Gartenfreude · Literatur & Lyrik · Nachdenkliches · Politik · Privates · Soziales

Tomatenglück und Weltenunglück

Ochsenherztomaten

Die Zeit rast, der Juli schnürt schon seine Schuhe und wird sich bald verabschieden. Ja, ist es denn zu fassen?! Höchste Zeit also für einen neuen Blogeintrag, sonst ist der Monat um.

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Die Welt rast auch und lässt mich immer häufiger verstummen.
Dafür äußern sich viele andere und viele leider alles andere als kenntnis- und/oder hilfreich, geschweige denn klug.

Diskussionen, Interpretationen, Meinungen, Gehetze. Selten, aber doch ab und an auch Worte, die einen Zipfel der Realität erhaschen und nachdenklich machen, wenigstens einen oder mehrere kleine Schritte weiterführen. Der Worte sind viele, der Taten, um tatsächlich eine Änderung zum Besseren herbeizuführen, wenige.

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„Warte nicht darauf, dass die Menschen dich anlächeln.
Zeige ihnen, wie es geht.“
– Pippi Langstrumpf

Pippi Langstrumpf? Im Ernst jetzt?

Ja, im Ernst! Einfacher geht es ja nun wirklich nicht. Zurück zu den ganz einfachen Wahrheiten und wenn sie aus dem Mund einer Pippi Langstrumpf kommen, dann ist das eben so!

Wenn die Menschen nicht mehr wissen, wie man andere anlächelt, wie man andere liebt, wie man anderen hilft, wie man solidarisch ist, wie man freundlich ist, dann muss man es ihnen eben vormachen. Immer und immer wieder, gerade in einer so aus den Fugen geratenen Welt.

Was daher immer bleibt und möglich ist:

Im ganz kleinen privaten Raum alles dafür zu tun, dass Menschen leben können, einen Tag nach dem anderen.

Der Lüge die Wahrheit entgegenhalten. Dem Gehetze und Hass Einhalt gebieten.

Mauern aus Vorurteilen, Stein um Stein wieder abtragen, auch wenn das zunächst heißt, erstmal nur mühselig den Mörtel zwischen den Steinen herauszukratzen, damit man überhaupt einen Stein herauslösen kann.

Ungerechtigkeit nicht schweigend zu unterstützen, sondern Wege aufzeigen, wie es wenigstens im Kleinen ein bisschen gerechter zugehen kann.

Kleine, vielleicht sogar nur winzige Samenkörner Liebe ausbringen. Geduldig, Tag für Tag, in der Hoffnung, dass die Ernte irgendwann aufgeht. Egal, wie steinig das Feld auch ist, wie heiß die Sonne brennt, egal, wie oft das Feld schon abgebrannt ist.

Den Boden immer wieder auflockern, mit der Hin- und Zuwendung zu Menschen, die übersehen, ignoriert oder ausgeschlossen werden.

Jeden Morgen neu aufstehen und sich selbst anfeuern, nicht zu resignieren, nicht nachzulassen.

Und auch es auszuhalten, dass einem für all das Unverständnis entgegenschlägt, man belächelt oder sogar offen ausgelacht wird für so viel „Naivität“. Aushalten, die Ablehnung, die Verachtung, vielleicht sogar den blanken Hass.

Und überhaupt: Zumindest bei mir und vielen anderen, die ich kenne, ist es alles andere als Naivität, die uns dazu veranlasst, uns der Gewalt, dem Hass und der Gleichgültigkeit entgegenzustemmen. Die Menschlichkeit oder besser Mitmenschlichkeit hochzuhalten, die Solidarität zu beschwören und zu leben und auf das Miteinander zu setzen.

Wäre es nur blanke Naivität, hätten wir längst aufgegeben. Wir könnten es nämlich viel ruhiger und bequemer haben.

