Mecklenburg-Vorpommern ·Privates ·Tagesnotizen 2017 ·Vogelliebe

Am Polder Große Rosin

Da sich das Wetter heute besser präsentierte, als man nach der Wettervorhersage hätte erwarten können, habe ich mich heute Mittag mit der weltbesten WG-Genossin zu einem kleinen Ausflug aufgemacht.

Wir fuhren in das kleine Dörfchen Kützerhof, wo wir am Ortsausgang das Auto abstellten. Von dort ging es zu Fuß weiter über den Kützerhofer Damm mitten durch etwa 1000 ha renaturierte Polderlandschaft am Westufer des Kummerower Sees bis hin nach Aalbude, wo es ein Ausflugslokal gibt und wo man sich mit einer kleinen Fähre über die Peene bringen lassen kann. Das haben wir uns aber gespart.

Stattdessen sind wir auf den Beobachtungsturm geklettert und haben den Blick von dort oben genossen. Der Polder Große Rosin hat sich in den letzten Jahren immer mehr zu einem echten Wasservogelparadies gemausert. Besonders im Frühjahr und Herbst, wenn die Kraniche ziehen, gibt es dort ein grandioses Schauspiel, wenn tausende Kraniche ein- und abfliegen. Aber auch viele andere Wasservögel nutzen den Polder für eine Rast, andere sind das ganze Jahr über da.

Ich freute mich über jede Menge herrlicher Silberreiher, dazwischen immer wieder auch einzelne Graureiher, über Höckerschwäne, hunderte Graugänse, Haubentaucher, Zwergtaucher, Blässhühner, eine Rohrweihe, Fischadler, Kraniche, Lachmöwen, Bachstelzen, Stare, Uferschwalben, jede Menge unterschiedlichster Enten, und über die große Kormorankolonie mit deutlich über 1500 Vögeln, die zum Teil noch brüten oder Nachwuchs in den Nestern hatten.

Auf dem Rückweg erwischte uns dann doch noch ein kurzer Regenschauer, aber als Wiedergutmachung bekamen wir einen grandiosen Doppelregenbogen, der über dieser Landschaft einfach atemberaubend schön aussah!

Kurz bevor wir das Auto wieder erreichten, entdeckte ich dann noch einen Schwarm Stieglitze und war darüber hocherfreut, denn bisher habe ich immer nur einzelne Exemplare gesehen. Nun also endlich einen ganzen Schwarm. Wunderschön!

Fazit: Es war einfach nur herrlich! Da muss ich auf jeden Fall noch öfter mal hin! Von mir aus ist das ja nicht so weit weg.

Und mein Wunsch nach einem gescheiten Spektiv wurde wieder sehr angeheizt. Wenn die Dinger bloß nicht so teuer wären! Ab und zu hab ich ja schon die Wahnvorstellung, irgendjemand hat ein tolles Spektiv und nutzt es gar nicht, sondern lässt es irgendwo auf dem Dachboden oder im Keller verstauben, während ich so gerne eines hätte. Ist das nicht ein Albtraum!! 😉

Und damit Ihr Euch wenigstens ansatzweise vorstellen könnt, wie es am Polder Große Rosin aussieht, findet Ihr hier das kurze Video, das ich heute gemacht habe.

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Vogelliebe

Wintervorrat

Ich sammle eifrig,
ein Zwitschern hier, ein Trillern dort,
ein Pfeifen und ein Tiri-Tiri-Treck-Treck,
ein Gigigig und noch ein Tzip-Tzip-Zia-Zia,
ein Tirili, ein Diii-Dedede und ein Ti-Ti-Tirrüli-Ti,
ein Kuckuck-Kuckuck-Kuckuck und ein Schack-Schack,
ein Sriiisriiisriii und Tschilp Tschilp, …

Ich sammle, was ich finden kann,
und sind die Vögel fortgezogen,
und ihr Gesang verstummt,
web ich mir ein kleines Vogellied,
dass mich durch kalte stille Wintertage trägt.

