Frauen

Am Weltfrauentag hinter Gittern

Reporter ohne Grenzen erinnert anlässlich des 30. Weltfrauentages am 8. März an das Schicksal all jener Frauen, die wegen ihrer Arbeit als Journalistinnen bedroht, eingeschüchtert, verhaftet oder gar ermordet werden.

Alleine im Jahr 2006 verloren elf Reporterinnen in Ausübung ihres Berufes ihr Leben, sieben Journalistinnen müssen den Weltfrauentag 2007 hinter Gittern verbringen: Munusamy Parameshawary (Sri Lanka), Saidia Ahmed (Eritrea), Serkalem Fassil (Äthiopien), Rabiaa Abdul Wahab (Irak), Umida Niyazova (Usbekistan) sowie Agnes Uwimana Nkusi und Tatiana Mukakibibi (beide Ruanda).

Serkalem Fassil, Herausgeberin dreier Wochenzeitschriften, wurde im November 2005 gemeinsam mit ihrem Mann, ebenfalls Journalist, festgenommen. Sie war damals schwanger und musste ihren Sohn vergangenen Juni in ihrer Zelle zur Welt bringen. Nachdem sie das Baby sechs Monate bei sich behalten hatte, vertraute sie es schließlich einer Verwandten an uns sieht es nun kaum noch.

Keine andere Journalistin war bisher länger hinter Gittern als Tatiana Mukakibibi: Sie wurde 1996 in Haft genommen und wartet im Gefängnis von Gitarama im Süden der Hauptstadt noch immer auf ihr Gerichtsverfahren. Mukakibibi beteuert noch immer ihre Unschuld und fordert, das ihr endlich Gerechtigkeit zuteil wird.
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