Manchmal in dunklen Stunden, wenn Terror, Gewalt und Hass mal wieder alles übertönen, lockt eine einschmeichelnde Stimme, und will mir erzählen, dass das alles nichts nutzt. Diese Stimme tut alles, um Zweifel zu säen, Kraft und Energie abzuziehen. Sie fragt mich, welchen Preis ich bereit bin zu zahlen? Und wenn ich ihr entschlossen antworte, fragt sie: „Wirklich?“

Ja, wirklich! Denn ich kann nicht anders. Ich habe keine andere Wahl, als die Haltung einzunehmen, die ich einnehme, das zu tun, was ich tue, egal wie groß oder klein das sein mag, egal wie wenig es mir erscheinen mag, egal wie vergeblich es sogar mir an manchen Tagen erscheint. Nein, dass ist keine Naivität, es ist schlichte Notwendigkeit.

Und ich weiß, dass da immer noch viele sind, denen es ganz genauso geht. Die auch jeden Morgen neu aufstehen und sich einen weiteren Tag dem Wahnsinn, der Gewalt, dem Hass und der Gleichgültigkeit entgegenstemmen.

Kann sein, dass wir nicht (mehr) viele Worte machen, aber wir tun, was wir tun müssen und tun können, und davon werden wir nicht ablassen, egal was es uns am Ende kosten wird. Nicht mal in erster Linie für uns selbst, sondern für diejenigen, die auf uns angewiesen sind und ja, auch für die, die jetzt blind und taub mit hetzen, die Gewalt, Hass und Mißtrauen säen oder einfach nur gleichgültig mit den Schultern zucken.

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Und sonst?

Der Sommer dieses Jahr spielt bisher das Spielchen an – aus – an – aus – an – aus. Das ist anstrengend. Der Kreislauf weiß nicht worauf einstellen, und wenn er sich eingestellt hat, ist schon wieder alles ganz anders. Aber egal, auch das Wetter ist, wie es ist. Also versuchen das Beste daraus zu machen, Gelegenheiten ergreifen.

Ab und an mal kleine Auszeiten und Ausschau halten nach den kleinen Alltagsfreuden.

Über meinem Schreibtisch hängt eine Postkarte, darauf steht

„Das hier sind die guten Zeiten“

Ich hab sie mir hingehängt, zur Erinnerung, damit ich das Hier und Jetzt im wahrsten Sinne des Wortes wahrnehme und bei allem Weltenunglück da draußen und Schwerem im Privaten, nicht blind bin oder werde für die kleinen Momente des Glücks und der Freude.

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Große Freude immer wieder über die reichhaltige Ernte, die wir dieses Jahr vom Balkongarten und aus dem Hochbeet einholen können. Die Gurke trägt weltmeisterlich und obwohl ihre Blätter inzwischen schon arg mitgenommen aussehen, treibt sie immer noch weitere Gurken hervor. Es ist erstaunlich!

Die Tomatenpflanzen hängen voller Tomaten, auch da konnten wir schon viel ernten und werden das noch eine ganze Weile weiter tun können, wenn sie nach und nach alle rot und reif werden. Gestern und heute konnten wir die ersten Ochsenherztomaten ernten. Wunderbar!

Mit den Zebra-Cocktail-Tomaten „fremdle“ ich immer noch. Die erste haben wir gestern geerntet, aber sie war noch nicht ganz reif. Ich bin sehr unsicher woran ich festmachen kann, ob sie nun reif sind oder nicht. Da ich ja noch nie Zebra-Tomaten hatte, weiß ich nicht, wie rot die wirklich werden. Auch die Internet-Recherche hat mich da nicht wirklich klüger oder sicherer gemacht. Eine Rückfrage bei Twitter ergab leider auch keine hilfreiche Antwort. Werden wir also wohl learning by doing machen müssen. Immer mal wieder eine ernten und uns an die ideale Erntefarbe heran arbeiten.

Ebenfalls gestern konnten ich auch die ersten Mohrrüben aus dem Hochbeet ernten. Von der Größe her sind es eher „Snack-Mohrrüben“, was aber dem Geschmack überhaupt keinen Abbruch tut. Prima das!

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Außerdem habe ich die nächste Ripple Decke angefangen zu häkeln. Sie wird ein Geburtstagsgeschenk für eine meiner liebsten Freundinnen, die im nächsten Jahr einen runden Geburtstag anstehen hat. Sie hat schon andere von mir gehäkelte Decken gesehen und war hellauf begeistert. Nun wird sie ihre ganz eigene Ripple Decke bekommen. Die ausgewählten Farben harmonieren wunderbar, und es macht mir wirklich Freude daran zu arbeiten. Es ist ein schöner Ausgleich zu all der Unruhe, zwischendrin ein paar Reihen daran zu häkeln und sich dabei an viele Jahre der Freundschaft zu erinnern und viele gute Wünsche quasi mit einzuhäkeln.

