12 Antworten

Percanta stellt 12 Fragen und möchte flinke Antworten. Hier sind meine:

1.Du wirst vom Radio zu einer Sendung eingeladen, sie führen eine Stunde lang ein Gespräch mit Dir. (Sowas wie „Doppelkopf“ auf HR2). Du darfst Dir dafür fünf Musikstücke wünschen. Welche?

»We Shall Overcome« gesungen von Mahalia Jackson.

Im Plattenschrank meiner Eltern standen mehrere Alben der Gospelsängerin Mahalia Jackson, und ich war als Kind verzaubert von der Musik und ihrer Stimme. Gospel, von ihr gesungen, waren mit die ersten musikalischen Eindrücke, die ich bewusst aufnahm und von dort ging meine persönliche Reise in die Musik los.

Camille Saint-Saëns 3. Sinfonie in c-Moll, op. 78, 2. Satz Maestoso Allegro

Dieses Musikstück steht stellvertretend für den Bereich der Klassischen Musik. Eine Welt, die ich schon als Kind mit wachsender Begeisterung für mich entdeckte. Ich kam mir vor wie ein Eroberer, der hinter jeder Wegbiegung eine neue grandiose Entdeckung macht. Von Johann Sebastian Bachs Goldberg-Variationen gespielt von Glenn Gould über Händel hin zu Tschaikowski, Rachmaninow und Glasunow, weiter zu Sibelius und Grieg, zu Camille Saint-Saëns, zu Elgar, vor und zurück, Mendelssohns-Bartholdy, Palestrina, Dowland, Corelli und so weiter und so fort.

»Nkosi Sikelel’ iAfrika« (Dumisani Ma-Afrika)

Ja, das ist die Südafrikanische Nationalhymne! Als ich das erste Mal den afrikanischen Kontinent betrat, war das in Südafrika zur Zeit der Apartheit. Ich wurde Zeugin des Rassismus und der Unterdrückung aber auch des Kampfes um die Freiheit. Ich weiß, es klingt furchtbar kitschig, aber als ich wieder abreiste, blieb ein Stück meines Herzens in diesem Land und ein Stück Südafrikas trage ich seither in meinem Herzen (und das aus Gründen, die mit Kitsch nix zu tun haben). Jedes Mal, wenn ich die Südafrikanische Nationalhymne gesungen höre, treibt es mir die Tränen in die Augen. Nkosi sikelel’ iAfrika!!!

»Both Sides Now« von Joni Mitchell

Einfach nur ein wunderbarer Song, der mich schon lange begleitet.

Zum Abschluß noch Nina Simone mit »I wish I knew how it would feel to be free«

2. Frösche, Pinguine, Eulen. Welches putzige Tierchen wird als nächstes unsere Kaffeetassen, Umhängetaschen, Postkarten, Shirts und Dekokissen bevölkern, bis auch die treusten Fans es nicht mehr sehen können? Waschbären? Langohrigel? Irgendjemand, den wir noch gar nicht auf dem Schirm haben?
Ich tippe mal auf das Faultier, dicht gefolgt vielleicht vom Lemur (wegen Judith!) und dem Feuerfuchs aka Roter / Kleiner Panda, weil der ist jetzt langsam einfach mal dran und hat überdurchschnittliches Niedlichkeitspotential. Mein absoluter Geheimtipp ist allerdings der Olinguito. Der hat alles, was man braucht, um eine Karriere auf Kaffetassen, Umhängetaschen, Postkarten, …

3. a. Was war Dein liebstes Was-ist-Was-Buch?
b. Hast Du Deinen Beruf entsprechend ausgewählt?
Wenn ja: alles richtig gemacht? Wenn nein: Warum nicht? Und wäre das Was-ist-Was-Thema besser gewesen?

