich der Punkt kommen, wo auch das nicht mehr oder nicht mehr in vollem Umfang gelingt. Den Kindern fällt es häufig sehr schwer zu verstehen, warum es eben plötzlich nicht mehr selbstverständlich ist die in der Klasse beliebten Markenklamotten zu bekommen oder das neue Handy mit den netten Spielereien etc. etc. Das ist auch schwer zu vermitteln und für die Kinder ist es schwer dem Druck der (immer noch) Allgemeinheit standzuhalten und ein Selbstwertgefühl zu entwickeln, das unabhängig ist von solchen »Statussymbolen«. Da sind viele Gespräche nötig um ihnen das zu vermitteln und wenn die Eltern gerade selbst in dieser Hinsicht in der Krise sind, fällt es ihnen natürlich schwer das überzeugend auch den Kindern zu vermitteln. Kinder die damit aufgewachsen sind, im Grunde nur auf das zu zeigen, was sie haben wollen und es zu bekommen, empfinden den Einschnitt, den eine Arbeitslosigkeit der Eltern mit sich bringt häufig noch heftiger als die Erwachsenen. Wenn man hört oder sich in den Läden mal die Preise ansieht, was Marken-Klamotten etc. angeht, kann einem schon anders werden.

    @ Sabine und Claudia: Vielen Dank für die Glückwünsche über die ich mich sehr freue!

  4. Vielen Dank, pepa! Freue mich natürlich auch sehr, dass ich von Dir toller Fotografin ein Lob für die Fotos erhalte. Das geht ja runter wie Sirup! 🙂

  5. Ein wunderschönes Arrangement und selbst gemacht, toll! Schade, dass man als Arbeitsloser immer überlegen muss: Regt sich jetzt einer auf? … Ich weiß, es war nur eine vorbeugende Maßnahme von dir … Gerade in einer solche Situation darf man sich auch mal was gönnen (auch selbst und nciht nur als geschenk). Wo belibt denn sonst die Lebensfreude? Und die steht zum Glück auch noch Arbeitslosen zu.

  6. Hallo Liisa,
    jetzt habe ich Rechtfertigungsdrang 😉
    Mir ist absolut klar, daß die Vorurteile Langzeitarbeitslosen gegenüber nur auf eine Minderheit zutreffen und die meisten Menschen lieber einer sinnvollen Tätigkeit nachgehen, als sich mit dem Sinn und Unsinn von Hartz IV und ALG2 rumzuschlagen.
    Eigentlich war ich nur schockiert, daß Du diese fantastischen Bilder gemacht hast und dabei meintest diese Klarstellung schreiben zu müssen. Denn ein »über die Medien transportiertes verzerrtes Bild« zeigt eben kettenrauchende Menschen, die noch nie einen gutbezahlten Job hatten, aber trotzdem einen Plasmafernseher besitzen, es zeigt keine LZA, die der Gesellschaft mit ihrer Vorliebe für exotische Früchte zur Last fallen!!!! Von daher wäre ich nie darauf gekommen mich zu fragen, wie Du Dir das leisten kannst…
    Übrigens werde ich mir einen Obstkorb zum Geburtstag wünschen, diese Idee finde ich nämlich fantastisch. Leider kann ich die Welt nicht daran teilhaben lassen, bin nämlich nicht annähernd so talentiert wenns um Fotografie geht.

  7. Ursprünglich hatte ich ja die Klarstellung auch nicht gepostet - aber eine entsprechende Mail hat dazu geführt, dass ich die Klarstellung geschrieben habe, eben damit sich nicht noch jemand umsonst »aufregt«. ;o) Aber ist auch egal jetzt!

    Ich habe mich über den Obstkorb auch sehr gefreut, zumal er wirklich als Überraschung kam und mir neben all der Vitamine auch noch eine wirklich neue Erfahrung im Leben brachte. Ich hatte nämlich bisher auch noch nie eine Drachenfrucht gegessen. 🙂

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