Soziales

Kiva – Leben und Welt verändern

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Bei Lila kam gestern kurz das Thema bzw. die Frage auf: Kann Bloggen die Welt verändern? Eine Frage, über die man durchaus diskutieren kann. Es gibt einiges, das dafür spricht, aber auch einiges dagegen. Hier und da tun sich dann aber plötzlich Möglichkeiten im Internet auf, wie man die Welt tatsächlich ein wenig verbessern kann, zumindest für einige Menschen.

Der Begriff „Mikrokredit“ und was es damit auf sich hat, ist ja seit der Vergabe des letzten Friedensnobelpreises an den Erfinder des Mikrodarlehens Muhammad Yunus auch hierzulande etwas bekannter geworden.

Jetzt bin ich z.B. über Johannes Kleske auf Kiva.org gestoßen. Kiva ist eine neue Möglichkeit Menschen aus Entwicklungsländern unter die Arme zu greifen. Aber nicht durch Spenden, sondern durch Mikrokredite.
Das Geld wird über Mikrofinanzinstitutionen vor Ort an die Kreditnehmer verteilt.

Auf kiva.org werden diejenigen vorgestellt, die mit ihren Ideen und Projekten von den vor Ort befindlichen Mikrokreditinstitutionen geprüft und zugelassen wurden. Man kann also selber aussuchen, wem man solch einen Mikrokredit gewähren möchte.

Das jeweilige Projekt wird ebenfalls kurz vorgestellt, man erfährt, wieviel Geld dafür benötigt wird, wieviel bereits aus der Summe der Mikrokredite zusammengekommen ist und welche Summe noch fehlt. Außerdem erfährt man später, wieviel Prozent des Kredits jeweils bis zum gegebenen Zeitpunkt zurückgezahlt worden ist. Der niedrigste Mikrokredit, den man gewähren kann beträgt 25 USD, das sind beim gegenwärtigen Kurs knapp 20 Euro. Die Zahlung erfolgt entweder über paypal oder die eigene Kreditkarte.

Bisher wurden über Kiva.org mehr als 1 Million USD an 2.000 Gründer in der 3. Welt vergeben.

Ich finde das eine tolle Idee, die da über das Internet umgesetzt worden ist und die es ermöglicht konkret mit wenig Aufwand Hilfe zur Selbsthilfe zu gewähren. Schade nur, daß es solche oder ähnliche Projekte soweit ich weiß bisher nicht aus Deutschland heraus gibt.

Ja, und nun blogge ich über Kiva.org und vielleicht stößt die Idee ja auch bei einigen Lesern und Besuchern hier auf Interesse und führt zur Aktion – dann hätten wir den Beweis, daß Bloggen manchmal schon die Welt verändern kann. Laßt doch mal hören, was ihr zu der Frage „Kann Bloggen die Welt verändern“ denkt und wie Euch das Projekt Kiva gefällt?

3 Gedanken zu „Kiva – Leben und Welt verändern

  1. Vielen Dank für den Link, das ist eine tolle Idee! Ich werde mich am Wochenende mal durchlesen.

  2. Was für eine tolle Idee! Dass man da auch mit vergleichsweise geringen Beträgen einsteigen kann, finde ich ganz toll.
    Ich habe zwar Patenkinder in armen Ländern, habe aber schon oft gedacht, es wäre so vernünftig, auch Erwachsenen helfen zu können, die sich ja fast immer um eine ganze Familie zu kümmern haben. Und dann finde ich es natürlich auch ganz super, Leuten vielleicht mit auf die Beine zu helfen, die noch ein wenig Energie haben und Ideen haben – vielleicht hilft das auch ihrer Umgebung weiter, wenn sie es schaffen.
    Und wenn man bei großen Organisationen spendet, kann man ja nicht mitbestimmen, wohin das Geld im einzelnen geht.
    Danke für den Hinweis!

  3. Eine schöne Idee. Seit ich bei meinem neuen Arbeitgeber bin, treibt mich genau das auch um. Es gibt so viele tolle Projekte und Ideen, auf die viel mehr Menschen aufmerksam gemacht werden müssten. bei mir wird es demnächst wohl eine entsprechende Rubrik im Blog geben.

    Und man selbst kann mit kleinen Dingen anfangen. Den Stromanbieter wechseln, mehr Rad fahren und Öffis benutzen, bewusster einkaufen, sein Geld ethisch-ökologisch anlegen, und und und.

    Nur so lässt sich etwas bewegen. Lord Baden-Powell (ganz bestimmt alles andere als ein Heiliger) hat der Welt zumindest einen wunderschönen Satz hinterlassen, der für mich seitdem soetwas wie ein kleines Lebensmotto geworden ist: „Lass uns die Welt ein klein wenig besser hinterlassen, als wir sie vorgefunden haben“. Und damit kann jeder anfangen. Bei sich selbst.

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