Kulinarisches

innocent Drinks

innocent Drinks
Am Anfang waren es drei britische College-Freunde namens Rich, Jon und Adam, die nach dem Studium beschlossen, ein eigenes Unternehmen zu gründen. Ihnen war aufgefallen, dass es als junger Berufstätiger ganz schön schwierig sein kann, sich im sowieso schon hektischen Alltag auch noch um eine gesunde Ernährung zu kümmern. Ihre letzte ausgewogene Mahlzeit hatten sie an irgendeinem Sonntag, als sie zum Mittagessen bei ihren Eltern eingeladen waren. Etwas Praktisches und Leckeres müsste es geben, aber was könnte das sein? Ein natürlicher Drink aus 100% Früchten, der fantastisch schmeckt und den man überall kaufen und konsumieren kann, erschien ihnen als die perfekte Lösung. Rich, Jon und Adam probierten zahlreiche Rezepte aus und testeten die Ergebnisse an ihren Freunden, bis ihnen klar war: Pure Smoothies, die nur aus den besten Zutaten bestehen und sonst nichts, waren nicht nur die Antwort auf ihre Ernährungsfrage, sondern beendeten auch ihre Suche nach einer geeigneten Geschäftsidee.

Ein privater Investor fand sich schnell, so dass es losgehen konnte. Im Sommer 1998 waren sie bereit, ihre Versuche in der harten Realität zu testen. Also kauften die drei für umgerechnet € 750 Obst, machten daraus Smoothies und verkauften sie auf einem kleinen Musikfestival in London. Sie hängten ein großes Schild auf mit der Frage „Denkst Du, wir sollten unsere Jobs aufgeben, um Smoothies herzustellen?“ und stellten davor zwei Mülltonnen mit den Aufschriften „Ja“ und „Nein“, in die man die leeren Flaschen zur Abstimmung werfen konnte. Am Sonntag war der Ja-Eimer voll, so dass sie am nächsten Tag zur Arbeit gingen und kündigten. Ganz einfach.

Seit neuestem gibt es ihr Unternehmen »innocent drinks« nun auch in Deutschland. Die Zentrale ist in Hamburg und bisher werden ihre »innocent Drinks« in den Starbucks-Filialen mitverkauft. Sie wollen aber das Ganze ausbauen, so daß ihre Drinks zukünftig auch anderswo zu bekommen sind.

Bisher gibt es ihre Drinks in drei Geschmacksrichtungen:

Erdbeere & Banane
Cranberry & Himbeere
Mango & Maracuja

Positiv zu vermerken ist noch folgendes:

  • 100% Frucht - es werden keine Konservierungs-, Geschmacks- und Zusatzstoffe, keine Konzentrate, keinen künstlichen Zucker und keine komischen E-Wasauchimmerdiesenummerbedeutenmag-Zusätze verwendet.
  • Sie arbeiten darauf hin, ein komplett nachhaltig arbeitendes Unternehmen zu werden.
  • Die Früchte reisen immer per Schiff oder Bahn und nicht etwa mit dem Flugzeug.
  • Zur Zeit werden die Drinks noch in sog. PET-Flaschen verkaufen. PET (Polyethylenterephthalat) wird aus einem fossilen Rohstoff hergestellt, nämlich Öl. Da das Erdöl in naher Zukunft immer knapper werden wird, ist das Unternehmen bestrebt, so weit und schnell wie möglich von PET wegzukommen. 2002 wurde der Plastikanteil der Flaschen um 10% verringert. Seit Februar 2006 werden Flaschen verwendet, die zu 50% aus recyceltem Plastik bestehen – damit ist es eines der ersten Unternehmen in Europa überhaupt, das Flaschen dieser Art verwendet. Gerade testen sie eine Flasche, die zu 75% aus recyceltem Plastik besteht und schnellstmöglich zum Einsatz kommen soll.
  • Alle Obstlieferanten haben sich den Standards der „International Labour Organization“ schriftlich verpflichtet. Diese Mindestanforderung sichert die Rechte der Arbeiter vor Ort und verbietet Kinderarbeit.
  • Bananen werden nur noch von Plantagen kaufen, die von der Rainforest Alliance zertifiziert wurden. Die Rainforest Alliance kontrolliert Rechte und die Gesundheit der Landarbeiter und schützt auch das Ökosystem der Farmen, zum Beispiel durch die Aufrechterhaltung der Artenvielfalt.
  • 2004 hat das Unternehmen die »innocent Foundation« gegründet, in die 10% des Gewinns fließen Damit werden gemeinnützige Organisationen in den Ländern, aus denen die Früchte bezogen werden, unterstützt um den Menschen dort beim Aufbau einer nachhaltigen Zukunft zu helfen.