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Ab und an komme ich sogar dazu ein bisschen zu lesen. Aktuell ist das „Der Mann, der das Glück bringt“ von Catalin Dorian Florescu. Vielleicht ist Euch sein Roman „Jacob beschließt zu lieben“ bekannt, für den er 2011 den Schweizer Buchpreis erhalten hat. Ich kenne Catalins Romane seit seinem allerersten Roman „Wunderzeit“ (2001 erschienen) und habe mit großer Spannung und Interesse seine weitere Entwicklung mitverfolgt. Noch bin ich nicht sehr weit mit dem neuen Roman, aber schon jetzt hat mich Catalin wieder mit seinem Erzählen in den Bann geschlagen. Wer also noch Lektüre für den Sommerurlaub braucht, von mir eine dicke Empfehlung.

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Morgen nehme ich mir wieder eine kleine Auszeit. Ich werde ein Schiff besteigen und ein echtes Abenteuer erleben, aber davon ein anderes Mal mehr!

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Gartenfreude · Privates · Reisen

Zu Besuch im Botanischen Garten in Berlin – Teil 2

Blick Richtung Italienischer Garten im Botanischen Garten Berlin
Blick Richtung Italienischer Garten im Botanischen Garten Berlin

Nach dem ausgiebigen Rundgang durch die großen Gewächshäuser des Botanischen Gartens Berlin ging es nun ins Außengelände.

Wir spazierten durch den Italienischen Garten und wandten uns dann der Gebirgsregion des Himalaya zu, wo wir uns eine Bank suchten und im herrlichen Sonnenschein und mit Blick auf die Gewächshäuser unser mitgebrachtes Mittagsessen verputzten. Dabei leisteten uns einige Hausspatzen Gesellschaft und freuten sich über die von uns hingestreuten Krümel.

Nach der kurzen Pause machten wir uns wieder auf die Socken und wanderten teils durch das Arboretum Richtung Japanischer Pavillon, der sich uns überaus malerisch und umgeben von herrlich blühenden Blumen präsentierte.

Der Japanische Pavillon im Japanischen Garten
Der japanische Pavillon im Botanischen Garten Berlin

Blühende Pracht im japanischen Garten

Blühende Pracht im japanischen Garten

Weiter ging es durch das Arboretum, wo wir uns an den vielen unterschiedlichen Bäumen erfreuten. Ich fand es faszinierend, wie unterschiedlich Baumrinde aussehen kann. Was mir schon in den Gewächshäusern aufgefallen war und mir viel Freude bereitete, war auch hier im freien Gelände teilweise der Fall, nämlich ganz unterschiedliche, teils mir bis dahin fremde aber sehr angenehme Gerüche.

Hortensien im Botanischen Garten Berlin

Würde ich in Berlin wohnen, wäre ich sicher öfter im Botanischen Garten. Da kann man für ein ganzes Leben herumwandern und wird immer wieder neues entdecken. Außerdem käme ja noch hinzu, dass man den Garten auch zu allen Jahreszeiten mit den einhergehenden Veränderungen erleben könnte. Und für Fotografen bietet er natürlich unendlich Motive.

Schließlich erreichten wir den Rosen-Pavillon, waren aber für die meisten Rosen etwas zu spät dran. Sie waren größtenteils schon verblüht oder schon sehr welk. Nur die Wildrosen, sahen noch einigermaßen gut aus.

Wildrosen im Botanischen Garten Berlin

Immer wieder fanden sich blühende Blumen oder Blüten an Sträuchern aus aller Welt.

Blütenpracht im Botanischen Garten Berlin

Irgendwann erreichten wir den Amerikateich und den Eichenteich, wo wir Seerosen, Reiher, Enten und Wasserschildkröten beobachteten.

