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Wenn die Bibel gebloggt worden wäre …

Ja, ja, ich weiß natürlich, daß die Bibel nicht gebloggt worden ist. Aber was wäre wenn? Welche Technologien, welche Software hätten ihre Autoren verwendet? Welche Art von Blog und welches Weblog Publishing System hätten sie bevorzugt, um ihre einzigartige Botschaft unter das Volk zu bekommen?

Mose: MoBlogging (mobile Blog) wäre sein Ding gewesen, er war ja ständig unterwegs. Allerdings dürfte es dann einem Albtraum gleichgekommen sein, mitten in der Wüste einen Eintrag posten zu wollen ohne WiFi oder Telefon-Verbindung. Vielleicht wäre für ihn Satellitentechnik nötig gewesen.
Vermutlich war er aber doch eher der .pdf-Mann, der lange Dokumente verfaßte (endloses scrollen!), die er als .pdf-Dateien sicher speichern konnte und auf die er so falls nötig schnellen Zugriff hatte. Speziell die Zehn Gebote und all die Gesetze und Vorschriften, waren sowieso weniger für ein Blog geeignet, sollten sie doch bis ans Ende aller Tage Gültigkeit behalten. Hätte er aber die Zehn Gebote doch gebloggt, dann hätte er bestimmt die Kommentarfunktion für diesen Eintrag abgeschaltet.

König Saul: Er war ziemlich paranoid was Gerüchte und Bedrohungen seiner Position anging. Vermutlich hätte er einen Account bei Bloglines oder Del.icio.us eingerichtet oder eine »watchlist« für die Phrase »aber David zehntausend« (1. Samuel 18,7) auf Technorati eingerichtet. Auf diese Weise hätte er herausgefunden, welche Blogger das in ihren Blogs behaupteten und weiterverbreiteten.
Außerdem hätte er sein Weblog bei diversen Ranking-Seiten angemeldet und ständig seine Platzierung kontrolliert. Sein Ziel wäre gewesen ein A-Blogger zu sein oder noch besser DER A-Blogger.

König David: Er war u.a. Musiker und Komponist und hätte sich vermutlich für ein Podcasting Blog entschieden, weil ihm das ermöglicht hätte, die Aufnahmen seiner Psalmen für jeden (egal ob via DSL oder Modem unterwegs) zum Anhören zur Verfügung zu stellen.
Wenn ihm die »live performance« wichtig gewesen wäre, hätte er wohl eher MediaShout verwendet als eine der komplizierteren VJ-Softwares wie z.B. Arkaos.

König Salomon hätte seine Sprüche täglich per RSS-Feed veröffentlicht und ein Blog nur verwendet, um dort die Feeds bereitzustellen.

Nehemia wäre wahrscheinlich der totale Firewall Freak gewesen, immer in Sorge um die Sicherheit und auf der Hut vor Hackerangriffen. Er hätte immer nach der noch effektiveren Firewall gesucht, um all die bösen Kerle (Spammer, Hacker, Cracker und Trolle) abwehren zu können.
Hätte er gebloggt, hätte er sich für eines der sichereren Weblogsysteme entschieden und Kommentieren wäre in seinem Blog nur nach vorheriger Registrierung und/oder Captcha-Funktion möglich gewesen.

Der Prophet Hesekiel: Ihm wären wohl Mixed Media-Präsentationen wichtig gewesen und er hätte vermutlich die VJ-Softwares Arkaos oder Isadora dafür verwendet.

Der Evangelist Matthäus: Ich sage nur »Hyperlink-Geek!« Seine Einträgen hätten nur so gestrotzt vor Links, die auf die hebräischen Quellentexte der Prophezeiungen verwiesen hätten. Die Weblog-Software der meisten Weblog-Anbieter macht einem das Verlinken sehr einfach. Matthäus hätte aber einen Blog Editor wie z.B. Ecto, der es ihm erlaubt hätte seine Einträge offline zu schreiben, sicher sehr zu schätzen gewußt.

Der Evangelist und Arzt Lukas: Seine Apostelgeschichte schrieb er während seiner langen Reisen. Er wäre der perfekte MoBlogger (mobile Blog) gewesen. Seine geschriebenen und gesprochenen Posts hätte er via Telefon in seinem Weblog gepostet. Vielleicht wäre er aber auch ein WiFi-Anhänger gewesen, ständig auf der Suche nach dem nächstgelegenen kostenlosen WiFi-Hotspot.

Der Apostel Paulus: Der totale xhtml-Typ! - Ihn könnte man sich als Designer, der sein Weblog auf dem eigenen Webspace hostet (um alles unter Kontrolle zu haben!) und sein eigenes Weblog Publishing System erfindet, denken. »Seht, mit was für großen Buchstaben ich euch mit eigener Hand geschrieben habe« schreibt er an eine Gemeinde (Galater 6:11) - ganz klar, der Mann war ein Programmierer! Da Paulus ebenfalls sehr viel unterwegs und auf Reisen war, hätte er sicher natürlich für ein Notebook entschieden.

Apostel Petrus: Von Petrus wissen wir, daß er als er seinen ersten Brief an die in ganz Kleinasien zerstreuten Christen schrieb seinen Mitbruder Silvanus bat ihm dabei zu helfen (1 Petrus 5,12). Er hätte also wohl sein Blog bei einem Bloganbieter mit einem leicht zu bedienenden Blogsystem, wie z.B. Typepad, Blogger oder Today, geführt. Und Silvanus hätte ihm gleich noch einen guten Blog Editor wie Ecto für seinen Mac installiert. Ja, Petrus Mac … iBook, um genau zu sein.

Der Apostel Johannes: Er hätte sich wohl wegen seiner vielen Visionen, die in der Offenbarung des Johannes zu finden sind, für ein Vlog (Video Blog) entschieden. Und natürlich hätte er einen Account bei einem Dienst wie youtube, sevenload oder MyVideo, um dort seine Videos abzulegen und allen zugänglich zu machen. Evtl. hätte er auch noch einen Video-Podcast gehabt.

2 Gedanken zu „Wenn die Bibel gebloggt worden wäre …

  1. … und die ganze Blogosphäre würde sich den Mund darüber fusselig reden, dass Matthäus und Lukas dauernd von Markus und einem »Q«, den sie nicht verlinken, abschreiben 🙂

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