Ich hab nur ein einziges besessen, das war das über den Mensch. Ich glaube, das hatte irgendein Besuch als Geschenk mitgebracht. Dass keine weiteren Bücher der Reihe in meinem Bücherregal landeten, lag vermutlich daran, dass ich mich gleich der Brockhaus Enzyklopädie zuwandte und für Jahre darin versank.
Also hatte die Was-ist-Was-Reihe auch keinerlei Auswirkungen auf meine Berufswahl und ich kann die Frage nicht so wie gewünscht beantworten. Als die Berufswahl langsam anstand, schwankte ich zwischen Ärztin, Tierpflegerin, Diplomatin, Restauratorin und Entdeckerin/Fotografin. Eine echte Wahl hatte ich am Ende (leider) nicht. Aber das ist eine andere Geschichte.

4. Sternzeichen, Aszendent, Blutgruppe, Geschwisterposition oder die Gene. Steht Dein Leben unter irgendeinem ‚Stern‘ oder hast Du Deine Charakterbildung selbst in der Hand?

Ich gehe davon aus, dass es eine Mischung ist: einen Teil der Charakterbildung hab ich selbst in der Hand, den anderen Teil übernehmen das Leben und andere Faktoren.

5. White wine to the fish?
Wenn Fisch und dazu Wein, dann weiß, ja. Ich bin bei Fisch allerdings eher zurückhaltend, obwohl ich seit ich hier in Mecklenburg-Vorpommern wohne, mehr Fisch gegessen habe, als in all den Jahrzehnten davor.

6. Mustermix, Patchwork, Color-blocking oder doch eher Ton in Ton? (In Kleidung, Haaren, Familie. Du entscheidest.)
Kleidung: Ton in Ton (Ausnahmen bestätigen die Regel). Meist sind es Blautöne. Für Streifen kann ich mich ab und an erwärmen, aber auch nicht für alle. Ich mag die klare/kühle reduzierte Linie.
Haare: farbecht - schon immer, auch als sie begannen grau zu werden (da war ich Anfang 20). Zum Glück war es ein schönes grau, das inzwischen ins silbrige geht.

7. Eine Frage aus der Mottenkiste: Welche Comic- oder Zeichentrickfigur bist?
Von Studienfreunden bekam ich den Spitznamen »Linus« verpasst, nach Linus van Pelt von den Peanuts. Ja, der mit der Schmusedecke. Keine Ahnung, wie sie darauf kamen. Ich hatte damals nicht mal eine Schmusedecke.
Ich selbst bin in meiner Kindheit und Jugend kaum mit Comics oder Zeichentrickfiguren in Berührung gekommen. Die Comics, die ich kannte waren die Peanuts, Calvin und Hobbes, Asterix und Obelix und Tim und Struppi.

8. Welcher Einfall der Natur hat Dich zuletzt überrascht? Oder hört nicht damit auf, Dich zu faszinieren?
Natur ist und bleibt faszinierend, weil sie für uns Menschen unergründlich ist. Ich bin ein Mensch und die Natur fasziniert mich immer und immer wieder. Ich meine, ich könnte mein ganzes Leben lang 24 Stunden rund um die Uhr die Natur studieren und hätte immer noch nur einen winzigen Bruchteil von ihr erfasst und begriffen. Sie war vor mir da, und sie wird nach mir da sein. Wie kann man da nicht fasziniert sein?

9. Was hast Du gerade in Deinen Hosen- und/oder Jackentaschen?
Nix.

10. Sehr schön. Ich würde mich freuen, wenn Du über einen dieser Gegenstände ein Gedicht schreiben könntest. Einen Haiku, einen Limerick, einen Vierzeiler für’s Tageblatt, ein Sonett, egal. Wenn es Dir lieber ist, kannst Du auch was zeichnen. Oder tanzen. Oder eine Oper dazu komponieren. Nur: Wir würden das hier gerne sehen!
Und wenn die Antwort aus 9 Dich nicht inspiriert, nimm die 2.

Dann muss ich wohl die 2 nehmen, weil wegen »nix« in der Tasche … Moment …

In den Anden
ein Moskito
Moskito
Moskito
traf unverhofft
einen Olinguito
Olinguito
Olinguito
finito!

