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Rußlands Seele

Plakat der Ausstellung Rußlands SeeleEin Highlight der vergangenen Tage war der Besuch der Ausstellung »Russlands Seele« in der Kunst- und Ausstellungshalle Bonn, die 170 ausgewählte Gemälde, Zeichnungen und Ikonen aus der weltberühmten Moskauer Tretjakow-Galerie zeigt. Etliche der Gemälde sind zum ersten Mal überhaupt außerhalb Rußlands zu sehen.

Die Tretjakow-Galerie feierte im vergangenen Jahr ihren 150. Geburtstag und gilt heute als die weltweit bedeutendste Sammlung russischer Kunst. Das Schwerpunkt der Ausstellung liegt auf der Kernsammlung Tretjakows, der zeitgenössischen Kunst des 19. Jahrhunderts. Er schätzte vor allem die junge Generation der sogenannten »Wanderer«. Dazu gehören zum Beispiel Ilja Repin, Iwan Kramskoi, Wassili Polenow, Nikolai Geh und Isaak Lewitan.

Wir waren absolut hingerissen von dieser Ausstellung und den wunderbaren Ausstellungsstücken. Großartig einige weltberühmte Gemälde einmal in natura in Augenschein zu nehmen - z.B. die Portraits von Tolstoi und Dostojewski. Ilja Repin zählt ja zu meinen russischen Lieblingsmalern und so war ich natürlich begeistert viele seiner Gemälde in der Ausstellung zu finden. Beeindruckt waren wir auch von etlichen Motiven, die die Maler sich gewählt haben, die es so nur in Rußland geben konnte, wie z.B. der Heimkehrer aus Sibirien, der unerwartet völlig abgerissen im Wohnzimmer seiner Familie auftaucht oder die Verbannung der altgläubigen Bojarin Morosowa von W. Surikow. Wunderschön auch die zahlreichen Ikonen, die in der Ausstellung gezeigt werden. Eine wirklich großartige Ausstellung, die noch bis zum 26. August 2007 in Bonn zu sehen ist.

»Russlands Seele« in der Kunst- und Ausstellungshalle Bonn

5 Gedanken zu „Rußlands Seele

  1. Ilja Repin ist klasse. Ich habe ihn vor vier Jahren (als ich noch in Saarbrücken gewohnt hatte) in einer eigenen Repin-Ausstellung im Saarland-Museeum bewundern dürfen:
    http://www.sr-online.de/kultur/840/140495.html
    Hab mindestens ne halbe Stunde vor dem Bild „Die Saporoscher Kosaken schreiben dem türkischen Sultan einen Brief“ausgeharrt udn jedes einzelne Gesicht in mich aufgesaugt:
    http://www.onlinekunst.de/museum/screenshots/repin_saporoscher.jpg
    (Abbildung natürlich viel zu klein. Nur, um einen Eindruck zu bekommen, welches Bild ich meine.) Hängen die Briefeschreiber auch in Bonn?

  2. Ja, Markus, die Saporoscher Kosaken sind in Bonn auch zu sehen und genau wie Du habe ich lange davor gestanden und geschaut und geschaut. In die Bonner Ausstellung müßte man mehrere Tage gehen um ausreichend Zeit zu haben all die Bilder richtig auf sich wirken zu lassen. :9

    Andrea, Du bist in der Nähe von Bonn?? Ich hab immer gedacht, Du steckst in einer ganz anderen Ecke.

  3. Ja Liisa, das kann tatsächlich verwirren. Heute hier und morgen dort. Im Moment wohne ich (noch) im schönen Halle an der Saale, habe aber in Aachen studiert und bin noch oft dort. Da liegt Bonn ja praktisch fast auf dem Weg. ;o)

    Ein schönes (& hoffentlich sonniges) Wochenende

  4. Ah, ich verstehe! Aachen erklärt es natürlich! Ich hatte Dich dann aber geographisch doch in der richtigen Ecke verortet, nämlich in Halle.

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