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Die Holzbibliothek in Alnarp

Einige Bände der Holzbibliothek in Alnarp - © Swedish University of Agricultural
Die Schwedische Universität für Agrarwissenschaften in Uppsala hütet in ihrer Zweigstelle in Alnarp einen ganz besonderen Schatz, nämlich eine sogenannte Holzbibliothek oder Xylothek (griech. xylos Holz). Die Sammlung besteht aus insgesamt 217 Bänden und wurde zwischen 1805 und 1810 in Nürnberg gefertigt.

Das Innere eines Bandes der Holzbibliothek in Alnarp - © Swedish University of Agricultural

Jeder Band ist aus dem Holz eines Baumes gefertigt und enthält in seinem Inneren weitere Bestandteile, z.B. getrocknete Blätter und Früchte. Der »Buchrücken« ist mit der Rinde des jeweiligen Baumes beklebt und beschriftet.

Die Namen von vier Herstellern solcher Holzbibliotheken sind bekannt, drei von ihnen verkauften diese Bibliotheken, meistens in Subskription. Die Holzbibliothek von Alnarp wurde von Friedrich Alexander von Schlümbach und Johann Goller gefertigt. Von ihnen sind neun solcher Bibliotheken bekannt, die sich heute in Deutschland (z.B. die Schildbachsche Holzbibliothek, heute im Naturkundemuseum im Ottoneum in Kassel), Österreich (Kremsmünster), Ungarn, den Niederlanden und eben in Schweden befinden. Die schwedische Holzbibliothek ist die umfangreichste, die über 200 Baumarten dokumentiert.

Die Holzbibliothek kam 1952 als Schenkung von Per August Sandren, einem Gärtner der einige der ersten Kurse in den 1880er Jahren in Alnarp besucht hatte, an die Universität und nach Alnarp. Er hatte die Holzbibliothek in in den frühen 1920er Jahren in Deutschland gekauft.

Weitere Fotos der Holzbibliothek in Alnarp

4 Gedanken zu „Die Holzbibliothek in Alnarp

  1. Wunderschön!
    Ich habe erst vor kurzem die Burg Guttenberg am Neckar besichtigt. Dort kann man auch eine Holbibliothek in echt sehen. Fand ich auch sehr beeindruckend.
    Gruss, Tine

  2. Stimmt Tine, eine dieser Holzbibliotheken in Deutschland befindet sich auf der Burg! 🙂 Ich habe mir die Burg schon als potentielles Ausflugziel notiert, um so eine Holzbibliothek mal mit eigenen Augen zu sehen. Wann das allerdings sein wird, ist eine andere Frage.

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