Idylle mit Reiher im Botanischen Garten Berlin

Außengelände Botanischer Garten Berlin

Wir wanderten weiter bis zum Bauern- und Nutzpflanzengarten, flanierten durch den Duft- und Tastgarten und erreichten schließlich wieder die Gewächshäuser. Als letztes besuchten wir noch das Mittelmeerhaus und fanden großes Vergnügen an den in der Mittelmeerregion und den Kanarischen Inseln beheimateten Pflanzen, vor allem an den großen und herrlich blühenden Oleanderbüschen.

Oleander beim Mittelmeergewächshaus Botanischer Garten Berlin

Palmen im Gewächshaus Botanischer Garten Berlin

Mittlerweile waren wir sechs Stunden auf den Beinen, die uns signalisierten, dass sie langsam genug hatten.

Am Vortag hatte ich eher zufällig auf der Karte gesehen, dass nicht weit vom Botanischen Garten, die „Königliche Gartenakademie“ ist, die ich ebenfalls schon länger auf meiner Wunschliste hatte. Also beschlossen wir, dort noch vorbeizuschauen.

Wir konnten zu Fuß dorthin laufen und waren erstaunt, dass es dort, obwohl mitten in der Woche sehr voll war. Alles sehr schön angelegt und sehr verführerisch etwas einzukaufen. Wegen unseres weiten Wegs nach Hause und der am Donnerstag doch recht warmen Temperaturen haben wir dann aber davon abgesehen.

Stattdessen genehmigten wir uns noch einen Kaffee und ein Stück von den zahlreichen angebotenen Torten. Gerne hätten wir draußen im Gartenbereich gesessen, aber der war schon komplett besetzt. Scheinbar ist die „Königliche Gartenakademie“ ein beliebter Treff dort in der Ecke. Alt und jung tummelte sich und genoß das tolle Wetter und natürlich Eis und Kuchen. Die Preise sind allerdings auch königlich.

Nach einer guten Stunde schlurften wir reichlich ermattet aber glücklich zurück zu unserem Auto, quälten uns etwas durch den einsetzenden Feierabendverkehr und waren nach gut zwei Stunden kurz vor 19 Uhr wieder zuhause.

Fazit: Ein rundum schöner und gelungener Tag mit vielen Eindrücken und der Erkenntnis, dass wir eigentlich bald mal wieder in den Botanischen Garten Berlin fahren könnten. Wir haben ja vieles dort noch gar nicht gesehen.

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Gartenfreude · Privates · Reisen

Zu Besuch im Botanischen Garten in Berlin – Teil 1

Blick auf die Gewächshäuser im Botanischen Garten

Am vergangenen Donnerstag sind wir kurzentschlossen nach Berlin gefahren, um endlich einmal den Botanischen Garten zu besuchen. Der stand schon lange auf unserer „Wunschliste“ und nun sollte es endlich soweit sein. Früh um 7 Uhr ging es los Richtung Berlin. Das Wetter versprach gut zu werden, die Fahrt verlief gut und auch meine Befürchtung, es könnte schwierig werden, einen Parkplatz in der Nähe des Botanischen Gartens zu finden, auf dem man auch lang genug parken darf, erwies sich als unbegründet. Wir hatten Glück und fanden auf Anhieb einen Parkplatz direkt neben dem Haupteingang in der Königin Luise Straße. Frohgemut packten wir unsere Rucksäcke, erstanden die Tickets und ab gings ins Grüne.

Gewächshaus im Botanischen Garten Berlin

Als erstes besuchten wir die grandiosen Gewächshäuser, wo wir eine kleine botanische Weltreise erlebten. Zu dieser Zeit waren noch nicht so viele Besucher im Botanischen Garten, so dass wir in aller Ruhe durch die Gewächshäuser spazieren konnten, ausreichend Zeit hatten, genauer hinzuschauen und die Szenerien auf uns wirken zu lassen. Teilweise hatten wir den Eindruck, die Gewächshäuser für uns allein zu haben. Das war wirklich toll.