11. Geht es eigentlich auch wieder etwas weniger hysterisch? (Bzw.: alle bekloppt?)
Keine Ahnung. Vielleicht müssen alle erst noch eine Weile hysterisch sein, bevor sie sich wieder beruhigen. Vielleicht muss es auch erst richtig knallen, bevor die Hysterie abklingt. Scheinbar wollen viele gerade ganz gern hysterisch sein. Kann man nicht viel gegen machen. Höchstens beten und hoffen, dass die Massenhysterie nicht völlig außer Kontrolle gerät und wer weiß was passiert.
Ich selbst neige nicht zur Hysterie, mache mir aber immer mehr Sorgen, wegen dem, was hier in Deutschland und Europa abgeht. Auf jeden Fall hab ich mir schon mal überlegt, wohin ich denn im Fall der Fälle, flüchten bzw. ins Exil gehen könnte. Mir ist nur ein einziges Land eingefallen. Raten Sie mal!

12. Haben Sie denn noch irgendwelche Frage an uns?
Och

Dein Kommentar?

Diese Woche habe ich wieder mal nachgedacht, über all die Ablehnung und den Haß, der Geflüchteten hier in Deutschland leider auch entgegenschlägt. Ich bin überrascht davon, in welchem Ausmaß Hass und Ablehnung zutage treten und habe in den letzten Monaten häufig auch von anderen gehört, dass es ihnen ähnlich geht. Ich bin, wie viele andere auch, entsetzt darüber, was da zutage kommt und eben nicht nur beim Klischee-bedienenden Neo-Nazi, sondern auch bei der doch eigentlich so netten Nachbarin, dem im feinen Anzug steckenden Arbeitskollegen oder der bienenfleißigen Verkäuferin im Laden.

Jedenfalls stellte ich fest:

© Liisa

Oder nehmen wir die Tatsache, dass Politiker und andere schon lange versuchen, bestimmte Bevölkerungsgruppen gegeneinander aufzubringen und auszuspielen, je näher Wahlen rücken, desto mehr. Und das leider immer wieder mit Erfolg. Vorzugsweise natürlich diejenigen, die sich gerade in einer »schwachen Position« befinden. Mal sind es »die Harz IV-Empfänger«, mal »die Ausländer«, mal »alleinerziehende Mütter« oder wer auch immer. Irgendwer muss »schuld sein«.

Das ist das Vorbild, das das Volk vor Augen hat und leider allzu gern übernimmt. Die Geflüchteten sind gerade mit in der schwächsten Position, und da entscheiden sich nun leider nicht unerhebliche Teile der Bevölkerung, sie als Sündenböcke für alles herzunehmen.

Ich finde keinen Job? Klar, das liegt an den Geflüchteten, die nehmen uns jetzt die Arbeit weg oder wenigstens in absehbarer Zeit. Ich finde, ich habe zu wenig Geld in der Tasche? Klar, der Staat unterstützt mich nicht genug, der wirft ja alles den Geflüchteten in den Rachen. Ich ärgere mich, dass der öffentliche Nahverkehr miserabel ist. Ach, aber wegen der Geflüchteten wird eine neue Buslinie eingerichtet, damit die aus ihrer etwas entlegen gelegenen Sammelunterkunft wenigstens ab und an mal in die nächstgelegene Kleinstadt kommen. Um die Geflüchteten wird sich jetzt gekümmert, aber was ist mit unseren Alten? Um die hat sich ja auch keiner gekümmert. So geht es in einem fort. Schuld daran sind nicht die Politiker oder gar wir selbst. Nein, Schuld sind die Geflüchteten. Was wollen die hier? Die sollen gefälligst bleiben wo sie hergekommen sind, wahlweise wo der Pfeffer wächst!

Solidarität ist in Deutschland an vielen Stellen längst auf der Strecke geblieben. Wir sind mit uns selbst häufig genug nicht mehr solidarisch. Fast jeder kämpft und wettbewerbt um seinen eigenen vermeintlichen kleinen Vorteil. Fast jeder sieht zu, wie er seine eigenen Schäfchen ins Trockene bringt und wenn es irgendwie geht noch Schäfchen dazugewinnt.