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Nachdenkliches ·Soziales

Gedankenmäandert über verschiedenen Arten von Armut, das Betteln und die Großzügigkeit

Ich hab mal wieder gedankenmäandert … falls Sie mir folgen mögen, bitte hier entlang:

Bettler sind nicht gern gesehen. Es gibt Städte, die alles dafür tun, Bettler möglichst aus den Stadtzentren fernzuhalten. Mittlerweile gibt es sogar Bänke, die so konstruiert sind, dass man zwar auf ihnen sitzen aber keinesfalls liegen kann. Warum? Damit sie nicht von Obdachlosen und Bettlern genutzt werden, um dort die Nächte zu verbringen. Wachpersonal vor Geschäften und Einkaufszentren ist angewiesen zu verhindern, dass Bettler dort nächtigen.

Und doch sehen wir überall in den Städten Obdachlose und Bettler oder Menschen, die so arm sind, dass sie in Mülleimern und -tonnen nach Lebensmitteln oder wenigstens Pfandflaschen suchen, um ihr Auskommen etwas aufzubessern.

Wir kennen die Bettler, die in den Einkaufszonen sitzen, einen Hut oder einen Becher vor sich stehen haben und auf den Boden starren und hoffen, dass jemand etwas in ihren Hut oder Becher wirft. Manche haben auch Pappschilder vor sich stehen, auf denen sie erklären, warum sie da sitzen und betteln.

Wieder andere laufen herum und sprechen die Menschen direkt an »Haste mal ‘nen Euro für mich?« Das ist riskanter. Wenn jemand schon bettelt, dann soll er das möglichst unauffällig tun und nicht offensiv. Wo kämen wir denn da hin?!

Wer bettelt, der ist wirklich ganz unten angekommen, und es kostet mit Sicherheit Überwindung, sich den Blicken und Bemerkungen, im schlimmsten Fall sogar dem Risikio körperlicher Gewalt auszusetzen. Auch wenn der Mensch sich an vieles gewöhnen kann, es ist demütigend sich nur noch dadurch helfen zu können, dass man bettelt. Man muss den eigenen Stolz herunterschlucken und sich verletzlich machen.

Jeder der vorbeigeht, hat scheinbar einen Freibrief, sein eigenes Urteil zu fällen, und die meisten tun es auch. Meist ohne auch nur ein bisschen über den Menschen, der dort sitzt und bettelt, sein Leben und die Umstände zu wissen.

In Städten, wo es viele Obdachlose und Bettler gibt, entwickeln Menschen die »Fähigkeit« sie einfach zu übersehen, zu ignorieren. »Man kann ja schließlich nicht jedem helfen!« »Selber schuld!« »Mir hat auch keiner was geschenkt!« »Der soll erstmal aufhören zu trinken!« »Die soll gefälligst arbeiten gehen!«

Andere werfen schnell (fast verschämt) ein paar Münzen in den Hut oder Becher und hasten weiter. Manche kaufen vielleicht ein Brötchen oder einen heißen Kaffee und bringen das dem oder der Bettler/in.

Kaum einer, der ein echtes Gespräch anfängt mit dem, der da auf der Straße sitzt und bettelt.

Aber die Scham auf Hilfe angewiesen zu sein, die setzt schon viel früher ein. Die fängt schon an, wenn man z.B. so wenig Geld zum Leben hat, dass man auf Hilfe durch staatliche Einrichtungen oder die Tafeln angewiesen ist.

Viele Menschen tun sich unendlich schwer damit die Schwelle der Scham darüber, dass sie diese Hilfe benötigen, zu überwinden und empfinden es als echten Tiefpunkt diesen Schritt tatsächlich zu gehen. Da mögen die freiwilligen Helfer z.B. bei den Tafeln, noch so freundlich sein und sich noch so bemühen, den Menschen zu signalisieren, dass man sie nicht verachtet oder als würdelos ansieht.

