Fotografie

Armed America: Portraits

Es gibt Fotoserien, die rühren an, es gibt Fotoserien, die wühlen auf und es gibt Fotoserien, die verstören. Die Serie Armed America: Portraits of Americans and their Guns des amerikanischen Fotografen Kyle Cassidy gehört für mich zu den verstörenden Fotoserien. Natürlich ist bekannt, daß Waffen im Haus in Amerika gang und gäbe sind aber sie auf diese Weise präsentiert zu bekommen und die Erklärungen der Besitzer dazu zu hören, finde ich verstörend.

Allerdings habe ich den Eindruck, daß sich inzwischen auch in Deutschland erstaunlich viele Waffen in Privathaushalten finden, auch wenn das nicht so bekannt ist und manche es vielleicht auch nicht wahrhaben wollen.
Schon 2002 gingen offizielle Schätzungen von 30 Millionen Schusswaffen in Deutschland aus, davon nur rund zehn Millionen legal in Waffenbesitzkarten eingetragen. Der große Rest, gut 20 Millionen Schusswaffen, waren damals schon illegal. Man kann getrost davon ausgehen, daß die Zahlen in den vergangenen Jahren weiter gestiegen sind. Ein föderales Wirrwarr führt außerdem dazu, daß niemand genau weiß, wie viele Waffen in Deutschland bei wie vielen legalen Besitzern vorhanden sind.

Ein Gedanke zu „Armed America: Portraits

  1. Ziemlich krass diese Fotoserie, wie auch die körperlichen Ausmaße der dort abgebildeten.
    Was den Waffenbesitz in Deutschland betrifft, muss ich dir auch zustimmen.
    Wie oft liest man von Familiendramen, wo einer mal kurzerhand erschossen wurde. Dazu braucht man ´ne Waffe im Haus.

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