Die, die immer noch gegen den Strom schwimmen, die Solidarität üben, die auch mal zurückstehen oder auf etwas verzichten, damit andere auch noch atmen und leben können, werden mit einer Mischung aus Bewunderung und Kopfschütteln, und hier und da inzwischen sogar Hass, betrachtet. Dann fallen gerne Begriffe wie Spinner, Gutmenschen, Naivlinge, etc. Und diese »Irren« (mancherorts inzwischen auch schon als »Volksverräter« Bezeichneten) kümmern sich jetzt um die Geflüchteten.

Was passiert? Volkes Zorn richtet sich immer öfter auf genau diese. Das ist schwer mit anzusehen und schwer auszuhalten. Es tun sich Gräben auf, die durch Familien, Freundes- und Kollegenkreise gehen aber auch durch Kirchgemeinden, durch Dörfer und Städte.*

Traurig ist das, aber wenn man es genau überlegt, neu und überraschend ist das alles gar nicht. Wir ernten, was über Jahrzehnte gesät worden ist. Politiker, die jetzt (plötzlich) zur Solidarität aufrufen, vorher und immer noch aber gerne Bevölkerungsgruppen aufeinanderhetzen, sind nicht sonderlich überzeugend. Eine Gesellschaft, die sich im ständigen Wettbewerb befindet und dazu von allen Seiten auch angehalten wird (»mein Haus, mein Auto, mein Pferd«; »Wer ist der Dünnste/Gesündeste im ganzen Land?«; etc), schaltet nicht in nullkommanix um auf Solidarität, von Gegeneinander auf Miteinander. Solidarität und Miteinander fallen einem nämlich nicht in den Schoß. Beides muss eingeübt und erlebt werden.

* Ja, es bilden sich auch neue Gemeinschaften, im Positiven wie im Negativen. Mir kommt es manchmal vor, als hätte jemand die komplette Bevölkerung in eine große Trommel gesteckt und einmal kräftig durchgeschleudert, dann alle ausgekippt und jetzt bilden sich neue Verbindungen, Gruppierungen und Gemeinschaften. Das ist ein schmerzhafter Prozess, in dem viele inzwischen stecken. Und auch das wird natürlich wieder den Geflüchteten zum Vorwurf gemacht. Sie haben unsere kleinen heilen Welten durcheinander gebracht, wo wir es uns so schön gemütlich gemacht hatten (viele haben völlig vergessen, dass ihre kleine Welt auch vorher alles andere als heil und in Ordnung war und dass sie auch vorher viel zu meckern hatten. Nur die Sündenböcke waren eben andere).

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© Liisa

© Liisa

© Liisa

© Liisa

1. Der Geburtstagsreigen für dieses Jahr wurde eröffnet. Morgens freute sich das Geburtstagskind besonders über den in der Nacht gefallenen frischen Schnee. Der ließ uns allerdings davon Abstand nehmen, an diesem Tag eine längere Tour mit dem Auto zu machen. Stattdessen feierten wir, dem Anlaß würdig, im Lieblingscafé in der nahegelegenen Kleinstadt mit großartigen Torten.

Im Bild zu sehen die Bananen-Toffee-Torte. Verspeist wurden außerdem noch eine hervorragende Erdbeer-Basilikum-Torte und eine Stachelbeer-Baiser-Torte. Wir mussten auch »nur« 25 Kilometer fahren, was hier auf dem Land sozusagen gar nix ist.

2. Nach Jahren war ich mal wieder bei Karls Erlebnisdorf (früher Karls Erdbeerhof). Mein Garten-Guru hatte mir so vorgeschwärmt von der »Eiszeit« dort, die diesmal unter dem Motto »Die fantastische Reise mit dem Orient-Express« steht, und die ich uuunbedingt sehen müsste.

Nun bin ich kein Freund von Freizeitparks und den damit verbundenen Menschenmengen und Karls hat für mein Empfinden zusätzlich eine recht massive Verkaufsstrategie. Nicht nur dass es dort Massen an Sachen gibt, sie schreien auch alle »Karls, Karls, Karls!!!«. Ich erleide dort also relativ schnell den totalen Overload. Aber es ist ja noch Winter und wir waren gleich zu Wochenanfang dort, so dass wenigstens die Anzahl der Menschen einigermaßen überschaubar blieb. Im Sommer schieben sich da die FlipFlop-tragenden Massen durch.