(Schnitt)

Wir kennen inzwischen noch ein anderes Bild:

Menschen, die auf der Straße stehen und gebastelte Schilder hochhalten. Auf den Schildern steht z.B. »Free Hugs!«

Eine sympathische Idee! Auf Youtube kann man viele Videos solcher Aktionen finden und sieht, dass das Angebot gerne angenommen wird. Da wird reichlich umarmt und für Momente strahlen sich wildfremde Menschen an und alle drumherum lächeln mit.

(Schnitt)

Es gibt nicht nur materielle Armut. Es gibt auch emotionale Armut, und die scheint mir noch wesentlich verbreiteter zu sein.

Menschen, die mitten in der Gesellschaft leben und arbeiten und doch emotional verarmt sind. Weil niemand da ist, der ein persönlicheres Wort mit ihnen spricht. Sie werden nur mit nötigen Worten angesprochen.

Menschen, die niemand mehr körperlich berührt, es sei denn es ist unumgänglich (Handschlag, Berührung beim Überreichen oder Entgegennehmen von was auch immer, Berührung bei Verrichtungen wie dem Haareschneiden, Mani- und Pediküre, Physiotheraphie, Untersuchungen beim Arzt, etc.).

Menschen, die keine Umarmungen, kein aufmunterndes Schulterklopfen, keine Küsse, kein Lächeln, kein gutes Wort von niemandem bekommen.

Niemand hört ihnen einfach mal zu. Niemand interessiert sich für das, was in ihnen vorgeht, was sie beschäftigt, was sie freut, was sie bedrückt.

Und nein, das sind beileibe nicht alles alte Menschen, »die niemanden mehr haben«!

Mich wundert, dass wir nicht Menschen in unseren Straße haben, die Schilder vor sich stehen haben, auf denen z.B. steht:

»Schenke mir bitte ein Lächeln!«

»Rede bitte 5 Minuten mit mir!«

»Umarme mich bitte mal!«

Sozusagen Bettler, die nicht unser Geld wollen, sondern einfach nur etwas positive Emotion, etwas menschliche Zuwendung.

Ich habe mich gefragt, was wohl passieren würde, wenn wir Menschen mit solchen Schildern auf der Straße sitzen oder stehen sehen würden? Vermutlich würden die meisten, erstmal denken, das sei eine Art Performance. Aber was, wenn es keine Performance wäre, wenn es bitterer Ernst wäre?

Wären sie nur interessant als Objekte für Videos, die auf Youtube, Instagram oder Twitter gepostet würden?

Was, wenn so ein Mensch nicht nur einmal auf einem der großen Plätze in einer Stadt stünde? Was, wenn er Tag für Tag mit seinem Schild dort stehen würde?

Würde die anfängliche Belustigung der Leute irgendwann auch in Ignoranz oder sogar Verärgerung umschlagen?

Würde so jemand für verrückt (psychisch krank) erklärt werden?

Würde darum nachgesucht werden, diesen Menschen doch bitte zu entfernen?

Was, wenn es nicht nur ein Mensch wäre, wenn weitere Menschen mit solchen Schildern an anderen Orten in der Stadt oder auf dem Dorf auftauchen würden?

Ist die Scham materielle Armut zuzugeben schon unglaublich groß, ist die Scham emotionale Armut zuzugeben offenbar noch sehr viel größer.

Wie verletztlich macht sich ein Mensch, der sich hinstellt und sagt: Ich sehne mich danach, dass Menschen tatsächlich mit mir reden, mir zuhören, mich umarmen, mir ein gutes Wort sagen. Ich habe niemanden der das für mich tut, vielleicht sogar obwohl ich Familie habe, obwohl ich einen Chef und Kollegen habe, obwohl ich Nachbarn habe, obwohl ich einen FB-, Twitter-, Instagram-Account habe dem 5, 500, 5000 Leute folgen, die mir sogar »Likes« oder »Favs« geben.

Wie hoch ist wohl die Zahl derer in unserer Gesellschaft, die in emotional prekärem Zustand leben oder emotional komplett verarmt sind?