Hier ein paar Impressionen aus den Gewächshäusern

Blütenpracht aus den Gewächshäusern im Botanischen Garten Berlin

Blütenpracht aus den Gewächshäusern im Botanischen Garten Berlin

Farndetail aus den Gewächshäusern Botanischer Garten Berlin

Pflanzen und Fruchtdetail Gewächshäuser Botanischer Garten Berlin

Blattdetails Gewächshäuser Botanischer Garten Berlin

Blütenpracht aus den Gewächshäusern im Botanischen Garten Berlin

Blütenpracht aus den Gewächshäusern im Botanischen Garten Berlin

Blattdetails Gewächshäuser Botanischer Garten Berlin

Blattdetails Gewächshäuser Botanischer Garten Berlin

Blattdetails Gewächshäuser Botanischer Garten Berlin

Nach zweieinhalb Stunden verließen wir beeindruckt und erfüllt die Gewächshäuser und wandten uns dem Außengelände des Botanischen Garten zu.

Davon berichte ich demnächst in Teil 2

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Mecklenburg-Vorpommern · Privates · Reisen · Tagesnotizen 2016

Zu Besuch in der Feldberger Seenplatte – Teil 3

Fallada-Haus

Literaturliebhaber werden längst ahnen, warum wir den Abstecher ins kleine Carwitz gemacht haben. Es war Hans Fallada (eigentlich Rudolf Wilhelm Friedrich Ditzen), der das kleine abgeschiedene mecklenburgische Dörfchen Carwitz auf die Literaturlandkarte setzte, als er 1933 dort ein Büdnerhaus kaufte und sich nach einigen Instandsetzungsarbeiten zusammen mit seiner Familie dort niederließ. In den folgenden zehn Jahren fand er dort ein Refugium vor den Wirren der Nationalsozialistischen Herrschaft und des Krieges und setzte seine schriftstellerische Tätigkeit dort fort.
Heute ist das Büdnerhaus als „Fallada-Haus“ bekannt und beherbergt das „Hans-Fallada-Museum

Wir besuchten das Museum und verbrachten eine sehr interessante und schöne Zeit im Museum und auf dem Gelände rund um das Fallada-Haus.

Das Haus ist soweit es geht im Originalzustand eingerichtet bzw. wieder instandgesetzt. So hat man fortlaufend den Eindruck, der Schriftsteller ist nur gerade in den Garten gegangen und kehrt jeden Moment zurück, um weiter auf seiner Schreibmaschine zu tippen. Die Hausfrau ist nur eben mit den Haustöchtern einkaufen und kehrt gleich heim, um das Mittagessen zu kochen.

Ein Besuch im Museum lohnt sich wirklich.

Arbeitszimmer Hans Fallada

Wohnzimmer Fallada-Haus

Wohnzimmer Fallada-Haus

Küche Fallada-Haus

Küche Fallada-Haus mit Ausblick ins Esszimmer zur Veranda

Das Bienenhaus

Fallada-Haus mit Veranda

Blumen im Garten des Fallada-Hauses

Gelände um das Fallada-Haus

Blick in den Innenhof Fallada-Haus

Fallada-Haus

Schon auf dem Weg hin zum Museum hatten wir das Grab von Hans Fallada aufgesucht. Als er am 5. Februar 1947 in Berlin-Niederschönhausen starb, wurde er zunächst in einem Ehrengrab auf dem Friedhof Pankow III beigesetzt.

Seine erste Frau Anna Ditzen bemühte sich um eine Umbettung nach Carwitz, die 1981 erfolgte. Die sterblichen Überreste Falladas wurden auf dem ehemaligen Dorffriedhof (heute Fallada-Park) beigesetzt.

Grabstelle von Hans Fallada in Carwitz

Im Anschluß unseres Besuches im Fallada-Museum besuchten wir das Cafe Sommerliebe, von dem ich gestern berichtet habe, und dann ging es zurück zum Auto.

In der Nähe entdeckten wir noch eine große Schafherde die malerisch in der mecklenburgischen Landschaft und unter leicht dramatischem Himmel herumstand und -graste. Sozusagen das i-Tüpfelchen auf dem erlebnisreichen und schönen Tag.

