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Yume Neko Smile oder Horror im Altersheim

Jetzt hat uns mal wieder eine Pflegebericht aufgeschreckt, der beklagt, dass der Aufenthalt in deutschen Alten- und Pflegeheimen alles andere als ein Vergnügen ist. Das geht aus dem Pflegebericht des Medizinischen Dienstes der Spitzenverbände der Krankenkassen (MDS) und der Pflegekassen hervor. Da wird einem angst und bange, wenn man sich vorstellt, dass man selber vielleicht auch irgendwann mal in so einem Heim enden könnte.

Für Katzenfreunde kommt noch die Horrorvorstellung hinzu, am Ende nicht mal mehr einen schnurrenden Felltiger um sich haben zu dürfen.

Die Japaner mit einer Gesellschaft, die rasend altert, haben eine Vorreiterrolle was die Entwicklung von Produkten für Senioren und deren Pflege angeht. Da gibt es z.B. schon die künstliche Babyrobbe Paro, ein »personal robot«, der die Senioren zugleich entspannen und anregen soll. Paro wird schon mit Erfolg in japanischen Heimen eingesetzt.

Die japanische Firma Sega Toys hat gerade eben die »Yume Neko Smile«, eine Roboter-Katze, die man garantiert auch ins Alters- oder Pflegeheim mitnehmen darf, auf den Markt gebracht. Haart nicht, braucht kein Katzenklo aber schnurrt, miaut und faucht. ;o) Hier kann man sie in Aktion sehen


Bis wir dann mal so weit sind, gibt es vielleicht auch entsprechende Produkte auf dem deutschen Markt. Vorläufig bleibe ich dann aber doch lieber bei den lebendigen Felltigern. 🙂

Die japanische Roboter-Katze gibt es übrigens in verschiedenen Farben und zumindest die in grau sieht zum Fürchten aus, eher so die Sorte Robo-Katz, die ein Stephen King erfinden würde, um sie dann des nachts plötzlich ein Eigenleben entwickeln und das halbe Altersheim abschlachten zu lassen. ;o)

offizielle Yume Neko Smile Website

2 Gedanken zu „Yume Neko Smile oder Horror im Altersheim

  1. Das Blöde an diesen Robomonstern ist, daß sie gar nicht besonders reagieren, wenn man sie fragt, wo die verstorbene Mutter eigentlich bleibt oder wieso nachts immer diese seltsame weiße Gestalt ins Schlafzimmer kommt. Ich kann mir gut vorstellen, daß Demente (die in der Regel angstgeplagte Menschen sind) eine weitere handfeste Angstvorstellung entwickeln, wenn sie mit diesen Grausemiezen konfrontiert werden.

  2. Da sprichst Du einen Punkt an, den ich mich auch schon gefragt habe, nämlich die Demenzkranken - bei einigen mag so ein Teil ja tatsächlich durchaus gute Dienste leisten aber ich hab mich auch gefragt, ob es nicht genausogut bei einigen auch das glatte Gegenteil auslösen kann, eben Angst, etc. Aber gut, dass man das eh individuell austesten muß und ja niemand »gezwungen« wird so ein Teil zu haben, ist ja auch klar.

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