Ich fürchte, weit höher als wir uns dessen bewusst sind oder bewusst sein wollen.

Inzwischen glaube ich, dass es durchaus Zeichen gibt, an denen man emotionale Verarmung erkennen kann, aber wir ignorieren diese Anzeichen und Symptome. Vielleicht machen sie uns Angst, gerade weil sie - wenn man mal darauf achtet - überall zu sehen sind. Wir empfinden sie als zumindest unangenehm, wenn nicht als bedrohlich, als störend.

Und überhaupt, wir haben schließlich genug mit uns selbst und dem emotionalen Wohlergehen unserer Familien oder engsten Freunde zu tun!

»Selber schuld! Hätten die emotional Prekären, die Emotionsverarmten sich halt beizeiten darum kümmern müssen, dass sie nicht so verarmen!«

»Sollen sie sich doch gefälligst an die zuständigen Stellen (Kirchen? Psychologen, Psychiater?, Coaches?, Selbsthilfegruppen?, etc.) wenden!!«

»Mit dem/der kann ja was nicht stimmen. Wird schon Gründe geben, warum der/die emotional verarmt ist!«

Es gibt emotional Verarmte, die kein Wort darüber verlieren, die still und leise vor sich hin leiden und sehnen und still und leise daran zerbrechen und zugrunde gehen.

Es gibt emotional Verarmte, die offensiver sind. Die um Aufmerksamkeit und Zuwendung betteln, nicht gerade mit Pappschildern in den Fußgängerzonen unserer Städte, aber auf andere Art und Weise. Und sie werden von den meisten als genauso »unangenehm« empfunden, wie die Bettler, die einen in der Fußgängerzone direkt angehen und »Haste mal ‘nen Euro für mich?« fragen. Um offensiv vorgehende emotionale Bettler machen die meisten einen großen Bogen und sehen zu, so schnell wie möglich Land zu gewinnen. So jemanden möchte doch bitte keiner an der Backe haben, oder? Oder?

Emotionale Verarmung fängt klein und unscheinbar an. Man mutiert nicht über Nacht zum emotional Verarmten. Man wird es (in den allermeisten Fällen zumindest) mit der Zeit. Manche sehenden Auges, andere ohne es rechtzeitig wahrzunehmen.

Warum also nicht schon den Anfängen wehren?

Warum können wir in unserer Gesellschaft nicht viel großzügiger sein?

Warum fahren wir Tag für Tag mit immer denselben Menschen in Bus und Bahn, und schenken uns kein Wort, kein Lächeln?

Warum haben wir nicht öfter ein persönliches Wort für die Kassiererin im Discounter oder die Verkäuferin im Fachgeschäft?

Warum nicht wenigstens ab und an mal eine Umarmung für die Toiletten- oder Putzfrau der wir begegnen?

Warum nicht öfter eine aufmunternde Umarmung für die übermüdete und frustrierte Mutter oder Lehrerin, den abgehetzen Vater, den oder die genervte Kollegen/in?

Warum nicht regelmäßig oder wenigstens ab und an eine Viertelstunde für ein Gespräch mit der verwitweten Nachbarin, dem altgewordenen Nachbarn oder der alleinstehenden jungen Nachbarin, deren Leben nur aus Arbeit zu bestehen scheint (die in Wirklichkeit aber schlicht total vereinsamt ist)?

Sind die Befürchtungen und Ängste die uns davon abhalten all das zu tun oder öfter zu tun, wirklich wahr und berechtigt? Oder sind wir einfach nur furchtbar egoistisch (Ich, ich, ich zuerst!!!) und/oder geizig (Hauptsache mir geht’s gut, wie es dem anderen geht, geht mir am Arsch vorbei!)? Oder fürchten wir, wenn wir das tun würden, dass sich unsere eigenen Schleusen der emotionalen Bedürftigkeit öffnen könnten?

Und wie emotional reich muss man eigentlich sein, bevor man etwas davon auch an andere abgibt? Ja, muss man überhaupt emotional reich sein, um anderen gegenüber emotional großzügig sein zu können? Ich glaube nicht!