Mecklenburgische Schafe in der Feldberger Seenlandschaft

Mecklenburgische Schafe in der Feldberger Seenlandschaft

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Mecklenburg-Vorpommern · Privates · Reisen · Tagesnotizen 2016

Zu Besuch in der Feldberger Seenplatte – Teil 2

Blick auf den Schmalen Luzin

Von Feldberg aus fuhren wir ins nahegelegene Carwitz, ein kleines aber feines Dörfchen. Wir wanderten frohgemut durch das Dörfchen und freuten uns an den vielen schönen Ecken, die es dort gibt, die alten Häuser, die aber größtenteils sehr schön restauriert oder zumindest recht gut in Schuß sind.

Haus in Carwitz

Kirche und freistehender Glockenturm in Carwitz

alter Bauernhof in Carwitz

Die Kirschen sind reif

Kanu-Anlande-Stelle in Carwitz

Haus in Carwitz

alte Schwengelpumpe in Carwitz

Blumen mir rustikaler Rankhilfe in Carwitz

Später kehrten wir noch in das sehr schöne „Cafe Sommerliebe“ ein. Dort kann man sowohl draußen im großen Garten oder drin im Haus Kaffee und selbstgebackene leckere Torten genießen. Als wir dort einkehrten, gab es gerade wieder einen ordentlichen Regenschauer, so dass wir uns nach drinnen setzten. Das Haus ist wie ein normales Wohnhaus eingerichtet, jeder Raum ein bisschen anders, aber sehr gemütlich. Als wir das Cafe verließen, strahlte schon wieder die Sonne vom Himmel, und der Garten war schon wieder gerammelt voll mit Gästen.

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Wir wanderten zurück durch den Ort Richtung Parkplatz und gingen nochmal hinunter an den Schmalen Luzin und beobachteten das sommerliche Treiben. Was für ein herrliches Fleckchen Erde!

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Warum wir das kleine abgelegene Dörfchen Carwitz überhaupt besucht haben, davon berichte ich dann im 3. und letzten Teil des Berichts über unseren Besuch in der Feldberger Seenplatte.

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Mecklenburg-Vorpommern · Privates · Reisen · Tagesnotizen 2016

Zu Besuch in der Feldberger Seenplatte – Teil 1

Feldberg am Haussee

Nachdem es hier in letzter Zeit eher etwas stressiger zuging, haben wir uns gestern zu einem kleinen Ausflug aufgemacht. Es ging in die Feldberger Seenplatte, die schon lange auf meiner Wunschliste für einen Trip dorthin stand.

Wie der Name schon verrät gibt es dort reichlich Seen, und da wir möglichst viele davon sehen wollten, aber aus gesundheitlichen Gründen das Selbsterpaddeln keine Option war, gingen wir auf ein Elektroboot und schipperten auf diese Weise über fünf der Seen, das waren: Großer und Kleiner Haussee, Breiter Luzin, Schmaler Luzin und Lütter See. Um 10 Uhr ging es bei wolkenlosem blauen Himmel und strahlendem Sonnenschein los.

Von unserem Kapitän erfuhren wir unterwegs eine Menge interessanter Dinge rund um die Seen, die Landschaft rundherum und die heimische Tierwelt.

Unter anderem konnten wir ein Seeadlerpärchen beobachten, rote und schwarze Milane, Reiher, Kormorane, Schwäne, Haubentaucher, Bläßhühner und verschiedene Entenarten.

Gegen Ende unserer Tour, zogen am Himmel zunehmend dunkel drohende Wolken auf, was einerseits eindrückliche Bilder lieferte, uns aber leicht nervös werden ließ. Das Boot hatte kein festes Dach und auch eine wohl als Dach fungierende Plane war eingerollt. Wenn uns der zu erwartende Schauer auf dem Boot erwischen würde, würden wir innerhalb kurzer Zeit bis auf die Knochen naß sein.

Doch wir hatten Glück, erreichten das rettende Ufer noch trocken, schafften es gerade noch ins Auto, und dann ging erstmal ein ordentliches Gewitter mit heftigem Regenguß nieder. Wir freuten uns dass das Wetter während der Bootsfahrt gehalten hatte, wir im Trocknen saßen und aßen unser mitgebrachtes Mittagsessen. Leid taten uns all die Paddler die wir unterwegs auf den Seen und Kanälen gesehen hatten, die es weniger gut hatten.

