Kunst

Andreas Walser

Im April h?rte ich erstmals vom Schweizer Andreas Walser, der gerade in der Schweiz entdeckt bzw. wiederentdeckt wird. Er malte und zeichnete, schrieb und experimentierte mit Fotografie. Andreas Walser wurde 1908 in Chur in der Schweiz in einer Pfarrersfamilie geboren. Als er 15 Jahre alt ist, stirbt sein ?lterer Bruder Florian in Arosa an Tuberkulose. Das pr?gt den jungen Andreas zutiefst. Schon fr?h zeigt sich, das er ein k?nstlerisches Ausnahmetalent seiner Zeit ist. Im September 1928 geht er nach Paris, wo er Cocteau und Picasso kennenlernt. Er ger?t in einen Schaffensrausch, immer wieder unterbrochen von Drogenexzessen. Am 19. M?rz 1930 stirbt Andreas Walser, vermutlich an einer ?berdosis Drogen. Er wurde nur 22 Jahre alt.

In den 1980er Jahren tauchen dann Werke und vor allem hunderte Briefe von ihm wieder auf und in den 1990er Jahren finden erste Andreas-Walser-Ausstellungen in der Schweiz statt.

Schon bei den ersten Informationen ?ber Martin Walser, die ich h?rte und sah, war ich gepackt und fasziniert - zum einen von seiner Kunst aber auch von dem, was er in seinen Briefen und Texten geschrieben hat. Gestern hat 3sat nun die fast einst?ndige Dokumentation »Die Nacht ist heller als der Tag« von Heinz B?tler ?ber Andreas Walser gezeigt. Eine sehr eindr?ckliche und auch bewegende Dokumentation. Seltsamerweise habe ich mich stark an Annemarie Schwarzenbach - die ja ebenfalls Schweizerin war - und in den letzen f?nfzehn Jahren auch »wiederentdeckt« worden ist, erinnert gef?hlt. Die beiden h?tten wohl von ihrer Pers?nlichkeit und ihrem Denken und Empfinden her Bruder und Schwester sein k?nnen.

Im M?rz 2007 ist auch das Buch »Die Nacht ist heller als der Tag. Das kurze Leben des Malers Andreas Walser« erschienen.

Schon im Jahr 2002 erschien im Nicolai Verlag das Buch »Andreas Walser 1908-1930«

Artikel »Atelier Angst - Pariser N?chte eines fr?h Unvollendeten: der Maler Andreas Walser (1908-1930)« aus der NZZ

Andreas Walser bei Wikipedia