Wir kennen doch (hoffentlich) alle diese Erfahrung, dass wir jemand Fremdes auf der Straße oder in der U-Bahn, im Bus, anlächeln - einfach so - und unser Gegenüber lächelt (überrascht) zurück. Geteilte positive Emotion verdoppelt sich in den allermeisten Fällen. Ich würde sogar behaupten, dass sich geteilte positive Emotionen so ähnlich verhalten, wie wenn man einen Stein in einen spiegelglatten See wirft. Sie schlagen Wellenkreise, die sich immer weiter ausbreiten, so weit ausbreiten, dass wir die letzten Auswirkungen unter Umständen gar nicht mehr mitbekommen. Wir wissen das eigentlich. Warum nutzen wir das nicht mehr?

Was hält diejenigen unter uns, die insgeheim in emotional prekären Verhältnissen leben oder gar schon völlig verarmt sind (aus welchen Gründen auch immer), davon ab, das zuzugeben, ja vielleicht sogar die emotional Reicheren zu bitten, etwas von ihrem Reichtum mit ihnen zu teilen? Wäre das wirklich so verwerflich? Wäre man dann in dieser Gesellschaft so stigmatisiert, dass man das lieber lässt? Gälte man dann als »emotionaler Bettler« und wäre damit komplett erledigt?

Was hält uns davon ab, emotional großzügig(er) zu sein?

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Mecklenburg-Vorpommern ·Privates ·Tagesnotizen 2017

Ein Besuch im Gutscafé Pohnstorf und Spaziergang nach Karnitz

Herz und Seele des Café Pohnstorf

Nach sehr verregneten Tagen, gab es heute mal wieder richtigen Sonnenschein, und das haben wir gleich genutzt und uns am Nachmittag zu einem Ausflug aufgemacht.

Wer hier schon länger mitliest weiß, dass ich immer mal wieder kleine Loblieder singe auf die Perlen im mecklenburgischen Hinterland.

Ja, die Küsten sind schön, die Ostsee sowieso, aber Mecklenburg-Vorpommern besteht aus mehr als nur den Küsten. Es hat ein großes Hinterland, und es ist ein Fehler, dieses Hinterland zu ignorieren und nur schnell zu den Küsten durchzufahren.

Heute stelle ich Euch also eine weitere kleine Perle (noch, aber sicher nicht mehr lange, ein Geheimtipp) im Hinterland vor, die es verdient entdeckt und bekannter zu werden.

Wir fuhren nach Pohnstorf, einem winzigen Dörfchen mit knapp 40 Einwohnern, das zwischen Teterow und Neukalen liegt, und besuchten dort das kleine aber feine »Café Pohnstorf«.

Direkt vor der Tür einige Tische mit Stühlen und Sonnenschirm, wo es sich Gäste bereits gut gehen ließen.

Wir betraten das Café und wurden gleich von Sophie Junghans, die seit April das Café führt, in Empfang genommen. Sie ist Herz und Seele des Cafés und nimmt einen mit ihrem Enthusiasmus, ihrer Freundlichkeit und Offenheit gleich für sich und das Café ein.

Zuerst zeigte sie uns, welche frisch gebackenen Kuchen heute zu bekommen waren, und wir wählten unsere Kuchen aus und sagten, was wir gerne an Getränken dazu haben wollten.

Detail aus dem Café Pohnstorf

Während Sophie alles fertig machte, schauten wir uns im Café um und bewunderten die sehr schöne und liebevoll zusammengestellte Einrichtung. Wirklich ein Platz zum Wohlfühlen!

Detail aus dem Café PohnstorfDetail aus dem Café PohnstorfDetail aus dem Café PohnstorfDetail aus dem Café Pohnstorf

Neben dem Haus gibt es noch eine große Rasenfläche, wo im Sommer ebenfalls Tische und Stühle stehen und Gäste natürlich auch draußen im Sonnenschein ihren Kaffee und die köstlichen Kuchen genießen können.