Als erstes gingen wir tatsächlich die »Eiszeit« ansehen, und die ist toll gemacht. Eine riesige Dampflock, lebensgroße Menschen und Tiere, die Wahrzeichen verschiedener Länder auf der Route, die in Paris startet und in Konstantinopel endet. Das ist wirklich alles sehr beeindruckend.

Natürlich ist es eiskalt in der Eiszeit, weshalb man zu Beginn der Tour mit großen wattierten Ponchos ausgestattet wird. Ich war dann froh, dass ich zusätzlich noch meine Mütze mit hatte und meine Hände in die Taschen meiner Hose stecken konnte. Ich frage mich, wie das im Sommer geht, wenn die Leute aus der brütenden Hitze in kurzen Sommersachen kommen und dann die Eiszeit angucken. Ein bisschen Abkühlung ist ja ganz nett, aber das dürfte schon eine etwas krassere Erfahrung sein, selbst mit Poncho.

Ein Grund, warum ich mich noch darauf eingelassen hatte, Karls zu besuchen, war dass ich erfahren hatte, dass es dort im Zusammenhang mit der »Eiszeit« eine kleine Eisbahn gibt und die Gelegenheit wollte ich gerne nutzen.

Es ist lange her, dass ich das letzte Mal auf Schlittschuhen gestanden habe. Wobei »gestanden« der korrekte Ausdruck ist. Ich habe nämlich nie richtig gelernt Schlittschuh zu laufen. Wohl aber war ich eine ganz passable Rollschuhfahrerin. Deshalb hatte ich bei den ein, zwei Gelegenheiten, zu denen ich mich auf Schlittschuhen bewegen sollte, auch keine größeren Berührungsängste. Ich dachte mir Schlittschuhfahren ist so ähnlich wie Rollschuhfahren nur eben auf Eis. Ganz falsch ist das nicht. Ich schaffte es zumindest ohne größere Stürze mich auf den Beinen zu halten und einigermaßen geradeaus zu gleiten. Bei Kurven bzw. Bögen wurde es schon etwas kniffliger. Das ist wie gesagt schon lange her.

Hier im Norden frieren im Winter ja gerne mal die Seen zu und dann sieht man Groß und Klein auf Schlittschuhen auf den Seen. Das finde ich ganz toll, und ich träume davon, das auch einmal im Winter zu machen. Davor muss ich aber erstmal probieren, ob Geschicklichkeit und Beweglichkeit noch ausreichen und ein bisschen üben. Jedenfalls, ich würde gerne mal wieder auf Schlittschuhen stehen und über eine Eisfläche gleiten.

Ich hatte mir also ausgedacht, ich probiere auf der hoffentlich ziemlich menschenleeren, kleinen und überschaubaren Eisbahn bei Karls mal, wie es so klappt. Leider ist die Bahn aber nicht unter Dach, und es hatte vorher kräftig geregnet, so dass eine zentimeterhohe Wasserschicht auf dem Eis stand. Schweren Herzens gab ich mein Ansinnen auf, denn die Gefahr, dass ich mich doch der Länge nach hinlege und dann von Kopf bis Fuß pitschnass gewesen wäre, war zu hoch. Muss ich also weiter schauen, wo ich mal aufs Eis komme. Ich hab da noch zwei Möglichkeiten im Sinn, die in absehbarer Zeit klappen könnten.

Was das alles mit dem Foto zu tun hat? Tjaahaa nichts! Dazu komme ich jetzt. Wir besuchten nämlich noch den Schuppen-Schuppen. Richtig, da geht es um Fische. Eine komplette (recht altertümliche) Wohnung ist mit Aquarien ausgestattet. Aquarium im Fernseher, hinter den Glastüren eines Schrankoberteils, ein komplettes Badezimmer zum Aquarium umgestaltet, ein Wintergarten ebenso und in der Küche leben Fische im Kühlschrank und im Backofen. Sehen ziemlich cool aus, all diese Aquarien in der Wohnung.

