Reisen

Geschichten aus dem Hotel

Das „King David“ ist das wohl berühmteste Hotel Israels und zählt weltweit zu führenden Grand Hotels. Im vergangenen Jahr hat es sein 75jähriges Jubiläum gefeiert. Viele gekrönte Häupter und Präsidenten sind dort schon abgestiegen – dementsprechend teuer ist es natürlich auch – und es ist eng mit der israelischen Geschichte verbunden.

Natürlich tragen sich in einem solchen Hotel auch viele Geschichten zu – manche werden erzählt, andere sind nur denen die dort arbeiten oder gearbeitet haben bekannt. Wie z.B. die Geschichte von dem jüdischen Ehepaar, das in Amerika lebt und vor einigen Jahren das Hotel anschrieb. In dem Brief erzählte es, daß sie ihre Hochzeitsnacht im King David verbracht hatten. Nun würden sie in Kürze ihren 50. Hochzeitstag haben und wollten den wieder im King David feiern und dort auch wieder übernachten und noch einmal von ihrem Zimmer im King David Hotel aus auf die Jerusalemer Altstadt schauen und sich an ihre Hochzeitsnacht vor 50 Jahren erinnern.

Das Hotel nahm die Buchung an und recherchierte in welchem Zimmer das Paar vor 50 Jahren gewohnt hatte. Es handelte sich um ein Doppelzimmer im 4. Stock des Hotels. Genau dieses Zimmer reservierte das Hotel für das Paar und richtete alles schön her. Das Paar reiste an und feierte seinen 50. Hochzeitstag im King David. Als es wieder abreisen wollte, bat es um die Rechnung. Die Rechnung kam, der Ehemann schaute die Rechnung an und meinte dann, da müsse ein Fehler vorliegen. Ihm wurde mitgeteilt, es läge kein Fehler vor: das Hotel hatte nämlich ebenfalls recherchiert, was das Ehepaar vor 50 Jahren für sein Zimmer bezahlt hatte und genau diesen Betrag stellte ihnen das Hotel auch nun wieder in Rechnung. Die Summe der Rechnung belief sich auf einen Dollar.

2 Gedanken zu „Geschichten aus dem Hotel

  1. Schöne Geschichte! Nochmehr Hotel-Geschichten gibt’s übrigens seit ein paar Tagen im Literaturhaus München. Ich glaube die Ausstellung ist sehenswert…

  2. Oh, das ist ja interessant! Danke für den Hinweis Helga, wobei es sich bei den von Dir erwähnten Geschichten ja eher um die Verknüpfung von Literatur bzw. Literaten und Grand Hotels geht – aber wie gesagt, das ist auch eine tolle Idee. Schade, daß ich doch von München etwas zu weit weg wohne, um live etwas von dem Programm mitzubekommen.

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