Wir entschieden uns heute aber drin zu bleiben, auch um uns noch etwas mit Sophie Junghans unterhalten zu können. Sie erzählte uns, dass es in der Hauptsache Radfahrer und Wanderer sind, die im Café einkehren, aber auch Einheimische und Gäste, die im gleich gegenüber stehenden Gutshaus Pohnstorf Quartier genommen haben und ihren Urlaub in dieser schönen Gegend verbringen.

Der gute Ruf des kleinen Cafés spricht sich inzwischen herum, und so nimmt auch die Anzahl der Gäste und Besucher zu. Besonders an den Wochenenden füllen sich die Plätze drinnen und draußen schnell.

Nach Absprache ist es möglich im Café kleine Feiern abzuhalten. Erste Geburtstage wurden schon in froher Runde dort gefeiert.

Hin und wieder gibt es auch zusätzliche Angebote, wie zur Zeit die »Italienischen Abende«, an denen die Gäste ein dreigängiges italienisches Menü, natürlich auch mit guten italienischen Weinen, serviert bekommen.

Ich stelle es mir übrigens auch sehr schön vor, im Herbst oder Winter, wenn es draußen schon eher unfreundlich ist, im Cafe Pohnstorf einzukehren und es sich neben dem Ofen bei einem der leckeren Kuchen und heißem Kaffee oder Tee (vielleicht sogar mit einem guten Buch, oder Strickzeug) für einen Nachmittag gemütlich zu machen.

Sophie Junghans jedenfalls hat zusammen mit ihrem Freund, der ebenfalls aus der Gastronomie kommt und als Koch arbeitet (zu ihm wohl demnächst noch etwas mehr!) noch so einige tolle Ideen für die Zukunft in der Hinterhand.

Man darf gespannt sein und sich freuen, wenn man das »Café Pohnstorf«, diese kleine Perle im mecklenburgischen Hinterland, kennt.

Wenn Ihr also das nächste Mal auf dem Weg seid an die mecklenburgisch-vorpommerische Küste oder vielleicht sogar in Waren an der Müritz oder sonstwo in der Mecklenburgischen Schweiz Urlaub macht, macht doch mal einen Abstecher nach Pohnstorf, und lasst es Euch im »Café Pohnstorf« gut gehen!
Ihr dürft Sophie Junghans, dann auch gerne von mir grüßen.

Und nein, ich bin nicht mit Sophie Junghans verwandt oder sonstwie liiert, und wir haben den leckeren Kuchen (Erdbeerkuchen und Schoko-Blaubeer-Walnuss-Kuchen) sowie Cappuccino und frische Rhababerschorle mit Minze selbst bezahlt. Ich erzähle Euch vom Café Pohnstorf aus reiner Begeisterung und Überzeugung. 🙂

Nachdem wir uns dann schließlich fröhlich voneinander verabschiedeten (bis zum nächsten Mal!), machten wir noch einen kleinen Spaziergang hinüber ins nächste kleine Dorf namens Karnitz und genossen dabei die wunderschöne Landschaft.

Ich sage Euch, es ist die reinste Idylle in der man - so wie wir heute - Rehe beobachten kann, die in den Feldern herumspringen und Feldhasen, die auf den sonnenbeschienenen Hängen Fangen spielen und miteinander balgen und überhaupt: hachz!!!

Auf dem Rückweg habe ich noch meinen ersten Neuntöter und meinen ersten Wiesenpieper in freier Wildbahn gesehen.

Mecklenburgische Schweiz zwischen Pohnstorf und KarnitzMecklenburgische Schweiz zwischen Pohnstorf und Karnitz

Öffnungszeiten Café Pohnstorf

Juni bis Ende September:
Dienstag, Mittwoch, Freitag von 12 bis 17 h
Samstag und Sonntag von 12 bis 17:30 h
Montag und Donnerstag : Ruhetag

ab Oktober:
Samstag und Sonntag von 12 bis 17:30 h

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