Literatur & Lyrik

‘tschuldigung ich kann nicht zahlen

7,2 Millionen Deutsche können ihre Schulden nicht mehr bezahlen. Damit ist fast jeder zehnte deutsche Erwachsene pleite. Kinder und Jugendlichen rutschen heutzutage z.B. aufgrund ausufernder Handy-Rechnungen und ihrer Anfälligkeit für aggressive Konsumwerbung noch schneller in die Schuldenfalle. Die Folgen in der Zukunft sind kaum absehbar.

Und das alles häufig nur, weil Erwachsene und Kinder/Jugendliche meinen im allgemeinen Protz-Wettbewerb mithalten zu müssen oder weil sie sich nicht vorstellen können, daß es Menschen gibt, bei denen sie »dazugehören« könnten ohne all diese Dinge zu besitzen.

Übrigens ist das auch eine interessante Perspektive für Neid-anfällige Menschen: sich mal klar machen, daß Nachbar/Freundin/Kollege zwar vielleicht dies und das besitzt, dafür aber auch einen Berg von wachsenden Schulden. Auch hier gilt das alte Sprichwort: »Nicht alles was glänzt ist Gold!«

Mancher, der scheinbar weniger hat, hat eigentlich mehr, weil er das, was er hat wirklich hat, während andere ihren Besitz nur auf Pump haben und damit immer von der Angst und dem Druck verfolgt sind, alles zu verlieren und nicht vielen ergeht es am Ende auch so. Also dankbar sein, für das, was man wirklich »hat« und an ein anderes Sprichwort denken: »Bescheidenheit ist eine Zier!«.

Ein Gedanke zu „‘tschuldigung ich kann nicht zahlen

  1. Gut angesprochen, komischerweise ist das wenig im Denken der Leute verankert. Klar, hat der eine Kollege da ein großes Haus mit Pool und verdient doch ähnlich. Da muß man schon schlucken und neidisch sein. Das er das Haus aber auch nur angezahlt hat, mit dem Druck der Hypothek leben muß die nächsten 20 Jahre (nicht jeder steckt das gleich gut gelassen weg) und ein zwei deutliche Probleme mehr haben wird, wenn’s mit dem Job nicht mehr klappt, das wird gerne vergessen.

    Ich vermisse den zweiten Gedanken „wie finanziert er/sie das eigentlich, wenn er/sie offensichtlich nicht mehr hat“ auch oft bei mir … dumm im Prinzip.

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