Film ·Kultur

Wie traurig

Gestern die Nachricht, dass George Tabori gestorben ist und heute nun die Nachricht, dass Ulrich Mühe sein Krebsleiden nicht überlebt hat. Zwei große Schauspieler sind von der Bühne abgetreten - schwarze Tage für Theater und Film.

George Tabori hat ein pralles Leben hinter sich, eines mit vielen Stationen. Er war einer dieser Dramatiker und Schauspieler, wie es sie heute nicht mehr gibt, da ging eine Ära zuende. Mich hat an ihm neben seinem Spiel vor allem fasziniert, dass es ihm gelungen war, sich das Herz und die Neugier eines Kindes bis ins hohe Alter zu bewahren trotz all dem Schweren, dass er auch erlebt hat. Kaum zu zählen sind die vielen Schauspieler, die er geprägt und geformt hat. Das Theater wird ohne ihn ärmer sein.

Ulrich Mühe haben wir in den alten Bundesländern erst nach dem Fall der Mauer kennen und schätzen gelernt. Er war mit Sicherheit einer der besten Theater- und Filmschauspieler, die wir hatten. Wirklich tragisch, dass er nun so früh gestorben ist, denn wir waren gespannt, wohin ihn sein Talent noch geführt hätte. Er hatte die Gabe seine eigene Persönlichkeit ganz zurückzunehmen und die Figur, die er darzustellen hatte wirklich zu verkörpern. Seine eigene Hoffnung, dass er den Krebs besiegen würde können, hat sich nicht erfüllt und für seine Familie und uns, seinem Publikum, bleibt nur eine große Lücke und die Erinnerung an ihn und das, was er uns hinterlassen hat.

2 Gedanken zu „Wie traurig

  1. Ich bin auch total traurig über seinen Tod. Die Serie »Der letzte Zeuge« hat ihn zu meinem Lieblingsschaupieler gemacht. Schade, dass er nun nicht mehr da ist…

  2. Die Glanzleistung Mühe’s in »Das Leben der anderen« werde ich nie vergessen. Dieser unglaubliche Blick, dieses stoische Wesen, welches sich selbst in der Art des Bedienens der Schreibmaschine im Film wiederfindet…ein großer, ein ganz großer Verlust.

Kommentare sind geschlossen.