Feldberger Seenlandschaft

Entenfamilie

Urlaub mitten in der Natur

Das Alte Zollhaus

Feldberger Seenland

Feldberger Seenland

Feldberger Seenland

erwachsene Tom Sawyers

Teil 2

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Gehäkeltes · Kreatives

Ripple Decke in Waldbeeren-Tönen

Ripple Deckein Lilatönen

Der Vollständigkeit halber will ich auch hier noch berichten, dass ich letzte Woche eine weitere Häkeldecke fertig bekommen habe. Es ist wieder eine Ripple Decke geworden, diesmal in Tönen verschiedener Waldbeeren plus ein bisschen Rosa und Violett.

Für mich selbst hätte ich diese Farben nicht gewählt, aber die Decke ist ein Geburtstagsgeschenk für eine Freundin, und die wiederum liebt diese Farbtöne alle sehr. Da muss man dann natürlich tapfer durch als Lurch wahre Freundin.

Etwas stressig wurde es am Ende, denn besagte Freundin lebt in Österreich, was natürlich bei Zusendung mit der Post ein ordentliches Auslandsporto ergibt.

Dann erzählte sie mir so nebenbei, dass sie Anfang Juli für einige Tage in Süddeutschland bei einer Freundin wäre. Ich spitzte die Ohren und dachte mir, wenn ich die Decke bis dahin fertig bekomme, kann ich sie zu dieser Freundin schicken, meine Freundin bekommt die Decke und kann sie selbst wieder im Auto mit zurück nach Österreich nehmen.

Also die Häkelnadel noch etwas fixer geschwungen. Als ich dann nach den genauen Besuchsdaten fragte, erfuhr ich zu meinem Entsetzen, dass meine Freundin nur 4 Tage zu ihrer Freundin fahren würde (darunter ein Wochenende) und schon am 2. Juli zurück nach Österreich fahren würde. Das wurde dann sehr knapp für mich, aber mit ein paar Nachtschichten hat es dann doch noch geklappt fertig zu werden und das Päckchen auch noch rechtzeitig nach Süddeutschland zu bekommen.

Ripple Decke in Lilatönen

Inzwischen ist die Decke wohlbehalten in Süddeutschland eingetroffen und in die Hände meiner Freundin gelangt, die komplett aus allen Wolken gefallen ist und total begeistert ist über ihr Geburtstagsgeschenk. Das wiederum freut mich außerordentlich. :-)

Ach ja, die nächste Decke ist in Planung. Die wird ein Geschenk zu einem 50. Geburtstag.

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Gartenfreude · Privates

Geschichten vom Balkongarten 2016 Teil 3

An Gartenzwergen scheiden sich die Geister. Die einen sind glühende Verehrer und können nicht genug von ihnen bekommen, die anderen finden sie oberspießig und würden sich nie im Leben einen in den Garten stellen. Ich neige eher der letzten Fraktion zu.

Doch dann sah ich kürzlich Gartenzwerge, die waren etwas anders. Und da wir ja kurz davor standen einen Besuch bei lieben Menschen zu machen, die einen schönen großen Garten haben und Gartenzwerge auch oberspießig finden, konnten wir nicht widerstehen, ihnen einen dieser etwas anderen Gartenzwerge mitzubringen, weil wir uns dachten, der passt irgendwie doch zu ihnen. Und so war es dann auch. Inzwischen steht er in einem Garten bei Speyer und grüßt sie jeden Tag auf sehr coole Weise.

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Aber jetzt ist es höchste Zeit mal wieder ein bisschen vom Balkongarten zu erzählen. Dort leben inzwischen sechs Tomatenpflanzen und eine Gurkenpflanze lustig und recht raumgreifend vor sich hin und produzieren massig Früchte.

Es ist ja das zweite Mal, dass ich Tomatenpflanzen auf dem Balkon habe und ich habe den Eindruck, dass sie dieses Jahr wesentlich kräftiger und größer sind und eben auch viel mehr Früchte bringen. Die Witterung war bisher auch günstiger als letztes Jahr.

Die Tomatenhäuschen, die ich zunächst aufgebaut hatte, um die noch jungen Pflanzen etwas vor Kälte und Wind zu schützen, konnte ich inzwischen wieder abbauen, weil die Pflanzen inzwischen zu groß dafür sind und einfach mehr Platz brauchten.