Ach ja, ein eigenes Blog (in englisch geschrieben) haben sie natürlich auch noch.

Also vielleicht bei Eurem nächsten Besuch eines Starbucks (Starbucks-Hasser können ja mal eine Ausnahme machen :o) ) mal Ausschau halten nach den innocent Drinks und probieren welche Geschmacksrichtung Eure Lieblingssorte werden könnte.

www.innocentdrinks.de

6 Gedanken zu „innocent Drinks

  1. Juhu! Seit vielen Jahren warte ich auf den Moment, an dem innocent endlich nach Deutschland kommt. Als Frau des Wortes müsste Sie eigentlich die originelle Beschriftung der Produkte besonders interessieren. Und nicht vergessen, den Witz auf dem Flaschenboden zu suchen. (Außer diese Features haben es nicht auf den deutschen Markt geschafft.)

    Meine verzweifelten Recherchen haben mich zumindest auf drei brauchbare Nachahmerprodukte aus Deutschland gebracht, die nach denselben Standards wie innocent produzieren:
    - Ehrlicher
    - Truefruits
    - Grandchoice
    Letzterer Hersteller kommt geschmacklich dem Original am nächsten – liegt vielleicht an dem auffallend ähnlichen Logo?

  2. Ah, Frau Kaltmamsell, daß es in Deutschland schon Nachahmerprodukte gibt, das war nun mir bisher entgangen. Danke für den Hinweis und die entsprechenden Links. Ist schon interessant, daß die »Gründungsgeschichten« alle sehr ähnlich klingen, wie die der innocent-Gründer. Das dürfte dann ja spannend werden, welche der Firmen sich hier in Deutschland den Markt erobert, wobei ich auch nix dagegen habe, wenn es etliche Anbieter gibt, und man als Kunde selber auswählen kann und am Ende nicht nur ein oder zwei »Platzhirsche«.

    Ob die von Ihnen erwähnten Features es auch nach Deutschalnd geschafft haben, weiß ich noch nicht, da ich hier noch keine der Flaschen selber in der Hand hatte - was sich aber wohl in absehbarer Zeit ändern wird. 🙂

  3. Hallo Frau Kaltmamsell und Hallo Liisa,

    ich bin Simon und arbeite für innocent in Deutschland. Schön, dass Sie sich mit unseren Smoothies beschäftigen! Natürlich haben es auch die kleinen Details auf die deutschen Flaschen geschafft…sowohl auf den Etiketten als auch auf den Flaschenböden.

    In Hamburg sind wir neben Starbucks ab sofort auch in anderen netten Delis und Cafebars vertreten - und wir arbeiten hart daran, dass dies auch bald in anderen Städten der Fall sein wird. Auf unserer Homepage finden Sie unter Getränke->Kaufen die Namen und Anschriften unserer Gastronomie-Partner.

    Tschüss und bis bald,
    Simon

  4. was ist denn so Besonderes an ein paar jungen Männern, die nicht kochen können und deshalb in das Kleinkind-Trinkverhalten regressieren, süße, weiche Breisuppe lutschen?

    Was ist Marketing, was ist Alltag, kleiner unbedeutender Alltag?

    Die Welt hat wahrhaftig größere Abenteuer zu bieten ;=)

  5. Hi Simon, danke für die Aufklärung bzgl. der Features! Leider ist Hamburg von mir aus gesehen doch etwas arg weit weg. ;o) Aber nach Stuttgart komme ich sicher in absehbarer Zeit mal wieder und da hat’s Starbucks. 🙂 Ansonsten werde ich natürlich immer mal kontrollieren, wie sich innocent über Deutschlands Läden verbreitet! 🙂

  6. Hallo Connie,

    da hast Du recht. Ich werde jetzt ein paar Blumen pflücken gehen und jemandem schenken. Und Du?

    Tschüss und bis bald,
    Simon

Kommentare sind geschlossen.