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Gen-Mais auch in Deiner Nachbarschaft?

Von heute an können interessierte Bürger auf der Internetseite von Greenpeace auf einer Deutschlandkarte mit einem Blick erkennen, ob in ihrer Region gentechnisch veränderter Mais angebaut wird. Der größte Teil der Anbaufläche liegt in den neuen Bundesländern, allein in Brandenburg wurden 2083 Hektar angemeldet.

Als Grundlage dienen die im Standortregister des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) veröffentlichten Daten. Bis heute wurde beim BVL für das Jahr 2007 ein Fläche von 3671 Hektar angemeldet. Im vergangenen Jahr wuchsen in Deutschland auf etwa 1,7 Millionen Hektar Mais, der Anteil von genmanipuliertem Mais machte damals nur rund 1.000 Hektar (0.06 Prozent) der gesamten Mais-Anbaufläche aus.

Bei dem in Deutschland verwendeten Gen-Mais handelt es sich um den so genannten Bt-Mais (MON810) des US-Agrarkonzerns Monsanto. Dieser ist so manipuliert, dass er ein eigenes Gift produziert, das gegen Schädlinge wie zum Beispiel den Maiszünsler tödlich wirken soll. Das Bt-Gift kann jedoch auch negative Auswirkungen auf Nützlinge wie geschützte Schmetterlingsarten, Honigbienen, Regenwürmer und sogar auf natürliche Feinde des Maiszünslers, wie die Florfliege haben. Je umfassender sich die Forschung mit den Umweltauswirkungen des Bt-Maises beschäftigt, desto mehr Risiken werden bekannt. Zudem genügt die Risikoprüfung, nach der der Gen-Mais eine Zulassung in der EU erlangte, nicht mehr den heutigen Anforderungen. Für den genmanipulierten Mais muss daher dieses Jahr ein Wiederzulassungsverfahren beantragt werden.

Einige europäische Länder wie Ungarn, Polen, Griechenland, Österreich und die Schweiz haben den Anbau des Gen-Maises aufgrund der möglichen ökologischen Risiken verboten.

Interaktive Gen-Mais-Karte von Greenpeace.

Karte Anbauflächen Gen-Mais in Deutschland 2007 von Greenpeace als pdf-Datei