Richtig interessant fand ich dann noch die Schau-Vorstellung bei den Bonbonmachern, die das Ganze sehr kurzweilig und sympathisch präsentierten. Leider ist das Bonbonmachen ein aussterbendes Handwerk und heute eher der Industrie zugeordnet. Die, die da Bonbons machen, heißen auch längst nicht mehr Bonbon-Macher. Aber bei Karls werden noch Bonbons ganz von Hand gemacht. Sieht einfach aus, ist aber gar nicht so einfach und erfordert auch ganz schön viel Kraft. Am Ende durften wir die frischen und gerade noch warmen Bonbons probieren. Seeehr lecker!

3. Über den Bauernmarkt sind wir auch noch gelaufen bzw. ich eher gestolpert, da ich langsam am Ende meiner Aufnahmekapazitäten war. Tausende mehr oder weniger sinnvolle Produkte, man weiß kaum, wohin gucken. Ein paar kulinarische Kleinigkeiten habe ich mitgenommen und an diesem kleinen flachen Schälchen kam ich auch nicht vorbei. Mir hat das Muster so gut gefallen und kleine flache Schälchen kann man immer mal gebrauchen. Deshalb wohnen jetzt zwei davon bei mir.

4. Weniger schön war diese Woche, dass mein Jaromir (einer der beiden verbliebenen Kater) eines Nachmittags plötzlich sichtlich hinkte und vor sich hinjammerte. Wir wissen nicht genau, was passiert ist, aber das Jammern hielt an, und so hieß es mal wieder die Tierärztin besuchen. Die stellte eine schwere Prellung bzw. Zerrung in seinem Hinterbein fest und verordnete ein Schmerzmittel und »Sofaruhe«. Äh, ja. So lange er das Bein wegen der Schmerzen nicht richtig bewegen konnte, kein Problem. Aber sobald das Schmerzmittel anschlug, war er natürlich gleich wieder obenauf. Wir versuchen ihn so gut es geht etwas ruhiger zu halten. Jetzt zum Ende der Woche hin, geht es ihm wieder deutlich besser. Zum Glück ist nicht Schlimmeres passiert. Wir vermuten, dass er irgendwo beim runterspringen blöd aufgekommen ist. Ist ja mit bald 14 Jahren auch nicht mehr der Jüngste.

Dein Kommentar?

Warum sagt mir denn keiner von Euch, dass ich komplett verbaselt habe, in meinem vorangegangenen Beitrag 11 neue Fragen zu stellen?!? Also hier nun meine 11 Frage, die beantworten darf, wer mag. Es wäre schön, wenn Ihr in den Kommentaren kurz Bescheid gebt, wenn Ihr geantwortet habt. :-)

1. Gibt es eine Insel, zu der Du eine besondere Beziehung hast und wenn ja, welche?
2. Was ist Dein Top-Tipp zum Thema langfristige Freundschaften aufbauen?
3. Unter den einheimischen Vögel, welcher ist Dein absoluter Favorit und warum?
4. Gibt es ein Gedicht, das Dir viel bedeutet? Welches und warum?
5. Was versuchst Du Dir gerade abzugewöhnen?
6. Wirst Du mit zunehmendem Alter verständnisvoller oder rigoroser mit anderen Menschen, und worauf führst Du das zurück?
7. Welchen (noch lebenden!) Menschen, dem Du irgendwann in Deinem Leben mal begegnet bist, würdest Du gerne recht bald wiedersehen?
8. Große Hektik, alles wächst Dir über den Kopf, Du bist total entnervt. Was tust Du dann gewöhnlich, um Dich runterzufahren, den Kopf wieder frei zu bekommen und Dein inneres Gleichgewicht wiederzufinden?
9. Was ist Deine schönste Gartenerinnerung (dafür muss man nicht zwangsläufig einen eigenen Garten haben)?
10. Wenn Deine Stimmung heute eine Farbe hätte, welche Farbe wäre das?
11. Wen hast Du heute als erstes angelächelt und warum bzw. wurde zurückgelächelt?

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