Ich bin schon sehr gespannt auf die Ernte und wie die verschiedenen Tomatensorten im Geschmackstest abschneiden werden.

Die ersten drei Tomaten der Sorte Nektar Cherrytomate Solena Red konnte ich schon ernten und die waren geschmacklich gar nicht übel.

Am spannendsten ist jedoch die Ochsenherztomate für mich. Ich platze vor Spannung, wie viele Tomaten sie letztlich bringen wird, wie groß die wohl werden und vor allem, wie sie geschmacklich ausfallen. Sie wird gerade von Tag zu Tag heller und sicher dauert es nicht mehr lange, bis die Ochsenherztomaten anfangen endlich rot zu werden. Sooo spannend!

Die noch kleinste und am wenigsten tragende Tomatenpflanze ist die „Berner Rose„, was mich etwas überrascht, weil ich über diese Sorte viel Gutes gehört habe. Aber sie ist auch erst recht spät dazugekommen und hatte zu Beginn auch wettertechnisch etwas ungünstige Bedingungen. Vielleicht macht sie sich noch.

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Große Freude macht uns die Gurkenpflanze die schon vor sich hin wächst und Gurken über Gurken produziert. Es sind ja Mini-Schlangengurken (ca. 15 cm Länge) und sie eignen sich hervorragend für z.B. den abendlichen Salat, ohne dass man stets noch eine halbe Gurke übrig hat. Geschmacklich sind sie den im Supermarkt gekauften Gurken um Welten voraus. Bisher haben wir schon sechs Gurken ernten können und mindestens sechs weitere Gurken sind dabei heranzureifen.

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Das Projekt Erdbeeren überwintern war dagegen nicht wirklich erfolgreich. Gelungen ist es mir nur mit zwei Sorten („Direktor Paul Wallmann“ und „Kaisers Sämling„) und das auch nur mit Ach und Krach. Von jeder habe ich bisher eine Erdbeere ernten können und eine weitere ist dabei heranzureifen. Das war’s dann wohl. Von Erdbeerschwemme kann also keine Rede sein.

Nächstes Jahr bestelle ich dann im Gegensatz zu diesem Jahr rechtzeitig wahrscheinlich nochmal neue Pflanzen und zwar von den beiden Sorten, die uns letztes Jahr am meisten überzeugt haben: „Maikönigin“ und „Königin Louise„, sowie nochmal ein Versuch mit der Sorte „Wunder von Peenemünde„, die letztes Jahr nicht so richtig aus den Puschen kam, aber eigentlich sehr guten und schmackhaften Ertrag bringen soll.

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Das Hochbeet, das ich ja dieses Jahr zum ersten Mal befüllt habe und das im Garten steht, ist bisher ein voller Erfolg. Es war sozusagen brechend voll. Dummerweise hab ich vergessen ein Foto zu machen. Jetzt ist es ziemlich abgeerntet.

Die Radieschen waren prima, ebenso der weiße Rettich.

Die verschiedenen Salate sind wunderbar geraten und waren geschmacklich sehr erfreulich. Nur die drei Salate der mediterranen Mischung haben nicht überzeugen können. Sie waren recht strack und eher bitter. Würde ich nicht wieder aussäen. Die anderen vier Salatsorten waren dafür geschmacklich großartig. Die werde ich, sobald der letzte Salat geerntet ist, nochmal aussäen.

Grandios finde ich übrigens, dass ich mit meinem Salat im Hochbeet nicht gegen die Schnecken ankämpfen muss, die sich ansonsten wieder im Nutzgarten tummeln, wo mein Garten-Yoda eine erbitterte Schlacht mit ihnen um die Salatköpfe ausficht. Ein Hoch auf den oder die Erfinder/in des Hochbeets!

Die Mohrrüben wachsen und gedeihen und brauchen noch ein bisschen, bis sie geerntet werden können. Auch da bin ich über die Maßen gespannt, wie der Geschmack sein wird!

Tja und der Schnittknoblauch war wohl tatsächlich der Reinfall des Jahres, denn nach dem Aussäen ward er nicht mehr gesehen. Keine Ahnung, warum der überhaupt gar nicht gekommen ist, nicht einmal ein einziges Hälmchen.

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